Da kann ein ausgewachsener Elefant trompetend im Wohnzimmer stehen und sein Wasser auf den guten Teppich lassen. Manche Leute schaffen es, den trotzdem zu übersehen
Heute morgen im dlf. Konnte man auch anrufen, aber kamen wohl nicht viele durch.
Beim dlf schaffen es "Experten" mehr als anderthalb Stunden über "Kinderrechte" zu philosophieren ohne auch nur ein einziges mal auf die mutwillige Körperverletzung von gesunden, wehrlosen Jungen einzugehen.
Sie reden und reden über alles mögliche:
Corona, Handy-Verbot, Absenkung des Wahlalters, Jugendräte, UN-Kinderrechtskonvention, §1631 BGB (ohne(d)), Recht auf gewaltfreie Erziehung, Bildungsgerechtigkeit, Social Media. "Wenn wir über Kinderrechte reden reden wir über Schutzrechte. Der Staat ist in der Pflicht Kinder zu schützen." "Ich bin hier beim Kinderkanal, solche Angebote müssen ausgebaut werden" (Tahsins Beśchneidungsfest?) "Die CDU steht immer für einen starken Staat der Menschen schützen muss".
Ein Thema wird komplett ausgeblendet. Eine Kinderrechtsverletzung, die zigtausendfach jährlich in Deutschland stattfindet.
QuoteDisplay MoreOhne Lobby!
Sind Kinderrechte in Deutschland Nebensache?
Gäste:
Michael Klundt, Professor für Kinderpolitik im Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Michael Hose, Vorsitzender der Kinderkommission im Deutschen Bundestag
Katrin Krumrey, Kinder- und Jugendbeauftragte des Landes Brandenburg
Meltem Söbütay und Malik Baysal, Junger Rat Kiel
Quentin Gärtner, Vorsitzender der Bundesschülerkonferenz
Am Mikrofon: Sören Brinkmann
QuoteDer Schutz vor Gewalt und Diskriminierung spielt dabei eine ebenso eine wesentliche Rolle...
Ah ja! Da wären wir ja schon bei einem gewissen Thema?
QuoteFest steht aber auch, dass Kinder und Jugendliche besondere Rechte haben, und das aus gutem Grund, denn junge Menschen, besonders die allerkleinsten benötigen...besonderen Schutz.
Wie wahr!
QuoteWie gut werden Kinderrechte also um- und durchgesetzt? Wo besteht noch Verbesserungsbedarf?
Och, da wüsste ich was! ![]()
QuoteAltersgrenzen, die es da gibt, da gibt es ja ganz unterschiedliche, ab sechs Jahren, da gilt die Schulpflicht...
Oh, da gibt es schon eine frühere. Ab sechs Monaten haben Jungen einen Anspruch darauf bei Operationen von einem Arzt operiert zu werden. Mädchen haben den natürlich ab Geburt.
Und dann gibt es noch die nicht genau bestimmte Altersgrenze der Einsichts- und Urteilsfähigkeit.
Darunter dürfen die Eltern über lebenslang nachwirkende genitalreduzierende Operationen entscheiden. Nur bei Jungen, "natürlich".
"Die Verletzung von Kinderrechten ist kein Kavaliersdelikt"
Sollte man meinen... findet aber massenhaft statt. Seit 2012 sogar legalisiert.
QuoteAlso sie [die öffentliche Hand] haben das Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen bei Entscheidungen, dabei wäre es erst mal Voraussetzung zu erfragen: was ist eigentlich das Kindeswohl?, daran scheitert es dann oft...
Ach? Aber das ist doch ganz einfach, das hat der Bundestag im Dezember 2012 doch vorexerziert: Das wüssten die Eltern in der Regel am besten, wenn die dem Kind für den Rest des Lebens einen sensiblen und funktionalen Teil des Genitals rauben wollen dann ist das eben "Kindeswohl" - fertig ist die Laube! Dann hat der Staat sich da raus zu halten. Aber nur bei Jungen!
Zum anhören: