Rabbinerin und Urologin Yael Deusel (Bamberg) zur Beschneidung: Pflicht der Eltern (Oktober 2012)

  • Der Artikel hier

    [Ed. Admin: Beginn]
    Nach Erscheinen des Artikels von Frau Yael Deusel, haben mehrere Leser dieses Forums einen Kommentar verfasst.
    Wie vermutet und erwartet, wurde keiner der Kommentare, die hier untenstehend abgedruckt sind, veröffentlicht.

    Die Plattform Zeitzeichen.net bezieht damit einseitig Stellung für die Legalisierung der Beschneidung ohne medizinischen Grund. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Frau Katrin Göring-Eckardt an exponierter Stelle im Impressum rangiert... Auch Sie hat sich bereits andernorts für die Legalisierung ausgesprochen, nämlich hier und hier und hier.


    Offensichtlich will man einer Debatte aus dem Weg gehen und so tun, als gäbe es zu den verwegenen Thesen von Frau Yael Deusel keinen Widerspruch.


    Disclaimer: Die Handlung und die darin vorkommenden Personen sind jedoch frei erfunden. Jegliche Übereinstimmung mit lebenden realen Personen wäre dem Zufall unterworfen. :rolleyes:
    [Ed. Admin: Ende]

  • Dabei kommt dieser Vorteil nicht nur dem Beschnittenen zugute, sondern später auch seiner Partnerin. Bei ihr vermindert sich die Wahrscheinlichkeit deutlich, an einem Zervix- (Gebärmutterhals-) oder Vulva- (Schamlippen-) Karzinom zu erkranken, und zwar umso deutlicher, je früher der männliche Partner beschnitten wurde. Bei einer Beschneidung des Mannes im Erwachsenenalter ist dagegen dieser Vorteil für die Frau praktisch nicht mehr vorhanden, wie entsprechende Studien gezeigt haben.

    Gibt es dafür irgendeinen wenigstens ansatzweise plausiblen Grund oder ist das vollkommener Mumpitz?

    Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Die Häufigkeit von HWI ist bei Mädchen um ein Vielfachers höher als bei Jungs. Warum empfehlen Sie nicht auch für Mädchen eine Beschneidung?

    Die Häufigkeit von Peniskarzinom, Zervix-Karzinom und andere Krankheiten ist verschwindend gering, im Vergleich zu den Schäden, die die Beschneidung unmittelbar 1-4% und mittelbar anrichtet (ca. 15%).

    Frau Deusel, Sie sind sich für kein Argument zu schade, um einen Brauch zu rechtfertigen, den man eigentlich nur mit Dogmatismus erklären kann.

    Das wäre mir lieber und ehrlicher wäre es allemal.

    Und wenn Ihre Argumente erschöpft sind, dann sind Ihre Gegner Antisemiten, allenfalls. Mit dieser moralischen Erpressung kommen Sie aber nicht durch. Das langweilt nur.

    Welche Vehemenz meinen Sie, in dieser Debatte? Die Von Herrn Graumann und Frau Knobloch?

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Frau Deusel referiert doch nur die hinreichend bekannten Legenden. Im Wes(en)(lich)ten nichts Neues .....

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Zeitzeichen - Impressum

    Zitat

    eitzeichen bietet ihnen Essays, Analysen und Nachrichten zu Themen, die zählen. Jeden Monat neu. zeitzeichen ist das Kulturmagazin der evangelischen Kirche und erscheint in einer Auflage von 13.000 Exemplaren.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Sie reist herum und hält ihre Vorträge. Der letzte war in Ebern (6. November), mit dem Titel: Beschneidung: Körperverletzung bei Wehrlosen? Zum zur Zeit noch kostenlosen Downloaden hätte man sich hier anmelden müssen. Hatte ich keine Lust zu.

  • Boah, wird mir schlecht.
    Wen haben die Grünen da nur gewählt...

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Zitat

    Für letzteres spricht jedenfalls, dass prozentual deutlich mehr beschnittene Männer mit ihrem Körper und Sexualleben zufrieden sind als unzufrieden.



    Interessant istdoch vielmehr, wieviel Prozent der Beschnittenen und wieviel Prozent der Unbeschnittenen zufrieden sind.

  • Ich kann mir Frau Deusels "wissenschaftliche" Aussagen nur so erklären, dass sie isralische Studien mit Studien aus anderen Ländern vergleicht. In der Tat scheinen Gebärmutterhals- und Schamlippenkarzinome in Israel extrem niedrig zu sein. Die Frage, warum das so ist, scheint jedoch völlig ungeklärt zu sein. Dies mit der frühen Beschneidung in Verbindung zu bringen, ist natürlich eine völlig unsinnige Behauptung.

    Bezüglich der sexuellen Zufriedenheit kann Frau Deusel hier nachlesen:

    Medical Research Studies on Circumcision - The WHOLE Network: Accurate Circumcision & Foreskin Information

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Ich habe gerade kommentiert.
    Bin gespannt, ob das veröffentlicht wird...

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Ihr Versuch, die religionsdogmatisch vorgeschriebene Vorhautampuation im Säuglingsalter mit angeblichen Vorteilen für das Kindeswohl zu rechtfertigen, erscheint mir etwas fragwürdig.

    1) Unter "Vorteile für Partnerinnen" schreiben Sie "Bei einer Beschneidung des Mannes im Erwachsenenalter ist dagegen dieser Vorteil (Verminderung des Risikos an Zervix oder Vulvakarzinom zu erkranken) für die Frau praktisch nicht mehr vorhanden, wie entsprechende Studien gezeigt haben."

    Aus zugegebenermaßen laienhafter Sicht ist nicht nachvollziehbar, wieso eine z. B. erst mit 16 Jahren vorgenommene Beschneidung diese (angeblichen) Vorteile nicht haben sollte. Können Sie die Studien nachweisen?

    2) Was das spätere Sexualleben anbelangt, beziehen sich die Klagen der Betroffen in erster Linie auf den durch die Verhornung der Eichel entstandenen Sensibilitätsverlust. Es ist vielleicht nicht verkehrt, hier einmal den gesunden Menschenverstand heranzuziehen, der diese Aussage vollkommen plausibel erscheinen lässt.

    Sie schreiben "Ist man beschnitten, dann könnte das doch der Grund für alle Probleme sein, oder? Oder auch nicht. Für letzteres spricht jedenfalls, dass prozentual deutlich mehr beschnittene Männer mit ihrem Körper und Sexualleben zufrieden sind als unzufrieden. Die Gründe für Probleme in der Partnerschaft sind eben vielfältig, und nicht allein durch eine Beschneidung zu erklären.".

    Diese Aussage erscheint mir doch reichlich trivial, denn sie besagt nicht mehr, als dass AUCH in der Gruppe der Beschnitten die Mehrzahl der Männer mit ihrem Sexualleben zufreiden sind. Aussagekräftig wäre das nur dann, wenn in der Gruppe der Beschnittenen die Anzahl derer, die (speziell im forgeschrittenen Alter) mit ihrem Sexualleben unzufrieden sind nicht höher ist als in der Gruppe der Unbeschnittenen. Hierzu gibt es jedoch eine Vielzahl von Studien, die das genaue Gegenteil belegen, daher auch hier meine Frage an Sie: auf welche Untersuchungen beziehen Sie sich?

    Zuetzt noch zu Ihrem Statement "... und wo ist eigentlich der öffentliche Aufschrei in Deutschland hinsichtlich der Genitalverstümmelung von Mädchen? Wenn überhaupt, dann kommt er nur im Kometenschweif der Diskussion um die Beschneidung von Knaben daher".

    Das ist - mit Verlaub gesagt - Quatsch. Gegen FGM wird von wirkungsmächtiger, insbesondere feministischer Seite seit Jahrzehnten vorgegangen, sie ist in Deutschland in allen Variationen verboten und wird auch von den islamischen Verbänden strikt abgelehnt, was das von Ihnen beanstandete Fehlen eines "Aufschreis" eigentlich ziemlich leicht erklärbar macht.

    Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Zitat

    Warum die Beschneidung kein archaisches Ritual ist und auch liberale Juden an ihr festhalten, erläutert Antje Yael Deusel, Oberärztin für Kinderurologie und Rabbinerin von Bamberg.


    Hier könnte einer von euch mal nachfragen wie sich die jüdisch Bevölkerung in D zusammensetzt.

    • Orthodoxe
    • praktizierende liberale Juden
    • nicht praktizierende Juden


    bei 20% Beschneidungsrate, die dramatisch mit dem Zuzug von Juden aus den GUS gestiegen ist....
    soll sie doch mal erklären, wer warum entscheiden lässt und wer das, aus welchen Gründen, nicht tut...
    darüber mehr, aus Israel: Jedes Freiheitsrecht endet an der Haut des Anderen

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • @ werner:
    Navid Kermani: "Aufs Diesseits fixierte Weltsicht" | Politik - Frankfurter Rundschau

    Zitat

    "....Es ist eine Abwägungsfrage. Ich halte die Beschneidung nicht für eine Körperverletzung im strafrechtlichen Sinn. Und der Eingriff in die Autonomie des Kinds ist, worauf gerade der Theologe Klaus Berger hingewiesen hat, bei der Taufe viel größer, wenn man einmal zu Ende denkt, was die Taufe symbolisiert, nämlich ihrer Substanz nach ein Mitgekreuzigtwerden; heute würde man es als „Schein-Hinrichtung“ bezeichnen...."

    So viel zu substanzlosem Zeug, das Herr Kermani absondert.....
    Ich denke, es ist auch relativ unergiebig jetzt in Tiefe der Bedeutung der Taufe einzusteigen.
    Manchmal gönne ich mir jedoch den Luxus auf Schwachsinn mitSchwachsinn zu antworten. Das ist einfach so.

    Zitat

    "...Ich kann mir Frau Deusels "wissenschaftliche" Aussagen nur so erklären, dass sie isralische Studien mit Studien aus anderen Ländern vergleicht. In der Tat scheinen Gebärmutterhals- und Schamlippenkarzinome in Israel extrem niedrig zu sein. Die Frage, warum das so ist, scheint jedoch völlig ungeklärt zu sein. Dies mit der frühen Beschneidung in Verbindung zu bringen, ist natürlich eine völlig unsinnige Behauptung...."



    Das hat genetische Gründe. Da gibt es einen Artikel von der Uni Jerusalem..... Ich suche mal danach......

  • dass Ihr Eure Kraft und Geduld für diesen hoffnungslosen Fall aufwendet. Mal sehen, was da kommt. Mich wundert ja ganz ernsthaft, dass sie nach solchen Publikationen überhaupt noch praktizieren darf.
    Denn das sind ja fast alles hanebüchener Unsinn und abstruse Behauptungen, die allem widersprechen, was von der deutschen Ärzteschaft sonst gesagt und publiziert wird. Gibts da auch schon einen Sonderparagraphen?

  • Ava

    Danke für den Link! Genau das war's.

    Es ist leider immer noch nicht strafbar, dass man mit "wissenschaftlichen Untersuchungen" herumschmeisst, wie Frau Deusel das tut. Das Publikum ist jedenfalls beeindruckt, zumal es doch eine "Akademikerin" ist. Für die Wahrheit interessiert sich dann niemand mehr. Wenn ich meinen Arzt mit neuen Studien, die ich aus dem Netz gefischt habe, konfrontiere, kann der mir meist mit zwei Sätzen erklären, was daran faul ist. Gute Schule:)

    Die Briefe an Frau Deusel sollten zumindest hier nicht untergehen.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • alles, was sich sachlich mit den kruden Thesen bzw. dem noch weit schlimmeren Tun dieser Frau auseinandersetzt (wozu einige ja echt in der Lage sind - nochmal Hut ab), muss nicht verborgen sein! Lasst uns diese Frau argumentativ voll anfechten! Ihr habt Ihr doch sogar Briefe geschrieben!

  • Briefe schrieben nützt nicht viel. Sie liest sie nicht und legt sie gleich ab. Und niemand weiß es.
    Wir demaskieren sie hier öffentlich, sofern die dort die Kommentare morgen nicht publizieren.
    Ich werde das Thema hier vor Freischaltung morgen Abend "bereinigen".

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

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