Boys scream in pain as they are circumcised

  • gin, ich glaube nicht, dass man dieses von Dir genannte Portal jedes Mal neu verlinken muss. Wir wollen denen doch nicht unnötigen Traffic bescheren, oder ;)

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Jetzt bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Ali Utlu, Tayfun Aksoy, Alexander Bachl, Önder Özgeday sind nur die bekanntesten, die offen über ihr Trauma sprechen.


    Du hast mich missverstanden, aber das war hier sogar sehr gut! Ich hatte von den Menschen berichtet, mit denen ich persönlich Kontakt habe und mit denen ich darüber gesprochen habe.

    Es gibt Menschen wie die von Dir genannten, welche sich mit ihrer Zwangsbeschneidung kritisch auseinander gesetzt haben und daher auch öffentlich darüber sprechen oder zumindest anonym ihr Schicksal mit anderen teilen. Wie viele sind "diese" Menschen aber in Relation zu "denen", die stumm leiden bzw. noch nicht mal so recht realisiert haben, was man ihnen als Kind angetan hat.

    Mal ganz banal ausgedrückt gibt es doch den nicht ganz ernst gemeinten Satz, dass früher alles besser war, sogar die Zukunft. Unser Gehirn ist so programmiert, dass es laienhaft ausgedrückt negative Eindrücke in der Vergangenheit "filtert" bzw. mehr ins Unterbewusste wandern lässt und somit die positiven Empfindungen mehr in den Vordergrund rückt. Ein Traum, welches aber nicht "verarbeitet", sondern nur ausgeblendet wurde, belastet uns daher auch dann noch, wenn es uns scheinbar nur "verschwommen" bewusst ist.

    Und wenn man sich jetzt die Bilder von diesen Jungen anschaut, fällt ja auf, dass hier ein ganzes "Kollektiv" ein solches Trauma erleidet. In diesem Fall gäbe es die theoretische Möglichkeit, dass die Jungen später eine Art Selbsthilfegruppe bilden und sich mit ihrem erlittenen Schmerz auseinander setzen oder jeder sucht für sich selbst einen Weg, damit klar zu kommen. Selbsthilfegruppen von Beschnittenen in einer Kultur, welche diese Praktik als "unnormal" kritisieren, dürfte recht schwierig sein. Somit muss jeder einen Weg für sich finden. Hilfe von außen wird in einer Kultur von Beschneidungsfetischisten ebenfalls nicht zu erwarten sein. Also bleibt nur das Schlechte ausblenden und das Gute (Lutscher, Luftballon, große Feier, etc.) überhöht in Erinnerung zu behalten. Das ist dann wohl der "bewusste" Teil unserer Psyche, den wir steuern können und der andere macht dieser Einstellung dann immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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