Dem schreib ich mal etwas Nettes! Man sollte ihm auch dazu gratulieren, daß er selbständig denken kann. Politik undGewissen müssen also keine Gegensätze sein.
Beiträge von Ava
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Wie ich schon schrieb: VERSTEHEN aufder menschlichen Ebene kann ich Herrn Daschner, aber da kann ich auch andere Menschen verstehen: z.B. Frau Bachmeier, die den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal erschoß.
Dennoch gibt es rechtsstaatliche Prinzipien, die unter allen Umständen unangetastet bleiben müssen und zu diesen Prinzipien gehört die körperliche Unversehrtheit. Das ist der Boden auf dem wir alle stehen.( So bedauerlich ich das in gewissen Fällen finde). Beginnen wir Ausnahmen zu definieren, ist die Büchse der Pandora geöffnet, weil alles, was dann folgt, nur noch subjektiven Einschätzungen unterliegt.
Wie schwer ist Landesverrat zu bewerten, was ist mit dringend Terrorverdächtigen, was mit potentiellen Päderasten, wer darf welche Gewalt ausüben? Polizisten? Alleine? Zu zweit? Soldaten? Privatleute in Notlagen? Darf man damit drohen? Und wenn ja, womit? Schlägen? Freiheitsentzug? Folter? Wieviel sind dann noch Geständnisse wert? Das Recht zu schweigen gibt es dann nicht mehr.....
Und nur von dem Standpunkt der absoluten Unantastbarkeit der körperlichen Integrität kann man Beschneidungen verbieten. Man einigt sich einfach darauf, daß es nichts geben kann, das damit konkurrieren könnte: keine Landesinteressen, keine Verbrechensaufklärung und auch der vermeintliche göttliche Wille nicht. -
Ich denke das hat mehrere Gründe.
Was man nicht vergessen darf, ist die Tatsache, daß "Emma" in einer gewissen Tradition steht und keinesfalls ideologisch neutral ist: Grob gesagt sind die Männer Täter und die Frauen Opfer. Häufig gehen dabei die Zwischentöne verloren und statt eines vernünftigen Miteinanders wird das Gegenteil dessen propagiert, was angeprangert wird. Ein Mann oder Junge als Opfer paßt da nicht gut ins Bild.
Es ist die Sorge mit den eigenen Anliegen "zu kurz" zu kommen.
Was viele dieser Vertreterinnen bis heute nicht verstanden haben ist, daß man durchaus gleichzeitig einen qualifizierten Job, rasierte Beine und eine Tochter mit rosa Kinderzimmer und Puppen haben kann, der man den Umgang mit der Bohrmaschine erklärt. Trotzdem darf der Partner selbstverständlich weiterhin Fußball schauen, Kochen und manchmal auch beim Sex oben liegen .
Wenn man das begriffen hat, kann man zu Schritt 2 übergehen und anerkennen, daß Genitalverstümmelung bei Menschen(!) Unrecht ist. -
Ist vielleicht nicht frauenspezifisch genug.
Zitat"...Seleks Buch kritisierte auch die Beschneidung von Jungen, für konservative Muslime eine Pflicht. Für Selek ist der aufwendig inszenierte Akt, bei denen die kleinen Jungen als Prinzen ausstaffiert werden, eine fatale Überhöhung von Männlichkeit...."
Aus der derzeitigen Emmaausgabe, ein Bericht über P. Selek.
Sonst habe ich nichts gefunden. -
Versuch es mal auf diesem Weg. Vielleicht zieht ja das Argument, daß auch Frauen leiden.
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Dein Beitrag erinnert mich wieder an etwas und zwar an den Fall Daschner:
Dieser Mann ist für die bloße ANDROHUNG von körperlicher Gewalt (in der Funktion seines Amtes) vor Gericht gekommen, weil er hoffte, auf diesem Weg etwas über den Verbleib des Kindes zu erfahren.
Menschlich mag dieses Verhalten allzu verständlich sein, aber ein Rechtsstaat kann es sich unter KEINEN Umständen erlauben, die körperliche Integrität eines Menschen zu verletzen und noch nicht einmal damit zu drohen.
Wenn das Recht auf körperliche Unversehrtheit einerseits als so hoch eingestuft wird, wie kann es dann zu einem solchen " Beschneidungsgesetz" kommen?
Man fragt sich langsam, ob einige Politiker nicht aus Unwissen, sondern aus einer rassistischen empathielosen Haltung heraus, die Praktik befürworten: "Lassen wir sie gewähren.....mit IHREN Kindern können sie machen, was sie wollen, Klagemöglichkeiten schließen wir aus, denn wenn die das so wollen, sind sie selber schuld wenn etwas passiert. Was gehen uns deren Kinder an?!" -
Tja, Wissen ist Macht!
Ich kenne eine Möglichkeit um eine HIV Ansteckung viel wirksamer zu bekämpfen: Kondome!
Mal ganz nebenbei: Wieso wird ständig über Aids in diesem Zusammenhang gesprochen? Seit wann haben Kinder Sex? Und warum ist das gerade ein Thema bei Religiösen? Ich dachte immer, Sex sei nur innerhalb der Ehe erlaubt und Monogamie sei obligat.
Zu dem Rest braucht man wohl nichts zu sagen. Unappetitlich. -
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Zitat
"...Selbstbewusstsein und Selbstgefühl sind zweierlei, und das letztere hat körperlich mit der nervlichen Verfassung zu tun...."
Was meinst du mit "nervlicher Verfassung"?
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Zitat
"Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen hat die erste Hürde im Bundesrat genommen."
Syntaxfehler.
Der von Juden und Moslems vorgelegte Gesetzesentwurf zur Beschneidung von Jungen hat bei der Bundesregierung und im Bundesrat die erste Hürde genommen. -
dass auch der Umgang mit seinem Körper von Anfang von der Gesellschaft geprägt wird.
Ja, man kann alles auf die Spitze treiben und am Ende ist es sinnentstellt. Das Kind einer Alkoholikerin wird auch schon pränatal geprägt. Ist das gut?! Hat dieses Kind kein Recht auf eine Sozialisation durch seine Eltern und das soziale Umfeld? Dann ist es eben grenzdebil, aber wo steht, daß es später selber trinken muß?!
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Ich würde gern wissen, wie wohl ein gläubiger Jude auf solche Predigt reagiert...
Sie werden sich beleidigt oder verletzt fühlen- zu Recht, wie ich finde. Das, was er sagt, ist nicht anderes als: Weil sie das Falsche glauben, tun sie das Falsche, aber man muß sie gewähren lassen, weil in ihrem falschen Glauben die Tat richtig ist.
Eine philanthropische Variante wäre: Der Glaube ist richtig, die Tat falsch.
Reaktionäres scheint seit ein paar Jahren in konservativ katholischen Kreisen in Mode zu kommen....zurück zu den Wurzeln?......Man denke an die Piusbruderschaft oder die Karfreitagsfürbittenänderung, die von Homolka so kommentiert wurde:Zitat".......denn die umstrittene Karfreitagsfürbitte lässt die besondere Stellung des Judentums als Gottes Volk völlig außer Acht. Gott hat uns Juden zum 'Licht unter den Völkern' berufen, wir haben also sicher nicht die Erleuchtung durch die katholische Kirche nötig. Da vergreift sich die jüngere Schwester schwer im Ton.“
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Keine Ahnung, wo und ob es das gibt- aber ich bestreite, daß das heute in Deutschland möglich wäre. Man braucht auch sonst eine Menge Dinge nicht zwingend: Ohrläppchen, Fingernägel, Haare....
Und in letzter Konsequenz braucht man auch keine Beine. Dennoch bin ich entschieden dafür, den jeweiligen Besitzer entscheiden zu lassen, was von ihm im Klinikmüll entsorgt wird. Das ist schon ein Unterschied zu " mit Ledersitzen, aber ohne Klimaanlage".- -
Zitat
"....Wenn wir sagen, dass Menschen an jeder Hand fünf Finger haben, dann meinen wir, dass es zur Konstitution »des Menschen« gehört, fünf Finger an jeder Hand zu haben, was Ärzte dazu befugt, knorpelige Auswüchse, mit denen viele Babys geboren werden und die aussehen wie ein sechster Finger, zu entfernen, ohne befürchten zu müssen, vom Gesetz belangt zu werden. Der natürliche Leib ist mithin keine Tatsache, die man sich auf ewig sichern könnte, sondern eine Norm, die sich mit der Zeit wandelt...."
Einer von uns beiden ist doof- er oder ich. Was ist das für ein gequirlter Mist?
Ja, Menschen haben 5 Finger an jeder Hand( im Durchschnitt etwas weniger). Das ist eine biologische Tatsache. Eine ebensolche Tatsache ist, daß männliche Neugeborene eine Vorhaut haben.
Was meint er nur mit der sich wandelnden Norm? Daß es irgendwann " in" sein wird, seinen Kindern auch einen Finger zu amputieren?Zitat"...Denn mit »natürlichem Leib« meinen wir ja nicht den Körper, so wie ihn »die Natur« uns bei der Geburt darbietet..."
Doch! Genau so meine ich das! Wenn ich das nicht meinen würde, hätte ich auch nichts gegen "somatische Spiritualität" bei Mädchen.
Zitat"...Die Prognose ist wohl richtig, nur warum kommt in dieser kleinen Erzählung dieser Brauch nach Deutschland? Hätte er nicht ebenso gut in Deutschland entstehen können?.."
Nein, hätte er nicht. Der erste, der das nämlich getan hätte, wäre sehr schnell verurteilt worden. "...Erst wenn die Beschneidung als deutsche Praktik anerkannt wird, kann die Debatte über ihre Einschränkung offen und ehrlich verlaufen..."
Das ist ja jetzt wirklich absurd! WER behauptet denn immer, daß man als Volk keine Belehrungen über die Behandlung von Kindern bräuchte und keine deutsche Rechtsprechung um zu wissen, was zu tun sei?!
Wir sind es doch immer, die dafür plädieren, daß alle gleiche Rechte und Pflichten haben sollten.....
Ein richtig dämlicher Artikel! -
Hände nicht vergessen... Sonst!.........
Dabei fällt mir ein: fehlt in der Geschichte vom Struwelpeter nicht etwas?! -
Na, dann: Gratulation!
Und immer schön waschen, sonst müssen wir schneiden! -
Lagodinsky kennt niemanden, der den Ritus in Frage stellt?
Zeigt, wie eng sein Gesichtsfeld ist....
Besonders interessant fand ich, daß "Säkulare das Recht hätten, nicht religiös zu sein".
Mir stockte der Atem! Das findet wirklich Erwähnung?! Es mag aus seiner Sicht eine äußerst liberale, wahrscheinlich eine fast obzöne Aussage sein, für mich ist es eine Frechheit!
Wir leben nämlich keineswegs in einer Theokratie, die-um sich einen fortschrittlichen Anstrich zu geben- ein paar Atheisten toleriert.
Nein, so ist das nicht...... Kenner wissen, daß wir in einem säkularen Rechtsstaat leben. Zugegebenermaßen ist das in jüngerer Zeit schwer zu erkennen, da mittlerweile Gesetze von der Bundeskanzlerin versprochen werden und religiöse Lobbygruppen maßgeschneiderte Lösungen für ihre speziellen verfassungswidrigen Bedürfnisse verlangen und bekommen....
Als fast zynisch kann man die Aussage bezeichnen, daß Kinder im Alter von 14 ihre Religion frei wählen können- NACH der Beschneidung.
" Niemand wird durch eine Beschneidung zum Behinderten verstümmelt."
Aha! Zu was denn dann?! Wie heißt es so schön: Behindert ist man nicht, behindert wird man.
Oder wie nennt man das, wenn man plötzlich gesundheitliche Probleme durch eine unnötige Operation hat?! -
Zitat
"...sagte, dass Menschen ein Recht auf die freie Ausübung ihrer Religion hätten – und dass auch der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen für „das Recht des Kindes auf religiöse Sozialisation“ eintrete. Zu dieser Sozialisation gehöre auch das Ritual der Beschneidung...."
Den Teil mit der Beschneidung hat er wohl dazu gedichtet. Ich unterstelle Afrikanern, die ihre Mädchen beschneiden, auch nicht per se schlechte Menschen zu sein, aber ich maße es mir an, sie durch meine Kritik an ihrem Ritual " tief zu verstören".
Derjenige, der hier zweierlei Maß anlegt, ist er: Körperliche Eingriffe, die seinen Geschmack treffen und seiner religiösen Einstellung entsprechen( nebenbei: Was für ein Wahn- Operationen für Gott!), sind zu tolerieren, die anderen sind sind verwerflich......
Wenn wir das nämlich mal ganz wertfrei betrachten, so stellt sich die Frage, warum es so verwerflich ist, Frauen einen Teil ihres Körpers zu nehmen, sie zu " unterwerfen" und es andererseits in Ordnung ist, Jungen einen Teil ihres Körpers zu nehmen, weil" Gott es will". Wer entscheidet denn moralisch, welcher Zweck gut und welcher schlecht ist? Herr Bielefeld? Ist er "moralischer" als die Afrikaner? Warum? Weil er Christ ist? Weil er Europäer ist?!Zitat"...Der Vorwurf, dass wir unsere Kinder quälen, trifft jüdische Väter und jüdische Mütter mitten ins Herz hinein.“ ...."
Da ist man doch glatt versucht zu sagen:" Dann laßt es doch einfach sein!"
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Das sind die Menschen, die Eltern oder Pädogogen werden, weil sie dann über jemanden bestimmen können.