Beschneidung als Ursache von Homosexualität

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  • Beschneidung als Ursache von Homosexualität

    Ich weiß, das ist wirklich ein heißes Eisen und mit diesen Thesen macht man sich nicht gerade beliebt. Aber es ist folgendermaßen: Bis heute ist keine einzige biologische Ursache für Homosexualität bekannt. Man kennt bis heute kein Schwulen-Gen oder irgendeinen anderen eindeutigen, biologischen Auslöser. Homosexualität wird sehr wahrscheinlich durch Schlüsselerlebnisse in der frühen Kindheit ausgelöst, wie man anhand von Zwillingsstudien weiß. Ich behaupte, dass mich Beschneidung schwul gemacht hat. Ich habe nur Interesse an anderen Jungen/Männern entwickelt, weil sie etwas hatten, was ich nicht kannte. Etwas für mich Fremdes, Geheimnisvolles, nämlich intakte Genitalien. Ich kenne mittlerweile einige Verstümmelungsopfer, die das Gleiche von sich behaupten. Was haltet ihr von dieser These? Mir konnte noch niemand beweisen, dass ich damit falsch liege. Falls Beschneidung wirklich manchmal Homosexualität verursacht, sollte man auch diesen Punkt beim Kampf gegen MGM als Gegenargument anführen, da so unnötiges Leid entsteht. *Kotz*
  • Glaub ich nicht. Es gibt ja durchaus Schwule, bei denen mit Sicherheit irgendwelche biologischen Einflüsse die Neigung verursacht haben. Einige sind von Natur aus sehr weiblich und können dieses Verhalten auch nicht abstellen. Dazu gehöre ich aber nicht. Bei mir hat es wirklich noch nie jemand vermutet. Daraus schließe ich, dass es bei mir nicht biologisch verursacht sein kann sondern durch eine Fehlprägung in der Kindheit entstanden ist. Da kommt mir halt als erstes die Genitalverstümmelung in den Sinn. Ich weiß, das ist heikel und wenn man sowas in der Szene äußert, bekommt man die Augen ausgekratzt :) Ich bin dennoch davon überzeugt.

    Update: Ich hatte natürlich mal wieder Recht mit meiner Vermutung: cirp.org/library/general/dave1/


    Relative to uncircumcised men, circumcised men were more likely to report having had homosexual partner(s) (7.5% v 5.3%, p =0.012) and partners from abroad (19.7% v 13.1%, p...0.001).
    We did not find any significant differences in the proportion of circumcised and uncircumcised British men reporting ever being diagnosed with any STI (11.1% compared with 10.8%, p =0.815), bacterial STIs (6.4% cf 5.9%, p =0.628), or viral STIs (4.7% cf 4.5%, p =0.786) (table 1). We also found no significant associations between circumcision and being diagnosed with any one of the seven specific STIs.
    Noch ein gutes Argument gegen MGM :)

    The post was edited 2 times, last by fsx100 ().

  • Äußerst unwahrscheinlich. Ich wusste das für mich schon mit acht Jahren und ich bin nicht beschnitten. Wobei ich zwischen Homosexuell und Schwul noch einen sehr großen Unterschied sehe. Schwul könnte man vielleicht werden aber Homosexuell ist man, oder eben nicht.
    Die Menschheit war schon immer bereit, Themen im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit zu diskutieren. Je mehr eine Frage uns alle berührt, umso mehr gilt daher, dass selbst kluge Menschen behaupten, die Frage existiert überhaupt nicht.--Samuel Butler--
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  • Ich bin nicht der Meinung, dass man über eine solche Möglichkeit nicht diskutieren könnte. Ich habe Ähnliches schon mal von einem Betroffenen gehört. Das mit dem Interesse am intakten Genital der Anderen, dieses zu berühren, mit der Vorhaut, die man selbst nicht hat herumzuspielen.
    Es gibt nun jede Menge Betroffene, dies sich als heterosexuell empfinden. Die Vorhautamputation führt also nicht automatisch zu einer Prägung der sexuellen Präferenz. Es könnte also höchstens sein, dass sie die Wahrscheinlichkeit einer Prägung in Richtung Homo- oder Bisexualität erhöhen würde.
    Wenn dem so wäre, würde es die sog. (V)MMC-Kampagne noch mehr konterkarieren. Denn z.B. in Deutschland erfolgen 80% der HIV-Infektionen durch MSM-Sex.

    Wenn an der These was dran wäre, wäre das kein neues Argument gegen BGM, sondern würde nur belegen, was für tiefe psychologische Auswirkungen kindliche Genitalverletzungen haben können. Das ist sowieso völlig einleuchtend.

    So oder so - es muss endlich Schluss damit sein! Friede den kleinen Schniedeln!
    Ein Recht auf ein Leben mit vollständigen Genitalien muss in Deutschland möglich sein


  • In der Tat Bullshit, der unserem Anliegen mehr schaden als nutzen kann. Diese Studie belegt allenfalls Relationen und keine Kausalität. Dass homosexuelle Männer rein aus ästhetisch, sexuellen Gründen sich häufiger beschneiden lassen und dementsprechend beschnitten sind, ist ja nun kein Geheimnis. Aber die haben vermutlich auch häufiger einen Prinz Albert und niemand käme auf die Idee, einen Prinz Albert als Ursache für Homosexualität zu sehen.

    Darüber hinaus ist Homosexualität keine Krankheit und das Argument, daß du hier anführst, impliziert, daß Homosexualität etwas negatives sei, denn ansonsten würde man ja sagen, 'dann lass Beschneidung doch zu Homosexualität führen. So what.'

    Und das ärgert mich gerade schon ein wenig, denn für Homophobie ist hier kein Platz. Nicht der geringste.
  • Nein, Homosexuelle lassen sich ganz bestimmt nicht beschneiden. Das tun höchstens Schwule. Beschnittene Homosexuelle haben es sehr sehr schwer. Es ist eben nicht bei jedem bekannt das Homosexuell und Schwul zwei völlig unterschiedliche Dinge sind. Ich denke mal das ist der Inflationären Benutzung des Wortes Schwul geschuldet. Aber eine Diskussion über den Sachverhalt würde wohl besser in ein anderes Forum passen. z.b.AVEN
    Die Menschheit war schon immer bereit, Themen im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Wichtigkeit zu diskutieren. Je mehr eine Frage uns alle berührt, umso mehr gilt daher, dass selbst kluge Menschen behaupten, die Frage existiert überhaupt nicht.--Samuel Butler--
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  • Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
  • Ich stimme R2D2 hier zu. Eine "Ursache" für Homosexualität, wie die Eingangsfrage impliziert, ist MGM wohl kaum. Dass es Korrelationen gibt, ist vorstellbar, auch, dass eine VA mit ihren psychischen Folgen ein weiteres Bausteinchen sein kann auf dem Weg eines Homosexuellen zum Verständnis seiner Neigung und seinem Outing, kann ich mir gut vorstellen. Aber eine Ursache? Diese These halt ich schon für äußerst steil und kontraproduktiv.

    @Tursiops
    Was genau ist denn der Unterschied zwischen Homosexuell und schwul?
    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
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  • Homosexualität ist keine Krankheit und man "wird" es auch nicht. Das Homosexualität völlig natürlich ist, zeigt ein Blick ins Tierreich.

    Pinguine gehen sogar so weit, sich Eier zu "besorgen" um gemeinsam gleichgeschlechtlich ein Küken aufzuziehen. Die Annahme diese Neigung sei eine Krankheit, ist nur uns Menschen zu eigen und nervt mich extrem.

    Wozu braucht man eine Biologische Ursache? Aber gut

    Quarks hat dazu einen Artikel im Netz

    allerdings ist das völlig unwichtig, der Mensch an sich ist wichtig, sein Verhalten, nicht wen er liebt.
    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)
  • Bela2012 wrote:

    Die Annahme diese Neigung sei eine Krankheit, ist nur uns Menschen zu eigen und nervt mich extrem.
    Soweit ich das verstanden habe, hat fsx100 nicht behauptet, Homosexualität sei eine Krankheit. Nach meinem Verständnis sagt er lediglich, dass Beschneidung von Kindern eine Ursache für Homosexualität sein kann.
    Das ist in meinen Augen zwar Unsinn, mit der Gleichsetzung mit einer Krankheit hat das aber nichts zu tun.
    Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, würde ich diesen Strang gerne schließen.
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  • Tursiops wrote:

    Beschnittene Homosexuelle haben es sehr sehr schwer
    Ja, in der Tat. Da lag CCrippeld schon nicht ganz falsch mit seinen Spekulationen in "Gründe, einen beschnittenen Mann zu behalten". Dumm nur, wenn dich deshalb erst gar keiner nimmt :) Als schwul bezeichne ich mich übrigens nicht. Ich weiß nicht genau, woran du diese Unterscheidung fest machst. Ich denke mal, du meinst mit schwul einen bestimmten Lebensstil, den ich in der Tat nicht führe.


    Bela2012 wrote:

    Homosexualität ist keine Krankheit und man "wird" es auch nicht. Das Homosexualität völlig natürlich ist, zeigt ein Blick ins Tierreich
    Ich glaube nicht, dass man etwas über menschliches Verhalten durch einen Blick ins Tierreich lernen kann. Menschliche(s) Verhalten/Sexualität ist einzigartig komplex. Sexualität im Tierreich ist rein am Zweck orientiert und dient der Arterhaltung.


    Weguer wrote:

    Soweit ich das verstanden habe, hat fsx100 nicht behauptet, Homosexualität sei eine Krankheit. Nach meinem Verständnis sagt er lediglich, dass Beschneidung von Kindern eine Ursache für Homosexualität sein kann
    Eine Krankheit ist es sicher nicht, es ist aber einfach weniger wünschenswert, da man dadurch klare Nachteile hat. Beruflich, was die Partnersuche angeht, Einsamkeit im Alter etc. Ich glaube ernsthaft, dass sie zumindest in meinem Fall durch MGM ausgelöst wurde. Ich war ein normaler Junge bis zum Tag meiner Verstümmelung. Falls mein Einganspost homophob gewirkt hat, so tut mir dies leid. War absolut nicht meine Absicht.

    Na ja, wie dem auch sei. Mir kann eh niemand mehr helfen. Argumente gegen MGM gibt es ohnehin genug. Der Thread kann geschlossen werden.
  • Ich werde keinem Vater oder Mutter sagen wenn du dein Kind beschneidest könnte es homosexuell werden.

    Ich als heterosexueller Mann empfinde in Homosexualität nichts schlimmes oder verwerfliches.

    Es reicht schon wenn man uns Antisemitismus und Antiislamismus ankreidet. Homophibie brauchen wir nicht auch noch.