Sind Beschneidungsgegner von Gewalt besessen?

  • http://www.welt.de/debatte/articl…t-besessen.html

    "...Das Archaische ist modernen Gesellschaften weit weniger fremd, als ihre aufgeklärten Mitglieder annehmen. In der Obsession, mit der man sich mit Gewalt beschäftigt, kehrt das Verdrängte zurück. Mit Macht...."

    "...Wer keine physischen Rohheiten benennen kann, spricht von der unsichtbaren, der psychischen Gewalt und fragt, ob die nicht eigentlich noch schlimmer sei. Die partytalktaugliche Gewaltskala ist nach oben offen. Denn während es gewiss furchtbar ist, ein Opfer zu sein, ist es mindestens entlastend, sich als Opfer zu fühlen – es enthebt der Verantwortung fürs eigene Schicksal. Irgendeine traumatisierende Erfahrung findet sich immer..."


    Haben wir es doch immer gewußt: In Wirklichkeit sind die Opfer die Täter- unfähig, das kleine bißchen Rohheit zu ertragen, das den allermeisten Menschen nicht geschadet hat.
    Und die Beschneidungsgegner sind Gewaltbesessene.
    Eigentlich ganz einfach....Ich werde mal in mich gehen.(Ironie off!)

  • Da hatte ich mal vor einigen Monaten eine ähnliche Erfahrung gemacht. Eine Mutter postete in einem Forum, sie habe ihren Sohn unter anderem aus ästhetischen Gründen beschneiden lassen. Als ich mich darüber aufregte, war ICH der Perverse, der sich nur mit Kinderpenissen beschäftigt. SIE, die die Beschneidung ihres Sohnes mit der Bemerkung rechtfertigte, seine spätere Freundin solle schließlich auch was davon haben, war dagegen ihrer Meinung nach völlig im Recht.

    Fragt sich, wer hier die Realität verlassen hat...

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • "Ich will Kindern Gewalt antun, und wer mich kritisiert, übt psychische Gewalt auf mich aus und ist deshalb viel schlimmer als ich. Nicht ich bin schuldig, wenn ich Kinder an ihrem Körper verletze. Schuldig ist jeder, der sagt, das sei nicht in Ordnung."

    Es ist symptomatisch für Täter, sich in einer Opferrolle zu wähnen.

  • Bei soviel selbstgerechter Larmoyanz: da bleibt noch unendlich viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

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