Ich klinke mich kurz ein, denn die Person für die Urolüge gerade fragt bin ich.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Die Verjährungsfrist um meinen Beschneider zu verklagen läuft am 31.12.2017 um 24 Uhr ab. Ich habe bisher zwei Anwälte gehabt, der erste von Sommer 2015 bis Frühjahr 2016. Der hat ersten Email Verkehr mit der gegnerischen Versicherung geführt, hat dann aber das Mandat aus betrieblichen Gründen gekündigt. Danach habe ich eine andere Anwältin beauftragt, die wollte ein MDK Gutachten machen; hat das Sommer 2016 in Auftrag gegeben. Die vom MDK haben aber uns bis gegenwärtig zappeln lassen (oder die Anwältin hat sich hinhalten lassen, wie man es auslegt), jedenfalls hat ist bis dahin bis Herbst 2017 nichts passiert. Ich habe immer wieder nachgefragt (fast immer alle 2 Wochen) wie es steht und gefordert sie solle mehr druck machen oder wir suchen uns ein zweites Gleis, etc. Immer wieder haltlose versprechen von ihr, dass sie in X Tagen Neuigkeiten haben wird die so gut wie nie eingehalten wurden. Auch die Idee für ein Privatgutachten wurde von ihr erstmal beschwichtigt und sie wollte das auf später aufschieben. Jetzt Ende Juli 2017 wollte sie endlich mal n zweites Gleis einschlagen (nachdem ich sie dafür fast schon Terrorisieren musste) und sie weiterhin meinte das hätte aber noch Zeit sich mal nach über einem Jahr Funkstille an die Versicherung zu wenden. Dann hat sie nochmal vier Wochen gebraucht um ein schreiben an die Versicherung aufzusetzen und hat dann entgegen ihres Versprechens den Brief (ohne Einschreiben) einfach losgeschickt (angeblich ganz vergessen), ohne mich Korrekturlesen zu lassen. Der gleiche Brief lag 4 Wochen später angekokelt und geöffnet im Briefkasten der Kanzlei. (Da kann sich jetzt jeder seien eigene Meinung zu bilden) Dann habe ich endlich den Inhalt vom schreiben zu Gesicht bekommen, der mehr als 3. Klassig war im vergleich zu dem was ich vom ersten Anwalt gewöhnt war. Darauf habe ich den Text in stundenlanger Arbeit selber verbessert und ihr zugeschickt als Hilfe. Wir haben der Versicherung angeboten, ein Privatgutachten zu machen, an dessen Urteil sich beide Seiten verbindlich halten. Die haben aber nur abgelehnt mit der Begründung, dass die immer noch alle Vorwürfe für unbegründet halten, laut denen fing die dreijährige Verjährungsfrist schon 2003 an zu laufen, sodass es schon 2007 verjährt wäre. Verjährungseinredeverzicht wollen die auch nicht drauf eingehen.
Jetzt sind es weniger als 4 Wochen bis zur Verjährung und ich/wir haben NICHTS... Kein Gutachten, weder vom MDK noch von einem Privatgutachter, kein Einjährungseinredeverzicht und eine Klage die aufwendig vorbereitet werden muss, da hat sie noch nicht mit angefangen. Stattdessen will sie lieber nochmal an die Versicherung schreiben, in der Hoffnung das die einsehen, dass die Verjährungsfrist erst 2014 anfing zu laufen. Und dieses schreiben wurde auch noch nicht losgeschickt... Die Frau weiß seit Sommer 2016 dass sie bis Silvester diesen Jahres klagen muss, aber sie tut NIX, sitzt das alles aus und treibt mich damit emotional an den Rande der Verzweiflung, Gefühlte der Ohnmacht/Machtlosigkeit und Verzweiflung. Hätte ich das vorher gewusst... Aber n Anwaltswechsel ist auch teuer und so habe ich im Frühling davon abgesehen. Und jetzt ist es eigentlich auch unmöglich zu wechseln, so wenig Zeit, der alte Anwalt stellt dann kosten, der Informationstransfer muss erfolgen, das wäre dann schon der 3. Anwalt und und... Hätte ich die Frau Dr. Rosenke aus Bielefeld (ist nur 1 1/2h Autostunden entfernt) nur n paar Wochen eher kennengelernt wäre ich vielleicht zu der gegangen, aber vor nem Jahr habe war mir diese Distanz noch zu groß, mittlerweile wäre mir das egal gewesen...
Ich hätte auch nicht gedacht, dass das mit meiner Anwältin so schlimm wird, die weiß doch schließlich genau, was der blüht, wenn die die Verjährungsfrist verpennt. (Die Anwältin hat vor ein paar Tagen noch beteuert, dass sie optimistisch ist, bis Silvester die Klage einzureichen) Was noch schlimmer wäre, wenn die nur n haufen schrott einreicht (wir haben ja nichtmal n Gutachten), den die dann über Weihnachten zusammenschustert und dann noch Fristgerecht zum Landgericht vor Silvester schickt...
Und das alles obwohl ich eiegntlich aktuell n bisschen auf meine Gesundheit achten sollte, habe wegen dem ganzen Beschneidungstrauma, den quälereien durch meine Anwältin und beruflichen Stress mir n chronischen Tinnitus zugelegt... mit 20... Stattdessen ist der Anvendskalender gerade für mich n Countdown wie bei der tickenden Zeitbombe die bis Weihnachten/Silvester alles zunichte machen wird, an dem ich seit 4 Jahren meine Hoffnung auf Gerechtigkeit hineingesteckt habe.
Das Problem ist, im Gespräch ist die Dame immer sehr kompetent, aber sonst wird halt getrödelt...
Also wenn irgendjemand einen Rat oder Tipp hat, lasst es mich wissen...
Lg