Beiträge von Lisa Menke

    Mein Glaubensbekenntnis ist Gott. Und auch mit ihm kann ich gegen die Beschneidung sein, dazu braucht es keinen Atheismus. Ich finde es zum Beispiel von der christlichen Gemeinde unmöglich sich für so eine Praktik in der heutigen Zeit auszusprechen. Ich war kurz davor deshalb auszutreten.

    Der Unterstellung des AJC in Sachen Antisemitismus in den Reihen der Kritiker muss ich auf das Schärfste widersprechen. In unserer pluralistischen Gesellschaft ist es Gang und gebe, miteinander in Toleranz zu leben. Daher werden wir auch keinen "Fremden"hass oder den unterstellten Antisemitismus tolerieren. Jedoch ist es in dieser Debatte so, dass die minimalen Bestandteile an "Fremden"hass, welchen es leider in unserer Gesellschaft wie auch anderen noch gibt, auf das Maximum reduziert wird, in die Debatte integriert wird und wir dann die Verantwortung unserer Vorväter tragen müssen in Form eines schlechten Gewissens. Man hat ein ständiges Schuldgefühl und das kann einfach nicht ihr Ernst sein? Es wird nicht geschaut wo sind die Leute die uns helfen. Nein, es wird geschaut, wo sind die die uns nicht helfen. Und da kommen wir dann von 1% der Gesellschaft auf die 100% auf die es maximiert wird. Wenn ihr uns nicht helft, seid ihr Antisemiten. Das ist der Kernpunkt des AJC. Und da entsteht sehr schnell ein falsches Bild einer Gesellschaft, welche sich seit Jahrzehnten für einen pluralistischen Staat aller Menschen einsetzt. Hier gibt es keine Unterschiede. Sie werden erschaffen. Erschaffen aus den Reihen des AJC.

    Toleranz hat auch in einer pluralistischen Gesellschaft ihre Grenzen. Sie endet nämlich da, wo die eigene Hand zum Schaden anderer führt. Und wir bezeichnen hier keinen als fremd. Dies ist ein Konstrukt aus den Reihen des AJC, welcher hier mit allen Mitteln, Keile in die Reihen der Gesellschaft treibt. Und dies ist unverantwortlich und eher dem Antisemitismus dienlich - als zur Bekämpfung.

    Weiterhin wird gerne damit geprahlt, dass ein Drittel der männlichen Weltbevölkerung beschnitten ist. Dann schauen sie sich doch bitte mal diese Welt an. Verrohung, Diskriminierung, verlorene Mitmenschlichkeit. Hier lassen sich sicher auch Parallelen ziehen, welche mit der Beschneidung eher Soldaten als Menschen schaffen. Die Desensibilisierung durch die Beschneidung ist gewollt und wir wissen aus medizinischer Sicht nicht, wie es sich auf die allgemeine Sensibilität und emotionale Stabilität des Menschen auswirkt, wenn Kindern solche Schmerzen zugefügt bekommen und ein Körperteil entfernt wird. Dies wirkt sich zudem Gesamtgesellschaftlich aus. Wollen sie verantwortlich dafür gemacht werden, wenn in naher Zukunft medizinische Fakten vorliegen, dass Operationen ohne Indikation die körperliche Entwicklung so sehr beeinträchtigen, dass emotionale Störungen auftreten? Diesen Schuh zieh ich mir nämlich nicht an. Dann wären wir wieder da wo wir begonnen haben den Antisemitismus zu bekämpfen. Eine traurige Entwicklung auf diesem Planeten und ein Versagen der Mitmenschlichkeit. Das darf und kann einfach nicht sein. Und da muss man wirklich die Religionen wachrütteln und sie in die Schranken weisen.

    Und zu der Aussage "die Beschneidung ist eine Aufarbeitung des Antisemitismus".

    Nochmal - Er wird in diese Debatte integriert. Er ist nicht vorhanden!

    So sehe ich das. Es handelt sich um eine Praktik welche wie lange, 4000 Jahre? praktiziert wird. Und nun soll auf einmal damit schluss sein? Niemanden hat es bisher interessiert. Was ist nur mit Deutschland los? Dieser üersteigerte Humanismus in einem Land mit so einer Vergangenheit, hat schon einen diversen Beigeschmack.

    Dem Ein oder Anderen, würde ein Gang in die Kirche sicher nicht schaden. Hier wird ein Stück Haut zum Heiligen Gral erklärt. Hey, es ist ein Stückchen Haut, ich weiss garnicht warum hier so ein Act aus diesem unnötigen Körperteil gemacht wird. Hygiene spielt schließlich auch eine Rolle. Vergesst das nicht.