Beiträge von R(h)einwein

    Der gemeinsame Feind ist der Atheismus. Deshalb muss der Mensch schon frühzeitig im Glauben "verwurzelt" werden. Der Islam ist dabei übrigens noch schneller als das Judentum: er spricht das Willkommensgebet gleich nach der Geburt. Wer weiss, was in den acht Tagen so alles passieren kann?

    Können die Kirchen nicht noch ein Brandzeichen auf der Stirn einführen, das den religiösen Besitz am Neugeborenen für alle Zeiten bestimmt und das zur Unterscheidung, welches (Gemeinde)-Schaf zu welcher (Priester-)Herde gehört. Ach so, die Brandkennzeichnung von Tieren soll ja abgeschafft werden. Ist dann wohl kein so guter Vorschlag. 8|

    "Noch heute ist der Einfluss der Juden zu groß." oder "Die Juden versuchen jetzt, aus dem Holocaust Vorteile zu ziehen."

    Diese Fragestellung halte ich nicht für sonderlich geeignet, um Antisemitismus nachzuweisen. Für Israel und einige jüdische organisationen kann man durchaus diesen Eindruck haben. "Die Juden" gibt es genau so wenig, wie "die Deutschen, Amerikaner, Araber, Palästinenser". Eine derart pauschalisierende Aussage ist erstmal nur schwachsinnig ist, da unrichtig. Ob sich dahinter Antisemitismus verbirgt, müsste wohl noch gesondert geprüft werden, der kann muss aber nicht dahinter stecken. Das ist die Problematik solcher Fragebögen: ob sie das auch messen, was sie zu messen vorgeben.

    Mein Freund war geschockt und ich mindestens genauso

    Ich habe auch schon Ärzte mit einem so guten Einfühlungsvermögen kennen gelernt, wie den Arzt Deines Freundes. Von denen muss man sich anschließend erst erholen. Trotzdem nicht entmutigen lassen.

    Hier Links zu Deinem Thema:

    Lichen sclerosus genitalis: Symptome, Diagnose, Therapie - eesom
    Naturheilkunde Forum - Aromatherapie, Heilpilze, Homopathie


    Du kannst auch mal bei Wikipedia unter Lichen Sclerosus nachlesen.

    Stimmt, das habe ich auch schon mal gehört. Das ist ja eine geniale Idee! ich habe schon von vielen gehört, dass sie bei Gelenksentzündungen auch Silberimplantate bekommen haben, das scheint unheimlich gut zu helfen. Weißt du, wie wir das dann anwenden müssen?
    Auf jeden Fall schon mal allerherzlichsten Dank für diese gute Idee! Ich bin so dankbar für jede Idee, die diese blöde OP verhindern könnte.

    Ihr solltet das mit einem guten Arzt Eures Vertrauens besprechen. Was ich über das Krankheitsbild weiß, handelt es sich wohl nicht um eine Infektionsfolge, der man mit Silber zu Leibe rücken kann. Eine Verschleppung könnte die Behandlung auch schwieriger machen.

    (welcome) Angsthäsin,

    so ängstlich erlebe ich Dich gar nicht. Du hast sogar sehr viel Mut, so offen zu schreiben. Auf jeden Fall ist es richtig, mehrere Ärzte zu fragen, um alternative Therapien oder wenigstens den geringst möglichen Eingriff zu erfahren. Ich denke, dass sich hier im Forum noch jemand melden wird, der Erfahrung damit hat.

    Dann würden die Strenggläubigen und ihre verängstigen Anhänger doch dorthin fahren, wo ihnen die Beschneidung nicht verboten wäre.

    Das lässt sich nicht verhindern, kann aber kein Grund für eine grundrechtsopportunistische Entscheidung sein. Bei uns ist Steuerhinterziehung ein Delikt. Andere Länder machen daraus ein Geschäftsmodell durch Beihilfe zur St.-hinterziehung. Bei uns ist das Schlagen seiner Ehefrau oder Kinder unter Strafe gestellt, was nicht in allen Ländern gilt. So ließe sich noch mehr aufzählen.

    Warum zum Hemker sind sich denn alle so einig, daß der Beschluß pro Beschneidung ausgeht?

    Weil die Politik die Machtfrage gestellt hat. Und im Vorfeld haben sich schon zu viele festgelegt. Die könnten nur mit größtem Gesichtsverlust umfallen. Die Erfahrung mit der Gesetzesmaschinerie sagt, dass die Sache weitgehend gelaufen ist. Zum Beispiel wurden ja auch die Fachleute im Rechtsausschuss sehr einseitig ausgewählt: die Befürworter kamen in erster Linie zu Wort und liefern die Alibis. Vielleicht gibt es noch kleinere Änderungen, aber die wesentlichen Grundzüge des Gesetzes sind vorgezeichnet. Damit hört die Diskussion aber nicht auf. Wir sollten uns schon für den "Tag danach" Gedanken machen.

    Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass manchen Gläubigen jeder Richtung die Beschneidungsdebatte wie gerufen gekommen ist, um sozusagen " zivilisationskritisch" einmal so richtig auf die "gottlose Moderne" einzuschlagen. Inbesondere Christen sind ja oft geradezu verängstigt angesichts der ungebrochenen Religiosität von Muslimen und Juden.
    Den Beschneidungskritikern wird ja oft vorgeworfen, die Beschneidungsdebatte nur als "Stellvertreterkrieg" für ihren allgemeinen Vulgärrationalismus zu benutzen. Frage ist aber, wer hier tatsächlich einen Stellvertreterkrieg führt.

    Sehr scharfsinnig analysiert! Danke. Du schreibst mir aus der Seele. Warum sonst schlagen sich die christlichen Kirchen auf die Seite der Beschneidungsbefürworter? Bischof Huber bezeichnete in seiner Predigt am Reformationstag die kindliche Beschneidung für die Christen als Sünde und verteidigte zugleich das Recht von Muslimen und Juden, ihre kleine Söhne zu beschneiden. So eine schizophrene Haltung lässt doch vermuten, dass da noch ein anderes Motiv als die Toleranz gegenüber religiösen Ritualen mitschwingt, nämlich die Gelegenheit zu nutzen alle diese säkularen, angeblich geschichtslosen und traditionsvergessenen, vulgären Figuren einmal in die Schranken zu weisen. Wahrlich sehr demokratisch und christlich gedacht. ("Du sollst nicht falsch Zeugnis reden .....")

    Aber wie könnte es denn dann deiner Meinung nach funktionieren?

    Der Constance-Turm in Aigues-Mortes diente zur Zeit der Hugenottenkriege als Frauengefängnis. Während viele Gefangene angesichts der unmenschlichen Haftbedingungen dem Protestantismus abschworen, ging Marie-Durand aus Ardèche als besonders standfeste Hugenottin in die Geschichte ein: 38 Jahre dauert ihre Gefangenschaft, in der sie das bis heute noch sichtbare Wort "resister" auf den Rand eines Rundfensters geritzt haben soll. Die Moral: Widerstand leisten gegen eine Aushöhlung von Menschen- und Grundrechten! Wenn der Bürger seine Rechte nicht verteidigt, wird es keiner für ihn tun. Wer Macht hat, neigt schnell zu einem Missbrauch. Deswegen ist Kontrolle notwendig. :thumbup:

    Ich habe im Lauf der letzten Jahre auch erhebliche Bedenken belommen zum großen Mix der Kulturen. Das kann meiner Meinung nach nur funktionieren, wenn alle die innerhalb einer Gesellschaft leben, sich über einen gemeinsamen Konsens einig sind: die der Grundrechte.

    Ich lerne immer wieder jüngere Menschen um die 20+ kennen, bei denen man landläufig von einem "Migrationshintergrund" spricht und die sich oft in einer für mich atemberaubenden Geschwindigkeit in unsere Gesellschaft eingelebt haben. Und zwar schon die in Deutschland geborene Kindergeneration. Das hängt wohl stark davon ab, in welcher Umgebung sie aufwachsen. Sehr oft ist die Integration mit schweren innerfamiliären Konflikten verbunden. Das macht mich durchaus (verhalten) optimistisch für die Zukunft. ("Verhalten optimistisch" deshalb, weil ich auch sehe, dass in Wohngegenden mit weit überwiegend zugezogenen Neubürgern leicht eine Abkapselung und die Pflege der alten Traditionen überwiegt.)