Beiträge von Suchende

    Liebes Forum,
    für Fragen zur Konferenz Genital Autonomy soll man ja zunächst mal die Organisatoren bei intaktiv e.V. anschreiben, aber mir persönlich würde es die Planungen und Buchungen erleichtern, wenn ich dabei im Austausch mit anderen bin, die auch zu (am besten beiden Veranstaltungen:) Demo und Konferenz kommen wollen.Also mal zu lesen, wie andere das machen. Außerdem habe ich mittlerweile das Gefühl,das ich mich mit meinen Buchungen beeilen sollte. Ich habe auch schon lange nichts Vergleichbares mehr unternommen. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn jemand Fragen von mir beantworten kann oder von seinen eigenen Plänen erzählt.

    Fragen:
    kann man den Shuttle-Bus Frankfurt-Köln-Frankfurt auch nur für die Fahrt von der Demo in Köln nach Frankfurt buchen? Auf der Seite mit den Konferenz-Informationen (event.brite...) habe ich nur das Angebot für die Fahrt von Frankfurt nach Köln und wieder zurück gefunden.

    bietet vielleicht jemand eine Mitfahrgelegenheit von Berlin mit Zwischenhalt zur Demo in Köln und dann nach Frankfurt an???

    Soweit meine Fragen mit Bezug zu meiner eigenen Planung. Des weiteren würde mich interessieren, ob ihr alle entweder im Haus der Jugend oder im Hotel Fleming wohnt oder ob ihr andere Lösungen gefunden habt. Ich suche gerade ein Zimmer zur Untermiete in der Nähe vom Haus der Jugend, damit ich nachts billig und alleine schlafe aber die Tage ganz mit den Konferenzteilnehmer/innen verbringen kann.

    Zunächst mal hat Frau Deusel etwas verloren: ihre Position als Gemeinderabbinerin. Das bedeutet einen Verlust an sozialer Anerkennung und Einbindung in ein soziales Netzwerk, das bislang ihre Ziele unterstützt haben dürfte, dazu kommt vielleicht noch eine Belastung durch weniger finanzielle Einnahmen.

    Lieber frencut,
    ich denke gerade nach über deine Bemerkung:
    ZITAT
    "leider kann ich selbst recht gut einschätzen, wann mein kommen zu früh ist und wann nicht...

    wenn es schon nach ein paar stössen passiert ist es meiner meinung nach zu früh und liegt an mir"

    Grundsätzlich finde ich halt, dass gemeinsame sexuelle Freuden ein Gemeinschaftswerk von zwei Personen darstellt, wo jede(r) sich auf den anderen einstellen muss und man sich auf einer gemeinsamen Ebene finden muss. Und es braucht vielleicht auch mal Zeit und Kreativität, um sich in diesem Bereich zu erweitern. Mal könnte vielleicht Vorspiel helfen, mal ist es vielleicht mehr ein Problem auf der Gefühls- oder Beziehungsebene. Auch wenn ich nicht sehr viel konkretes dazu schreiben kann, bin ich überzeugt davon, dass man die gemeinsame Ebene sehen muss und nicht alle Verantwortung auf einen Partner schieben darf.

    Dabei kommt es sicherlich vor, dass bei einem Partner das Problem, sich im Timing anzupassen, größer ist als beim anderen. Und mag sein, dass dahinter steht, dass psychisch oder körperlich etwas nicht so funktioniert, wie es normalerweise der Fall ist. Ich glaube allerdings nicht, dass das bei dir der Fall war, als du zu schnell gekommen bist. Es ist auch nicht immer wichtig, diese Frage aufzuklären.

    Ich meine halt, du darfst grundsätzlich zu deinem Körper stehen und das Positive daran sehen.

    Du siehst ja Überlegungen, das Frenulum noch weiter weg operieren zu lassen, skeptisch, weil es soviele Nervenzellen enthält. Es gibt eine Untersuchung (von Sorell oder so), die das bestätigt, und ich habe ein paar Erfahrungsberichte von Männern gelesen, die dasselbe besagen.

    Deine andere Frage, ob man jetzt operativ Frenulum und Eichel wieder neu verbinden kann, möchte ich an dieser Stelle hervorheben - vielleicht gibt es hier noch einen Mann, der damit Erfahrung hat.

    Vielleicht helfen dir ja auch die anderen Tips hier über sanftere Methoden, um den Zustand des Frenulums zu verbessern. Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

    als Pfarrer sollte er sich ja wohl der Menschenwürde verpflichtet fühlen. Und auch die Auseinandersetzung mit den über Beschneidung bekannten Fakten war ihm zuzumuten, denn das moderne Theologiestudium ist generell wissenschaftlich orientiert. Zur Arbeit eines Pfarrers dürfte es auch gehören, sich bei Konflikten in der Gemeinde die Erfahrungsberichte der unmittelbar Betroffenen anzuhören --> es gab in 2012 genug Zeugnisse von Männern, die ihre Beschneidung leidvoll erlebt hatten.
    Diesen Bundespräsidenten finde ich unter mehreren Gesichtspunkten äußerst problematisch, aber das wäre off-topic.

    Hallo,
    kann sich zufällig jemand an einen Beitrag erinnern, den ich gerade suche? Es ging um eine dänische Fernsehsendung, in der ein Mann seine Eltern aufsuchte und sie fragte, ob sie ihm seine Vorhaut zurückgeben können. Der Beitrag müsste so in der Zeit von Dezember bis April 2013 gepostet worden sein.
    Wäre sehr freundlich, wenn mir jemand schreiben kann, in welchem Forum dieser Beitrag kam.

    Also Schwarzer hatte ihr unsägliches Schreiben vom Netz genommen. Und irgendwann nach 2012 hörte oder las ich vom Zentralrat der Ex-Muslime nichts Neues mehr zu dem Thema. Und da Schwarzer und die Ex-Muslime anscheinend zum Teil ähnliche Themen und Ziele haben oder in ähnlichen sozialen "Szenen" auftreten*, habe ich mir überlegt, dass sie sich damals mit ihren gegenläufigen Statements über MGM ins Gehege kamen und dann übereinkamen, beidseitig die Klappe zu halten.
    *(Beispiel Necla Kelek: klare Worte gegen de Beschneidung von Jungen, klar die Forderung, MENSCHEN-rechte zur Leitlinie der Gesellschaft zu machen, aber sie wird häufig als Frauenrechtlerin bezeichnet)
    Ist aber nur eine Theorie. Schwarzer hat damals sicher von mehreren Seiten Kritik gehört. Vielleicht haben die vom Zentralrat der Ex-Muslime erstmal Kräfte gesammelt und werden jetzt in der Humanistischen Partei loslegen ...
    Träumen darf ich ja noch ;)
    Oder ist das zu bequem gedacht und ich sollte mal selbst etwas in der Öffentlichkeit gegen die MGM tun :D

    Hoffentlich werden sie dann auch so konsequent sein und die komplette körperliche Unversehrtheit auch für Jungen verlangen!
    Ich hoffe es wirklich, denn es gibt sicherlich Verbindungen zwischen dieser Partei und dem Zentralrat der Ex-Muslime.

    Das ist dann anscheinend dabei herausgekommen, dass sich viele Krankenhausärzte dem Genitalverstümmeln verweigert haben. Wobei sie ja zunächst mal den positiven Effekt hatten, dass die Beschneidungen nicht so schnell wieder begannen, und auch jetzt noch können diese Ärzte durch ihre Integrität zum Schutz der Kinder beitragen.
    Trotzdem - was sollen sie jetzt machen, zusehen, wie ihre abgebrühten Kollegen noch mehr Schaden verursachen, als bei einer Beschneidung an sich nötig wäre? Oder selber wieder "rann an die Arbeit"???
    Hier hatte einmal ein Dr. Kaufmann geschrieben, dass die betäubungslose Beschneidung eines Neugeborenen unverantwortlich sei. Wenn ich mich recht erinnere, könnte man damit einen Gehirnschlag auslösen. Ob die
    beschneidungskritischen Ärzte in Norwegen ihre betäubungslos drauflosmachenden KOllegen vor eine Ethik-Kommision holen oder anzeigen können?

    Evelyne Hecht-Galinski hat sich schon mehrfach kritisch zur Beschneidung geäußert, wenn es letztes Jahr nicht in Israel Krieg gegeben hätte, hätte sie vielleicht noch mehr zu unserem Thema getan. Es gibt ein interessantes Interview, wo sich KenFM mit ihr unterhält und sie ihre Ansichten über Beschneidung austauschen - sie voll dagegen, er sieht kein Problem darin.

    @ Selbstbestimmung

    Ich sehe ja auch die Paralllelen. Und natürlich ist es schizophren oder bekloppt, das eine gutzuheißen und das andere zu verbieten.

    Gleichzeitig finde ich es noch besser, wenn jemand zwar gedankenlos die Beschneidung von Jungen als Privatsache der Eltern ansieht, sich aber engagiert gegen Schlagen und emotionale Gewalt einsetzt (bzw. selbst niemals ein Kind schlägt). Wie kann ich daran noch etwas Gutes finden?
    (an so etwas wie den Äußerungen von Alice Schwarzer finde ich aber gar nicht mehr gut)

    1. kann sich darin tatsächlich Empathie für Kinder ausdrücken. Menschen machen nunmal gelegentlich dumme und widersprüchliche Dinge, und in unserer Gesellschaft wurde die Problematik des Schlagens schon viel früher thematisiert als die der Genitalverstümmelung.
    2, AUF LANGE SICHT bedeutet gesellschaftliche Klarheit darüber, dass Kinder nicht geschlagen werden, dass die Empathie mit Kindern wächst, und dass die Standard-Erwartungshaltung an den Respekt vor Kindern auf ein hohes Level steigen. UND DANN wächst auch die Ablehnung der Genitalverstümmelung. DANN kann man sagen, dass es schizophren ist, das Schlagen zu verbieten und die MGM zu erlauben. Und wir hatten hier in D. eine Entwicklung, in deren Verlauf die Standard-Erwartungshaltung gestiegen ist, und in dieesem Zusammenhang sehe ich auch einen wichtigen Teil der juristischen Argumente gegen die MGM. Nach meinem begrenztem Kenntnisstand wird auch in jenen USA-Bundesstaaten, in denen das Schlagen der Kinder eingedämmt wird, auch weniger beschnitten (New York, Kalifornien).

    Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich persönlich mache mir wirklich Sorgen, dass das "Standard-Respekt-Level für Kinder" auch in D. nochmal auf ein TIEFERES Level sinken könnte.

    Also ich bin einfach erschüttert, dass dieser Papst jetzt auch noch das Schlagen der Kinder gerechtfertigt haben soll. Und das wird nicht dadurch weniger schlimm, dass die katholische und evangelische Kirche in D in 2012 für die Erlaubnis der Zwangsbeschneidung eingetreten waren. Und auch im Vergleich mit dem Unrecht von Seiten der UN-Menschenrechtskonvention wird es nicht weniger schlimm.
    Die Menschenrechte auf Würde, bei uns für Kinder gesichert durch den Anspruch auf gewaltfreie Erziehung - sind sie zur Zeit heiß umstritten, was ich auch alsGrund für Hoffnung ansehen könnte, oder werden sie Schritt für Schritt ausgehölt?
    In dieser Situation halte ich es für ungünstig oder sogar gefährlich, wenn auch wir - wie jene Leute, die Schlagen schlimm finden aber nicht die Zwangs-VA an kleinen Jungen - eine Menschenrechtsverletzung durch den Vergleich mit einer anderen relativieren. Selbstbestimmung, so kommt es mir auf den ersten Blick vor, was du zuletzt geschrieben hast, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Für diejenigen, die noch nicht von dem Film gehört hatten: es ist eine Dokumentation über Probleme im Zusammenhang mit der VA in Großbritannien. Wenn ich recht erinnere, werden vor allem Eltern aber auch negativ betroffene Männer interviewt und Familien in der Zeit der Beschneidung ihres Sohnes begleitet. Es werden unterschiedliche kulturelle/religiöse Hintergründe einbezogen. Für mich war der Film sehr interessant, und ich werde ihn bestimmt bald nochmal ansehen. Der Filmemacher (Schoenfeld?) hatte vor der Abstimmung im Bundestag 2012 an jeden deutschen Abgeordneten eine Kopie des Filmes geschickt.

    Hallo Sidi,
    ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn du als deine erste Handlung in diesem Forum ein eigenes Thema eröffnet hättest mit einem Titel wie "wie ich meinen Kopf verwende, um - ohne Vorhaut - erfolgreich zu einem prickelnden Orgasmus zu kommen". Das hätte zum Thema des Forums gepasst, da man hier ja sehr gerne für alles eine Lösung hätte.

    Allerdings hättest du dafür konkreter von deinen eigenen Erfahrungen schreiben müssen, du hast statt dessen diejenigen, die das schon mal getan haben, die sich also verletzlich gemacht haben, als selbstmitleidig bezeichnet, und der Spruch ist, in diesem Zusammenhang hier, überheblich und fehl am Platz.

    Ich finde es immer frecher, was du hier durchziehst und hoffe, dass dir die Moderation bald eine Grenze setzt.

    Hallo Nocut,
    ich weiß ehrlichgesagt nciht, was ich von dieser Idee halte. Bin aber auch verwirrt, denn: meinem Informationsstand entsprechend müssten die Ärzte schon jetzt die Eltern über alles mögliche aufklären, was viele Eltern von einer VA an ihrem Sohn abbringen würde: die 20000 Nervenzellen, der Gleitmechanismus, das Schmerzerleben, die möglichen Komplikationen ...
    Tun das nun alle Ärzte? Wer so spricht, wird unter KOllegen als Beschneidungskritiker gelten, und man wird ihm das höflicherweise als seine persönliche Meinung auslegen, der man aber als angesehener Urologe nicht folgen muss. Anscheinend sind Ärzte bislang nicht verpflichtet, den Eltern die volle Wahrheit zu sagen??? Wenn sie es wären, also wenn diese Dinge als "Stand der Wissenschaft" gelten würden (tun sie es wirklich nicht???), hätte es diesen blöden Paragraphen gar nicht geben dürfen, oder?
    Wüsste gerne genaueres darüber, wie das zur Zeit so gehandhabt wird und was möglicherweise vor Gericht erwartet wird, worüber ein Arzt die Eltern hätte aufklären müssen.

    Hallo frencut,
    herzlich willkommen auch von mir. Mir ist aufgefallen, dass du zweimal von Kritiken anderer an deinem sexuellen Funktionieren oder direkt am "besten Stück" erzählst, und die Kritik scheint dich in deiner Einstellung zu deinem Körper zu verunsichern.
    Nein, du erzählst nur von einer Kritik, aber dass du immer zu schnell gekommen bist, ist ja eigentlich nicht dein alleiniges Problem sondern relativ zum Tempo des/r Partner/in zu sehen?
    Hier wäre ich vorsichtig, es erinnert mich an Kritiken an meinem Bauch, die für mich überhaupt kein Anlass für eine Diät mehr sind, weil mir mein Bauch selbst gehört. Sofern es sich nicht um Gemecker handelt sondern Sex tatsächlich nicht richtig befriedigend verläuft, könntest du verlangen, dass ihr euch Zeit nehmt und gemeinsam nach einer Lösung sucht bzw. du in deinem eigenen Tempo herausbekommst, ob und was du ggfalls noch mit dem angeschnittenen Frenulum machen möchtest.


    - vielleicht findest Hilfe unter "Sexualtherapie"?
    - vielleicht hilft es dir auch dazu, dass du deine Hemmungen Frauen gegenüber abbauen kannst, wenn du dich noch weiter über das Thema informierst und austauschst. Du kannst ja hier im Forum alle deine Fragen stellen, und es gibt hier auch ein Unterforum, in dem Frauen davon berichteten, wie sie die Beschneidung ihres Mannes in ihrer Partnerschaft erlebt haben.
    Ich persönlich finde den (englischsprachigen) Youtube-Kanal Bonobo3D sehr interessant, Da gibt es viele Interviews mit betroffenen Männern und auch mit Frauen, die sich damit auseinandergesetzt haben, dass ihr Mann von einer Beschneidung betroffen ist oder dass ihr Sohn beschnitten werden sollte (oder wurde). Ich glaube, dass bei dem Thema viele Menschen unter Redetabus leiden, Männer und Frauen. Wie man darüber kommt, ist echt nicht so einfach, aber es sollte möglich sein, wenn beide ziemlich aufgeschlossen sind und einigermaßen sensibel miteinander umgehen. Wobei ich persönlich es an diesem Youtube-Kanal sehr befreiend finde, wie die Rede-Tabus überwunden werden.