Beschneidungsgesetz: Zwei Lager

  • Das Märchen, dass die rituelle Beschneidung zu Sowjetzeiten verboten war, wurde z.B. von Yona Metzger bei seinem legendären Berlinbesuch kolportiert. Die Absicht hinter Metzgers Fehlinformation dürfte auf der Hand liegen. Schade, dass der o.g. Leserbriefschreiber diese Fehlinformation nicht überprüft hat.

    Dennoch wurde Religion insgesamt in der Sowjetunion natürlich "nicht gerne gesehen". Die Frau Dr. Deusel betonte auf diesem Hintergrund, dass Juden damals trotzdem beschnitten hätten.

    Die Argumentation dürfte klar sein: ein Beschneidungsverbot ist das Zeichen einer Diktatur, und: wir machen es trotzdem.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Da hab ich was nicht mitbekommen. Es ist gar nicht dem staatlich angeordneten Atheismus in die Schuhe zu schieben, dass jüdische Jungs in der SU mit intakten Genitalien aufwuchsen?

  • Man nimmt an, dass in der ehemaligen SU 10% der Juden beschnitten waren. Unterschiede gab es offensichtlich in den einzelnen Staaten der Union. Offen bleibt, was damals die 25 Millionen Muslime gemacht haben, die in der SU lebten.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

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