Uni Potsdam: "das Konfliktfeld zwischen Religiösen und Nichtreligiösen"

  • Potsdam, immer wieder Potsdam

    Zitat

    „Wir wollen die Lehre und Forschung zu religionsbezogenen Themen enger verflechten, weil gerade hier im mehrfach säkularisierten Ostdeutschland das Interesse an Religion zunimmt, aber auch das Konfliktfeld zwischen Religiösen und Nichtreligiösen wächst. Man denke nur an Themen wie ‚Burka‘, ‚Religionsunterricht‘, ‚Beschneidung‘“,

    Da wird mal wieder versucht, das Thema Genitalverstümmelung auf einen Konflikt zwischen "Religiösen und Nichtreligiösen" runterzubrechen.
    Wenn das mal nicht wieder nur ein neues BGM-Propagandazentrum wird..

    https://www.pressebox.de/pressemitteilu…xt/boxid/840984

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Neues aus Potsdam


    Julius Schoeps schafft mühelos den Bogen von Daniel Goldhagen ("Hitlers willige Vollstrecker") zur "Beschneidungsdebatte":


    Konnten Sie seinerzeit den Thesen von Daniel Goldhagen, die Deutschen als Hitlers willige Vollstrecker, dem kollektiven Vorurteilsdenken der Deutschen gegenüber Juden, dem tief in der deutschen politischen Kultur wurzelnden Vernichtungsantisemitismus, folgen?


    Durchaus. Ich war einer der wenigen, die ihn damals bei seinen Thesen in Deutschland nicht kritisiert, sondern unterstützt haben. Mit Goldhagen teile ich die Auffassung, dass die antijüdischen Vorurteile sehr tief sitzen, immer noch. Und manchmal exponiert sich zumindest ein Teil der deutschen Gesellschaft mit obsessiver Kritik an der jüdischen Religion. Besonders deutlich war das bei der so genannten „Beschneidungsdebatte“ vor vier Jahren.


    Julius Schoeps ist Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam


    Beschneidung
    Logischerweise stellt sich – nicht erst seit vergangenem Mittwoch – die Frage, warum es ausgerechnet unter den Abgeordneten keine Antisemiten geben sollte. Es gibt sie. Und ab und zu können wir Kostproben aus Parlamentariermündern hören – wie etwa jüngst in der Beschneidungsdebatte.

    Aber komisch, die "Kostproben" zitieren und Namen nennen, das sitzt dann nicht drin.

    Merke: der Schutz der Jungenvorhaut vor Vernichtung ist "tief verwurzelter", typisch deutscher Vernichtungsantisemitismus!

    Indeed, as the history of female circumcision suggests, if male circumcision
    were confined to developing nations, it would by now have emerged as an in-
    ternational cause celebre, stirring passionate opposition from feminists, physicians, politicians, and the global human rights community. If routine medical
    circumcision didn't exist today, no one would dare to invent it.

    David Gollaher

  • Das Schlimme ist, dass der Typ sich für den Unsinn nie schämen wird, in seinem Superioritäts-Habitus...

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

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