"Ein klärendes Wort eines obersten Gerichtes, des Bundesgerichtshofs oder des Bundesverfassungsgerichts wäre das Allerbeste“, erklärt Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger...Sollte es ein Gesetz zur Beschneidung geben, müsse dies ohnehin in Karlsruhe vorgelegt werden, sagt Leutheusser-Schnarrenberger dazu.
Justizministern Leutheusser-Schnarrenberger erklärt, die Klärung der Rechtslage im Fall der Beschneidung gehöre nicht zu ihrem Aufgabenfeld.
Der Schnee von gestern
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"Zur Beschneidungsdebatte in Deutschland soll nun auch Mehmet Görmez, Leiter des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (Diyanet), im Bundestag vorsprechen. Dabei werde er, so erklärte er während seines aktuellen Besuchs Saudi Arabien, nicht ausschließlich auf die Notwendigkeit der Beschneidung aus religiöser Sicht eingehen. Er wolle hingegen deutlich machen, wie sehr er ein Verbot religiöser Symbole insgesamt ablehne.„In einem modernen Staat können Parlamente, Politiker und Anwälte nicht über religiöse Praktiken, die auch islamische Symbole beinhalten, richten oder sie verbieten“, so Görmez. Der Umgang mit Religion in Deutschland müsse sich grundlegend ändern."
Beschneidungsdebatte: Diyanet-Chef spricht im Bundestag | DEUTSCH TÜRKISCHE NACHRICHTEN
"Für die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) ist das jedoch kein Grund zum Aufatmen. Die Skepsis bleibe weiterhin bestehen, so der Islamverband...Das Problem aus Sicht des DITIB: Der § 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung sei allen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe wohl bekannt. Die Ereignisse, die zur Entstehung dieses Paragraphen geführt hätten, auch. Es gehe um Kinder, die geschlagen, vernachlässigt, eingesperrt, vergewaltigt, ja sogar von ihren Eltern ermordet würden. „Daher ist es unmöglich“, so die Argumentation, „die Beschneidung von Anfang an in dieser Assoziation zu belassen und gleichzeitig von Rechtssicherheit zu sprechen."
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STEHR Maximilian u.a.
Klinische Pädiatrie A. 2001, vol. 213, n° 2, pp. 50-55"Circumcision is one of the most frequent operative procedures done in males. About 120 circumcisions are performed every 5 minutes over the world [14]. Three different reasons lead to circumcision: 1) Medical reasons in present of a pathologic phimosis. 2) Circumcisions done due to religious, social or cultural reasons. 3) Finally in many countries circumcision is performed as routine-circumcision in the newborn period. While in the United States the number of routine-circumcisions decreases (about 60% of all male newborns) South-Korea has a rate near to 100%. Even with no religious or cultural backround in Germany circumcision often is performed without scrutinizing medical indication. Circumcision is regarded as an procedure with no complications and no disadvantage for the patient. In general circumcision has no medical benefit neither in decreasing the incidence of urinary tract infections nor of sexual transmitted deseases nor of neoplasias. Medical indication for circumcision is given in presence of pathologic phimosis in 4% of all males. Postoperative complications range up to 2 % and circumcision is the amputation of the prepuce from the rest of the penis, resulting in permanent alteration of the anatomy, histology and function of the penis .... There are many reports about having dyscomfort and disadvantages after circumcision as well to the males as to the sexual partners. This challenges the legality of neonatal involontary circumcision because legality is based on saving the children's best interest."
Die Zirkumzision : Kritik an der Routine = Circumcision : Criticism upon the routine
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