Beiträge von Suchende

    Liebes Forum, im aktuellen Thread über die Webseite der Ärztin Shirazis hat thefinalcut seine Mail an sie vorgestellt. Aus diesem Anlass möchte ich (erneut) einen Vorschlag einbringen: würde es nicht unsere Sache ein wenig stärken, solche Mails gleich mit mehreren Unterschriften abzuschicken? Von allen, die sich mit dem entsprechenden Text genügend identifizieren können und ihren Namen geben möchten. Das würde doch das Gewicht einer entsprechenden Mail erhöhen. Da es in diesem Forum über wichtige Punkte eine hohe Übereinstimmung gibt, kann ich mir vorstellen, dass auf diese Weise aussagekräftige Gruppen-Mails zustande kämen. Gleichzeitig wären dadurch ja zusätzliche einzelne Mails von Betroffenen nicht augeschlossen.

    Ich freue mich über eure Gedanken zu diesem Vorschlag.

    verstehe, du meinst den § 1631d BGB

    Was die "Stammzellentherapie für die Haut" angeht, bin ich ja beruhigt, dass ich jetzt nicht meine Hautcreme-Produzenten anschreiben muss (makabres Thema...).

    Nun ist die Frage, ob Frauen in den USA das tun sollten, oder ob es sich bis jetzt um sehr wenige Produkte handelt, und die enthaltenen Stammzellen auch in den Produktbeschreibungen deutlich gekennzeichnet werden?
    Aufgrund des von dir reingestellten Artikels aus der Schweiz kann ich mir vorstellen, dass einige Frauen wissen, was sie da tun, und dann ist eure Empörung bei diesem Gedanken nicht mehr absurd.
    Oprah Winfrey muss wissen, wofür sie Werbung machte. Bin jetzt nicht informiert, wie sie sich aktuell positioniert hat zu dem Thema.

    Ich persönlich meine heutzutage im Kern Menschenrechte, das habe ich in der Auseinandersetzung mit MGM deutlich gelernt, es ist eine teilweise Kurskorrektur bei mir. Dazu gehört auch die Einsicht, dass, wer sich schwerpunktmäßig für Frauenrechte einsetzt, auch respektieren muss, wenn sich andere Menschen schwerpunktmäßig für Männerrechte einsetzen. So kann mensch es auch halten und dabei aufpassen, dass man das übergeordnete Zielt Menschenrechte nicht aus den Augen verliert. Und das Risiko im Auge behalten, dass Kinder bei einem allzu eifrig betriebenen Geschlechterkampf unter die Räder kommen.

    Es kann eine Frau sich als Frauenrechtlerin oder Feministin verstehen, aber sie möchte nie im Leben ein Recht auf Stammzellentherapie für die Haut aus Bestandteilen vom männlichen Säugling verlangen. Ich glaube noch immer, dass das für die große Mehrheit der Betreffenden gilt.

    Bevor ich mich mit Beschneidung kritisch auseinandersetzte, hatte ich keine Ahnung davon, dass Bestandteile vom menschlichen Körper in einer Hautpflegecreme drin sein können. Sobald das hochkommt, wird der Profit aus Gesichtscremes und bei den Medien aus den Anzeigen dafür arg leiden. Aber es wird nicht hochkommen :( , denn wenn dieses Risiko bestünde, hätten die Konzerne gar nicht damit begonnen, Frauen in eine kannibalistische Praktik hineinzuziehn. Und die Frauen, die solche Cremes nichtsahnend kaufen, können dafür nichts (wiewohl sie sicherlich wissend in Kauf nehmen, dass die Schönheitscreme in Tierversuchen überprüft wurden, aber das tut auch jede/r, der sich in einer Drogerie bei den billigen Produkten bedient).
    Es ist nicht so, dass ich Frauen für Unschuldslämmer halte. Wenn ZUM BEISPIEL eine Mutter ihren Sohn zur Beschneidung drängt, wenn und insoweit sie das tut, liebt sie ihn nicht sondern handelt sie destruktiv (aus welchen Motiven auch immer). Und da gibt es noch viel mehr, wo einige Frauen zu ihren Kindern gar nicht liebevoll sind und dann aber ungerechterweise mit dem "Mutterbonus" geschont oder gar idealisiert werden. Aber deswegen glaube ich nicht, dass die Mehrheit der Schönheitscreme-Nutzerinnen das Interesse verfolgt, dass darin Vorhäute von männlichen Babys verwertet wurden.

    Ich merke, dass ich mich über Selbstbestimmungs Beitrag ärgere, weil er sowas Absurdes mit Frauenrechten in Verbindung bringt. Und es kommt mir so vor, dass in diesem Forum immer wieder auf Bevorzugung von Frauen als Erklärung für das Beschneidungselend bei Männern und kleinen Jungen abgehoben wird. Da ist ja wirklich vieles verdreht und ungerecht an den Gesetzen, und es ist logisch, dass es unter euch Männern große Empörung auslöst und den Wunsch, selbst als die gesellschaftlich Benachteiligten angesehen zu werden. Was ihr in Punkto genitale Intaktheit definitiv seid. Was jetzt den ganzen Themenkomplex angeht, Vorteile und Nachteile, männlich oder weiblich zu sein, oder welches Geschlecht häufiger Aggressor ist, das führt hier zu weit .
    Ich erwähne aber bei der Gelegenheit: vor cirka zwei Jahren hörte ich darüber, wie es in der Berliner REALITÄT zuging, wenn die Beschneidung eines Mädchens bekannt wurde: es wurde NICHT angezeigt, denn dann müsste man ja das Mädchen aus der Familie nehmen, was angeblich zum Nachteil des Mädchens wäre. Seither wurde die Gesetzeslage verschärft, aber ich gehe nicht davon aus, dass von nun an alle Mädchen mit Hauptwohnsitz in Deutschland davor geschützt sein werden.
    Sie sind zwar juristisch besser gestellt als die Jungen, können auch, wenn erwachsen geworden, klagen, aber mich regt die in diesem Forum gelegentlich gezeigte Haltung auf, der Kampf um die genitale Intaktheit der Mädchen wäre schon gewonnen!

    Und mit Bezug auf die Frage, wer in 2012 den größten Druck machte, die Rechtslage wieder zum Nachteil der Jungen zu verändern, vermute ich, dass die Leitetagen der betreffenden Religionsgemeinschaften (jüdische, muslimische und christliche) weitgehend männlich dominiert waren. Eine Antje Deusel schwimmt da mit, lebt vermutlich auch dunkle Motive aus ihrer eigenen Psyche aus, wird mir aber in den Medien nur deshalb als Leitbild für meine weibliche Emanzipation vorgehalten, weil sie die Entscheidungen der männlichen Chefetage nicht in Frage stellt. Die beschneidungskritische Evelyne Hecht-Galinski, die von Henrik Broder als "hysterische Hausfrau" bezeichnet wurde, fand ich erst nach mehrjähriger Schnitzeljagd im Internet.

    Habe mir das mal von der Seele geschrieben, weil es mich schon seit Längerem beschäftigt.

    Ich denke auch, dass das JUGEND-Amt zuständig ist.

    Evtl, könnte auch ein Kindernotnruf, eine Clearingstelle vom Jugendamt, oder Erziehungs- und Familien-Beratungsstelle als Anlaufstelle in Frage kommen (meistens eh mit dem Jugendamt verbunden), oder eine Schulpsychologische Beratungsstelle.

    Er sollte sich vorher die Informationsbroschüre vom Verband der Kinder- und Jugendärzte besorgen und sie zum Gespräch mitnehmen.

    Ich frage mich, ob wir vielleicht in Zusammenarbeit mit geeigneten Experten, wie zum Beispiel dem Verband der Kinder- und Jugendärzte (und eventuell auch Einrichtungen wie einem Kindernotruf-Telefon) ein "Unterstützungs-Leit-System" für Kinder und Jugendliche aufbauen könnten, die sich mit der medizinischen oder elterlichen Forderung, sich beschneiden zu lassen, auseinandersetzen müssen.

    @ Pizarro73: über den Einsatz von diesen Organisationen wie Tabu bin ich auch sehr froh. Leider hatte das unsägliche Geschreibsel von Alice Schwarzer in 2012 auf männlicher Seite böses Blut hinterlassen.

    Es geht mir auch nahe und ich finde sehr bedauerlich, dass der Einsatz für Frauenemanzipation einerseits und der Kampf für das Recht von Jungen, ihre Kindheit ohne genitale Verstümmelung zu überstehen, getrennte Wege gehen. Was würde es mit unserer Gesellschaft machen, wenn das nun immer mehr in einen Gegensatz geraten sollte ? Den Menschenrechtsansatz wie bei Necla Kelek halte ich für gut.

    Ein Satz wie dieser hier
    Zitat:
    "dabei aber vergessen, dass das Wohl des Kindes den Eltern am allerwichtigsten ist".

    ist ehrlichgesagt Quatsch. Es gibt natürlicherweise immer wieder Konflikte zwischen den Interessen von Eltern und Kindern. Ebensogut könnte mansingen, dass die Partei immer recht hat.

    Wer für Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe ist, sollte etablierte Parteien meiden wie der Teufel das Weihwasser ;)

    Aber ihr habt schon recht, diese Frau verhält sich sehr ungerecht und hat eine sehr einseitige Sicht. Verrat an den Menschenrechten von kleinen Jungen und von Männern!

    Hier ein paar Ergebnisse/Antworten (dank Mail von Viola Schäfer von intaktiv e.V.):
    Reise von Köln nach Frankfurt:
    den Shuttle-Bus kann man auch nur für den Weg von Köln nach Frankfurt buchen.

    Konferenz-Tickets buchen:
    - der Frühbucher-Rabatt wird bald aufgebraucht sein.
    - Im Paket "2-day conference, no accommodation, incl. lunch" ist Mittagesen, aber kein Abendessen enthalten.

    Suche nach Einzelzimmer und/oder billigerer Übernachtungsmöglichkeit:
    - die Anmeldung bei zwischenmiete.de hat mir schon ein sehr gutes und bezahlbares Angebot gebracht
    - empfehlenswertes Portal außerdem http://www.wimdu.de/
    - wer im Haus der Jugend ein Doppelzimmer für sich alleine buchen möchte, sollte Viola Schäfer um Hilfe bitten

    Leider ist es bei mir trotz dieser Ergebnisse jetzt eher unwahrscheinlich geworden, dass ich an der Konferenz teilnehmen kann. Wünsche aber allen hier, die es möchten, dass sie für sich einen Weg finden!