Eine in Berlin lebende jüdische Mutter legt dar, aus welchen Gründen und mit welchen Gefühlen sie ihren Sohn beschneiden ließ. Der Artikel ist ehrlich und unaufgeregt. Andererseits zeigt sich, dass die Dame eine Reflexion über den Vorgang selbst nicht bei sich zulässt.
Ja, ich habe beschnitten!
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Aber der letzte Absatz ist auch eine starke Verharmlosung der Säuglingsbeschneidung.
Das mit dem Wein: irgendwo habe ich einmal mitbekommen, dass Alkohol für kleine Kinder gesundheitsschädlich sei, weil ihr Körper diesen nicht abbauen kann.
Stimmt das - wer weiß etwas dazu? Wenn ja, würde der Vorgang dadurch ja eher schlimmer. Oder ist die Menge so gering? -
Zitat
Die Front verläuft nicht mehr zwischen Kirche contra Islam oder Judentum.
Wo die Front verläuft definiert jede Gruppe für sich. Die Beschneidungsgegner machen Sie an der körperlichen Unversehrtheit fest, die Pro-Fraktion verunglimpft uns als Atheisten und zieht genau die Grenze: zwischen den Religiösen und den Atheisten, mit noch mit einer besonderen Untergruppe, die der Antisemiten.
So vermeidet man, auf die Argumente der Gegner einzugehen, weil es ja angebliche Scheinargumente sind. -
Das mit dem Wein: irgendwo habe ich einmal mitbekommen, dass Alkohol für kleine Kinder gesundheitsschädlich sei, weil ihr Körper diesen nicht abbauen kann.
Wieviel sind ein paar Tropfen, 10ccm? Bezogen auf einen Erwachsenen wären das also ca. 200ml Wein. Soll das vielleicht schmerzlindernd sein? Und demnächst vielleicht auch noch nach den Regeln ärztlicher Kunst? -
Mit dem Zitat hat sie ja recht - die drei Religionen haben sich ja tatsächlich zusammengetan - weil sie alle Angst um ihre Privilegien haben. Zu diesem Zweck wird die Realität eben angepasst.
Ich möchte ja a) den Dialog und b) Frieden unter den Menschen
aber wo sind auf der Gegenseite die Argumente, auf die ich eingehen kann, ohne die Rechte der Kinder zu hintergehen?
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Aber ich weiß, dass es nicht verkehrt sein kann, wenn unsere Kinder ein
wenig Spiritualität in ihren Umhängetaschen haben, wenn sie ganze
Nachmittage lang in den Einkaufszonen umherstreunen.
Dafür gibts ja dann die Esoterik-Läden. -
geht sicher auch mit Vorhaut. Diese Frau ist sehr aufgeklärt, hat ein hinreissendes Buch über ihre Zitat "neurotische Familie" (TITOS BRILLE) geschrieben, in dem sie mit Vielem sehr kritisch ins Gericht geht und sich alles andere als angepasst zeigt. Seltsamerweise hat sie bei der Beschneidung ihrer Söhne weniger Distanz zu ihrem Jüdischsein als in anderen viel banaleren Dingen.
Ich kenne sie persönlich und mag sie sehr.
Das ist erstaunlich und auch traurigmachend - selbst durch solche Menschen setzt sich Zwangsbeschneidung fort.
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http://www.schattauer.de/fileadmin/asse…23184_kap33.pdf
Man weiß halt nicht, wieviel die Kinder bekommen. Vermutlich ist ein kleiner Rausch erwünscht.
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Seltsam...
Hier gewinnt man den Eindruck, daß die Situation ganz anders sei:
Jüdische Allgemeine / UNSERE WOCHE / Religion - Ein bisschen Tradition -
Zitat
Tradition ist, wenn Mutter das Haus sauber hält, Vater derweil die Bibel studiert und sich die Töchter auf ihr Hausfrauendasein vorbereiten.
Ist Tradition das Gegenteil von Fortschritt? Anscheinend, ja.
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Es gibt gar nicht genug Gründe, Traditionen zu hinterfragen...
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Man weiß halt nicht, wieviel die Kinder bekommen. Vermutlich ist ein kleiner Rausch erwünscht.
Vielen dank Ava. Ich entnehme dem Aufsatz, dass Kinder einerseits schneller abbauen, Kleinkinder aber auch durch eine Hypoglykämie in eine lebensbedrohliche Lage kommen können. - Ja, natürlich ist eine kleiner Rausch erwünscht, wenn man schon keine Anästhetika hat. Darum schlafen die Kleinen wahrscheinlich hinterher auch - wie teilweise berichtet - auch ein.
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Seltsam...
Ja, das hat die Werbung den Religionen abgeguckt: man muss schon in die Köpfe der Kleinsten reinkommen, wenn man sie für seine Produkte manipulieren will.
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Zum Thema "Wein" bei der jüdischen Beschneidung hab ich schon mal Paul Spiegel zitiert, hier:
Verbot der Beschneidung - Schaden für das Kind
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