Also erst einmal: Grossen Respekt an Apey, dieses Geschichte hier so frei heraus, ehrlich, mit den überhaupt nicht einfach zu ertragenden Emotionen zu erzählen. Ich würde schätzen, die allermeisten von uns wurden sich durch ihr Trauma der Beschneidung erst bewusst, wie ignorant und naiv Menschen angesichts Thematiken agieren, von denen sie persönlich nicht betroffen/tangiert sind. Und das, abseits jeglicher zugeschobener Böswilligkeit, erst einmal aus dem einfachen Grund, dass das Gehirn als ein Organ, welches Ressourcen (Sauerstoff, Nährstoffe ..) geradezu verschlingt, konstant auf Sparflamme gehalten werden muss. Deshalb denken wir auch in so genannten "Heuristiken", also der "Kunst", mit wenig Vorwissen (Ressource) und kleinem Aufwand zu praktikablen Lösungen zu gelangen. Ein bekanntes Bsp. : "Trial and Error", Versuch und Irrtum.
Deine Lehrerin stand ja zudem vor der Klasse und hat sich anstecken lassen von der Stimmung der Klasse. Da hat die gute Frau keine Chance in unseren wissenden und weisen Augen richtig zu reagieren!
Wer wie wir ein Trauma aufarbeitet, der benötigt jedoch zwingend einen Gesprächspartner, der, wenn er kein fundamentales Hintergrundwissen besitzt, doch zumindest einige nette features einer Persönlichkeit wie Differenziertheit und Empathie vorweisen kann.
Und zum Punkt: Apey, reagier doch, wehr dich, sprich die Lehrerin persönlich an, oder gar: mach es öffentlich, leg alle Fakten auf den Tisch.
- Hallo?!
Der Junge ist, wo er sich seinen ganz eigenen persönlichen Schaden eingestanden hat, bereits weiter als viele Betroffene Männer, welche im besten Fall noch in einer Phase der Leugnung stecken. Abgesehen davon, dass ihm, selbst wenn er das Thema rhetorisch tadellos der Klasse vertraut machen würde, daraus keine Nachteile erwachsen würden. 1. sind wir immer noch Männer, und unverwundbar und perfekt , oder nicht?
Und 2. muss er sich überhaupt erst selbst konstituieren, und die übermächtige Wut, die wir alle kennen und verdammt schmerzhaft ist, da untrennbar mit der Trauer verbunden, in etwas konstruktives umformen. Wut -> Mut z.b.
Das dauert aber etwas.
Psychische Auswirkung der Beschneidung
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Auch von mir Danke Apey, für Deine offenen und ehrlichen Worte.
Zu dem Punkt wehr Dich...
Kann sich ein durch die Beschneidung Traumatisierter überhaupt wehren? Kann er sich eher nicht nur noch schützen, dass dieses Trauma ihn nicht ganz auffrißt? Soll er selber die verwundbare Stelle bei sich noch markieren und dazu einladen, stich zu?
Was würde es bringen, sich zu outen?
Ich kann es ja nachvollziehen, wenn manche nicht verstehen, warum sich so wenige Betroffene zu Wort melden, der Eindruck herrscht, es gibt keine neg. Betroffenen einer Beschneidung...aber was das für psychische Dimensionen bei einem annehmen kann, es einem unmöglich macht darüber zu reden...
(aus meinem Umfeld weiß NIEMAND Bescheid, inzwischen wäre es mir egal, aber die Konsequenzen für meine Frau und meine Kinder?)Apey, für das was Dir angetan wurde, dafür musst nicht Du Dich schämen, das müssten sich andere...
Wer wie wir ein Trauma aufarbeitet, der benötigt jedoch zwingend einen Gesprächspartner, der, wenn er kein fundamentales Hintergrundwissen besitzt, doch zumindest einige nette features einer Persönlichkeit wie Differenziertheit und Empathie vorweisen kann.
Genau...und ich habe inzwischen das Glück so einen gefunden zu haben...und das Hintergrundwissen, da musste ich noch nachhelfen...
Apey, falls das wieder mal Thema werden sollte, nicht ausrasten...es ist nur Unwissenheit und Hilflosigkeit...schreib es lieber wieder hier, mein Angebot (und ich denke auch das von Mario und Guy) steht noch...
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Vielleicht noch zum Thema wehren...
Dagegen wehren kann ich mich nicht mehr...aber still bin ich deswegen schon gar nicht...wo es geht schreib ich im Schutz der Anonymität des Internets was eine Beschneidung anrichten kann, bzw. bei mir angerichtet hat...ich lass es raus, ich fress es nicht mehr in mich rein.Es soll jeder wissen, was eine Beschneidung anrichten KANN, kein Tabu mehr sein, jeder soll wissen was da für eine Schweinerei läuft...
Und jeder, der das macht, auch nur anonym im Netz seine Betroffenheit äußert, hilft diese Lüge, diese Fehleinschätzung zu entlarven...
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Apey, schick mir doch mal bitte per PN deine Schule und den Namen deiner Lehrerin.
Ich stell ihr gerne ein Paket zusammen und schreibe ihr was dazu.
Aufklärung beginnt schon in der Schule und Lehreraufklärung ist nun mal meine Spezialität.
/update
Grad gesehen, dass Mario schon angeboten hat, der Lehrerin mal Nachhilfe zu erteilen. Doppelt gemoppelt ist an der Stelle nicht so gut. Aber wenn die Lehrerin offen bei dem Thema ist, dann könnte man mal vielleicht (wenn das nicht zu weit weg ist) eine Unterrichtseinheit im Sexualkundeunterricht machen.
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Danke an alle !
Ich bin froh in so einem Forum gelandet zu sein.
Zum Thema währen : ich würde mich schon wären aber nicht
Wenn die ganze Klasse dabei ist und bla bla .
Und das ihr alle die Schule kontaktieren wollt finde ich von euch
Wirklich sehr hilfsbereit und das zeigt mir das ihr hier
Alles ernst nehmt .
Wie gesagt belassen wir es vorerst dabei aber falls mal wider
Sowas kommen sollte im sexuallkunde Unterricht oder sonst wo
Werde ich mich sofort melden und dann könnt ihr Dennen mal zeigen
worum es eigentlich geht !An alle noch einmal viiiiieeelen dank !
Mit freundlichen Grüßen
Apey -
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