Beiträge von Rudigems

    Es gehört eben zu meiner politischen Erfahrung, das die Argumente immer absurder werden, je mehr die wahre Intension (Absicht), verschleiert werden soll. Also, Herr Geis? was sind Ihre wirklichen Intensionen, einen solchen Stuss zu verbreiten? Könnte das etwas mit dem Euro und Europa zu tun haben?

    Grüße, Rudi Gems

    Zugegeben, zu der Beantwortung der Frage, bedarf es Spekulation, gesunden Menschenverstand, Sachkenntnis, Religionskenntnis und Geschichtskenntnis. Trotzdem, glaube ich, das ich das überzeugend rüber bringen kann.

    Schon in der Grundschule (Damals Ende der Fünfziger hieß das noch Volksschule) erzählte uns der Lehrer, über die Problematik der Beschneidung. Selbst das Wort Phimose, war gefallen. Allerdings das Wort Zirkumzision, ist mir erst seit ein paar Jahren bekannt.

    Schon damals, erzählte man uns, das es eine Krankheit bei Knaben gäbe, die sich Phimose (Vorhautverengung) nannte, und die vielen Männern, den Tod gebracht hätten. Um dies zu vermeiden, hätten die Juden, die Beschneidung eingeführt. Das war natürlich die Unwahrheit. Zu Zeiten, wo die Bibel (Thora, Altes Testament), geschrieben worden ist, hat es schon lange die Beschneidung gegeben. Das erkennt man auch daran, das dem Bibelschreiber, noch nichtmal mehr die wahre Ursache bekannt war, warum sie eingeführt worden ist, und er glaubhaft machen wollte, das es ein "Bund mit Gott" sein sollte. Selbst das ist zweifelhaft, weil man sich damals, noch nichtmal auf den Namen des Gottes einigen konnte. Einige nannten ihn El, andere nannten ihn JHVH.

    Wahrscheinlich gibt es Phimosen, solange es Menschen oder menschenähnliche Wesen gibt. Der Anfang der Beschneidungen, konnte aber erst erfolgen, nachdem es scharfe Werkzeuge gab. Also, bestenfalls in der Steinzeit. Bis dahin, sind viele Männer, an der Phimose, insbesondere der Vereiterung, die damit einherging, gestorben. So kamen damals, einige "Wissenschaftler", auf die Idee, diese Vorhaut vorsorglich zu entfernen. Am Anfang werden viele Knaben durch den Eingriff gestorben sein. Aber, es gab auch immer wieder Männer, die damit uralt geworden sind. Auch wird am Anfang, nur eine kleine Anzahl, von Knaben, beschnitten worden sein. Im Laufe der Jahrtausende, hat sich dann die Beschneidung, soweit etabliert und bewährt, das man dazu über ging, alle Knaben zu beschneiden. Offensichtlich, gab es Völker, wo man weitestgehend auf Beschneidung verzichten konnte, wie es Völker gab, die anfällig für die Phimose waren.

    So ist das aber nunmal mit religiösen Traditionen. Irgendwann, werden sie gemacht, ohne das man noch genau weis, welche Ursachen für ihre Entstehung verantwortlich sind. Heute, ist die Beschneidung, zu einem Ritual verkommen, die ihre Nützlichkeit, schon lange verloren hat. Aber, man sollte nicht beckmesserisch sein. Auch die Fortschritte in der Medizin, die eine Beschneidung überflüssig machen, dürften gerade mal 200 Jahre alt sein. Bis dahin, hatte die Beschneidung, durchaus noch ihren Sinn.

    Schade ist nur, das es so wenig Religiöse gibt, die sich ähnliche Gedanken machen können, wie ich sie hier dargestellt habe. Natürlich, kratzen solche Gedanken, an die Grundfesten einer Religion. Aber, kann die Angst vor Erkenntnissen, ein Grund dafür sein, sich wissenschaftlich nicht zu betätigen? Mir, wäre das zu wenig.

    Grüße, Rudi Gems

    Selbst Mohel geben zu, das es Ausnahmen bei der Beschneidung von Säuglingen gibt. Man brauchte also nur, die Ausnahmen zur Regel zu machen.

    Aber, es gibt weitere Unterschiede. Die sowjetischen Juden, sind teilweise bis heute noch nicht beschnitten. In einigen Gemeinden, wird die Beschneidung, durch einen kleinen Pikser ersetzt. Und sogar namhafte Juden, haben erklärt, das sie nicht beschnitten haben. Alle können und dürfen Juden bleiben. Zu behaupten, das Judentum in Deutschland nicht mehr möglich wäre, wenn nicht beschnitten wird, ist eindeutig eine Unwahrheit.

    Grüße Rudi Gems

    Das war ja nun ein eindeutiger Beitrag, der keine Fragen mehr offen lässt. Da ich schon als Säugling, beschnitten worden bin, hatte ich nie die Möglichkeit, Erfahrungen mit einem Unbeschnittenen zu machen. Bei der Beschreibung, von Nachher zu Vorher, kamen bei mir, aber durchaus Erinnerungen hoch, die mir meine damaligen Gefühle und Erlebnisse, besser verständlich machen. Nochmals Danke, für deinen Beitrag!


    Grüße, Rudi Gems

    Das ist mal wieder der klassische Fall, wo der komplette Text, kaum noch was mit der Überschrift zu tun hat.

    Natürlich haben Babies Schmerzen! Wer so einen Unsinn verbreitet, hat nicht die geringste Ahnung, und war noch nie Zeuge einer Beschneidung eines 8-tagealten Säuglings.

    Was mir aber hier in der Diskussion auffällt, ist die Aussortierung von "positiven Religionsbeiträgen". Man kann auch eine Selektion (Auslese), dadurch erreichen, das man alle wohlmeinenden Anmerkungen zulässt, und die Kritischen diffamiert (abwertet). Das ist keine faire Auseinandersetzung.

    Grüße, Rudi Gems

    Soweit ich das verstanden habe, scheint dieser Richter, doch durchaus, auf unserer Linie zu sein. Natürlich, geht diese Sache, nicht ohne Blessuren ab. Von alleine löst sich wohl gar nichts. Es bedarf schon dem Druck der Straße. Wir sollten gelassen, beharrlich bleiben. Je mehr ich mich aber in die Sache reinlese, kristalisiert sich offensichtlich immer mehr, das die Intelligenz, zu den Beschneidungsgegnern tendiert, während die Befürworter, immer mehr in die Dummheit abdriftet, sich auf einen Kampf, mit dem Rücken an der Wand, einstellt, und nur noch stereotype Sprüche, zum tausendsten Mal wiederholt. Das sollte doch Anlass zu Optimismus sein?

    Grüße, Rudi Gems

    Zitat

    ...... Werte von Freiheit, Vielfalt und Toleranz. Aber wenn wir beim Thema Toleranz sind: Wie sieht es damit in unserer Gesellschaft aus? Gerade in der Beschneidungsdebatte erkennen wir auf der Seite der Beschneidungsgegner zu oft einen unsensiblen und schlichtweg verantwortungslosen Ton. Denn: Wenn Juden und Muslimen lauthals vorgeworfen wird, sie würden mit dem Beschneidungsakt ihren Söhnen „sexuelle Gewalt“ antun und ihnen mutwillig Schmerz zufügen, wird ein Klima von Intoleranz und Ausgrenzung erzeugt......


    Diese Worte, zeigen doch das ganze Dilemma. Die Beschneidungsgegner, hätten.... siehe Zitat


    Zitat

    auf der Seite der Beschneidungsgegner zu oft einen unsensiblen und schlichtweg verantwortungslosen Ton


    Unsensibel und verantwortungslosen Ton? Man fasst es nicht. Man erwartet also, im Angesicht von Barbarei die schon die Qualität von Folter hat, an einem Säugling, Sensibilität und Verantwortung. Sowas dürfte doch an Zynismus, kaum zu überbieten sein? Lieber Herr Graumann! Wo bleibt denn ihre Sensibilität und Verantwortung, für Kinder und Säuglinge?


    Zitat

    wird ein Klima von Intoleranz und Ausgrenzung erzeugt


    So, so, wenn Menschen sich dagegen wehren, das Kinder misshandelt werden ,brutalst beschnitten werden, und Schmerzen erleiden, die sie bis zur Lethargie treiben, dann ist das Intoleranz und Ausgrenzung? Gehts noch? Toleranz für Verbrechen? Da können Sie bei mir, Herr Graumann, lange warten. Und Ausgrenzung? Wenn Menschen Verbrechen begehen, dann ist es ein ganz normaler Vorgang, das sie "ausgegrenzt" werden. Dann kommen sie vor Gericht, und müssen sich einem Strafverfahren stellen, und werden dann, möglicherweise, sogar mit Gefängnis bestraft. Das ist eine völlig normale Reaktion des Rechtsstaates, und hat mit Ausgrenzung gar nichts zu tun.

    Dieses schwere Verbrechen, was dem Rabiner angetan worden ist, ist nicht entschuldbar, und auch nicht relativierbar. Ich kann nur hoffen, das die Täter ein faires Gerichtsverfahren bekommen, und mit der Höchststrafe bestraft werden. Selbstverständlich liegt unsere Sympathie bei dem Opfer.

    Wenn hier aber versucht wird, anhand eines so schlimmen Verbrechens, andere, völlig Unbeteiligte mit ins Boot zu nehmen, um dummes Zeug von sich zu geben, muss ich das als Akt werten, den ich entschieden zurückweise. Wir Beschneidungsgegner, sind nicht unsensiebel und verantwortungslos. Im Gegenteil, wir entwickeln höchste Sensibilität und Verantwortung, für Säuglinge und Kinder. Und unsere Toleranz, bezieht sich zum Beispiel auf Religionen. Aber, unsere Toleranz, hört dort auf, wo Verbrechen begangen werden, und dann ist es uns völlig gleichgültig, welche Hobbies, solche Täter, sonst noch haben.

    Grüße, Rudi Gems

    Die Sache bleibt interessant. Man kämpft praktisch mit dem Rücken an der Wand. Ständig werden Argumente strapaziert, die längst von Fachleuten widerlegt sind. Insbesondere ist der politische Werdegang, woran der Ethik-Rat beteiligt ist, interessant. Leider hat man hier nicht die Möglichkeit, wie damals bei der Stop-Schild Aktion in Sachen Kinderporno, die Sache sang- und klanglos unter gehen zu lassen.

    Die Politiker, auch die Kanzlerin, hatten sich in einer überweltigenden Mehrheit, frühzeitig für die Beschneidung festgelegt, und merken nun, das sie in eine arge Zwangslage und Zwickmühle geraten sind. Hier rauszukommen, und trotzdem das Gesicht zu wahren, dürfte kaum gelingen. Dafür, wird auf beiden Seiten, zu verbissen gekämpft. Wie gesagt, es bleibt spannend.


    Grüße, Rudi Gems

    Nach euren Antworten, braucht man eigentlich nicht viel zu erzählen. Man kann sich eigentlich nur noch an die Birne fassen, bei soviel dummen Zeug, was dort angeblich von Ärzten stammen soll, und über den großen Teich, zu uns kommt. Man, man, die Ärzte, brauchten doch nur ins Internet zu sehen, um sich zu informieren. So dumm, kann man doch als Arzt gar nicht sein, um so ein dummes Zeug von sich zu geben.

    Alle Argumente, die ich in dem Beitrag gelesen habe, sind schon lange widerlegt. Gott sei Dank, wird in den Leserbriefen, auch Tacheles geschrieben. Bleibt also nur noch abzuwarten, ob sich der SPIEGEL, dazu durchringen kann, auch mal die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen?

    Grüße, Rudi Gems

    Es ist schon erstaunlich, wie sich Religiöse, immer nur auf Einzelteile der Mosesbücher berufen, ohne den Zusammenhang des Textes zu verstehen oder gar zu kennen, noch die Absichten zu verstehen, die hinter solchen Texten liegen. Problematisch wird es, wenn damit Erkenntnisresistenz (Erkenntnisverweigerung) einhergeht.

    Gott musste damals, für jeden gesellschaftlichen Schei..., herhalten, wenn man ihn anders nicht durchsetzen konnte. Die Beschneidungen, haben durchaus Sinn gemacht. Sie waren eine gesellschaftliche Konvention (Übereinkunft), um Schlimmeres zu verhindern, und waren nebenbei, viel älter, als die Mosesbücher. Allerdings, zu Zeiten der Mosesbücher, konnte noch keiner wissen, das ca. 1.500 Jahre später, eine Religion entstand, die sich heute Islam nennt. Wenn hier Kompetenzen (hervorragende Eignung), irgendwelchen Propheten zugestanden werden, dürfte es sich historisch gesehen, um einen infantilen (kindischen) Vorgang handeln.

    Grüße, Rudi Gems

    Dort im Süden der Republik, scheint man wohl völlig den Verstand zu verlieren. Da werden nun seit tausenden von Jahren, Verbrechen praktiziert, und dann erwartet man, das solche Verbrechen, auch noch legalisiert werden. So ein Schwachsinn, kann wirklich nur aus Religionen kommen. Was bin ich froh, das wir hier in Deutschland, Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Strafgesetz und Grundgesetz haben. Da können dann solche Schmierpänz, schreiben was sie wollen. Mal abwarten, was das Verfassungsgericht dazu schreiben und sagen wird? Ich bin jedenfalls, ganz optimistisch.


    Grüße, Rudi Gems

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    Beschnittene Penisse sind hygienischer

    Also, kurz nach der Beschneidung, ist jedenfalls das Problem der Hygiene, das größte Problem, das Komplikationen auslösen kann. Bei einem gesunden Knaben, ist die Hygiene, nicht das geringste Problem. Geschlechtsteile, haben alle und immer, wenn sie gesund sind, selbstreinigende Funktionen und Organe, die sie sauber halten. Mit Hygiene, kann man da nur schaden.

    Außerdem, stellt sich die Frage der Hygiene, eines Geschlechtsteiles eines Kindes, nur bedingt. Die Frage, wo Hygiene Bedeutung bekommt, stellt sich eh erst, wenn das Kind nicht mehr Kind ist, und zwar, ab dem 14. Geburtstag, wenn es sexualmündig ist. Dann kann es sich immer noch früh genug, selber entscheiden, ob es sich beschneiden will, oder nicht.


    Zitat


    Hygiene macht krank!


    Das lässt sich heute eindeutig beweisen. Hygiene am Geschlechtsteil, ist schädlich für die Sexualität. Das Unhygienische, wie z.B. Küssen, ist Teil der Sexualität. Natürlich ist durch unsere kulturelle Entwicklung, z.B. Kleider tragen, eine besondere Situation entstanden, die bestimmte hygienische Notwendigkeiten, erforderlich macht. Aber, dazu würde es völlig ausreichen, wenn das Geschlechtsteil, täglich, entweder mit klarem Wasser, oder mit einer milden Seife gewaschen wird. Alles andere ist schädlich. Und dabei ist es auch völlig egal, ob der Penis, eine Vorhaut hat, die man zurückziehen kann, oder ob sie abgeschnippelt worden ist. Auch die Behauptung, ein beschnittener Penis, wäre hygienischer, ist ein reiner Mythos.


    Grüße, Rudi Gems

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    Pro: Ein Verbot der Beschneidung würde die freie Religionsausübung einschränken


    Die Freiheit des Einzelnen, kann immer nur da anfangen, wo die Freiheit des Anderen aufhört. Warum sollte das bei Religionen anders sein? Bei der Beschneidung, geht es um ein Elternrecht. Eltern haben das Recht, ihr Kind zu erziehen. Sie haben aber kein Recht, ihrem Kind unnötig zu schaden. Damit haben sie auch nicht die Freiheit, ihrem Kind zu schaden.

    Auf der anderen Seite, hat aber das Kind ein Recht darauf, nicht geschädigt zu werden. Damit hat es aber auch die Freiheit, sich schadlos halten zu dürfen. Das heißt, das Kind darf zu nichts gezwungen werden, was es nicht will. Da man bei einer Beschneidung eines Kindes, eindeutig erkennen kann, das es gegen seinen Willen beschnitten wird, gibt es auch nur eine Freiheit, die bei einer Beschneidung in Gefahr gerät, und das ist die Freiheit des Kindes, die mit den Füßen getreten wird.

    Religionen, haben gar keine Freiheiten. Religion, ist ein abstrakter Begriff, der gar keine Freiheiten haben kann. Lediglich die Menschen in einer Religion, die einer Religion Gesichter geben, und sie mit Leben füllen, haben Freiheiten. Diesen Freiheiten sind enge Grenzen gesetzt. Sie müssen immer da aufhören, wo das Strafrecht beginnt und relevant (wichtig) wird. Eine Freiheit, Straftaten zu begehen, kann und darf es nicht geben, genausowenig wie es Sonderechte geben darf, Straftaten zu begehen oder anzuordnen.

    Die Beschneidung eines Kindes, verletzt also nur eine Freiheit, und das ist die des Kindes. Freiheiten für eine Religion, oder Eltern, eine Straftat zu begehen, und das wäre eine unerlaubte Beschneidung, gibt es nicht, und darf es nicht geben. Die Freiheit der Religion, ist also in keiner Weise in Gefahr, wenn Beschneidungen verboten werden. Beschneidung ist ein Privileg, oder ein Willkürrecht, was sich ertrotzt worden ist, aber mit Freiheit, hat es gar nichts zu tun. Die Beschneidung führt eindeutig in die Unfreiheit, und zwar in die des Opfers, des Kindes.

    Grüße, Rudi