"Die Toleranz war vergebens, wenn die Glaubensgemeinschaften das Gesetz als ihr selbstverständliches Anrecht verstehen. Viel ist gewonnen, wenn die Religionsgemeinschaften erkennen und anerkennen, dass der säkulare Rechtsstaat bis an die Grenzen seines Selbstverständnisses gehen musste, um dieses Entgegenkommen zu ermöglichen. Geschieht dies nicht, so ist der Rechtsstaat nicht nur über den Schatten seiner Prinzipien gesprungen, sondern auch über die Dialektik seiner Toleranz gestolpert."
Bitte aufwachen, Herr Tiedemann. Wie entgegenkommend und verständnisvoll die Vertreter der Jüdische Glaubensgemeinschaft in D sind, erkennen wir grade prima an der Metzitzah b'Peh-Debatte.
Die jüdische Position hat sich keinen Millimeter bewegt. Das neue Gesetz wird als Blanko-Vollmacht verstanden, um so weiterzumachen bis bisher.