Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen

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    • Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen

      Das Oberlandesgericht Düsseldorf sprach 1984 einer Frau, der ein Chirurg auf eigenen Wunsch die Schamlippen verkürzt hatte, dafür Schmerzensgeld zu. Zur Begründung führte das Gericht aus, für die Operation habe keinerlei medizinische Indikation bestanden. Der Arzt hätte vor dem Eingriff einen Psychologen oder Psychiater zur Rate ziehen müssen, um „Ursache und Ausmaß der psychischen oder sexuellen Fehlhaltung zu ermitteln“. Es liege eine Körperverletzung ohne wirksame Einwilligung vor
      Seltsam, dass bei Männern, die sich ohne medizinische Indikation ihre Vorhaut verkürzen oder gar radikal amputieren lassen gar nicht "Ursache und Ausmaß der psychischen oder sexuellen Fehlhaltung" ermittelt wird :thumbsup:


      Durchführung bei Minderjährigen

      Die Einwilligungsfähigkeit der Patientin muss in allen Fällen vor der Operation sichergestellt sein.
      Klar, es geht ja um Mädchen. Bein Jungen ist es umgekehrt. Da ist die Nichteinwilligungsfähigkeit Voraussetzung. Wegen Gleichberechtigung, und so.

      Dies kann zu der paradoxen Situation führen, dass derselbe Eingriff – beim selben Arzt unter gleichen Bedingungen durchgeführt – bei einer Europäerin legal ist, bei einer Frau mit afrikanischer Herkunft jedoch eine Straftat darstellt. In beiden Fällen wäre der Eingriff nicht medizinisch notwendig, sondern durch kulturelle Ideale begründet, der Afrikanerin wird jedoch die Möglichkeit zu einer autonomen Entscheidung abgesprochen.[91][139] Auch in Deutschland ist diese Problematik vorhanden, da – der Bundesärztekammer zufolge – „die weibliche Beschneidung strafbar ist, selbst wenn der Eingriff auf Verlangen der Patientin durchgeführt wird
      Klar, alle Menschen sind gleich. Aber Europäerinnen sind offenbar gleicher als Afrikanerinnen. George Orwell lässt grüßen!

      In der europäischen medizinischen Fachliteratur des 19. Jahrhunderts wurde die Genitalbeschneidung in Afrika mit den gleichen „Indikationen“ wie die damals in Europa praktizierte Verkleinerung der äußeren Genitalien zu erklären versucht. Dabei wurde die Vergrößerung der Labien irrtümlicherweise als eine Folge übermäßigen Geschlechtstriebs und Masturbierens gesehen.
      Ja, ja, die Sünde der Masturbation! Damit hat man das bei Jungen ja auch begründet.

      Selbstverständlich vermeidet der Wikipedia-Artikel jeglichen Vergleich zur Zirkumzision bei Jungen/Männern.

      Wir sind doch schließlich bei Wikipedia!

      Und natürlich tauchen in der Versionsgeschichte die einschlägig bekannten User auf: BusterBaxter, Fiona B, TrueBlue....

      de.wikipedia.org/wiki/Schamlippenverkleinerung
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Selbstbestimmung wrote:

      Wir sind doch schließlich bei Wikipedia!

      Und natürlich tauchen in der Versionsgeschichte die einschlägig bekannten User auf: BusterBaxter, Fiona B, TrueBlue....
      Ist euch mal aufgefallen, wie viele Bilder in diesem Wikipedia-Artikel stecken? Man könnte glatt meinen, diese Unterseite ist primär zum Lustgewinn für ein paar schief gewickelte Zeitgenossen da.
      Von letzteren treiben sich auf Wiki ja bekanntermaßen recht viele rum. Man sehe sich nur mal den englischen Artikel vor Vorhaut an, welcher vor Fehlinformationen nur so strotzt. Der Artikel zum gefurchten Band wurde neulich mal wieder gelöscht, mit der Begründung, dass es keine Beweise für dessen Existenz gäbe. Man beruft sich dabei auf die Aussagen eines gewissen Brian J. Morris.

      Sowas geht dort ohne Gegenrede durch. Wikipedia zieht Verstümmelungsfetischisten an wie Scheiße die Fliegen.
      Circumcision is sexual lobotomy
    • Wenn es nach unseren öffentlich-rechtlichen Sprachpädagogenverstümmlern geht muss das aber heißen:


      Die Ärzt-Pause-In hätte vor dem Eingriff eine Psychologin oder einen Psychologen oder eine Psychiaterin oder einen Psychiater zur Rate ziehen müssen... :sleeping:

      *scnr*
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Interessant ist doch auch (aus der Schweiz):


      Eine solche Einwilligung soll jedoch nur zulässig sein, wenn die verletzte Person volljährig ist und wenn die üblichen Voraussetzungen für eine gültige Einwilligung gegeben sind, also wenn das urteilsfähige Opfer nach umfassender Aufklärung ohne Täuschung, Irrtum, Drohung oder Zwang vor der Tat in den Eingriff eingewilligt hat. Es wird Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden sein abzuklären, ob die Voraussetzungen einer wirksamen Einwilligung, insbesondere die Willensfreiheit der verletzten Person, im Einzelfall gegeben sind. Die Kommission ist der Ansicht, dass in diesem Punkt die Migrantin, die sich einer traditionellen Genitalverstümmelung unterzieht, um ihre Heiratschancen zu erhöhen, nicht anders behandelt werden soll als eine Schweizerin, die sich aus ästhetischen Gründen die Schamlippen verkleinern oder die Vagina verengen lässt.
      Das ist schon der Hammer! Traditionellle Genitalverstümmelung ist OK, weil sie die "Heiratschancen" erhöht. (für die arrangierte Ehe?)
      Aber nur, wenn volljährig.

      "Vagina verengen" ist ja mal richtig innovativ für "zunähen" *Brech*

      Die verletzte Person! Aber nur, wenn die Person weiblich ist! Bei Jungen dürfen die Heiratschancen (innerhalb der vorgesehenen Community) auch ungefragt erhöht werden. Durch traditionelle Genitalverstümmelung.

      Wie sagte Robert Koch einst? "Meine Herren, ich vergesse, dass ich in Europa bin!"
      Die freiwillige Selbstaufgabe mitteleuropäischer Werte.

      admin.ch/ch/d/gg/pc/documents/1738/Bericht.pdf
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Schweizer Käse:
      2.2.1.4Spezielle Fragen zur Strafbarkeit der Klitoridektomie ohne Entfernung der Klitoris (Typ Ia) und anderer Formen der Verstümmelung weiblicher Genitalien (Typ IV) nach Artikel 122 und Artikel 123 StGB Bei der Klitoridektomie ohne Entfernung der Klitoris (Typ Ia) und den Genitalverstümmelungen des Typs IV liegt nicht in jedem Fall eine schwere 16 Vgl. dazu Niggli/Berkemeier, a.a.O., S. 17. 9Körperverletzung nach Artikel 122 StGB vor. Eine schwere Körperverletzung dürfte jedoch immer vorliegen, wenn der Eingriff eine schwere Schädigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit im Sinne der Generalklausel nach Artikel 122 Absatz 3 StGB zur Folge hat. In jedem Fall dürfte aber bei einer Genitalverstümmelung der Typen Ia und IV eine von Amtes wegen zu verfolgende qualifizierte einfache Körperverletzung nach Artikel 123 Ziffer 2 StGB vorliegen: Einerseits bringt praktisch jeder Gegenstand, der dazu verwendet wird, an den weiblichen Genitalien zu schneiden, zu stechen, zu bohren, wegzuschaben usw. die Gefahr einer schweren Körperverletzung mit sich und gilt folglich als gefährlicher Gegenstand

      Wieso gibt es nur bei Verletzung der weiblichen Genitalien die Gefahr einer schweren Körperverletzung?
      Im Penis verlaufen Arterien und Venen und durch eine nicht sofort notoperierte Penisverletzung kann man sehr schnell verbluten!
      Das ist uns schon mit 17 in der Schule von einem Arzt im Rahmen eines 1. Hilfe-Kurses eingeschärft worden.

      Und "die Klitoris" wird bei GGM eh nie entfernt. Aber das alles können die "Experten" von der schweizerischen Kommission für Rechtsfragen natürlich nicht wissen.

      Beschneidungen mit Todesfolge


      Und dann - In einem Satz abgebürstet:


      Die Kommission hat zudem die Frage erörtert, ob mit der neuen Strafbestimmung auch die Verstümmelung der männlichen Genitalien, namentlich auch die in der jüdischen und muslimischen Tradition praktizierte Beschneidung von männlichen Neugeborenen bzw. Kleinkindern, erfasst werden sollte. Die Kommission will Artikel 122a E StGB nicht auf die Beschneidung der männlichen Genitalien ausdehnen, da sie diese nicht als problematisch erachtet.
      "Nicht problematisch". Mal ist die Eichel ab, mal der ganze Penis, mal ist der Junge tot. Oder das Gefühl ist weg. "Leitungswasser statt Sprudel" Kleiner SW-Röhrenfernseher statt HD-Digital-TV.

      Nicht problematisch. Par ordre du mufti
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Es kreist mir immer noch im Kopf herum:

      Eine Frau, die sich selbstbestimmt die Schamlippen von einem Arzt und sicherlich unter angemessener Anästhesie verkürzen lässt hat Anspruch auf Schmerzensgeld - ohne, dass der geringste Kunstfehler vorliegt - und ein Mann, der als Junge ungefragt und ohne Vorliegen einer medizinischen Notwendigkeit radikal beschnitten wurde - guckt in die Röhre.

      Geht noch mehr "double standards"? :wacko: :FP01 xD
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Selbstbestimmung wrote:

      Eine Frau, die sich selbstbestimmt die Schamlippen von einem Arzt und sicherlich unter angemessener Anästhesie verkürzen lässt hat Anspruch auf Schmerzensgeld - ohne, dass der geringste Kunstfehler vorliegt - und ein Mann, der als Junge ungefragt und ohne Vorliegen einer medizinischen Notwendigkeit radikal beschnitten wurde - guckt in die Röhre.
      So ist es. Besonders bemerkenswert an dem Vorfall ist die Tatsache, dass sich das Gerichtsverfahren bereits im Jahre 1984 (!) zugetragen hat. Die Gleichstellung in diesem Bereich hinkt mindestens 40 Jahre hinterher. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem die ersten §1631d-Opfer Klage einreichen. 2012 ist jetzt neun Jahre her, die ersten Betroffenen dürften also so langsam ins sexuell aktive Alter kommen und realisieren, was man ihnen angetan/genommen hat.
      Circumcision is sexual lobotomy
    • fsx100 wrote:

      Ich freue mich schon auf den Tag, an dem die ersten §1631d-Opfer Klage einreichen.
      Weiß nicht ob das ein freudenreicher Tag wird.

      Der Gesetzgeber hat mit dem 1631d definiert,, dass es im Normalfall gar keine Opfer gibt, dass die Vorhaut völlig verzichtbar ist. Außer, wenn z.B. die Amputation zur Masturbationserschwernis erfolgte (was natürlich alleine grenzdebiler Schwachsinn ist, denn wichsen tun sie alle, und die Motivation lässt sich nie nachweisen. Außerdem ist der körperliche Schaden unabhängig von der Motivation der Eltern)
      Und der Ethik(ver)rat hat auch grünes Licht gegeben. War ja auch entsprechend besetzt.

      Die normalen Gerichte sind durch den 1631d außen vor. Bliebe nur das BVerfG, und da hat die Politik längst die Weichen entsprechend gestellt. Ich sage nur: Harbarth, Radtke. Siehe auch das BVerfG-Urteil zum betäubungslosen Schlachten.
      Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher.

      Die Absegnung der Jungenverstümmelung durch ein feiges und ignorantes Verfassungsgericht wäre das letzte, was wir brauchen.
      Ähnlich wie in der Schweiz:


      Die Kommission will Artikel 122a E StGB nicht auf die Beschneidung der männlichen Genitalien ausdehnen, da sie diese nicht als problematisch erachtet.


      Ich fürchte, Deutschland wird in Sachen geschlechtliche Gleichberechtigung - auch für Kinder - und Recht auf körperliche Unversehrtheit - auch für Jungen - schändliches Schlusslicht in Europa werden. So eine Art Nordkorea der Kindrerrechte.

      Denn wir kennen doch alle die 2012er Totschlagargumente noch: "Ausgerechnet in Deutschland!" und "Angesichts der deutschen Geschichte"...

      Man kümmert sich hier lieber um Frauen, s.o.. Und selektiv um Mädchenverstümmelungen, die gar nicht vorkommen.
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • In der Versionshistorie des Artikels zur "Schamlippenverkleinerung" mischt auch ein "Prof. asoc. Dr. Stefan Gress" kräftig mit.

      Prof. Gress · Intimchirurgie · Vaginalstraffung · Schamlippenkorrektur
      Ja, ja, WP ist ja so neutral und ohne jeden "conflict of interests"... :thumbsup:
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Selbstbestimmung wrote:

      Ja, ja, WP ist ja so neutral und ohne jeden "conflict of interests"..
      Wenn jeder irgendwo mitmachen darf, muss halt irgendjemand die Neutralität gewährleisten. Verstümmelungsfans/Befürworter versuchen seit den Anfangstagen des Internets das Narrativ zum Thema Genitalverstümmelung zu manipulieren. Sogar schon zu Newsgroups-Zeiten hat ein gewisser Vernon G. Quantance eine Trollfarm angeführt, die bewusst Fehlinformationen zu dem Thema in die Welt gesetzt hat. Bei Wikipedia hat dann Jake H. Waskett das Ruder übernommen. Er wurde mittlerweile abgelöst und ist nicht mehr aktiv unter seinem ursprünglichen Nick. Die aktuellen Editoren des englischen Foreskin-Artikels hauen aber in die gleiche Kerbe. Man beachte besonders den Abschnitt "Sensitivity":


      Wikipedia wrote:

      The foreskin is specialized tissue that is packed with nerves and stretch receptors.[13] The foreskin contains Meissner's corpuscles, which are nerve endings involved in fine-touch sensitivity. Compared to other hairless skin areas on the body, the Meissner's index was highest in the finger tip (0.96) and lowest in the foreskin (0.28). The foreskin is the least sensitive hairless tissue of the body.
      Demnach ist die Vorhaut also weniger empfindsam als die Fingerspitzen. Interessanterweise widerspricht mir da so ziemlich jeder Besitzer einer Vorhaut. In den USA, wo der englischsprachige Artikel vermutlich am meisten gelesen wird, hat aber fast niemand mehr eine Vorhaut. Dort wird so ein Schwachsinn dann einfach geglaubt. Wenn ich mir vorstelle, dass sich frisch gebackene Eltern eines Jungen auf dieser Seite informieren und ihn dann verstümmeln lassen, wird mir schlecht.

      Noch besser ist das hier:


      Wikipedia wrote:

      Charles Darwin speculated that the sensitivity of the foreskin to fine touch might have served as an "early warning system" in our naked ancestors while it protected the glans from the intrusion of biting insects and parasites.[15]
      Sogar der gute alte Darwin wird von diesem Geschmeiß wieder rausgekramt. Die Nerven der Vorhaut sollen also ein Überbleibsel sein, dass ursprünglich mal dazu gedient hat, das Eindringen von Insekten in das Gemächt des Mannes fühlen zu können. Dass der Penis und insbesondere die Vorhaut ein Sexualorgan mit sexualsensorischen Fähigkeiten ist, passt diesen Herrschaften wohl nicht in den Kram.

      Man sollte mal überlegen, wie man diesen Leuten auf Wiki effektiv das Handwerk legen könnte. Es wird höchste Zeit für einen Gegenschlag.
      Circumcision is sexual lobotomy
    • Morris and Krieger wrote, "The variability in foreskin size is consistent with the foreskin being a vestigial structure.

      Klar, weil die keine mehr haben. Müssen sich das halt schönreden.

      Dass meine Vorhaut vestigial wäre, das wüsste ich aber! :D :D :D

      IN WP weiß ja auch eine Hand nicht, was die andere tut.

      Schaut man bei "vestigial structure" nach, steht da:

      In humans the vermiform appendix is a vestigial structure

      Und bei Appendix steht dann:

      The appendix used to be considered a vestigial organ, but this view has changed over the past decades.[1] Recent research suggests that the appendix may serve an important purpose. .

      Geil, wa? :thumbsup:

      Diese wichtige Struktur wurde mir, obwohl völlig gesund - geraubt. Die gesunden Mandeln auch. Die auch sehr viele wichtige Funktionen haben.

      Ja, "The appendix used to be considered a vestigial organ," und jahrzehntelang haben Chirurgen an der Entfernung des sog. "chronisch entzündeten" Appendix bestens verdient. Dessen Entfernung praktisch immer auf die Mutter des Kindes zurückging.
      "Mein Kind gedeiht nicht richtig! Da muss doch irgend ein "Störfaktor" sein!" :FP01

      fsx100 wrote:

      Man sollte mal überlegen, wie man diesen Leuten auf Wiki effektiv das Handwerk legen könnte.
      Wenn du das versuchst wird dir ganz schnell "das Handwerk gelegt". Die haben bei WP Protektion bis ganz nach oben. Bis hin zu einem Steward.

      Logisch, dass solche Lemmata dann voll POV sind.
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Charles Darwin speculated that the sensitivity of the foreskin to fine touch might have served as an "early warning system" in our naked ancestors while it protected the glans from the intrusion of biting insects and parasites.[15]


      Als Quelle wird angegeben:


      Darwin C (1859). The Origin of Species by Means of Natural Selection.
      Merkwürdig. Ich habe das mal durchsucht (gutenberg.org sei dank!) Weder praeputium noch prepuce noch foreskin noch penis scheint da aufzutauchen.

      Ob so etwas bei WP überhaupt gecheckt wird, wenn es in den Kram passt?

      Aber WP ist in der Hinsicht wirklich ein endloses Thema.
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Da ist zu drollig: da schreibt einer den Blödsinn vom anderen ab.

      Der unbekannte IP-Editor bei WP hat das offenbar von -na, wem schon - den einschlägig bekannten Jungenverstümmelungsfanatikern Brian J Morris,a John N Krieger,b and Jeffrey D Klausner abgekupfert.

      ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5478224/#B59


      Thus, speculation and outdated opinion pieces claiming special properties of the foreskin, such as in penile function and masturbation, should be viewed with skepticism. Perhaps sensitivity of the foreskin to fine touch (which activates Aβ, large diameter, myelinated nerve fibers) might have served as an “early warning system” in our naked upright forebears from the intrusion of biting insects and parasites while protecting the glans.
      "early warning system" ist als Zitat markiert

      Die geben als Quelle an:


      56. Morris BJ, Krieger JN.. Letter from Morris and Kriger Re: Examining penile sensitivity in neonatally circumcised and intact men using quantitative sensory testing: J.A. Bossio, C.F. Pukall and S.S. Steele J Urol 2016; 195:1848–1853. J Urol. 2016;196(6):1824–1825. 10.1016/j.juro.2016.05.127
      Nun schreibt sich der "Vorhaut-Krieger" :thumbsup: auf einmal ohne "e", aber egal.


      J Urol 2016; 195:1848–1853 wrote:

      To the Editor: We congratulate the authors for their new findings.......


      Bossio et al observed that the foreskin was more sensitive to touch (a
      finding that would have remained significant after Bonferroni correction). We suggest that the
      sensitivity of the foreskin to fine touch (which activates Ab, large diameter, myelinated nerve
      fibers) might have served as an “early warning system” in our naked upright forebears from
      biting insects and parasites, while protecting the glans.

      Respectfully,

      Brian J. Morris....

      and John N. Krieger

      Nee ist klar, Nerven haben natürlich nichts mit sexueller Empfindung zu tun (außer, sie sind in der Eichel)... :FP01
      Und Nerven als "Warnsystem" haben wir auf der gesamten Hautoberfläche, hat nichts mit nackt oder aufrecht zu tun.

      Das Zitat ist also nichts als eine alberne Spekulation von zwei bekannten Circumfetischisten.

      Aber der berühmte Wissenschaftler Charles Darwin ist natürlich eine viel reputablere Quelle als Schnippel-Morris.

      So läuft das bei Wikipedia: kommt irgend eine IP aus Kanada daher, schreibt da Blödsinn rein (das ist eine Zitatsfälschung, so etwas ist prinzipiell strafbar, aber die Nachfahren von Darwin werden wohl kaum klagen) und weil es den Seilschaften dort so schön in den Kram passt, bleibt das ewig stehen.

      Aber bei jedem BGM-kritischen Zitat wird die Quelle x-mal überprüft und gerne unter fadenscheinigen Gründen verworfen.


      Wo wir schon mal dabei sind, schauen wir uns doch mal den Eintrag über Emla an:

      en.wikipedia.org/wiki/Lidocaine/prilocaine

      Da steht:


      Circumcision
      Lidocaine/prilocaine eutectic mixture is used during circumcision in newborn boys and has been considered efficacious and safe to lessen pain from circumcision.[10]
      Aha?

      und die Quelle [10]?


      Taddio A, Ohlsson K, Ohlsson A (2000). Ohlsson A (ed.). "Lidocaine-prilocaine cream for analgesia during circumcision in newborn boys". The Cochrane Database of Systematic Reviews (2): CD000496. doi:10.1002/14651858.CD000496. PMID 10796371. (Retracted, see doi:10.1002/14651858.cd000496.pub2.

      Also keine gültige Quelle, aber das steht da seit vielen Jahren - weil es den WP-Manipulateuren so schön in den Kram passt.

      Und wir wissen auch, warum die Studie zurückgezogen wurde! :D
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Selbstbestimmung wrote:

      Da ist zu drollig: da schreibt einer den Blödsinn vom anderen ab.
      Man ist schon fast dazu geneigt, über solche Machenschaften zu schmunzeln, wenn es nicht so verdammt traurig wäre, dass durch solche Manipulationstechniken Jungen geschadet wird.
      Was man sich bei Morris und Krieger fragt: Glauben die eigentlich selbst den Mist, den sie von sich geben oder versuchen sie, bewusst die Öffentlichkeit zu täuschen?
      Alle beide wurden meines Wissens nach in der Kindheit verstümmelt. Sie haben somit beide eine Motivation, sich ihre Situation schön zu lügen.

      Beim zirkumsexuellen Morris würde ich eher auf bewusste Täuschung tippen. Zirkumfetischsten wollen ja, dass möglichst viele Jungen verstümmelt werden. Die männliche Genitalverstümmelung wollen sie normalisieren. Das sieht man ja auch oft daran, dass sie angeblich ganz viele beschnittene Freunde haben oder früher in der Schule die halbe Klasse angeblich beschnitten war.


      Selbstbestimmung wrote:

      Aber bei jedem BGM-kritischen Zitat wird die Quelle x-mal überprüft und gerne unter fadenscheinigen Gründen verworfen.
      Jo. Der Artikel zum gefurchten Band wurde ja auch gelöscht mit der Begründung, dass es für dessen Existenz keine Beweise gebe. Man hat sich dabei natürlich auch auf die Aussage von Morris gestützt. Taylors Arbeiten wären zu "biased" gewesen, außerdem würde nur Taylor diesen Begriff in seinen Arbeiten verwenden. Gut, dass 80% der männlichen Weltbevölkerung intakt ist und sich nur in die Hose fassen muss, um diesen Stuss von Wikipedia zu widerlegen.
      Circumcision is sexual lobotomy
    • Fällt mir nur noch gerade auf:

      Thus, speculation and outdated opinion pieces claiming special properties of the foreskin, such as in penile function and masturbation, should be viewed with skepticism.
      Klar, wenn man wie Morris, Krieger und Klausner keine Vorhaut mehr hat kann man nicht mal erahnen, wie nützlich und lustspendend die Vorhaut bei der Masturbation ist.
      Und Gleitmittel - völlig überflüssig!

      Weil Eltern im prüden viktorianischen 19. Jh. das auch klar war, haben sie diese "sündige" Haut ihren Söhnen dann wegschneiden lassen. Allerdings ohne dadurch die Masturbation verhindern zu können.

      Lt. der Studie von Laumann, Masi, and Zuckerman masturbieren vorhautlose Männer ja sogar signifikant häufiger.
      Vermutlich der selbe Effekt, wie wenn ein Raucher auf "Light"-Zigaretten umschwenkt, um seine Gesundheit zu schonen. Er raucht dann meistens einfach mehr Zigaretten.
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates
    • Selbstbestimmung wrote:

      Lt. der Studie von Laumann, Masi, and Zuckerman masturbieren vorhautlose Männer ja sogar signifikant häufiger.
      Vermutlich der selbe Effekt, wie wenn ein Raucher auf "Light"-Zigaretten umschwenkt, um seine Gesundheit zu schonen. Er raucht dann meistens einfach mehr Zigaretten.
      So ist es. Das ist wie ein Hunger, der nicht mehr gestillt werden kann. Der Mangel an Qualität muss dann mit Quantität kompensiert werden. Nach meinen Beobachtungen auf diversen Partnerportalen können sich durch MGM zwei Extreme herausbilden: Entweder ist es ständiger Hunger auf Sex, der sich in extremer Bedürftigkeit und Promiskuität äußern kann oder eine komplette Unlust bis hin zu Prüderie in sexuellen Belangen. In welche Richtung das Pendel schlägt, hängt wohl zum einen vom Restempfinden und zum anderen von der Libido ab, welche größtenteils hormonell gesteuert wird. Ich kann mich an einen früheren Bekannten erinnern, der sich immer über diese ganzen "Schlampen" in der schwulen Szene aufgeregt hat. So notgeil könnte man doch gar nicht sein. Außerdem wäre Sex eh total überbewertet in seinen Augen. Vor einigen Jahren hat sich dann herausgestellt, dass er beschnitten ist. Surprise, surprise.
      Circumcision is sexual lobotomy
    • Selbstbestimmung wrote:

      Ich sage nur: Harbarth, Radtke.
      Wobei, wenn die auch nur einen Funken Anstand haben müssten die sich im Falle des Falles für befangen erklären. Bzw., sie müssten für befangen erklärt werden.
      Trotzdem bin ich, was das BVerfG angeht leider nicht mehr so optimistisch. ;(

      Da kommt dann die Sache mit der "Staatsraison", "übergeordneten politischen Interessen", oder wie es Pinchas Goldschmidt formulierte "appealing to international economic and political interests". Hat ja in Dänemark auch funktioniert.
      Man darf nicht vergessen, dass jene Richter von eben den Parteien ausgekungelt wurden, die auch den Jungenentrechtungsparagraphen installiert haben. Die werden sich sicher nicht als undankbar für diesen hochrangigen Job erweisen.
      §1631d, die offene Wunde im Fleisch des Rechtsstaates