Meine negativen Erfahrungen mit der Beschneidung als vorher Intakter

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    • Meine negativen Erfahrungen mit der Beschneidung als vorher Intakter

      Teil 1
      Hallo Mitglieder,
      da ich neu hier im Forum bin, möchte ich mit diesem Beitrag meine
      eigenen negativen Erfahrungen schildern.

      Kurz zu mir, ich bin Mitte 20, Student und habe eigentlich mich schon immer sportlich betätigt.

      Phimose, "Beratung und Operation


      Ich bin kurz vor meinem 17. Geburtstag aufgrund einer Phimose beschnitten worden.
      Ich hatte bis dato eigentlich keinerlei Probleme im genitalen Bereich, angefangen zu masturbieren habe
      ich seit meinem 13. Lebensjahr und von da an fast täglich und mehrmals.
      Entzündungen, Schmerzen oder Infektionen hatte ich auch zur Phimose nie.
      Zum Urologen bin ich damals gegangen, weil mir aufgefallen ist das ich meine Vorhaut nicht hinter meine Eichel
      gezogen bekommen habe. Ich hatte aber weder beim Masturbieren noch beim Wasserlassen etc. Probleme damit.
      Lediglich beim Kondomüberziehen hatte ich halt das Problem weswegen ich auch zum Urologen gegangen bin.

      Der Urologe untersuchte mich, er zog mir die Vorhaut mit einem Ruck komplett runter, den Schmerz werde ich nie
      vergessen, und sagte relativ schnell, dass es eine Phimose ist und eine Beschneidung wäre die Lösung dazu.
      Danach kamen die Sätze die manche von Euch bestimmt kennen:

      "Sie können länger beim Sex"
      "Es ist sowieso hygienischer"
      "Es ist schöner"
      "Es wird sich nichts ändern da die Vorhaut eh überflüssig ist"

      Dazu sei gesagt das auch von Anfang an nur von der radikalen Variante die Rede war.
      Die Operation führt der Urologe selber nicht durch, deswegen leitete er mich an einen Chirurgen weiter wo es vorher
      nochmal zu einem Aufklärungsgespräch kommen sollte.
      Ich war bis dato zu diesem Thema neutral da unwissend, in der Schule nie ein Thema und sonst wurde darüber nie geredet.
      Ich besprach es mit meinen Eltern, da es noch ein Aufklärungsgespräch gab, ging ich zusammen mit meiner Mutter dort hin.
      Bis auf die Untersuchung war meine Mutter anwesend.
      Der Chirurg legte mir erst 3 Varianten vor, eine Art öffnenden Schnitt? Dazu die Teilbeschneidung und die radikale (von High/Low tight und so weiter war nie die Rede)
      Die ersten beiden Varianten aber erklärte er mir sehr abweisend und war eher damit beschäftigt sie mir komplett schlecht zu reden. Es würde hässliche Naben geben, das Problem
      würde sich zurückentwickeln, man muss vielleicht jedes Jahr aufs neue Operieren, Entzündungen usw...
      Die radikale Beschneidung hingegen war für ihn a unproblematisch und b eh nur mit Vorteilen übersät (siehe weiter oben)
      Nun gut, trotzdem stellte ich ihn sicherheitshalber die Frage, ob sich den Sexuell und Empfindungsmäßig was ändern wird?
      Seine Antwort: Nein, alles wie gehabt.

      Ich "entschied" mich dann für die radikale Variante, obwohl ich nicht behaupten würde das es eine aufgeklärte Entscheidung war.
      Es wurde ein Termin gemacht und wir fuhren wieder nach Hause.
      Die Beschneidung ging einen Tag, morgens Anfahrt, spät-Nachmittags abfahrt nach Hause.
      Der ganze Vorgang verläuft eigentlich genauso wie ein völliger Routine-Eingriff, ab und zu wird einem gesagt das man keine Angst haben braucht (die ich nie hatte, weil ich es halt immer als notwendigen Eingriff angesehen habe bis dato).
      Man kommt in Narkose und wacht mit einem Bild auf was man wahrscheinlich nie wieder vergisst. Der Penis ist aufgrund angestauten Blutes ziemlich dick hinter der Narbe und die Eichel knallrot, man spürt ab da an jede Bewegung wie
      als ob jemand eine Nadel ganz leicht an meinem Auge abratsch. Das ging ungefähr eine Woche so.

      An eine Sache konnte ich mich noch sehr gut erinnern, der Chirurg kam nach der OP in mein Zimmer mit einer Praktikantin für ihr Studium und zeigte ihr mein frisch beschnittenen Penis als gutes Ergebnis vor.
      Rückwirkend betrachtet ziemlich absurd aber na ja damals wollte ich den Eingriff einfach hinter mich bringen und ab nach Hause, weswegen mich solche Sachen nicht direkt gekümmert haben.
      Nach einer Woche war es dann verheilt, der Urologe schaute es sich nochmal an und sagte alles perfekt abgelaufen.

      Veränderung und Erfahrungen danach

      Nun zu den Erfahrungen und Veränderungen.
      Da ich jahrelang davor schon intakt masturbiert hab, war es von Anfang an eine Riesenumstellung. Während vorher leichte Berührungen mich ziemlich erregt haben, das Gefühl wen die Eichel und die innere Vorhaut auf und ab bewegen ist unbeschreiblich, war es nun so das ich nach kurzer Zeit, da die Eichel am Anfang noch empfindlich ist, schon Taschentücher und Handtücher brauchte um überhaupt eine Art Stimulierung zu bekommen. Meine eigene Hand und Spucke waren dafür einfach nicht ausreichend, es kommt durch die fehlende Empfindlichkeit und vor allem Haut zu keiner zufriedenstellender Zug-Bewegung. Das Masturbieren war jetzt eher ein Abhäuten der Hornhaut auf der Eichel durch Tücher oder der Boxershorts. Wirklich empfindlich für den Orgasmus blieb mir nur noch eine Stelle direkt unter der Eichel. Die Orgasmen sind kürzer und ich "spritze" auch weniger ab als zuvor. Man brauch auch permanent harte und schnelle Bewegungen um die Erektion aufrechtzuerhalten.

      Das Ganze wurde von einem intensiven und vor allem entspannenden Ausgleich zu einem intensiv-losen Kraftakt.

      Auch beim Sex wurde es nicht besser, sondern schlimmer (Dabei hatte ich immer die Einstellung das die Beschneidung grundsätzlich positiv ist für mich).
      Oralsex spürte ich kaum bis gar nicht, beim Stoßen spüre ich nicht mal mehr die Vagina, die Stimulation, wenn überhaupt findet nur noch im Kopf statt (was unheimlich anstrengend ist, da man sich viel mehr auf Optik und Audio fixiert was Druck macht!) verbunden mit harten und schnellen Bewegungen die nicht jedem Partner dauerhaft gefallen. Orgasmen musste ich immer selber Hand anlegen mit einer großen Menge Gleitmittel.
      Ach ja und Thema Verhüttung war dann auch von meiner Seite aus nicht mehr machbar, ich habe die dünnsten, feuchtesten und beschneidungsfreundlichsten Kondome gesucht und gekauft, es hat sich jedes Mal angefühlt als würde ich Alufolie drum wickeln.
      Am Anfang dachte ich es würde an meiner Performance, schlechter Tag oder fehlende Lust liegen. Aber da ich die ganzen Probleme auch bei der Masturbation hatte entschloss ich mich doch nochmal zum Urologen zu gehen.

      Vorher wollte ich nochmal kompakt die Unterschiede aufstellen, die ich mit intakter und beschnittener Variante erfahren habe.

      Intakt
      -leichte Berührungen und Zugbewegungen stimulieren schon sehr stark,
      -Erektion lässt sich einfacher halten und steuern allein durch Tempo und Härte
      -Orgasmus ist wesentlich länger, intensiver und es wird mehr abgespritzt.
      -Gefühl nach dem Höhepunkt ist entspannend und befriedigt, die Lust ist zwar logischerweise temporär weg aber die Eichel ist weiterhin empfindlich
      für die "nächsten Runden".

      Beschnitten (radikal, low and tight)
      -Stimulierung erfolgt nur noch durch harte schnelle Bewegungen, entweder "trocken" mit einem Taschentuch/Boxershorts oder viel Gleitmittel (Spucke trocknet ein)
      -Erektion muss deshalb permanent mit harten, schnellen Bewegungen stimuliert werden, weil langsamer und weicher gar nicht mehr spürbar ist.
      -Man ist quasi immer kurz vor dem Höhepunkt oder wieder am Abschlaffen.
      -Orgasmus ist kürzer, weniger intensiv und es wird weniger abgespritzt
      -Gefühl nach dem Höhepunkt ist leicht unbefriedigend, statt entspannt eher leicht passiv aggressiv oder "schlecht gelaunt" weil man unterbewusst spürt, das man irgendwas
      verpasst haben muss. Die Eichel wird von Orgasmus zu Orgasmus immer "tauber" und man hat ein leichtes ziehen an den Hoden aufgrund der langen Zug/Stoßbewegungen

      2. Behandlung beim Urologen u. Andrologen

      Ich schilderte meinen Urologen die Probleme, er konnte es nicht wirklich verstehen den von tausenden Beschneidungen zuvor gab es nie einen der sich mit negativem Feedback meldete.
      Wir machten darauf erst einen Testosteron- und Blutbildtest. Ergebnis war überdurchschnittlich gut. Dann probierten wir es mit Viagra, hilf aber auch nicht wirklich.
      Danach leitete er mich an eine weitere Urologie weiter.Kurz gesagt hat er mich so untersucht, dass er am Penisschaft zudrückte und mich fragte, ob ich das spüre, darauf hin war für ihn eigentlich alles in Ordnung, ästhetisch ansprechend usw..
      Daraufhin ging es zu einem Andrologen, der auch wieder mit einer Untersuchung (diesmal kratzen an der Eichel) mit dem gleichen Ergebnis. Er gab mir noch den Rat mal romantische Musik und Kerzen auszuprobieren.
      Nach dem ganzen fühlte ich mich doch ein wenig nicht ernst genommen, und mir viel auf wie doch jedes Mal die Beschneidung nicht einmal als Problemauslöser in Betracht gezogen worden ist.
      Ich hatte bis dato meinen Ärzten immer vertraut, aber dieses Mal kam es mir doch schon sehr merkwürdig vor.

      Im Internet stieß ich dann auf Videos und Artikel der GBS , Intaktiv, das Beschneidungsforum und das Buch Unheil.
      Durch die neuen Informationen und die sehr ähnlichen Erfahrungen anderer war es wie eine Mischung aus Klarheit und niedergeschlagen.
      Vor allem erfuhr ich zum ersten Mal das es durchaus alternativen gab, und dazu 2 verschiedene Formen der radikalen Beschneidung , von denen an mir die schlimmere Variante (Tight and low, nach Bildern von Wikipedia zu urteilen) vollzogen wurde.
      Ich wusste zwar jetzt zumindest woran es lag, aber das bedeutete auch das es irreversibel ist

      Besonders half mir ein Artikel über einen kanadischen Studenten, der nach einer Beschneidung Suizid begann. Ich finde den Artikel leider nicht mehr wieder, falls jemand den hat wäre es echt super, wenn er mir ihn schicken könnte.

      Kurz gesagt mir wurde klar, ich werde die Intensität und die Gefühle die ich mal hatte nie wieder in dieser Form und Stärke zurückerlangen aufgrund von Unaufgeklärtheit.

      The post was edited 1 time, last by zuka ().

    • Teil 2

      Leben mit der Beschneidung


      Ich war eine Zeitlang sehr wütend auf meinen Urologen und vor allem Chirurgen, das lag aber mehr daran das einfach niemand mit mir offen und ehrlich darüber reden wollte.
      Mit der Zeit ist das zwar verblasst aber die Probleme bleiben bestehen, ich habe mit intensiven Sportarten wie Kampf/Kraftsport und anderen Hobbys zumindest Wege gefunden ein gewissen Grad an Intensität zu kompensieren.
      Das hilft gegen deprimierende Zeiten die man schon immer wieder mal hat, den das Problem ist an der ganzen Sache das die Lust und Fantasien am Sex ja weiterhin bleiben.
      Man wird ja nicht kastriert , weswegen man unweigerlich immer wieder mit dem Thema konfrontiert wird, jeden Tag. Sex lässt sich auch nicht ersetzen wie Fußball statt Handball, man will ja weiterhin auch irgendwie sein Ego befriedigen
      so plump das auch klingt. Auch die fehlende Spontanität durch keine Kondome und Gleitmittel machen Sachen wie feiern Gehen oder Partyurlaub madiger als vorher, man ist dadurch auch einfach nicht immer so selbstbewusst wie man
      sich das eigentlich wünscht. Dazu ist man ist auch irgendwie immer auf die Verhüttung der Frau beziehungsweise das Einverständnis angewiesen, den verständlicherweise möchte nicht jeder Partner es ohne Kondom machen.
      Auch den Neid den hier manche schon beschrieben haben verspürt man unweigerlich von Zeit zu Zeit. Wenn man weiß das der Kollege beispielsweise das doppelte verdient wäre es auch schwer dieses Gefühl zu unterdrücken.
      Es sind keine Sachen die ich permanent erlebe oder Fühle, aber nun mal Dinge die mein Leben auf Dauer negativ beeinflusse und wiederkehrend sind.


      Gespräche über das Thema liefen meiner Erfahrung nach entweder auf Unverständnis, Mitleid oder Ablehnung.
      Manche Frauen entfanden es sogar als Ausrede, das ich nur davon ablenken will das ich sie nicht attraktiv genug halte.
      Andere wiederum zeigten zwar etwas Mitleid obwohl sie es nicht vorstellen können, das Mann auch nicht kann, aber
      spätestens danach war die Motivation für sexuellen Kontakt immer schwächer bis zum Abbruch, was denke ich mal
      mit Selbstdarstellung zu tun hat. Den ein verstümmelter Penis klingt nicht sehr sexy für viele.

      Für das Thema habe ich versucht ein Beispiel zu finden:
      Man stelle sich vor es werden 70-80% der Geschmacksknospen ihrer Zunge entfernt, dazu wird sie trocken gelegt.
      Wenn sie jetzt versuchen ihr Lieblingssteak zu genießen ist es egal wie groß der Hunger oder Appetit ist, sie werden es
      aufgrund der fehlenden Knospen nie mehr so schmecken wie vorher.
      Wenn sie jetzt zum Arzt gehen , wird in als Lösung präsentiert, sich das Steak nur noch leckerer vorzustellen.

      Ich habe aber neben den erwähnten Sachen glücklicherweise keinerlei Mobbingerfahrungen oder Traumas durchmachen müssen.


      Vielleicht kann ich mit meiner Erfahrung zu diesem Thema den ein oder anderen helfen und zur Aufklärung beitragen.

      Abschließend sei dazu noch gesagt, das ich aufgrund der Erfahrung, in der rituellen Beschneidung nicht nur ein Verstoß gegen die körperliche und psychische Unversehrtheit des Kindes sehe, sondern
      auch einen permanenten Eingriff in das Sexualleben und Empfinden einer Person. Jeder hat das Recht darauf sein sexuelles Potenzial, was ihn von Natur aus gegeben ist, auszukosten.
    • Vielen Dank für deinen eindrucksvoll geschriebenen Bericht.

      Was du über die sexuellen Auswirkungen der Beschneidung schreibst, deckt sich zu 100% mit meinen eigenen Beobachtungen an meinem eigenen Körper sowie dem Vergleich mit intakten Partnern. Auch diese Unbeholfenheit und Ignoranz von angebliche Fachärzten ist leider typisch und noch viel zu weit verbreitet in Deutschland. Vor allem die Bemerkung mit den Kerzen und der romantischen Musik ist ja der Knaller. Als könnte man dadurch den Verlust von einem Großteil an erogenen Nervenenden ausgleichen. Daran sieht man, dass noch viel Aufklärung über das Thema Beschneidung und die Rolle der Vorhaut beim Sex nötig ist. Ich hoffe, du findest einen Weg, mit deinem Verlust klarzukommen. Die Unterschiede aus eigener Erfahrung heraus zu kennen, stelle ich mir besonders bitter vor. Einige Männer haben sich deswegen das Leben genommen, weil sie sich mit diesem Verlust nicht abfinden konnten. Darunter auch der von dir erwähnte Alex Hardy.
      "The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing"
    • Vielen Dank für deine Antwort!

      Ja solche Bemerkungen waren leider normal, im ersten Moment denkt man es wäre ein Scherz, im zweiten realisiert man erst, dass vor einem ein ernster Arzt sitzt.

      Was mich an meinen damaligen Ärzten im Rückblick so wütend gemacht hat, war das meine Beschneidung ca. 1 1/2 Jahre nach dem Kölner-Urteil
      vonstattenging. Den damals gab es ja schon Aufklärung über die Folgen, alternative Methoden wie Dehn -Therapie, vorhauterhaltene Beschneidung etc...
      Alles Dinge von denen 2 Urologen, 1 Chirurg und 1 Androloge anscheinend nie was gehört haben.
      Ganz im Gegenteil wurde mir ja mit dem low und tight Schnitt alles Mögliche abgeschnitten was man so abschneiden kann, vor allem das Frenulum worüber
      nie gesprochen wurde, es wurde einfach mit abgeschnitten.
      Es zeigt einfach wie immens unterschiedlich die Fachärzte zumindest in diesem Thema aufgeklärt bzw. nicht aufgeklärt sind.

      Und danke nochmal für den Namen des Mannes, der Artikel damals hat mir sehr geholfen zu wissen, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht alleine bin.
    • zuka wrote:

      Vielen Dank für deine Antwort!

      Ja solche Bemerkungen waren leider normal, im ersten Moment denkt man es wäre ein Scherz, im zweiten realisiert man erst, dass vor einem ein ernster Arzt sitzt.

      Was mich an meinen damaligen Ärzten im Rückblick so wütend gemacht hat, war das meine Beschneidung ca. 1 1/2 Jahre nach dem Kölner-Urteil
      vonstattenging.
      Hey, kein Thema :)

      Was den Zeitpunkt angeht: Man weiß nicht erst seit dem Kölner Urteil, dass die Vorhaut höchst wichtig für das sexuelle Erleben ist. Es gab bereits in den 90ern Arbeiten z.B. von John R. Taylor, die die Rolle der Vorhaut beim Auslösen von sexuellen Reflexen und angenehmen Empfindungen untermauert haben. Im Jahre 2007 hatte man es dann schwarz auf weiß, da hat ein gewisser Morris L. Sorrels bewiesen, dass es sich bei der Vorhaut um den empfindsamsten Teil des Penis handelt.

      Leider haben sich diese Erkenntnisse noch nicht überall in der Fachwelt rumgesprochen. Es kann auch gut sein, dass teils bewusst ignoriert werden, da Beschneidungen mehr Geld in die Kasse spülen als konservative Behandlungen. Außerdem musst du bedenken, dass es sich bei der Beschneidung um eine medizinische Anomalie handelt. Es gibt kein anderes Körperteil außer der Vorhaut, bei dem man die Amputation als Heilmethode akzeptiert. Die Beschneidung als Behandlung einer Phimose ist ungefähr so sinnvoll wie eine Enthauptung bei einer Migräneattacke. Außerdem ist es so, dass es starke kulturell geprägte Interessen daran gibt, diesen Eingriff legal und am Leben zu erhalten. Solche Leute versuchen dann, die Wissenschaft zu beeinflussen (siehe AAP) und Leute zum Schweigen zu bringen, die die Wahrheit sprechen (siehe Morton Frisch vs Morris).

      The rabbit hole is deep.
      "The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing"
    • Absolut beeindruckend dein Bericht.

      Danke dafür. Hoffen wir, dass hilft anderen bei Ihrer Entscheidungsfindung.

      Eigentlich müsste dein Thread oben angepinnt werden.

      Deinen Vergleich mit dem Steak fand ich auch klasse. :thumbsup:

      Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ.

      Wer seinen natürlichen und vollkommen gesunden Körper als unhygienisch und unästhetisch empfindet, hat die Ursache für seine Probleme nicht bei seinem Schwanz zu suchen, sondern in einer grundsätzlich falschen Einstellung gegenüber seinem Körper und seiner Sexualität.
    • Hallo zuka

      low and Tight ist radikalste Beschneidung wo eine erhebliche Menge von Haut enfernt wird. Bei diesem Stil werden sowohl das innere als auch das äußere Vorhautblatt einschließlich dem Bändchen komplett entfernt. Die Schafthaut wird unterhalb des Eichelkranzes vernäht

      Beider entfernung des Vorhautbändchenwirdder Schamnerv (Nervus pudendus) der in die Eichel mündet und somit auch deren Signale weiter leitet durchtrennt. Genauso auch frenulare Arterie, die die Eichel mit Blut versorgt durchtrennt das hat zur Folge das Sie danach einfach nicht mehr richtig durchblutet wird, was sich besonders bei sexueller Betätigung bemerkbar macht. Bei vielen intakten Männern wird die Eichel bei starker sexueller Erregung knallrot, bei Beschnittenen verändert sie kaum/gar nicht ihre Farbe.

      Das heißt mit anderen Worten: Beschneidung mitsamt Durchtrennung/Entfernung des Vorhautbändchen (Frenulums) amputiert nicht nur das wichtigste erogene Gewebe des männlichen Körpers, sondern stört auch die Reizweiterleitung aus den Teilen, die danach noch vorhanden sind.

      Männer, denen die Vorhaut im Erwachsen alter entfernt wurde, empfinden den Unterschied vor und nach der Operation oft als sehr drastisch und vergleichen ihn z. B. mit dem Sehen in Farbe und in Schwarz-Weiß. Die anderen denen im Kindesalter sie entfernt wurde kennen keinen nicht den unterschied.


      Leider ist vielen Urologen auch Chirurgen nicht bekannt das bei einer Phimose es auch bei Erwachsenen die Möglichkeit der [b]Triple Inzision [/b]gibtdas ist eine der Vorhauterweiterung. Dabei erfolgen drei kleine Längsschnitte in die Vorhaut, welche auf die erforderliche Weite gedehnt und wieder vernäht wird.
    • Jannis wrote:

      Das heißt mit anderen Worten: Beschneidung mitsamt Durchtrennung/Entfernung des Vorhautbändchen (Frenulums) amputiert nicht nur das wichtigste erogene Gewebe des männlichen Körpers, sondern stört auch die Reizweiterleitung aus den Teilen, die danach noch vorhanden sind.
      Danke, der letzte Punkt mit der Reizweiterleitung war mir noch gar nicht bewusst.
    • Vielen Dank für die Antworten!


      Jacques44 wrote:

      Nach deinen Schilderungen bin ich sogar "froh", dass ich keinen Vergleich habe und nicht weiß, was ich gefühlsbedingt verpasse!
      Noch eine kleine Ergänzung dazu. Es ist für mich persönlich nicht nur die Gefühle als großer Verlust zu vorher, sondern die Unbeschwertheit was leider damals auch die Urologen/Andrologen nicht
      verstehen wollten. Die Freiheit mit guten Gründen zu wissen, das man doch irgendwie immer kann, ohne Hilfsmittel und auch mit eigenen Schutz/Kondom!

      Als Intakter ist eine anregende Fantasie eher eine Versüßung, Sie steht aber nicht im Mittelpunkt. Sie beflügelt den Appetit.
      Primär stehen die realen Bewegungen und Berührung im Mittelpunkt. Dadurch das die Berührungen in der Realität über das Zusammenspiel der Organe eine erregende Resonanz bekommen,
      werden sie somit auch für die Fantasie bzw. das Kopfkino viel erregender wahrgenommen.

      Das Sein bestimmt das Bewusstsein mit Marx zu sagen.

      Dazu trägt natürlich auch ein Rhythmus bei, der erst wirklich entspannend wirken kann, wenn ich mich von meinen körperlichen Bewegungen leiten lasse (das Gehirn liebt die Leere) und eben nicht permanent mit dem
      "Kopf" denke, was für den ein oder anderen Arzt ja das Allheilmittel schlecht hin ist.


      Da einem als Beschnittener diese Berührungen in der Realität nicht mehr die gleiche Resonanz erhalten, können die Folgen der Beschneidung somit auch die Fantasie schwächen.
      Beispielsweise wird der erregende Gedanke an Oralsex schwächer je weniger die Realität/der Körper mit Erregung/Empfindlichkeit darauf reagiert.

      Die Ratschläge der Ärzte haben sich zu dem Thema meistens widersprochen, entweder sollte man den Kopf ganz ausschalten, oder man soll richtig aktiv und kreativ werden, was genau das Gegenteil ist.

      So zumindest meine Erfahrung damit.
    • zuka wrote:




      Als Intakter ist eine anregende Fantasie eher eine Versüßung, Sie steht aber nicht im Mittelpunkt. Sie beflügelt den Appetit.
      Primär stehen die realen Bewegungen und Berührung im Mittelpunkt. Dadurch das die Berührungen in der Realität über das Zusammenspiel der Organe eine erregende Resonanz bekommen,
      werden sie somit auch für die Fantasie bzw. das Kopfkino viel erregender wahrgenommen.

      Das Sein bestimmt das Bewusstsein mit Marx zu sagen.

      Dazu trägt natürlich auch ein Rhythmus bei, der erst wirklich entspannend wirken kann, wenn ich mich von meinen körperlichen Bewegungen leiten lasse (das Gehirn liebt die Leere) und eben nicht permanent mit dem
      "Kopf" denke, was für den ein oder anderen Arzt ja das Allheilmittel schlecht hin ist.
      Ich habe diesen Vergleich nicht, kann diese Beschreibung, aber insofern nachvollziehen, als ich genau Gegenteiliges erlebe: wenn ich mir nicht eine anregende Fantasie schaffe, geht bei mir gar nichts. Werde ich durch irgendwas von dieser Fantasie abgelenkt, ist meine Erektion sofort weg.

      Bspw. haben ich und meine Freundin 69 ausprobiert. Erektion war anfangs da. Als ich mich aber dann darauf "konzentrierte", sie richtig oral zu befriedigen, war die Erektion sofort weg, da ich mich nicht mehr auf die Fantasie konzentrierte, was total anstrengend ist.
      Kopf ausschalten geht gar nicht, da ich unten ja keinerlei Stimulation spüre.

      Daher scheint es mit Vorhaut genau andersherum zu sein. Spürt man diese Stimulation, kommt der Rest von selbst...
    • Jacques44 wrote:

      Ich habe diesen Vergleich nicht, kann diese Beschreibung, aber insofern nachvollziehen, als ich genau Gegenteiliges erlebe: wenn ich mir nicht eine anregende Fantasie schaffe, geht bei mir gar nichts. Werde ich durch irgendwas von dieser Fantasie abgelenkt, ist meine Erektion sofort weg.
      Ich habe exakt die gleichen Erfahrungen gemacht, sowohl mit mir selbst als auch mit anderen beschnittenen Männern, mit denen ich zu Gange war. Ohne Fantasie, alleine durch physische Stimulation, geht bei mir so gut wie nichts. Ich kann mich beim Sex nicht zurück lehnen und mich treiben lassen. Stattdessen muss ich permanent mein Kopfkino antreiben und am Laufen halten, um überhaupt eine Erektion halten zu können. Beschnittene Männer sind beim Sex deutlich stärker "verkopft" und auch stärker zielorientiert, da sich das angenehme und belohnende Gefühl nur kurz vor bzw. zum Zeitpunkt des Orgasmus einsetzt. Bei intakten Männern ist eher der Weg das Ziel und sanfte Berührungen reichen oft aus, um sie in Fahrt zu halten. Spontaner Sex geh so natürlich deutlich einfacher vonstatten, da die Vorhaut durch viele unterschiedliche und sanfte Reize schon angenehme Gefühle produziert.

      Neulich habe ich mich mal auf reddit in einer Community rund um das Thema Edging umgesehen. Dort waren fast alle Teilnehmer intakt, welch Wunder. Beim Edging geht es darum, den Point of no Return durch sanfte Stimulation immer weiter hinauszuzögern. Je mehr sensorisches Feedback man hat, desto besser klappt dies natürlich. Viele beschnittene Männer wissen oft nicht, wie weit sie noch vom Orgasmus entfernt sind. Sie werden vom Orgasmus oft regelrecht überrascht. Oft erreichen sie den Point of no Return nur durch bestimmte mentale Stimuli. Die Tatsache, dass bei Beschnittenen mechanisch-sensorische Stimulation durch mentalen Input ersetzt werden muss, erklärt auch, warum sie öfters Fetische haben und in der Kink-Szene überproportional vertreten sind. Auch die Obsession mit Analverkehr besonders in amerkanischen Schwulenkreisen fällt darunter. Wer das nicht glaubt, kann sich auf reddit mal die Unterforen askgaybros und gaybros anschauen. Beide werden überwiegend von Amerikanern frequentiert. Beim Thema Sex geht es gefühlt fast nur darum, wer Top und wer Bottom ist, wie man an PreP kommt und dergleichen. In meinen Augen alles nur Kompensationsmechanismen für eine kaum noch vorhandene, penile Sensorik. Traurig, aber wahr. Und da will man uns erzählen, dass MGM als Präventivmaßnahme gegen HIV helfen soll.
      "The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing"
    • Auch wenn hier das Forum der unter Beschneidung Leidenden ist, und deswegen das Leiden im Vordergrund steht, finde ich, dass nicht alles schlechgeredet werden sollte.

      Auch bei mir ist (und war auch vor der Beschneidung) das Kopfkino immer wichtig, damit ich komme. Ich finde das nicht schlecht, warum auch??

      Vor ein paar Jahren, als ich hier Mitglied wurde, gab es auch mehr Hinweise, wie man sich helfen kann. Bei mir z.B. hilft Öl sehr viel, und der Handjob meiner Frau über eine halbe Stunde erregt mich super! So lange habe ich vor der Beschneidung nicht diesen intensiven Reiz an der Eichel gehabt - also habe ich jetzt besseren Sex als vorher! Ich weiß, das geht nicht jedem so!!! Vor Allem nicht den Leuten, die Schmerzen haben.

      Also, nicht in Selbstmitleid versinken, sondern Lösungen suchen. Auch wenn das Arbeit im Kopf ist... Und jeder braucht seine eigene Lösung für diesen Sachverhalt.
    • Erstmal danke für deine Antwort und das Teilen deiner Erfahrungen.

      Natürlich hast du recht, es gibt Hilfsmittel wie Öl oder bei mir z. B. Gleitmittel.
      Und das Kopfkino wird hier ja nicht schlecht geredet, es ging um den Mythos, dass Sex ausschließlich Kopfsache ist, wie es manche Urologen gerne behaupten.

      Der Verlust stellt sich dadurch dar das einem nur noch das Kopfkino übrig bleibt, die Betonung liegt auch auf HILFSmittel, sie sind aber kein adäquater Ersatz für
      das was mal war. Den das ist nicht rekonstruierbar. Das Kopfkino ist ein Teil des sexuellen Erlebens, aber nicht DER Teil.

      Es freut mich sehr zu hören, dass es dir anscheinend damit sogar besser gehen soll. Ich kann dies definitiv nicht bestätigen.
      Ich konnte jetzt auch nicht rauslesen, inwieweit radikal du beschnitten worden bist, mit oder ohne Frenulum etc.
      Das wäre zumindest für mich interessant zu wissen.


      Schnippi wrote:

      Also, nicht in Selbstmitleid versinken, sondern Lösungen suchen. Auch wenn das Arbeit im Kopf ist... Und jeder braucht seine eigene Lösung für diesen Sachverhalt.
      Hier kann ich dir nicht ganz zustimmen. In Selbstmitleid versinken? Nein ich denke, das möchte niemand. Und das kennzeichnet sich auch nicht dadurch nur, weil jemand etwas negativ beschreibt, wozu du vielleicht eine positive Beziehung zu hast. Lösungen zu suchen für einen Verlust der nicht wiedergutzumachen ist halte ich für schwierig, das habe ich lange versucht, weil ich lange in dem Glauben stand, dass die Beschneidung keinen Einfluss darauf hatte.
      Und ich bin immer wieder darin gescheitert, der gleiche Prozess immer wieder von vorne, weil ich die Verluste nicht wahrhaben wollte/konnte.
      Eine Lösung ist für mich grundsätzlich die Neutralisierung eines Problems. Und das Problem was ich und manch anderer hier versucht hat aufzuzeigen ist wie du es eigentlich sehr treffend beschreibst die Arbeit im Kopf, wo vorher keinerlei oder viel weniger Arbeit nötig war.
      Für mich sind Hilfsmittel, das Teilen mit den Erfahrungen und auch die politische Position gegen die rituelle Beschneidung Dinge die mir helfen, mit dem Verlust besser umzugehen.
      Aber ich betrachte sie nicht mehr als eine Lösung. Sonst könnte man auf den Gedanken kommen das ist unerheblich ist, ob beschnitten wird oder nicht, man kann es ja eh durch genug Mittel, Arbeit und Fantasie wider Wettmachen.
    • Schnippi wrote:



      Also, nicht in Selbstmitleid versinken, sondern Lösungen suchen. Auch wenn das Arbeit im Kopf ist... Und jeder braucht seine eigene Lösung für diesen Sachverhalt.
      Leider gibt es keine Lösung, sondern nur ein Arrangieren!
      Dafür hast du perfekt beschrieben wie sich jegliche Art von Sex bspw. für mich anfühlt.

      Schnippi wrote:

      Auch bei mir ist (und war auch vor der Beschneidung) das Kopfkino immer wichtig, damit ich komme. Ich finde das nicht schlecht, warum auch??
      Weil Kopfkino schlecht IST, sobald es zur Anstrengung wird.

      Schnippi wrote:

      finde ich, dass nicht alles schlechgeredet werden sollte.
      Wir haben lediglich unsere Empfindungen beschrieben. Dass du das jetzt als "schlecht" interpretierst, zeigt doch genau wie uns zumute ist.
    • Schnippi wrote:

      Auch wenn hier das Forum der unter Beschneidung Leidenden ist, und deswegen das Leiden im Vordergrund steht, finde ich, dass nicht alles schlechgeredet werden sollte.

      Auch bei mir ist (und war auch vor der Beschneidung) das Kopfkino immer wichtig, damit ich komme. Ich finde das nicht schlecht, warum auch??

      Vor ein paar Jahren, als ich hier Mitglied wurde, gab es auch mehr Hinweise, wie man sich helfen kann. Bei mir z.B. hilft Öl sehr viel, und der Handjob meiner Frau über eine halbe Stunde erregt mich super! So lange habe ich vor der Beschneidung nicht diesen intensiven Reiz an der Eichel gehabt - also habe ich jetzt besseren Sex als vorher! Ich weiß, das geht nicht jedem so!!! Vor Allem nicht den Leuten, die Schmerzen haben.

      Also, nicht in Selbstmitleid versinken, sondern Lösungen suchen. Auch wenn das Arbeit im Kopf ist... Und jeder braucht seine eigene Lösung für diesen Sachverhalt.
      Das hier ist kein Forum der Leidenden und das Leiden im Vordergrund...es ist einer der wenigen Orte dieser Welt, in denen mögliche neg. Folgen eines meist verharmlosten Eingriffes anerkannt und Wege, um damit besser klarkommen zu können, oder den Eingriff zu vermeiden, gesucht werden...

      Lösung, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist...gibt es da für mich nicht, sehe es da wie zuka...es gibt nur Wege um damit besser umgehen zu können...

      P.S. doch, eine Lösung gäbe es für mich...es gibt nur noch selbstbestimmte und aufgeklärte, und bei Kindern nur absolut med indizierte Eingriffe...dann schalten wir hier glaub eh das Licht aus
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • EDIT / Ergänzung zu meinem Beitrag.
      Mir ist in den Jahren nach der Beschneidung auch aufgefallen,
      das die Größe vor allem im erigierten Zustand zwischen 1,5-2 cm
      zurückgegangen ist.
      Ich denke mal das kann daran liegen, dass die Erektionen nicht mehr
      so "prall" sind wie vor der Beschneidung bzw. die Durchblutung nicht mehr
      ganz auf 100 % läuft.
      Würde mich sehr interessieren, ob jemand eine ähnliche Erfahrung dazu hat.
    • Ehrenzipfel wrote:

      Bitte nicht zu sehr ins Verschwurbelte hier abrutschen.
      Ich habe ledilglich eine Erfahrung mitgeteilt, die unter anderem auf der Seite Beschneidung-von-Jungen.de in dem Artikel von John Warren
      Körperliche Auswirkungen der Beschneidung wie folgt erklärt wird:


      Verringerte Penisgröße:

      Dies ist ein Thema, über das Männer starke Gefühle haben. Die Beschneidung reduziert geringfügig die Länge und den Umfang des Penis im schlaffen Zustand, da die normale Vorhaut im nicht erregierteten Zustand sich oft über die Eichel hinaus erstreckt. Der Umfang wird aufgrund des Verlustes der doppelschichtigen Haut reduziert, die die Eichel bedeckt. Der erigierte Penis kann auch etwas gekürzt werden, da nur nicht mehr genügend Penishaut vorhanden sein kann um eine vollständige Erektion zu gestatten.
      Eine australische Studie zeigte, dass beschnittene Männer durchschnittlich 8 mm kürzere erigierte Penisse besitzen als intakte Männer. (Talarico and Jasaitis, 1973; Richters et al., 1995)

      Ehrenzipfel wrote:

      Das Älterwerden, Schwellkörper-Blutdruck, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Co. sind Einflüsse
      Stimmt , aber das bedeutet nicht das die Beschneidung nicht ebenfalls ihren Einfluss darauf haben kann.
      Von daher halte ich das nicht für Verschwurbelte.
    • Ehrenzipfel wrote:

      Herrschaftszeiten, die Größe wird ohne Vorhaut nicht kleiner. Das Älterwerden, Schwellkörper-Blutdruck, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Co. sind Einflüsse, aber garantiert nicht eine fehlende Vorhaut. Bitte nicht zu sehr ins Verschwurbelte hier abrutschen.
      Ganz so einfach ist es nicht...kleiner wird er nicht, unmöglich ...aber wenn sehr viel Haut weg kam, die verbliebene Haut bei Erektion spannt (insbesondere Blutpenis) kann es sein, dass der Schwellkörper in den Bauchraum "gedrückt" wird...und das kann dann nach "weniger, kürzer" aussehen
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Ja was urolüge (genialer Name btw) schreibt ist bei mir der Fall. Dadurch ist er minimal breiter geworden. Allerdings sieht man zumindest aktuell die Venen nicht mehr bis auf die absolute hauptvene. Aber macht von der Logik ja alles Sinn. Vor allem beim blutpenis wenn er sich verschätzt hat. Würde ich zumindest mal behaupten.