Viel beschworen, oft angefochten | domradio.de
Soweit so gut:
ZitatBei seinen Expertenanhörungen habe das Parlament den Beschneidungskritikern zuwenig Gelegenheit gegeben, ihre Argumente vorzubringen, kritisiert der Dozent an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl.
Und jetzt wirds verrückt:
ZitatDer FDP-Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Stefan Ruppert, weist den Vorwurf einer Parteinahme des Bundestags für Beschneidungen zurück. Bei Expertenanhörungen seien Kritiker dieser religiösen Praxis "mindestens so präsent" [Hervorhebung durch mich] gewesen wie die Befürworter, so der Parlamentarische Geschäftsführer seiner Fraktion. Er räumt aber ein, dass die Neuregelung auch wegen des Drucks der öffentlichen Diskussion in einem "überhasteten Verfahren" erfolgt sei.
Da sollten wir wirklich dankbar darüber sein, dass sowohl der Ethikrat als auch der Rechtsausschuss trotz der auffälligen zahlenmäßigen Überlegenheit der Kritiker der Jungenbeschneidung überhaupt in dieser Konstellation tagen durften. Wirklich fair wäre wohl gewesen, den Befürwortern etwas mehr Stimmen zu geben, um ein vernünftiges Gegengewicht zu uns zu schaffen.
Nunja, ist ja grad noch mal gut gegangen.
Mich wundert ernsthaft, dass Herrn Rupprecht ob so dreister Lügen nicht die Zunge anschwillt.