"Beim ersten mal hat der Arzt halt murks gemacht"

  • riverpirate: Die Mütter haben noch nicht verstanden, WAS der Eingriff überhaupt bedeutet. Für sie ist es keine Misshandlung, sie empfinden es so, wie Du vielleicht einen notwendigen medizinischen Eingriff bei deinem Kind empfinden würdest. Es tut weh, das Kind leiden zu sehen, aber man sieht es nicht als Misshandlung an, da man es für notwendig und gut hält. Wenn die Erkenntnis einsetzt, dass es eben nicht notwendig und auch nicht immer vorteilhaft ist, sogar dem Kind schaden kann, dann wird es sich anfühlen für sie wie ein Donnerschlag. Aber es muss eben erst mal *klick* machen.

    (Übrigens habe ich vor ein paar Tagen doch eine Bestätigungsmail bekommen. Nach meinem zweiten Beitrag wurde ich jedoch schon teil-gesperrt. :evil: Irankritik (damit meine ich Kritik am derzeitigen Regime) ist da total tabu. Mein Beitrag darüber wurde innerhalb von Minuten gelöscht. Jetzt wird alles, was ich schreibe, vor der Freischaltung geprüft. Es kommt aber kaum was von mir durch. Keine Kritik an Assad, an der Hamas....Mann mann...so ist eine echte Diskussion unmöglich. Lange halte ich es dort jedenfalls nicht aus. Fühle mich total unwohl dort. Der Beschneidungsbeitrag kam gerade noch durch, vermutlich weil es mein erster war. Aber per PN bekam ich dafür auch einen Rüffel von einer Mod. Also wundert Euch nicht, wenn in solchen Foren manchmal alles so "gleichgeschaltet" wirkt. Das liegt nicht daran, dass es keine anderen Stimmen gibt, sondern daran, dass sie nicht durchkommen :thumbdown: )

    (Nachtrag 17.11.: Sorry für soviel OT aber ich muss noch etwas dazuschreiben, hab sonst ein schlechtes Gewissen. Ich hatte noch mal 'ne private Unterhaltung mit der Mod. und eigentlich beruhte da viel auf Missverständnissen. Mein Fehler war, dass ich gleich von Anfang an polternd und kritisierend da reingeschneit bin, so dass sie misstrauisch wurden. Aber nun hat sich das geklärt. Eigentlich sind sie ja ganz nett dort, auch wenn ich vermutlich trotzdem nicht dort bleiben werde weil ich einfach ein total anderes Islamverständnis habe und auch politisch ganz anders ticke. Aber es war eine Erfahrung wert. Auch meine Sichtweise über die Assad-Anhänger hat sich etwas geändert. Vorher hatte ich einfach MEINE Gedanken bzgl. Al-Assad auf sie projeziert und ihnen unbewusst und ohne weiter darüber nachzudenken, unterstellt, sie würden das was ich an ihm verurteile, toll finden. Aber so ist das nicht. Sie verurteilen solche Verbrechen genauso wie ich, nur glauben sie nicht daran, dass Assad so etwas tut. Sie glauben an eine riesige Medienlüge. Sie sind also nicht "böse" sondern nur etwas oder ziemlich "verblendet".)

  • Welche liebende Mutter will ihrem Sohn nicht so ein Schicksal ersparen?

    Eine, die nachdenkt (meine ist z. B. aus der Kirche ausgetreten) und sich informiert.

    So wie du das schreibst, dürfte eigentlich nie etwas vorwärts gehen.

    Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Nachdenken und sich informieren - ist schwierig, wenn man nur 4 Jahre zur Schule gegangen ist, in einer absolut nicht-selbstreflektiven Kultur aufwächst und 8 Kinder nebst pflegebedürftiger Mutter zu versorgen hat, verheiratet mit einem Analphabeten. Während der zwei Choleraepidemien in Damaskus hat sie immerhin die Lebensmittel mit Kaliumpermanganat abgewaschen und so haben, im Gegensatz zu einigen Nachbarn, in ihrer Familie alle überlebt. Ich bin keine bessere Mutter. Ich lebe einfach in glücklicheren Umständen.
    Aber dein Komentar bezieht sich vielleicht auf Einwanderer. Von denen darf auch meiner Meinung nach erwartet werden, dass sie bereit sind, ein neues Leben anzufangen, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und ihre Traditionen einmal gründlich durchzusortieren. Das würde ich im Falle einer Auswanderung ja selbst auch leisten.

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