Beschneidung / Ratschlag

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    • Beschneidung / Ratschlag

      40 j : sportlich

      Wurde am 20.04.20 radikal Beschnitten.
      Grund waren wiederkehrende Rötungen der Eichel ,habe zu voreilig gehandelt. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich diesen Schritt nun bereue.
      Mein Ratschlag an alle in ähnlicher Situation .
      Lasst es sein mit der Beschneidung, denn danach ist nichts mehr wie es war . Nutzt jegliche andere Möglichkeiten, um Probleme der Vorhaut zu beheben.
      Anatomisch ist jetzt der genitalbereich ein anderer, Unsicherheit und Verunsicherung macht sich breit .
      Das Glied ist gefühlsmäßig kaum mit dem Zustand vor der Beschneidung zu vergleichen .
    • Hallo dalma1, willkommen bei uns und danke, dass Du den Mut gefunden hast, Deine Erfahrungen mit uns zu teilen.
      Es tut mir sehr leid, was Dir widerfahren ist und ich finde es sehr stark von Dir, dass Du diese negative Energie dazu nutzt, andere vor möglicherweise demselben Schicksal zu warnen und zu bewahren.
      Ich hoffe, Du fühlst Dich hier wohl und findest - so Du daran interessiert bist - hier auch selbst Rat und Hilfe.
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Servus dalma1, leider hier im Forum...trotzdem ein herzliches willkommen...

      Hast du voreilig gehandelt...oder bist du eher auf die Empfehlung deines Arztes "reingefallen"?

      20.4 Beschneidung...ist ja noch keine 3 Wochen her? Ist das schon komplett verheilt? Was ist denn komplett anders wie es vorher war?

      Deine Unsicherheit, Verunsicherung...kommt woher? Klar ist das anatomisch anders...aber wie es für dich und dein empfinden und erleben dann sein wird, das endgültige Endergebnis...momentan noch zu früh?

      Ich hoffe mal da tut sich noch was...und zwar positiv...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Hallo nochmal und Danke für die netten Worte .

      Hast du voreilig gehandelt...oder bist du eher auf die Empfehlung deines Arztes "reingefallen"?

      Eine Kombination aus beiden, würde ich sagen. Gehören ja immer zwei dazu, mein Fehler war, dass ich
      mir mehr Zeit hätte nehmen müssen, um Alternativen ausfindig zu machen.

      Was die Operation und das verheilen der Wunde angeht ,bis auf ein zwei Ministellen die von alleine zuwachsen müssen, ist es bisher eigentlich alles ganz gut gelaufen.
      Keine Entzündungen bisher und auch kein nachbluten usw.
      Bei längeren stehen sind Schwellungen noch da, ich denke und hoffe das wird sich auch mit der Zeit legen. Vielleicht hat da jemand Erfahrungen die er mir mitteilen könnte ?
      Worauf ich hinweisen möchte sind folgende Dinge ;
      Viele denken, ist ja nur ein wenig Haut, das ist nicht mal der Rede wert, die Op eh nur ein kleiner Eingriff .
      Beides stimmt nicht! Die OP birgt viele Risiken, die im Nachhinein nur schwer zu korriegen sind.
      Das Gefühl für seinen Penis ist ein komplett anderes, mit der Vorhaut Entfernung entfernt man sensible
      Nerven die für ein intaktes Liebesleben dazugehören. Ich habe zwar noch kein Sex gehabt seit der OP
      aber es fühlt sich so verdammt anders an, allein wenn man den Penis nur anfasst, so als wäre ein Teil
      Abgestorben. Ich habe auch das Gefühl, dass das Glied kleiner geworden ist.
      All diese Umstände verunsichern mich.


      Auch der Heilungsprozess bedarf Zeit und Aufmerksamkeit. Mit 14 Tagen Ruhe und dann ab in den Alltag
      würde ich vorsichtig sein. Ich habe 4 Wochen ruhe eingeplant . Die ersten 14 Tage viel im Bett, keine
      Belastungen, täglich cremen und in Kamille baden. Zur Zeit mache ich kleine Spaziergänge und Sonne mich im Garten. ( hab 6 Woche frei ) . Meiner Meinung nach, birgt die Zeit nach der OP ein großes Risiko.
      Bei Unachtsamkeit und fahrlässiger Belastung, können die Nähte aufgehen sich entzünden und dann
      sind alle möglichen Szenarien möglich . Also lieber eine längere Regenerationsphase einplanen.


      The post was edited 1 time, last by dalma1 ().

    • PS:
      Was mir auch aufgefallen ist, man steht nach der Operation ziemlich alleine da.
      Bevor die OP stattfand, war der Urologe freundlicher .
      Jetzt bei der Nachsorge , wenn man fragen stellt , sich verunsichert fühlt und vielleicht zwei Termine in der Woche wahrnimmt, ist er schnell genervt und bringt kaum Verständnis auf.

      Post by John1984 ().

      This post was deleted by the author themselves ().
    • dalma1 wrote:

      PS:
      Was mir auch aufgefallen ist, man steht nach der Operation ziemlich alleine da.
      Bevor die OP stattfand, war der Urologe freundlicher .
      Jetzt bei der Nachsorge , wenn man fragen stellt , sich verunsichert fühlt und vielleicht zwei Termine in der Woche wahrnimmt, ist er schnell genervt und bringt kaum Verständnis auf.
      Das kennt man nur zu gut :( alles Geldmacherei, und für das danach kriegt er nix mehr.

      Dickes Lob, dass du deine Geschichte hier erzählt hast, du hast hier auf jedenfall eine gute Anlaufstelle gefunden, wo man versteht, wie es dir geht und dir immer gern mit Fragen weiterhilft.

      Das der Penis nach der Beschneidung kleiner wirkt, ist tatsächlich richtig so. Es gehen bei der Beschneidung ca 50% der Penishaut verloren.

      Ich vermute, da du radikal beschnitten wurdest, hat man dir auch keine Vorhauterhaltenen Möglichkeiten angeboten.

      Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ.

      Wer seinen natürlichen und vollkommen gesunden Körper als unhygienisch und unästhetisch empfindet, hat die Ursache für seine Probleme nicht bei seinem Schwanz zu suchen, sondern in einer grundsätzlich falschen Einstellung gegenüber seinem Körper und seiner Sexualität.
    • dalma1 wrote:

      ...Anatomisch ist jetzt der genitalbereich ein anderer, Unsicherheit und Verunsicherung macht sich breit .
      Das Glied ist gefühlsmäßig kaum mit dem Zustand vor der Beschneidung zu vergleichen .
      Wenn Du Dich hier etwas umgeschaut hast, wirst Du gelesen haben, dass die Beschneidung zwar das Gefühl (bie mir etwas) reduziert. Ich konnte es ausgleichen, indem ich ausprobiert habe, was ich in meinem Sexalleben ändern kann, und was dabei mir was bringt.

      Ich hatte relativ einfachen Sex mit meiner Frau, war soweit OK. Nach der Beschneidung haben wir vieles ausprobiert, ob das was bringt. Bei mir (muss ich eben immer wieder betonen, andere reagieren anders...) hat sich meine Frau einen Handjob angewöhnt, mit Babyöl (ist am billigsten), das ist in meinem Fall besser und intensiver als vorher. ALSO: nicht den Kopf hängen lassen, sondern überlegen und ausprobieren, was hilft. Leider ohne Erfolgsgarantie...

      Bei mir war die Diagnose Prostatakrebs und folgende Untersuchungen der Auslöser für Probleme mit der Harnröhre, die zur Beschneidung führten. Bei einer Krebsdiagnose muss man sich erst mal mit der Tatsache des Krebses auseinandersetzen, und sollte keine resignierende Einstellung dazu haben. Das sit die Arbeit (und Aufgabe) des Patienten, sich mit der Krankheit/Ergebnis der OP/Realität auseinanderzusetzen. Es kostet Kraft, dann eine positive und auf Besserung gerichtete Einstellung zu entwickeln. Aber mit Gejammer kommst Du nicht weiter, es wird alles nur schlimmer.

      Also suche Dir Deinen Weg und Deinen Standpunkt zur Tatsache, dass Du jetzt eben beschnitten bist. Genug Leute leben prositiv mit dieser Tatsache. Es kommt darauf an, was man draus macht... sofern nicht körperliche Beschwerden einem das Leben schwer machen.

      Ich weiss, sagt sich einfach, aber der Rest Deines Lebens beginnt jetzt! Mach möglichst viel draus!!!!
    • Schnippi wrote:

      Aber mit Gejammer kommst Du nicht weiter, es wird alles nur schlimmer.
      Da hast du Recht !! Ich bin auf dem Weg der Besserung, so kurz nach der OP war ich wirklich
      bedrückt und musste irgendwie Luft rauslassen.

      Schnippi wrote:

      Bei einer Krebsdiagnose muss man sich erst mal mit der Tatsache des Krebses auseinandersetzen, und sollte keine resignierende Einstellung dazu haben.
      Zuerst: Ich hoffe, dass du das alles gut überstanden hast und die Krankheit besiegt hast.
      Auch hier kann ich lernen, ich bin bisher ( GOTT sei Dank) von kritischen Krankheiten verschont geblieben
      und sollte mehr Dankbarkeit an den Tag legen.


      Schnippi wrote:

      Also suche Dir Deinen Weg und Deinen Standpunkt zur Tatsache, dass Du jetzt eben beschnitten bist. Genug Leute leben prositiv mit dieser Tatsache. Es kommt darauf an, was man draus macht...
      Das ist jetzt die Phase in der ich mich befinde, ich finde mich damit ab und finde Lösungen für Probleme.
      Mein Motto : Eine Tür schließt sich, eine andere öffnet sich.

      Ich war einfach geschockt, nach der radikalen Beschneidung soviel Gefühlsverlust in so kurzer Zeit zu erleiden. Es ist jetzt so und ich werde das beste daraus machen. Meine Frau kann morgen schon mal Babyöl Kaufen gehen ,-)
      Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, auch dieses Forum finde ich Klasse.
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      Schnippi wrote:

      Manche sehen hier zu sehr das Negative...
      Was meinst du damit?

      Positives kann ich für mich und meine Beschneidung leider absolut nichts abgewinnen oder sehen...
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama