ja gerne. Soziale Konsequenzen...vielleicht bin ich da naiv. Was soll passieren? Gut ich würde gerne mal wieder eine Partnerschaft eingehen, aber dieses Thema ist in meinem Leben und will ich auch nicht mehr verheimlichen. Ich mache das alles und auch die Wiederherstellung ja u.a. auch, damit ich mit dem Thema irgendwann mal DURCH bin - ich habe auch noch anderes vor in meinem Leben
Wenn Frauen sich dann davon abgeschreckt fühlten, sie harte unverletzliche Kerle haben wollen - ich kanns nicht ändern, es gehört zu mir. Oder an was dachtet Ihr? Ich versuche in meinen öffentlichen Beiträgen immer sachlich zu bleiben und niemanden zu diffamieren. Und auf das Schreiben bezogen: was sollte ich von Jerzy Montag befürchten????
Volksabstimmung über Beschneidung?
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Vielen Dank - Deinen Namen wollte ich eh weglassen. Herr Montag weiß Bescheid, den Rest geht das nichts an. Nur der Inhalt zählt.
Danke nochmals für Deinen großen Mut und Dein Engagement, ich bewundere Dich dafür.
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Deine Geschichte könntest du mal " meiner Abgeordneten" schicken.....
Kerstin Griese. Mitglied des Deutschen Bundestages. -
Ihre Traditionen sind Abstammungs"getue"!
Mit Abstammungsgetue meinte ich z. B., dass in Israel sog. "Mischehen" (Juden mit Arabern) de facto verboten sind. Natürlich kann man für so eine "Tradition" auch andere Begriffe finden, hat jemand Vorschläge? -
@B.O.Achter
Da habe nicht nur Ava, sondern auch Dich missverstanden. Sorry. Ich dachte, Du meinst die Beschneidung als "Siegel" der Abstammung.
Könnte es sich bei den Heiratsregeln nicht auch um ein religiöses Gebot handeln, und nicht nur um eine "Tradition"?
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@B.O.Achter
Da habe nicht nur Ava, sondern auch Dich missverstanden. Sorry. Ich dachte, Du meinst die Beschneidung als "Siegel" der Abstammung.
Könnte es sich bei den Heiratsregeln nicht auch um ein religiöses Gebot handeln, und nicht nur um eine "Tradition"?
Hallo Werner,das weiß ich nicht. Soweit ich informiert bin, ist die "Halacha" die rechtliche Tradition des Judentums, die sich unter anderem aus der Tora ergibt.
BoB
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Weiß ich nicht, ob Mischehen dort verboten sind- ich frag mal meine Freundin.
Außerhalb Israels scheint es jedoch recht verbreitet zu sein, Menschen anderen Glaubens zu heiraten:Zitat"....Für die kommenden Jahre rechnet della Pergola damit, dass die Zahl der Juden außerhalb Israels weiter sinken wird. Als Ursachen nennt er die niedrige Geburtenrate und die hohe Zahl der Mischehen - ihr Anteil beträgt in der Diaspora 48 Prozent. Ungefähr ein Drittel der Kinder aus diesen Ehen definiert sich selbst nicht als jüdisch...."
AREF-Israel-News: Wieviele Juden gibt es auf der Welt ?
Zwar recht interessant, aber für unser Anliegen ohne Bedeutung, oder? -
Hallo Ava,
sh. unter anderem hier:
Israelisches Heiratsgesetz: Kein Bleiberecht fr palstinensische Ehepartner - SPIEGEL ONLINE
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Und wie ist das heute?
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Und wie ist das heute?
Das ist das neueste, was ich finden konnte:
http://www.newspoint.cc/artikel/Weltwe…setz_85583.html
"Menschenrechte könnten nicht um den Preis eines "nationalen Selbstmord" durchgesetzt werden, schrieb demnach Richter Ascher Gunis."
Auch ein Standpunkt.
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Nun ja, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es eine jüdische Identität gibt, die über die jüdische Religion hinaus geht. Und da spielt die Beschneidung offensichtlich eine wichtige Rolle. Man mag vieles daran merkwürdig finden, z.B. warum nur Männer dieses eindeutige Zeichen tragen sollen oder dürfen. Aber hier handelt es sich zumindest um ein halbwegs ernst zu nehmendes Argument: Wenn das Zeichen für die Identität verloren geht, geht auch irgendwann die Identität verloren.Hallo Kramer,
zunächst einmal reden wir ja über Säuglingsbeschneidung und nicht Männerbeschneidung, daher ist dieses Zeichen der Identität durch die aktuelle Diskussion eh nicht gefährdet - Beschneidung soll ja nicht verboten werden, sondern nur um 18 Jahre verschoben werden.
Dann frage ich mich, gibt es im 21. Jahrhundert, wirklich noch diese Identität und ist sie nach über 60 Jahren nach der Gründung Israels überhaupt notwendig? Ein atheistischer amerikanischer Jude hat sehr wahrscheinlich mehr mit mir gemeinsam (habe keine jüdischen Vorfahren), als mit einem ultraorthodoxen Juden aus einer Siedlung in der Westbank oder mit einem konvertierten Juden.
Ich denke heutzutage reicht bei jüdischen Männern, wie bei jüdischen Frauen, die Abstammungsurkunde als identitätsstiftendes Merkmal, zumal sie dieses Merkmal ja nicht exklusiv tragen. Mich hat noch keiner beim Sport unter der Dusche gefragt ob ich jüdisch bin

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@ B.O.Bachter: Danke!
Die Tatsache, dass so viele Paare getrennt leben, zeigt aber auch, daß die Sichtweise der Bevölkerung scheinbar anders zu diesem Thema ist- sonst gäbe es diese Paare nämlich nicht. -
Ich glaube sowieso, dass interreligiöse Ehen die vielleicht grösste Bedrohung für das Judentum sind - eine Bedrohung von innen, nicht von aussen. In Europa und in den USA heiratet jede/r zweite Jude/Jüdin eine/n Partner/in aus einer anderen Religion. Ob die dann noch ihre Kinder beschneiden?
Das Zitat von Richter Gunis zeigt, wie "ernst" die Situation mittlerweile ist.
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Zitat
Ich glaube sowieso, dass interreligiöse Ehen die vielleicht grösste Bedrohung für das Judentum sind
Wieso? Für die Beschneidung vielleicht, aber eine 4000 Jahre alte Kultur hat sicherlich sehr viel mehr zu bieten als nur das. Wäre sonst ein jämmerliches Ergebnis, oder?
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Ich glaube sowieso, dass interreligiöse Ehen die vielleicht grösste Bedrohung für das Judentum sind - eine Bedrohung von innen, nicht von aussen.
Das Bedrohungsszenario wird auch auf andere Weise aufgebaut, sh. z. B. hier:Zitat:
Wo die Kirchen es bisher nicht geschafft haben, versuchen es nun die
"Juden für Jesus". Das Ziel ist dasselbe – die Beseitigung der Juden.
Auch wenn man es nicht mehr direkt so nennt, es bleibt doch dasselbe.
Und ob man einen Juden in der Gaskammer tötet oder durch Konversion – in
beiden Fällen ist er als Jude tot.Schwer fassbar, oder? Und der Verfasser ist, oder sieht sich, als liberaler Jude!
Allerdings bin ich mit Ava einer Meinung, dass die "Basis" das alles wesentlich entspannter sieht. Genauso wie in der Politik sind es wohl auch bei den Religionsgemeinschaften die "Spitzenkräfte", die den größten Mist verzapfen.
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Ich glaube sowieso, dass interreligiöse Ehen die vielleicht grösste Bedrohung für das Judentum sind
Wieso? Für die Beschneidung vielleicht, aber eine 4000 Jahre alte Kultur hat sicherlich sehr viel mehr zu bieten als nur das. Wäre sonst ein jämmerliches Ergebnis, oder?
Offensichtlich sind sich selbst die Juden da nicht so sicher - zumindest ihre Verteter. Das Volk fährt nach Zypern... -
Das Zitat von Richter Gunis zeigt, wie "ernst" die Situation mittlerweile ist.
Die Situation ist in der Tat "ernst" und sie wird noch "ernster":
Konflikte: Zahl von Juden und Arabern in Nahost bald gleich - Ausland - FOCUS Online - Nachrichten
Fazit: die in Israel lebenden Araber vermehren sich wesentlich schneller als die Juden, d. h. man kann buchstäblich darauf warten, bis sie im eigenen Staat in der Minderheit sind. So gesehen ist Israel als "Staat der Juden" eigentlich ein failed state.
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Jetzt gleiten wir aber ab und die Debatte sollten wir nicht führen. Dann würde man uns in Sippenhaft nehmen, mal wieder für die Äußerungen einzelner, und uns ankreisen, die Beschneidungsgegnerschaft sei anti-israelisch. Als antisemitisch
zu gelten,in manchen kranken Hirnen , sollte uns vorerst reichen, oder? -
Das Thema ist zu groß für eine Volksabstimmung, denn (behaupte ich) - auch wenn wir hier sehr engagiert sind und sehen auf wie vielen Plattformen sich noch mehr Leute (oder zum Teil dieselben) engagieren, kann nicht ausgeschlossen sein, dass es der Mehrheit der deutschen Bevölkerung SO WIE BIS ZUM KÖLNER URTEIL am ..... vorbeigeht. Die Abstimmung würde also so oder so nicht behaupten können, die wirklich vorhandene Mehrheitsmeinung wiederzugeben. Ausserdem: Die Demokratie -behaupte ich - muss auch die Mindermeinung nicht nur respektieren sondern auch schützen, d.h. nicht emotionale, utilitaristische oder religöse Gründe dürften hier zum Tragen kommen, sondern rein vernünftige. Vernunft aber ist ein Thema, mit dem wir seit der Aufklärung - und speziell wir als Deutsche seit Kant - vertraut sein sollten bzw. - seit der NS-Zeit wieder vertraut sein sollten oder vertraut gemacht werden sollten. Für den Haus- und Wiesengebrauch, selbst für die Chat-und-Chill-Generation sollte die Kenntnis des kategorischen Imperativs da schon reichen. Vernunft oder ihren kleiner Bruder, gesunden Menschenverstand, hat jeder selbst, sogar genug davon, wie schon Descartes begründete (Discours de la Méthode):
ZitatDer gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt; denn jedermann glaubt, so wohl damit versehen zu sein, daß selbst einer, der in allen anderen Dingen nur sehr schwer zu befriedigen ist, für gewöhnlich nicht mehr davon wünscht, als er besitzt.
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Herr Montag redet nur Bleich!
Strafrecht und Familienrecht, wo die Beschneidung geregelt werden könnte, gehören gem Art. 74 I 1 GG zur konkurrierenden Gesetzgebung. Die Länder können hier nur Gesetze erlassen, solange und soweit der Bund von seiner Gesetzgebungszuständigkeit keinen Gebrauch gemacht hat. (Art. 72 I GG). Das dürfte hier aber der Fall sein, da der Bund sowohl die Körperverletzung im Strafrecht als auch das Sorgerecht im Familienrecht umfassend geregelt hat. Die Beschneidung könnte also nur durch ein Bundesgesetz geregelt werden. Auf Bundesebene sieht das GG jedoch eine Volksabstimmung nur für den Fall der Neugliederung des Bundesgebietes (Art.29 GG) und der Abstimmung über eine Verfassung (Art. 146 GG) vor. Um eine Volsabstimmung zum Thema Beschneidung durchführen zu können, müsste also das Grundgesetz geändert werden! Ha,ha!
M.E. gibt es unter dem gegenwärtigen GG keinen Weg zu einer Volksabstimmung, oder ist jemand anderer Meinung? A
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