Mein Körper - Unversehrt und Selbstbestimmt - Fragen an die Politik

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    • Mein Körper - Unversehrt und Selbstbestimmt - Fragen an die Politik

      Die Kampagne "Mein Körper - Unversehrt und Selbstbestimmt" hat einige Fragen formuliert, um einer Debatte aus der Sicht des Kinderschutzes Impulse zu verleihen.
      Die betreffenden Bundesministerien haben auf diese nur ausweichend und ohne auf die angesprochenen Punkte konkret einzugehen geantwortet.
      Deshalb wurden diese Fragen erneut gestellt, diesmal an die Bundestagsabgeordneten des demokratischen Spektrums sowie an die breite Öffentlichkeit.
      Im folgenden nun diese Fragen:
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/


    • Nicht nur für die Schleimhaut nicht zugelassen! Lt. Herstellerangabe darf Emla explizit nicht auf den Penis von Jungen aufgetragen werden.
      Man muss die Politik fragen wo ihrer Meinung nach die Salbe jetzt hin geschmiert werden soll? Auf die Oberschenkel? Wirkt die auch per Tele-Anästhesie? Oder als Placebo?

      Gesetzgeber 2012 wrote:

      In der Medizin besteht heute Einigkeit, dass die frühere An-
      nahme, Neugeborene hätten kein oder nur ein unterentwi-
      ckeltes Schmerzempfinden überholt ist. Daher wird auch
      bei Säuglingen eine Betäubung bzw. Schmerzbehandlung
      mit dem Ziel, möglichst Schmerzfreiheit zu erreichen, als
      medizinisch geboten angesehen (vgl. Stellungnahme der
      Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. vom 3. August 2012).
      Zum Teil wird dabei nach einer Sedierung durch ein Zäpf-
      chen eine Lokalanästhesie im Wege der Injektion vorge-
      nommen, zum Teil erfolgt die Auftragung einer anästhesie-
      renden Salbe (etwa EMLA).


      Gesetzgeber 2012 mit Verweis auf Deusel wrote:

      Zur Schmerzlinderung werden vielfach lokal Salben aufgetragen und/oder Zäpfchen verabreicht.
      Lokal? Wo? Auf dem Penis, wo sie gar nicht aufgetragen werden dürfen? Zäpfchen? Da kommt eigentlich nur Paracetamol in Frage. Die schmerzlindernde Wirkung von Paracetamol ist nach meiner persönlichen Erfahrung ein Witz.
      Warum macht man den eigentlich nicht alle blutigen Operationen mit der fabelhaften Paracetamol-"Betäubung"?


      Ei, wo soll die Salbe denn aufgetragen werden? Das möchte man wirklich gerne mal von der Politik wissen. Und eine Injektion dürfen nur Ärzte. Es sei denn die Politik entschließt sich, dass jetzt auch irgendwelche "von Religionsgesellschaften Vorgesehenen" Spritzen setzen dürfen. Die, falsch gesetzt erhebliche Schäden verursachen können oder nicht wirksam betäuben.
      Man hält ja langsam alles für möglich.

      Der Verweis auf die dt. Schmerzgesellschaft war ein Taschenspielertrick. Die haben nie was von Emla gesagt:

      Auch aus diesem
      Grund sieht die Deutsche Schmerzgesellschaft schmerzhafte Eingriffe wie Beschneidungen bei
      Säuglingen nur dann als fachgerecht durchgeführt und damit zulässig an, wenn während und nach
      dem Eingriff eine fachlich kompetente, wirksame Schmerzbehandlung erfolgt.
      Mit Emla auf dem Bauch, oder auf den Oberschenkeln? Fragen über Fragen auf die wir garantiert keine Antwort bekommen werden, außer vielleicht Geschwafel aus der Kiste mit den Textbausteinen.

      Fragen die sich immer häufiger stellen, denn ohne Arzt ist ja "billiger":


      Eine Beschneidung nach § 1631d Absatz 2 BGB durch eine Person, die nicht Arzt ist, ist jedoch selbstverständlich auch im muslimischen Kontext möglich
      Die Person muss von einer Religionsgesellschaft (für die Beschneidung) vorgesehen sein. Eine Kontrolle oder einen Nachweis staatlicherseits verlangt der Gesetzgeber nicht. Es ist insbesondere keine behördliche Erlaubnis für die Durchführung des Eingriffs durch die Person erforderlich

      Bettina Godschalk Bundesgesundheitsministerium wrote:

      Für die Schmerzbehandlung ist der medizinisch-anästhesiologische Facharztstandard anzulegen. Die Entscheidung, welche Schmerzbehandlung im Einzelfall anzuwenden ist, obliegt dem jeweiligen Behandelnden. Für die Zirkumzision werden verschiedene Schmerzbehandlungsmethoden genutzt.
      Verschiedene? Gleich so viele? Könnte Frau Godschalk nicht wenigstens eine einzige, die von einem Nicht-Arzt angewendet werden kann nennen?

      Juchhu, der Verstümmler ist da!
      Ein Schnuller vielleicht?

      Paracetamol als "medizinisch-anästhesiologische Facharztstandard" für die "Anästhesie" bei einer OP - das kann doch nur Satire sein, oder? ?( Und dann von dem Ziel der "Schmerzfreiheit" faseln...
      There is no skin like foreskin
    • In der deutschen Gebrauchsinformation von Emla steht:


      Wenden Sie die Creme nicht auf folgenden Hautflächen an:
      • Schnitte, Hautabschürfungen oder Wunden, mit Ausnahme von Beingeschwüren.
      • an Stellen mit Hautausschlag oder Ekzemen.
      • an oder in der Nähe der Augen.
      • in der Nase, dem Ohr oder dem Mund.
      • in der Afterregion (Anus).
      • an den Genitalien von Kindern.



      Anwendungsgebiete wrote:

      Erwachsene und Jugendliche
      • Es kann auch angewendet werden:
        • zur Betäubung der Genitalien vor:
          • einer Injektion.
          • medizinischen Eingriffen wie Warzenentfernung.
      • Ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal sollte das Präparat an den Genitalien anwenden

      "Erwachsene und Jugendliche" - Preisfrage - was fehlt in der Aufzählung? :whistling:

      Damit dürfte das notdürftige Feigenblatt "Emla" gefallen sein.

      Emla ist die Karte, die das Kartenhaus mit der Hausnummer 1631d zum Einsturz bringt.
      There is no skin like foreskin
    • Jetzt können wir gespannt sein, was an Antworten von den Fraktionen zurück gekommen ist...
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/