• so?
    ja, mit dem Handy wird das schwierig.

    Du hattest doch Gin's Text formatiert,also kann ein Außenstehender hier Texte formatieren?
    Mit Handy ist einiges schwierig,selbst Text Zeilen aus Zitaten rauslöschen ist aufwendig(paar mal hab ich Ausversehen den ganzen Text gelöscht,statt paar Zeilen).

  • Also, das ist so: So ganz außenstehend bin ich hier nicht... Mach dir keine Sorgen !

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Offiziell haben die Christen einen neuen Bund geschlossen,welche den alten Bund aufhob.


    Wir hatten hier im Forum einen Foristen, der Pfarrer und Beschneidungsgegner war. Leider ist Benni aber an Ostern 2013 verstorben. Er hatte mich hier im Forum mal darauf aufmerksam gemacht, dass es im alten Testament wesentlich mehr als einen Bund mit Gott gegeben hat.

    Da mich die Ursachen für religiös motivierte Beschneidungen immer wieder stark interessieren, habe ich mich auch etwas mehr mit diesem Thema beschäftigt. Ein Bund ist ja quasi eine Art "Vertrag" oder "Abkommen" zwischen den Menschen und Gott.

    Im alten Testament gibt es hier den Noahbund (Regenbogen), die Beschneidung (=meist Zwangsbeschneidung von Kindern) und den Dekalog (zehn Gebote). Ich bin jedoch Laie auf diesem Gebiet und vermutlich ist dies daher keine abschließende Aufzählung.

    Wie jeder weiß, wurde die Bibel nicht von einem Autor geschrieben, sondern es ist eine Ansammlung von verschiedenen religiösen Texten, die zu einem Kanon zusammengefasst wurden (wie Wikipedia, nur wurde über die Richtigkeit der Contents nicht demokratisch entschieden und das ganze ist mit einem "Schreibschutz" versehen). Die drei großen Weltreligionen sind alle samt Buchreligionen, die derartig zusammengetragene Aufzeichnungen als heilige Schriften ihrer Religion zu Grunde legen. Wer jedoch schon mal das Kinderspiel "Stille Post" gespielt hat, kann sich vielleicht vorstellen, wie authentisch die Überlieferungen wohl sind. Viele Aufzeichnungen wurden ja Generationen später erst notiert. Denkt mal selbst darüber nach, was ihr gestern unternommen habt. Und nun überlegt mal, was ihr gestern vor einem Jahr unternommen hattet. Zum Abschluss überlegt dann mal, was ihr z.B. gestern vor 10 oder 20 Jahren unternommen habt. Schriftgläubige hängen jedoch an jedem Wort, welches sie akribisch auszulegen versuchen und auch genauso penibel zu befolgen versuchen.

    In einigen Abschnitten der Bibel wurde nun halt auch die zu der damaligen Zeit ohnehin übliche Beschneidung beschrieben und von der damals "neuen" Religion (Judentum) adaptiert. Von dort gelangte die Beschneidung bis ins Christentum (z.B. kopitische Christen) oder auch durch Auslegung in den Islam.

    Für Christen war es anfangs theologisch sehr wichtig, dass Jesus beschnitten war. Das Christentum ist eine Religion, die missioniert (Dank Paulus, etc.). Die ersten Christen mussten noch den Spagat vollführen, einerseits die Wurzel zu bewahren und sich dennoch auf der anderen Seite von der "alten" Religion (Judentum) emanzipieren. Erst als das Christentum "erwachsen" wurde, begann auch der Antijudaismus, der sich nicht so leicht vom Antisemitismus unterscheiden lässt (siehe z.B. Aussagen von Martin Luther).

    Jedenfalls waren den Urchristen beschnittene Konvertiten genauso recht wie missionierte Heiden. Konvertierte Juden nannte man Judenchristen. Da eine Beschneidung bekanntlich schmerzhaft und nicht ungefährlich ist, sprach sich Paulus dafür aus, dass man sich für den Übertritt vom Heiden zum Christen nicht beschneiden lassen muss. Dadurch, dass aber Jesus als beschnitten galt, stand der Glaube aber sowohl Beschnittenen wie Unbeschnittenen offen.

    Dass auch heute noch christliche Religionen die "Beschneidung des Herrn" feiern, zeigt mir, dass man auch hier nichts dazugelernt hat.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • NoCut,danke für deine Ausführungen bezüglich christlicher Beschneidung.
    Ich für meinen Teil,habe von verschiedenen Christen sehr unterschiedliche Aussagen gehört und gelesen.
    Angefangen vom Alten Testament ist nachwievor gültig bis hin es sei nur im geschichtlichen Kontext gültig,manche meinten auch Christen müssten sich beschneiden,andere sagen "Beschneidung sei aufgehoben ",auch bezüglich Kopftuch gibt es bei Christen verschiedene Aussagen.

    Fazit (zumindest für mich):
    Jede Religion hat verschiedene Interpretationen.

  • Fazit (zumindest für mich):

    Jede Religion hat verschiedene Interpretationen.


    Hast Du mal darüber nachgedacht, was Religion ist?

    "Im Anfang" haben wir den Glauben. Dann kommt z.B. ein Prophet oder Auserwählter, der den anderen erklärt, wie sie richtig glauben müssen. Und wenn man das ganze dann auf die Spitze getrieben hat, glauben die Menschen am Ende der Schrift oder den Worten derer, die die Schrift am besten zu verstehen vorgeben, mehr als der eigenen Gottheit. Halleluja!

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Hast Du mal darüber nachgedacht, was Religion ist?
    [tt][/tt]

    Ja hab ich
    Ich kam zum Entschluss,daß man keinen Vermittler zu Gott braucht.
    So mancher Gelehrter lehrt Dinge,die dem Glauben widersprechen.
    Tja was soll ich sagen,ich war noch nie ein Herdentier,welches anderen folgte,ich suchte stets eigene Wege(seitdem es mir möglich war).

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