Das finde ich ganz toll!
Es ist eine Sache, sich für etwas einzusetzen, aber die eigene (leidvolle) Geschichte dafür zu nutzen, ist ein ziemlich großes Opfer in meinen Augen. Niemand ist so glaubwürdig wie die Betroffenen.
Beiträge von Ava
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Und ich finde, daß man es gerade ihm besonders hoch anrechnen muß diese Haltung zu vertreten: Steht er doch als Moslem UND Politiker im Gegensatz zur (vermeintlichen) Mehrheit.
Hut ab! (Statt Dings auf und Dings ab!) -
Ich denke nicht, daß ich falsch liege- aber ich werde die Überschrift ändern
Es ist eine Entgegnung auf die Stellungnahme derAAP, die ja wie im Artikel auch erwähnt wird, von anderen Fachgesellschaften kritisiert wird. Da Nature nur publiziert und nicht selber forscht, kann eine Stellungnahme nur in Form der Diskussion verschiedener Ansichten erfolgen.Ganz interessant finde ich übrigens die Rechnung, wieviel durch Beschneidung eingespart werden kann.
Man sollte mal ausrechnen, wieviel dadurch eingespart wird, daß jedes Jahr in den USA Kinder daran sterben: Nie mehr Impfung für sie, keine Hausarztbesuche.... Das läppert sich! -
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Daß manche Akteure nur noch die Hülle, aber nicht mehr den Kern des Rituals verteidigen, kann man auch daran sehen, daß ihre Argumente unabhängig von Zeit, Ort oder Inhalt der Kritik gleich bleiben:
"...Die Juden, die einst in diese Stadt flohen, weil sie frei sein wollten, stünden wohl bald vor der Wahl – entweder sie ziehen vor Gericht, praktizieren zivilen Ungehorsam oder wandern in einen der Nachbarstaaten aus. Das Editorial erschien am 12. September 2012 in der Tageszeitung „The New York Sun“. Es befasst sich mit „der größten Bedrohung für tiefreligiöse Juden“, ausgerechnet in New York, der größten jüdischen Stadt der Welt, ausgerechnet durch deren Oberbürgermeister Michael Bloomberg, einen Juden, und ausgerechnet beim Thema Beschneidung...."
Beschneidung in den USA - Glaube, Kinder, Eltern, Vorhaut | Cicero Online -
".... Es ging also nicht darum, herauszufinden, ob religiöse Beschneidungen im Konflikt zu Grundrechten stehen, sondern darum, sie zu legalisieren...."
Und daraus ergibt sich der(traurige) Rest.
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Die Bibel, die Beschneidung und eine Briefmarke
http://static-evangelisch.de/get/?daid=dff9…03008&dfid=i-01
Foto: epd-bild/Ruprecht Veigel/Entwurf:Annegret Ehmke
Sonderbriefmarke zum 200-jährigen Bestehen der Deutschen Bibelgesellschaft nach einem Entwurf von Annegret Ehmke. Die 85-Cent-Marke zeigt einen Ausschnitt aus einer historischen Luther-Bibel, in dem es um die Geburt Jesu geht. Zu lesen ist dort auch der Vers, der seine Beschneidung erwähnt. -
Dieses Ritual erwähnt auch die " Jüdische Allgemeine:
"...Ich wünsche mir einfach, dass alles gut geht“, sagt die Schwangere. Der Gedanke, dass ihr Neugeborenes beschnitten werde, mache sie sehr nervös. Dazu habe sie ein Problem mit manchen orthodoxen Riten. „Bei richtig traditionellen Brits nimmt der Mohel den Penis des Kindes in den Mund und saugt das Blut weg, das will ich in keinem Fall!“, ruft sie...."
Jüdische Allgemeine / Beschneider - Eine Frage des Vertrauens -
http://dradler-berlin.de/media/operation-beschneidung.pdf
Man gewinnt nicht den Eindruck,daß sie eine glühende Verfechterin des Ritual ist. Andererseits kritisiert sie es auch nur indirekt- etwas wenn sie erwähnt, daß die Fähigkeit zur Schmerzempfindung des Neugeborenen kontrovers diskutiert werde, der Eingriff für die Mutter eine psychische Belastung darstelle oder der operierte Penis "roh" aussehe.
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Genau das meine ich- für Menschen wie mich sind die Stolperfallen in juristischen Fragen vorprogrammiert. Ich KANN nicht juristisch argumentieren, ebenso werden andere Menschen Schwierigkeiten haben, gewisse biologische Sachverhalte richtig einzuordnen, soziologische Studien zu interpretieren.....
Deshalb würde ich es befürworten, daß Aktionen, die über Leserbriefe hinausgehen (und somit die Meinung Einzelner wiedergeben) miteinander zu besprechen - jeder sieht es eben aus einem anderen Blickwinkel.... -
Aha!
Es wäre nun mal interessant, wie man zu so unterschiedlichen Ansichten kommt- schließlich handelt es sich doch um das gleiche Betätigungsfeld...... -
"...Die Einwilligung der Eltern schließt die Rechtswidrigkeit des Eingriffs aus mit der Folge, dass lege artis vorgenommene Beschneidungen von Jungen nicht als Körperverletzung bestraft werden können und auch keine Schadensersatzpflicht auslösen....."
Damit ist nach meinem Rechtsverständnis( das zugegebenermaßen äußerst gering ist), der Arzt weitestgehend auf der sicheren Seite.
Ein Kindswohlgefährdung liegt nach dieser Auffassung nicht im Eingriff selbst( der als harmlos betrachtet wird und als Möglichkeit wie eine Impfung betrachtet wird), sondern in den Umständen: z.B. starke Gelbsucht des Neugeborenen oder wenn das Kind Bluter ist.
So wie ich das verstehe, kann man also nicht klagen, wenn es durch die OP zu einem Schaden kommt, der zu den Risiken dieser Operation zählt, sondern nur bei nicht lege artis ausgeführten OPs. -
Gelassen beschneiden - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Debatte - DIE WELT
"... Es mutet schon seltsam an, dass ausgerechnet viele dieser Kinderärzte ganz vorn mit dabei waren, als in der sommerlichen Beschneidungsdebatte die Entfernung der Penisvorhaut zum schwer traumatisierenden Akt erklärt wurde. Abzulehnen ist diese Rhetorik schon deshalb, weil damit der Traumabegriff weiter inflationiert wird, ..."
Aha! Traumata können hier nicht enstehen. Das bestreitet ja noch nicht mal die " Jüdische Allgemeine"....
Für wen ist denn der Begriff " Trauma" reserviert?Zitat
[*]Das amerikanischen System DSM-IV-TR sieht das Traumakriterium erfüllt, wenn die beiden folgenden Aspekte gleichzeitig vorliegen:„(1) die Person erfuhr, beobachtete oder war konfrontiert mit einem oder mehreren Ereignissen, die tatsächlichen oder drohenden Tod, tatsächliche oder drohende ernsthafte Körperverletzung oder eine Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit von einem selbst oder Anderen einschloss.
(2) die Reaktion der Person schloss starke Angst, Hilflosigkeit oder Grauen ein.
Hinweis: Bei Kindern kann sich das stattdessen in Form von desorganisiertem oder agitiertem Verhalten äußern.“Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
"...Darüber hinaus gerät man durch solche Dämonisierungen der Beschneidung in gefährliche Nähe alter Lügen, dass Juden kleine Kinder quälen würden..."
An dieser Stelle offenbart sich etwas: Minderheiten sind dann ein normaler Teil einer Gesellschaft, wenn sie eben keinen Sonderstatus haben, sondern so behandelt werden wie alle anderen auch- beurteilt nach dem, was sie sagen und tun. Umgekehrt würde sich nämlich auch keiner wünschen, daß die Gesellschaft die Augen verschließt, wenn jemand BENACHTEILIGT würde, weil er einer bestimmten Gruppe angehörte. Bleiben wir also besser bei den Fakten: Niemand hat behauptet, daß " die Juden Kinder quälten".Unbestritten ist jedoch, daß eine Beschneidung qualvoll ist- ganz unabhängig von der Religionszugehörigkeit der Eltern. Ich unterstelle hingegen, DASS jüdische Eltern ihre Kinder lieben und daß genau aus diesem Grund eine Änderung stattfinden sollte und KANN: Die Beschneidung ist ja nicht als sadististischer Akt von Seiten der Eltern konzipiert. In diesem Fall wäre eine Änderung nicht möglich und Dialog sinnlos.
"...Und was den Körper betrifft, so erkennt gerade das aufgeklärte Erfahrungswissen moderner Gesellschaften, dass die Beschneidung der Penisvorhaut bei sachgemäßer Durchführung keine körperlichen Folgeschäden verursacht..."
Nö! Lobotomie ist auch eine prima Operation.....war mal sehr modern und half gegen vieles: Kommunismus, Schizophrenie, Hyperaktivität....und wurde auch mal gerne ohne Einwilligung des Patienten zu seinem Wohl durchgeführt. Nicht immer so zimperlich!"...dass auch Rabbiner bei entsprechender Ausbildung die Beschneidung durchführen können. Dies befördert die Gelassenheit weiter, nach dem Motto: Ist schon in Ordnung, wenn ihr das macht, passt aber auf, dass nichts passiert...."
Liebe Kinder, das war natürlich nur ein Spaß- zuhause nicht nachmachen, das kann doch gefährlich werden...immer schön entspannt bleiben und zwischen Mittagessen und Kaffee und Kuchen schneiden wir eben ein bißchen am Penis rum....ganz relaxed"...Es ist nur ein schwacher Trost, dass jetzt immerhin eine Einsicht möglich wird: dass wir die geringen Probleme bei der Vorhautbeschneidung leicht lösen können, dass aber die gravierenden Probleme des Antiislamismus und Antisemitismus weiterhin präsent sind...."
Das sehe ich ganz anders: Neben vielen anderen Problemen gibt es leider Antiislamismus, Antisemitismus, das Problem der Beschneidung Minderjähriger und eine wachsende Anzahl intellektuell Herausgeforderter (sagt man so zu dämlichen Menschen?) in diesem Land.
Vom Dichtern und Denkern zu Duckmäusern und Doofen- es geht steil bergab! -
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http://www.swp.de/ulm/nachrichte…art4306,1650982
Mir fehlt nur ein Hinweis auf die möglichen Schäden.
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Jaja, wie ich anderweitig schon erwähnte: Es gibt für alles eIne Erklärung:
NDR.de, von Christian Baars und Angelika Henkel
Zitat“Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben: P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer Rute.” Das erklärt Wilfried Plock in einem Vortrag. Er berichtet, wie er einmal seine Kinder bestraft habe, nachdem sie Süßigkeiten aus einer fremden Wohnung gestohlen hätten: “Es war klar. Der Sohn bekommt zehn Schläge mit dem Stock auf den Po und die Tochter fünf. Und das haben wir gemacht und das hat beiden wehgetan. Das soll wehtun!” Der Vortrag war lange Zeit im Internet zu hören, wurde aber jetzt entfernt – nachdem der NDR Wilfried Plock dazu einige Fragen geschickt hatte.
“Praktische Ratschläge” für die “körperliche Züchtigung” -
Die spinnen, die...äh!
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Oder: Pecunia non olet.....