Wenn ich mir die Worte des Oberrabbiners Yona Metzger anhöre, so fühle ich mich ins Mittelalter versetzt: Beschneidung ohne Betäubung und nicht durch Ärzte.
Wie das eben mit Initiationsriten ist: wer sie selbst durchlitten hat, der verteidigt sie später unreflektiert.
Was ich aus den verschiedenen Berichten über von Betroffenen ihre Beschneidung verstanden habe, kann ich nur als Verstümmelung bezeichnen: z.B. die starke Beeinträchtigung ihrer Sexualität, die großen traumatischen psychischen Folgen. Die Frauen haben mit Recht und mit Erfolg die Genitalverstümmelung zum Thema und zum Tabu gemacht. Wir Männer müssen uns ebenfalls organisieren und gegen die Verstümmelung von Knaben angehen. Die Dulder einer Beschneidung setzen auf Verharmlosung. Ich schlage vor, dass wir auch Geld zusammentragen, um Klagewilligen bei den Prozesskosten zu helfen. Die Geschichte gehört bis zum Bundesverfassungsgericht und notfalls auch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
R(h)einwein
![]()