Wolfgang Huber: "Was müssen die Kirchen konkret tun, um Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen?"

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Wolfgang Huber: "Was müssen die Kirchen konkret tun, um Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen?"

      Was müssen die Kirchen konkret tun, um Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen?


      Sie müssen ihre Schuld bekennen, Solidarität mit den Opfern kirchlichen Fehlverhaltens praktizieren, strukturelle Ursachen falscher Entwicklungen aufarbeiten und aus ihren Einsichten Konsequenzen ziehen.
      Richtig!

      Deshalb hat in der katholischen Kirche zu Recht eine neue Diskussion über die Beschneidung von Jungen begonnen
      Wow! Japadapadu! :thumbsup:



      Sorry, aber die bittere Wahrheit ist: der nächste Satz lautete:

      Deshalb hat in der katholischen Kirche zu Recht eine neue Diskussion über den Zölibat und die Beschränkung des Priesteramts auf Männer begonnen
      Ach, echt jetzt? Jetzt schon? Ist ja re-vo-lutionär!

      "Sie müssen ihre Schuld bekennen" - ja das sollten sie. Dass sie sich so richtig ins Zeug gelegt haben. GEGEN den Schutz von Kindern.


      Und eine Diskussion über die Beschränkung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit auf Mädchen wäre auch gut.

      Dann könnten sie Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.

      Den Priestern wird nichts abgeschnitten, damit sie "keusch" bleiben. Wenn sie Bock auf eine Frau haben, können sie das Amt niederlegen, oder sie haben halt eine "Haushälterin".

      schwaebische.de/sueden/baden-w…ennen-_arid,10992160.html
      Ein Recht auf ein Leben mit vollständigen Genitalien muss in Deutschland möglich sein


    • Wolfgang Huber wrote:

      Mich selbst hat das Leben und Denken Dietrich Bonhoeffers ein Leben lang beschäftigt.
      Und Dietrich Bonhoeffer hatte nicht nur den Mut an einem politischen Attentatsversuch teilzunehmen, sondern er dachte, obwohl er selbst Theologe war, über ein religionsloses Christentum nach.

      Die evangelische Kirche hat im Jahr 2012 und auch bis heute die Kinderrechte genauso mit Füßen getreten wie alle anderen Religionen. Wäre der Teufel keine Erfindung der Religiösen, würde ich diese selbst dorthin wünschen.

      Erläuterung:
      Religion könnte man übertrieben ausgedrückt als die ideologische bzw. fanatische Form des Glaubens bezeichnen, welche überall auf der Welt immer wieder für Leid und Elend gesorgt hat. Man müsste also nur den Glauben von der sündigen Religion befreien, damit die Nächstenliebe z.B. auch die Kinder vor dem grausamen Ritual der Zwangsbeschneidung schützen würde.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • "Religion könnte man übertrieben ausgedrückt als die ideologische bzw. fanatische Form des Glaubens bezeichnen, welche überall auf der Welt immer wieder für Leid und Elend gesorgt hat."

      - bitte versuche, pauschales Religions-Bashing zu vermeiden.

      Konzentrieren wir uns darauf, die Beschneidungsmesser (FGM wie MGM) in die Museums-Vitrine zu stellen, nicht die Religionen.

      Es ist NICHT nötig, mit dem Rotstift an die sogenannten heiligen Schriften der Religionen der einen Menschheit heranzugehen.

      Die Beschneidung (weiblich oder männlich) muss weg, nicht die örtliche bzw. familiäre Religion.
      A foreskin is a birth right, not a birth defect.
    • Saimaa wrote:

      - bitte versuche, pauschales Religions-Bashing zu vermeiden.

      Ich gebe Dir insofern Recht, dass ich nicht ausschließen möchte, dass es vielleicht auch irgendwo auf unserem Planeten eine Religion geben könnte, die vollkommen friedlich ist und die noch nie einem Menschen Leid zugefügt hat. Mir fällt hier nur leider kein einziges Beispiel ein ;)

      Mir ging es aber eh um Bonhoeffer, dem auch folgender Text zugeschrieben wird:

      "Wer des Zweifels schale Frucht genossen, bleibt vom Tische Gottes ausgeschlossen.
      Von des hell‘gen Landes voller Traube trinkt allein der unversehrte Glaube.
      ...
      Reich‘ dem Zweifler drum den bittern Trank, und der Glaube sagt Dir Lob und Dank."

      Bonhoeffer war es wohl mit seiner Kritik an der Religion schon ernst. Er hat gesehen, wie Christen sich einer Ideologie anschlossen, statt dieser entschlossen entgegenzutreten. Und genau so hat sich aus meiner Sicht auch die evangelische Kirche wieder schuldig gemacht. Als es um ein Verbot von Zwangsbeschneidungen ging, hat sich die evangelische Kirche auf die Seite derer gestellt, welche die Grundrechte von Kindern auch weiterhin missachten wollten.

      Wolfgang Huber behauptet, dass er sich sein Leben lang mit Dietrich Bonhoeffer beschäftigt hätte. Kapiert hat er es wohl bis heute nicht. Davon abgesehen war es nie die Aufgabe der evangelischen Kirche für die Zwangsbeschneidung einzutreten. Im Christentum gibt es die symbolische Beschneidung der Herzen. Aber immer wenn eine solche Reißleine überschritten wird bzw. Dogmen untermauert werden, die dem eigentlichen Glauben fremd sind, betrachte ich dies als religiöse Ideologie.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)