• Nicht versprachlichte Traumata können oft sehr gut hypnotherapeutisch, imaginativ und über Teilearbeit (Egostate-Therapie) erreicht werden (z.B. "PITT" Reddemann; "Egostate-Therapie" Watkins / Nijnhues)

    Unter Hypnose kann ich mir ja noch einigermassen was vorstellen, aber der Rest ist jetzt Fachchinesisch für mich. Es würde mich interessieren, wie das abläuft und welche Erfahrungswerte man damit hat. Magst Du es hier schildern?

  • "Hypnose" ist ein Begriff, der zwar einen Wirkfaktor von Hypnotherapie beschreibt, aber bei letzterem steht die therapeutische Komponente im Vordergrund. Eingesetzt wird sie, um die Aufmerksamkeit auf das Innenerleben zu fokussieren und die Hürden des Alltagsbewusstseins zu überwinden. Wenn das gelungen ist, kann mit inneren Anteilen gearbeitet werden, dazu gibt es verschiedene Modelle auch außerhalb therapeutischer Ansätze, manchen ist vielleicht das "Innere Team" oder die "Innere Familie" ein Begriff. Näheres dazu bitte googeln.

    Die Egostate-Therapie basiert auf diesem Verständnis. Dissoziierte innere Anteile können angesprochen und in Verbindung gebracht werden mit der Gesamtpersönlichkeit, und dysfunktionale Muster können modifiziert werden, so dass sie neue gesamtdienlichere Aufgaben übernehmen.

    Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit diesen Behandlungsmöglichkeiten gemacht, vor allem weil sie schonend sind und sehr effektiv sein können.

  • Ok danke erstmal. Ich finde gerade ein Video nicht, wo jemand, der als Baby beschnitten wurde, bestimmte Angstzustände darauf zurückführt; ich hätte das im Rahmen dieser Diskussion gerade interessant gefunden. Tja ist aber irgendwo im Nirgendwo des Internet verschwunden... vielleicht finde ich's irgendwann mal. ;)

  • "Täterintrojekte entstehen dann, wenn wir aufgrund einer Misshandlung die Gefühle, Gedanken und das Verhalten des Täters (des Objektes), ins Selbst (das Subjekt) hineinnehmen. Das Opfer einer Misshandlung identifiziert sich mit dem Täter, da dieser als "der Stärkere“ erscheint und bildet den Täter in der eigenen Psyche ab. Eine gewalttätige Mutter, ein sexualisierte Gewalt anwendender Vater oder Bruder, ein sadistischer Lehrer, ein grandios auftretender Besatzungssoldat, ein Folterer in einem Konzentrationslager können Personen sein, mit denen die unbewusste Identifikation erfolgt. Wer für das Bewusstsein der ärgste Feind ist, kann psychisch gerade der sein, mit dem eine Identifikation eintritt.

    http://www.klausjuergenbecker.de/fileadmin/klau…rintrojekte.pdf

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

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