Interview mit dem Zeichner von "foreskin man"

  • Ja, das Interview kannte ich schon. Warum sollte Matthew Hess antisemitisch sein? Ich denke da gibt es kein besseres Argument für als der selbe Unsinn der uns übrigen Beschneidungsgegnern vorgeworfen wird. Im Gegenteil: In Amerika sind ja nur eine Minderheit der Beschneidungen religiös motiviert und im ersten Foreskin-Man-Comic kommen, so weit ich weiß, gar keine Juden vor.

    Ich glaube aber, dass viele Menschen die Comics nicht verstehen - das Ganze ist ja gleichzeitig eine Superhelden-Parodie, und da verstehen Amerikaner keinen Spaß ;) . Überzeugen wird Hess wohl niemanden mit den Comics, aber er hat Aufmerksamkeit erzeugt - ob das gut oder schlecht ist für die Bewegung weiß ich auch nicht...

  • Wenn man nur einzelne Bilder sieht, kann leicht ein falscher Eindruck entstehen.....Ein gräßlicher Mohel, der kleine Kinder bedroht....
    Ich denke schon, daß der Comic die Diskussion anstößt.


  • Es geht wohl hauptsächlich um diese Zeichnung:

    Fotos - Google+

    Ich find's großartig, gewalttätige Rabbis mit Maschinenpistolen. Aber das ist halt ein Problem, dass Ironie nicht von jedem verstanden wird. Deshalb hätte ich den Comic auch nicht gemacht. Außerdem - wenn ich Jude wäre und jemand macht Witze auf meine Kosten (auch wenn es ja ein ernstes Thema ist), dann würde ich vielleicht auch mit der Antisemitismus-Keule kontern. Aber möglichweise hat Hess das ja der Publicity wegen auch beabsichtigt.

  • Humor und Religion ist ein schwieriges Thema....
    Einerseits bin ich der Ansicht, daß man darüber Witze machen darf. Warum sollte man ausgerechnet DAS aussparen? Andererseits WEISS man natürlich, daß manche Menschen empfindlich indiesem Punkt reagieren. Weswegen sollte man es drauf ankommen lassen? Friedensstiftend ist das bestimmt nicht.

  • Ich find's großartig, gewalttätige Rabbis mit Maschinenpistolen. Aber das ist halt ein Problem, dass Ironie nicht von jedem verstanden wird.

    Ich glaube in den USA sieht man so etwas aus einem anderen Blickwinkel als hier, besonders wenn es im weitesten Sinn im Rahmen der Kunst geschieht. Es gibt z. B. in Tarantino-Filmen (Reservoir Dogs, From Dusk To Dawn) rassistische und antisemitische Dialoge, die in der deutschen Synchronfassung durchwegs entschärft wurden.

    Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

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