Wir sollten keine Opfer-Hierarchie etablieren.
Es ist doch wohl so, dass beschnittene Männer, ohne subjektives Mangelempfinden. ihre Frau wundscheuern. Dabei gibt es welche, die sich darüber weghelfen mit Sprüchen wie "es hat sich (bei mir) noch keine beschwert", "du hast ein Problem, nicht ich", usw.
Erst wenn die Vermutung nicht mehr von der Hand zu weisen ist, werden Sie (ebenfalls) zum Opfer, und dann gleich doppelt: erst die Trauer um den eigenen Verlust, und dann die Schuldgefühle, einen anderen Menschen damit zu belasten.
Und während dieser Bewusstwerdung, steht ein Frau an seiner Seite und leidet, körperlich und seelisch.
Insgesamt nur Verlierer, da kommt keiner von beiden wirklich gut weg.
Ein echtes Dilemma
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@ Cato, Guy hat Recht, denn ich hatte schon vor etwa 7 Jahren gute und völlig unproblematische sex. Erfahrungen mit einem Mann aus dem arabischen Kulturraum. Aus diesem Grund hielt ich die männliche Beschneidung für belanglos sowohl für mich als auch für den Mann, denn dieser Araber hatte selber keine Orgasmusprobleme und der Akt dauerte normal lang wie bei intakten Männern oder gar wenig kürzer.
Darum machte ich mir keine Gedanken darüber, dass es mit diesem Probleme geben könnte! Zu seinem "Glück" aber meinem Pech konnte er mich, wie auch andere Frauen, testen und mich sogleich in der 1. Nacht u.a. mit den Worten "wie lange wird es wohl dauern, bis ich von dir eine böse sms kriege?" abschreiben. Ich erfuhr, dass spätestens nach zwei Wochen einige Frauen das taten! Er "testete" sie und meldete sich nie wieder bei ihnen.
Einige Tage vor der Liebesnacht deutete er wohl das bevorstehende Fiasko an mit den Worten, es könne sein, dass ich frustriert sein würde und er auch und dass ich danach enttäuscht sein würde!Ich wunderte mich, warum er das sagte, ohne ihn jedoch zu fragen, was er damit meinte und warum ich frustriert sein sollte. Einige Tage nach der Liebesnacht sagte er mir, in Zukunft würde es zw. uns sexuell gleich bleiben, dass wir beide oder sehr wahrscheinlich er den Höhepunkt nicht erreichen würde. Heute weiss ich - da ich es mit einem Trick herausgefunden habe - dass er diese Probleme mindestens 3-4 Jahre hat, wenn nicht noch viel länger!
Dafür aber belog er mich später bewusst, er hätte nie solche Probleme gehabt und vergass, dass er sich schon in der Nacht verplapperte. Auf die Schmerzen beim Akt angesprochen meinte er, es wäre nicht sein Penis. Nein ich hätte Sex mit einem Besenstiel!!! "ironie off".

Wir Frauen würden den Mann nicht wegen der Beschneidung ablehnen, obwohl wir in Europa tatsächlich die Wahl haben einen Intakten zu suchen, aber die subtilen Schuldzuweisungen, die Frau sei Schuld, wenn es sexuell nicht läuft, das geht absolut gar nicht! Dann hat ein solcher Mann auch tatsächlich keine Partnerin verdient - und das nicht in erster Linie wegen der Auswirkungen der Beschneidung, sondern wegen seiner Verweigerung den schmerzhaften und schlimmen Folgen ins Auge zu schauen! Auch hier hat Guy Recht: es gibt nur Verlierer mit viel Leid und Schmerz, denn ich hatte ihn sehr gerne gewonnen und hätte gerne mit ihm versucht, eine schöne Beziehung aufzubauen.
Cato dieser Mann beklagte sich anfangs bei mir, er hätte keine Chancen bei den Frauen und dabei ist er derjenige, der die Frauen schon nach der ersten Nacht (er hatte einige ONS) "wegwirft". Da sogar beschnittene Männer schon ohne Gummi den Höhepunkt nicht erreichen, wie wollen sie das mit einem Kondom schaffen, welches für ihn bei jedem ONS Pflicht ist?
Generic_username ist mir wesentlich sympathischer in seiner schonungslosen Ehrlichkeit!
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Welcher Methoden hast du zur Wiederherstellung verwendet und wie lange?
Manuelle Methoden (für die ersten Jahre exklusiv und auch danach noch ständig begleitend), Crosstaping, Reverse Taping (hab ich recht schnell wieder aufgegeben), DTR, DTR balloon.Manchmal denke ich, dass ich ständig mit einem gewissen Widerwillen an die Sache herangetreten bin, etwa im Sinne von: "Falls das funktioniert, kann ich mich nicht mal mehr als Opfer fühlen, da die Frau dann ja praktisch keine negativen Folgen mehr mitbekommt."
Ich meine, die eine Sache die man daraus "gewinnt", ist das Recht, sich als Opfer zu fühlen. Da die Gesellschaft die Anerkennung des Opferstatus im Großen und Ganzen verweigert, muss man sich selbst darum kümmern. Wenn ich eine Frau hätte, die meinen Opferstatus anerkennt unabhängig davon, ob es sich auf sie selbst negativ auswirkt, würde ich wahrscheinlich so ernsthaft an das Projekt gehen wie niemals zuvor.
Aber so eine Frau gibt es wahrscheinlich überhaupt nicht. Was schon interessant ist, wenn man mal so drüber nachdenkt. Eigentlich müsste sogar eine Frau, die (nehmen wir mal einen wohl fiktiven Extremfall an) nur mit beschnittenen Männern zum Orgasmus kommen kann, aus ethischem Prinzip trotzdem 100% dagegen sein, dass das bei Kindern gemacht wird. Ich finde es auffallend, dass die allermeisten Frauen, die sich gegen die VA aussprechen, dies aus ihrer eigenen negativen Erfahrung heraus tun und eben nicht aus ethischem Prinzip.
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