Hier noch ein Video, von dem ich finde, dass man es sich als Ergänzung zu "Defamation" ansehen sollte:
http://www.youtube.com/watch?v=pkAlFrN4RGY
Darauf gekommen bin ich über diesen Artikel:
Hier noch ein Video, von dem ich finde, dass man es sich als Ergänzung zu "Defamation" ansehen sollte:
http://www.youtube.com/watch?v=pkAlFrN4RGY
Darauf gekommen bin ich über diesen Artikel:
Es stellt sich dann zwangsläufig die Frage, ob man Zustimmung/Ablehnung von Beschneidung als KO-Kriterium für die Wahlentscheidung nehmen will. Ich habe bei Wahlen schon immer das Gefühl, mich nur für das geringste Übel entscheiden zu können.
und offenbar einen enormen politischen Einfluss haben, wenn es darum geht, ihre Interessen durchzusetzen.
Genau das ist der Punkt, auf den ich hinauswollte. Ein paar Zeilen in irgendeinem Tagblatt schreiben zu lassen ist eine Sache, einen Bericht in die ARD Tagesthemen zu bekommen eine andere. Dazu muss man es schaffen, dass die mit einem Kamerateam antanzen und auch die Interviews waren mit SIcherheit vorbereitet. Es gibt Ereignisse, über die das öffentlich/rechtliche Fernsehen nicht hinwegsehen kann, sowas wie die Mini-Demo in Berlin muss ihnen aber extrem schmackhaft gemacht worden sein.
Gibt es evtl. auch die Möglichkeit nur die Hälfte der Vorhaut zu entfernen? Quasi als Kompromiss?
Ich weiss, dass man dadurch viele der Probleme nicht löst, aber es würde mich dennoch interessieren. Eigentlich ist dies eine medizinische Frage, aber ich fand diese Forumsüberschrift passender.Elho
EIne Debatte im Bundestag, wieviel Prozent der Vorhaut künftig entfernt werden dürfen, stelle ich mir durchaus interessant vor.
Spass beiseite, als Kompromiss könnte ich mir höchstens einen minimalen "Piekser" vorstellen, der aber - und darum geht es - keine bleibenden, körperlichen Folgen hinterlassen darf.
Gut, es steht also im Buch Mose.
Aber die Christen machen doch auch vieles nicht mehr so, wie es im alten Testament steht. Ich kenne mich nicht sehr gut mit der Bibel aus. Aber ich schätze mal, eine Gesellschaft, die nach den Regeln des AT leben würde, wäre nicht eine so freie und liberale wie die unsere, oder?
Worauf du einen lassen kannst ('tschuldigung).
Du darfst nicht den Fehler machen, in Religionen oder gar der Bibel etwas Logisches zu suchen, das führt zu nichts.
Hallo elho,
es gibt Juden, Muslime und Christen, die gegen die Bschneidung sind. Insofern beantwortet sich deine frage, ob man als Gläubiger gegen die Beschneidung sein "kann", eigentlich von selbst.
Zum Thema Toleranz: die Frage wie sich Gläubige (lt. ihrer Religion) gegenüber Andersgläubigen verhalten sollen, ist ungeklärt und wird i. d. R. weitestgehend den jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Für das individuelle Verhalten ist letztendlich immer die Persönlichkeit verantwortlich und nicht die Religion, die - das wissen wir alle - im Zweifelsfall entweder "zweitgemäß interpretiert" oder wörtlich genommen werden muss/kann/soll.
grüsse,
B.o.B.
Nein, ich will hier nicht den Blödsinn verzapfen, dass "das Judentum" die Welt beherrscht.
Aber das Medionecho auf die Demo in Berlin war schon merkwürdig, sogar die ARD Tagesthemen haben gestern darüber berichtet. Auf dem Nachrichtenportal von t-online ist zu lesen:
"Hunderte Demonstranten fordern Rechtssicherheit bei der Beschneidung"
Leicht erkennbar wird hier die Zahl der Demonstranten sprachlich überhöht. Dabei sind 300 bei einer Demo in einer Millionenstadt so gut wie nichts, ein Rohrkrepierer. Die Argumente der Beschneidungsgegener werden natürlich mit keinem Wort erwähnt. Was geht hier vor?
Auf Körperverletzung und Misshandlung (§83) steht in Ö max. 1 Jahr Haft. Demnach verjährt die Tat nach 3 Jahren. Ich fürchte daher, dass deine rechtlichen Möglichkeiten gleich null sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der…_Leib_und_Leben
http://de.wikipedia.org/wiki/Verj%C3%A…%96sterreich%29
Sehr guter Artikel, wird bei den Befürwortern aber wahrscheinlich als "Vulgärrationalismus" abgetan werden.
Gerade sogar ein Bericht in den Tagesthemen, mit Film (Thierse, Graumann dürfen auch was sagen).
"Wir lassen den Buben hoch und straff die Vorhaut entfernen, so wie es sich hygienisch gehört."
"Am besten kurz nach seinem ersten Samenerguss, kann mit 11 oder 14 Jahren sein. Da bekommt man nämlich die straffste Beschneidung hin. Ich habe meine beiden Jungen mit 13 Jahren high&tight beschneiden lassen.( Comco-Klemme )Das Frenulum habe ich auch total entfernen lassen. Sieht sehr hübsch aus, ist hygienischer und mit Verlaub die Jungen onanieren weniger. Und an alle Gutmenschen und Beschneidungsgegner bei mir wird das ohne Diskussion so gemacht und fertig."
*BOAHH-KOTZ*, ich fass' es nicht, da ja sind ja echt die Mega-Gestörten unterwegs. Beschneidungs-Faschisten!
Schon im 19. Jahrhundert nannte der in meiner Geburtsstadt Wiesbaden amtierende, berühmte Reformrabbiner Abraham Geiger die Beschneidung einen „barbarisch blutenden Akt“. Geiger, der 1874 starb, war einer der Begründer des liberalen Judentums, das von Deutschland aus die jüdische Welt eroberte.
Ja, und schon im 21. Jahrhundert bestehen auch die liberalen Juden (oder besser gesagt: deren Vorsteher), die eine Gijur immerhin zulassen, immer noch auf Beschneidung (wahlweise unter Vollnarkose). Den entsprechenden Link auf ihrer Homepage haben sie übrigens entfernt. Es ist ein Märchen, dass sich Relgionen - quasi einem Naturgesetz folgend - in Richtung "Progressivität" fortentwickeln. In Israel sind sogar die ultraorthodoxen wieder im Vormarsch.
Was mich bei solchen Artikeln immer stört. ist wenn in der Mehrzahl ("wir Juden") gesprochen wird, so als hätte man alle befragt.
Daher wirkt es umso erstaunlicher, dass auf so einem Flohzirkus der Bundestagsvizepräsident auftritt.
Die Auswanderungsdrohung kann ich nicht ernst nehmen. Erinnert mich an die Drohung der Wirte hier, bei Rauchverbot ihre Lokal schliessen zu müssen. Die Autoindustrie hat in den 80ern auch mit allem möglichen gedroht, wenn der Katalysator Pflicht wird. Unternhemen drohen ständig damit, ihren Standort ins Ausland verlagern zu müssen, wenn dieses oder jenes nicht nach ihrem Vorstellungen geschieht.
Ich werde jedenfalls ab sofort mit Auswanderung drohen, sollten in D Religionen auf Basis von aus der Bronzezeit stammenden Bräuchen Sonderrechte erwirken.
Naja Anna, deine Zitatesammlung in allen Ehren, aber da könnte ich LOCKER gegenhalten. MEMRI.TV ist da mit Aufzeichnungen von Fernsehsendungen der ANsprachen diverser Muftis sehr ergiebig. Und die Wortgewaltheit Nassers habe ich auch noch nicht ganz vergessen.
Der Zionismus war auf die Gründung eines jüdischen Staates gerichtet
Das ist eben genau das Problem. Aus Religion lässt sich eben buchstäblich kein Staat machen, weder ein jüdischer noch ein palästinensich/islamischer. Dazu sind die Widersprüche innerhalb der Religion und im Verhältnis untereinander zu groß. Solange beide Seiten glauben, "Gott" auf ihrer Seite zu haben und damit - ob sie es wollen oder nicht - diskriminieren, ist ein Streit um ein ohnehin schon schwieriges Problem, wie z. B. um ein Stück Niemandsland, unüberwindbar.
Merkwürdigerweise wird diese - für mich ziemlich plausible Überlegung - in der aktuellen Debatte aber völlig ausgeblendet. Das liegt wohl daran, dass man notorisch dazu neigt, die politisch/rechtlichen Komponenten der Religionen zu bagatellisieren/ignorieren und die "wertstiftenden" als für die Gesellschaft unverzichtbar darstellt.
Da dem Antisemitismus in hohem Maß rassistische Motive unterliegen und der Begriff Rassismus im Kontext der "Islamdebatte" ähnlich inflationär benutzt wird, möchte ich hier auf einen interessanten Text von Hartmut Krauss hinweisen:
Langsam frage ich mich, ob diese Religionsfunktionäre (Schmidt-Salomon hat sie ziemlich treffend als "Religioten" bezeichnet) wissen, was sie mit solchen Veröffentlichungen erreichen. Mit Sicherheit nicht das, was sie VORGEBEN erreichen zu wollen.