@Saimaa Den Beitrag kommentiere ich nicht, da er an Unsinn nicht zu überbieten ist. Eins sei dazu nur gesagt, es handelt sich hier nicht um eine rituelle Beschneidung sondern um eine hochgradige Phimose und damit medizinisch indiziert. Auch wird hier kein Druck ausgeübt, der Junge wollte es selbst, wird nur vom Vater daran gehindert.
@Rolf Ich habe nicht den ganzen Text hier von Anfang an gelesen, nur einige Bruchstücke. Es wurde aber irgendwo von dir selbst geschrieben, dass der Junge mit einer Operation einverstanden ist und auch von seinem Bruder bestärkt wird. Jetzt sagst du hier, dass es nicht so wäre und er froh ist, dass du es verhindern willst. Irgendwas stimmt hier nicht.
Es gibt natürlich Männer, die traumatisiert sind, weil sie als Kleinkind operiert wurden. Aber dein Sohn ist inzwischen kein Kleinkind mehr und kann diese Entscheidung jetzt selbst treffen. Egal wie sie aussehen mag. Wenn er keine Operation möchte, kann er das auch sagen und es muss akzeptiert werden. Seine Mutter wird ihn ja wohl nicht dazu zwingen, wenn er dagegen ist. Du versuchst doch hier auch ständig, dem Jungen einzureden, dass er dagegen sein soll. Jetzt kaufst du ein Buch dafür. Du akzeptierst offenbar nicht seine Entscheidung, willst ihn aber zu deiner Entscheidung drängen. Gleichzeitig behauptest du hier, dass die Mutter die Böse ist, die ihn zu etwas drängt. Das sieht für mich nicht wirklich so aus. Deine negativen Erfahrungen in allen Ehren, aber die darfst und kannst du nicht eins zu eins auf deinen Sohn übertragen.
Wie gesagt, dein Sohn ist kein kleinkind mehr. Er kann und muss selbst entscheiden und er weiß ja selbst am besten, ob er damit ein Problem hat oder nicht. Du kennst einen der einen Selbstmordversuch wegen einer Beschneidung gemacht hat, sagst aber selbst, dass nur er selbst den Zusammenhang sieht. Das lässt schon stark daran zweifeln, ob dies auch der wahre Grund ist. Aber das ist ein anderes Thema. Aber selbst wenn es der Grund gewesen sein sollte, so war es sicher nicht deshalb, weil er mit 12 Jahre selbstständig in eine Beschneidung wegen hochgradiger Phimose eingewilligt hat. Ist also für deinen Sohn völlig uninteressant, ebenso wie die Geschichten von den traumatisierten Männern, die wegen angeblicher Phimose beschnitten wurden. Dein Sohn ist alt genug und weiß ob es nötig ist oder nicht. Das weiß sogar nur er, bzw. kann nur er entscheiden. Darum würde ich an der Stelle von euch ( Dir und deiner Frau) einfach endlich mal den Sohn entscheiden lassen und seine Entscheidung akzeptieren, egal wie sie aussehen mag. Was ist daran denn so schwer. Offenbar ist der Junge ja nicht entwicklungsverzögert, zumindest hast du mal nicht gesagt, dass es so ist.
Das dein Sohn leidet, war nicht auf die Phimose bezogen, sondern darauf, dass ihr euch wegen ihm seit Jahren streitet und er darum nicht mehr darüber reden will. Er wird mehreren Ärzten und Gutachtern vorgestellt usw.
Du glaubst die Vorteile mit Vorhaut überwiegen den ewigen Streit um ihn? Das bezweifle ich nicht nur, dass kann auch nur dann funktionieren, wenn er später nicht beschnitten werden muss.
An das Kind kommt vermutlich niemand mehr so richtig ran, weil es sich verschließt. Eine Schutzreaktion, wie ich es bereits sagte. Ihr streitet euch, jeder will seine Meinung durchdrücken, niemand fragt wie das arme Kind die Sache sieht und jeder will über seinen Kopf hinweg eine Entscheidung.
2017 hatte er keine Meinung? Hat er die heute auch nicht? Wieso schriebst du hier, dass er es will und von seinem Bruder bestärkt wird, wenn er keine Meinung hat?
Das mit der Ironie war nur auf die ewige Dankbarkeit bezogen. Denn wenn er später dann in der Pubertät beschnitten werden muss, wird es für ihn noch viel schlimmer werden als wenn es jetzt wäre. Aber das soll er selbst entscheiden dürfen und nicht irgendwer von den Eltern. Das ist alles was mich daran stört. Der Junge wird übergangen und es wird hier noch gefeiert und unterstützt.
Was deine Befürchtungen für das Leiden des Kindes nach der OP betrifft, dass kannst du nicht vorhersehen. Ich wurde selbst beschnitten und kann dir aus meiner Erfahrung sagen, ich hatte absolut kein Problem mit Schmerzen. Ich hätte vorher gerne etwas mehr Aufklärung gehabt und nicht so als "Überraschung, du bist jetzt beschnitten und wir haben dir vorher nicht gesagt was gemacht wird".
Aber Schmerzen das ich keine Unterhose tragen konnte, oder mehrere Tage gelitten hätte, ganz ehrlich, das war nicht so. Ich war außer am OP Tag, immer schmerzfrei und konnte auch immer Unterhosen tragen. Von welchen Nachteilen sprichst du? Wieso mit der Partnerin?
Wie gesagt, wenn die Phimose noch in 1-2 Jahren besteht, beginnt für ihn ein Leidensdruck und er wird sich während der Pubertät operieren lassen müssen. Dann denkt er sich auch, hätte das damals nicht gemacht werden können. Darauf war das mit der Ironie bezogen, dass er dir dann dankbar wäre, dass du es verhindert hast. Aber das ist auch kein Problem, das kann man mit Unterstützung hinbekommen und auch dann noch machen, wenn es nötig wäre. Habt ihr denn wenigstens eine Salbe ausprobiert, ob man es dehnen kann? Du warst ja gegen Kortison, warum auch immer. Ich würde das auf jeden Fall jetzt probieren.
Aber zum Schluss noch einmal, lasst den Jungen eine Entscheidung treffen und akzeptiert sie, egal wie sie aussehen mag. Das ist das Beste was ihr machen könnt. Wenn sich der Streit noch 2 Jahre so hinzieht, ist seine ganze Kindheit verloren.
Ps: Der Junge leidet am wenigsten, wenn er die Entscheidung selbst getroffen hat, egal ob er dann in der Pubertät operiert werden muss, oder sofort. Er wird auch unter einer Beschneidung nicht leiden, wenn er sich selbst dafür entscheiden kann. Er leidet ja nur, weil ihr ihm eine Meinung aufdrängen wollt und darum redet er nicht mehr und verschließt sich. Das ist ein Warnsignal, ihr müsst damit aufhören.