22.1.2013 um 19h30 in Marburg: Podiumsdiskussion

  • Danke Benni für Deinen Bericht und Deine Kraft, die Dich diese lehrreiche Veranstaltung durchstehen ließ. :thumbup:
    Zum Inhalt Deines Berichts bzw. zu dem, was dort abgesondert wurde, spar ich mir jeden weiteren Kommentar.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Weil wir klettern nicht mehr auf Bäume. Der Penis reibt nicht auf

    Ja, da musste ich auch lachen. Dass er die Erderwärmung nicht ins Feld führte, war alles:
    "Wozu brauchen wir eine Vorhaut, ist doch viel mehr wärmer als früher?"


    Das mit den Bäumen und den hohen Gräsern, die das männliche Glied erregen, oder sogar verletzen, nennt man das nicht Vulgärrationalismus?

    Nett war auch der Einwurf des jüdischen Teilnehmers, einen Kind widerfahre ja so einiges im Leben, uns was ist da schon eine Beschneidung? Ein nettes Beispiel von "Opferpornographie". Leid wird mit Leid gerechtfertigt und erklärt.

    Merkwürdig auch, dass der Diskussionsteil aus dem Video herausgehalten wurde. Eine Art Zensur, wie ich finde. Es gibt eben nur eine Art, um das Eigentlich in der Diskussion herumzukommen, und das ist das Thema zu "vergeistigen", wie es der Diskussionsleiter versucht hat.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Ich habe mir das Video nun doch angesehen.

    Wie so oft war der Vertreter der Beschneidungsgegner viel zu lieb in dieser fröhlichen Kuscheldiskussion. Hitchens- und Dawkins-Style muss da endlich mal her, um die Pro-Beschneider offensiv argumentierend aus ihrer 4000 Jahre alten Komfort-Zone zu stossen - sonst wird das nie was. Mit solchen Diskussionen drehen wir uns im Kreis, weil die Kernpunkte aufgrund von falsch verstandener "political correctness" nicht angegangen werden...

    Art. 2 GG:
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.

  • Herr Dr. Joachim Kahl schickte mir inzwischen den Bericht der Oberhessischen Presse als pdf. Danke an ihn. Durch seine Vermittlung hatte die Reporterin mich vor der Veranstaltung kurz interviewt. Davon lese ich in dem Artikel jetzt nichts. Da sie nur eine Stunde bleiben konnte, wollte sie mich am nächsten Tag noch einmal anrufen. Das ist dann aber leider auch nicht geschehen.

  • Dein Kommentar, in dem es um konkretes menschliches Leid geht, hätte eben so gar nicht in die rein theoretische Gegenüberstellung der Positionen in dem Artikel gepasst.
    Passt in den Mainstreamjournalismus der ganzen Debatte. Oder habe ich von den einfühlsamen Reportagen über Familien jüdischen Glaubens, die ihre religiöse Erfüllung im vollkommen intakten Zustand aller Mitglieder finden, und über die Erfahrungen von Männern, die in ihrer Sexualität durch die VA sehr eingeschränkt sind, nur nichts mitbekommen?

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