• http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/27077

  • Die übliche Taktik halt.
    Man reduziert MGM auf "jüdisches Beschneidungsritual, also auf ca. 1% der Fälle.
    Man sortiert in gute Grüne (pro MGM, z.B. Beck) und böse Grüne (kontra MGM).
    Typen wie Hofreiter sind mit ein Grund, warum ich die Grünen abgehakt habe.

    There is no skin like foreskin

  • Wie unehrlich von Herrn Hofreiter.
    Wäre er ehrlich, hätte er geantwortet:

    "Nein, da denke ich nicht an Ulf Dunkel. Dunkel ist ein Lokalpolitiker, der 2012 ein dämliches, antisemtische Klischees bedienendes Gedicht geschrieben hat. Dafür hat er sich mehrmals offiziell entschuldigt und in dem wegen des Gedichtes eingeleitenden Parteiausschlussverfahrens hat er sich klar von jeglichem Antisemitismus und Fremdenhass distanziert. Es gibt bei Dunkel nach jahrzehntelamger Mitgliedschaft keinen Grund, ihm das nicht zu glauben und ihm keine Chance zu geben.
    Grundsätzliche sachliche Kritik am Beschneidungsritual ist in einer demokratischen Partei selbstverständlich erlaubt.
    Jemanden wie Dunkel als symptomatisch für Antisemitismus in der deutschen Linken zu bezeichnen, würde eine Verharmlosung tatsächlichen Antisemitismus darstellen, der ich entschieden entgegentreten muss.
    Dafür ist dieses Problem allerdings viel zu ernst."

    Das oder Ähnliches hätte er dann sagen müssen. Aber vielleicht ging es in dem Interview auch gar nicht vorrangig darum, sich ernsthaft mit dem wirklich gefährlichen Phänomen Antisemitismus zu beschäftigen?

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