Katja Riemann zur Beschneidung

  • Die bekannte Schauspielerin Katja Rieman engagiert sich seit Jahren gegen Frauenbeschneidung. Das verdient volle Anerkennung. Zur Zeit hat Frau Riemann allerdings ein Problem.

    "In der öffentlichen Debatte über die Beschneidung bei Jungs frage ich mich, ob ich ganz kurz das Thema auf die lediglich ­prozentual vorhandene Majorität, ansonsten aber allgemein als 
Minorität anerkannte und beliebte Gruppe der Frauen und Mädchen all over the world lenken dürfte  – also nur, wenn es niemanden stört oder in seinem Stolz verletzt. Schweigen? Ich nehme das mal als ein Ja. 
Danke schön."

    Bitte schön! Wenn wir dann allerdings mal reinhören, was Frau Riemann über die Hintergründe der Frauenbeschneidung sagt, sind wir schon wieder bei der Knabenbeschneidung, oder?

    "Faszinierend, wie Traditionen sich halten, nicht nur in afrikanischen Gefilden; wie man festhält, fast von Sinnen, wie man konserviert und beschützt, was Tradition ist. Koste es, was es wolle.Es wäre zu leicht zu sagen: welch grausame Mütter oder welch despotische Männer, denn das wäre glatte Lüge. Es ist das Sich-halten-an, das Bestimmt-werden-von. An und von etwas, das größer ist als man selbst: einer Tradition. Die widerspruchslos und rückwärtsgewandt fortgesetzt wird, der man unter Umständen die Verantwortlichkeit für sein eigenes Leben bereitwillig in die Hand 
legen mag."

    Beschneidung von Frauen - The European

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Zitat

    Warum redet eigentlich niemand über die Beschneidung von Frauen?

    Darüber wird doch ständig geredet. Auch im Bundestag. Und der Tenor lautet: "Das ist eine klare Menschenrechtsverletzung. Die Jungenbeschneidung ist damit überhaupt nicht vergleichbar."

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