Aber es muss ja sein! Es ist ja eine ganz, ganz wichtige Tradition!
Auf die sich 2012 auch die Bundesregierung berufen hatte. Aus der Gesetzesbegründung zum $§1631d BGB:
ZitatAlles anzeigenb) Kulturelle Gründe
Die Beschneidung wird in einigen Kulturkreisen auch als
Tradition jenseits religiöser Verpflichtungen im engeren
Sinne praktiziert, wobei allerdings die Abgrenzung zwi-
schen religiöser und kulturell-traditioneller Praxis nicht im-
mer exakt möglich ist (WHO/UNAIDS, Male circumcision,
2007, S. 4 ff.).....Bekannt sind Beschneidungen auch aus Australien und aus
Teilen des südlichen Afrikas. Zumeist stellt die Beschnei-
dung dabei einen Initiationsritus dar, der im Rahmen von
Reifezeremonien den Übergang von der Kindheit zum
Mann markiert. So berichtet etwa Nelson Mandela, der der
südafrikanischen Volksgruppe der Xhosa entstammt: „In
meiner Tradition kann ein Unbeschnittener nicht die Güter
seines Vaters erben, er kann nicht heiraten, er kann keine
Stammesrituale leiten. … ein nichtbeschnittener Mann gilt
überhaupt nicht als Mann, sondern als ein Knabe.“ (Man-
dela, Der lange Weg zur Freiheit, 1994, S. 41 ff.)
Das ist ja wirklich vorbildlich! ![]()
Und wenn mal ein Junge dadurch stirbt - Kollateralschaden. Shit happens. Hauptsache - Tradition!
Vorsicht, schwer erträgliche Bilder: