Beiträge von Manfred

    Ich war vor ein paar Wochen mit Guy in Denkingen bei einer Veranstaltung von Isabel Henriques wo es um weibliche Beschneidung ging: Da trat auch Sister Fa aus dem Senegal auf die selbst genitalverstümmelt worden ist. Sie meinte zwar ihre Eltern hätten das aus Liebe gemacht, (daher verzeihe sie ihnen) war aber von ihrem Zustand trotzdem nicht angetan. Und obwohl das dort sicher auch schon tausende Jahre und noch dazu aus Liebe passiert, regen sich unsere Feministinnen und Jusos darüber auf. Da wird wohl wieder typisch mit zweierlei Maß gemessen: Ist das jetzt weil sie die Afrikaner für belehrungsbedürftig halten, oder geht es nur darum dass Mädchen nicht aus Liebe nach tausende Jahren altem Ritus genitalverstümmelt werden dürfen sondern nur Jungen????? Da sollte man zuerst vor der eigenen Tür kehren. Ich finde diese Jusos-Artikel nur widerlich.


    Glühende Befürworter der Zwangsbeschneidung von Jungen sind:
    Dr. med. Antje Yael Deusel.
    Prof. Dr. med. Hans Kristof Graf
    Prof. Dr. Hans Michael Heinig
    Prof. Dr. Henning Radtke
    Univ.-Prof. Dr. Christian Walter
    Prof. Dr. Oliver Hakenberg

    Gegner des Rechts der Körperverletzung von Jungen sind:
    Dr. med. Wolfram Hartmann
    Prof. Dr. Reinhard Merkel

    Na da steht es 6 : 2 bei den sogenannten Experten.
    Jeder darf einmal raten wie das ausgehen wird!!!!

    Jeder kann sich doch in Deutschland beschneiden lassen, nur nicht andere. Was wäre wenn Jemanden von Verwandten die Hose herunter gerissen würde und die ihn beschneiden würden? Wäre wohl eine Straftat. Und weil sich ein Kind oder gar ein Baby dagegen nicht wehren kann, soll es keine Straftat sein?

    BABA: Als ich mich habe sagen hören, ich habe sexuelle Probleme, im Bundesweitem TV, ... mein Gott. Aber ansonsten lief es doch ganz gut.

    Startseite - ZDF Mediathek

    Danke das war großartig. Dazu gehört wirklich viel Mut. Es war gut gemacht. Man merkt kein Lampenfieber. Und weil dieser Mut den meisten unter Beschneidung leidenden fehlt, behaupten die Beschneidungsbefürworter Beschneidung habe höchstens positive Auswirkungen auf das Sexleben. Mich hat einmal jemand angerufen, und seine Geschichte erzählt, die er mir aber nicht einmal schriftlich zur anonymen Veröffentlichung geben wollte. Man könnte ja auf Grund der geschilderten Tatsachen auf ihn schließen. Auf die Frage warum meinte er, wenn eine Frau schon vorher seine sexuellen Probleme kenne, sei die Beziehung schon aus, bevor sie angefangen habe …

    In diesem Pamphlet wird überhaupt nur gelogen. In den USA hat die Beschneidungsrate von über 90 % auf unter 50% abgenommen, nicht zugenommen. Eine Vorhautverengung haben ohne jede Behandlung nur 1% der Männer aber nicht 10%. Die Inzidenz für eine Harnwegsinfektion liegt bei Knaben unter 1% bei Mädchen aber bei 5%. Trotzdem kommt niemand auf die Idee die Klitorisvorhaut deswegen abzuschneiden. Peniskrebs tritt in Deutschland bei 1:110.000 Männern auf, also ist verschwindend gering, und ist in den USA kaum seltener. Und auch die Geschlechtskrankheiten treten in den USA wo noch immer der weitaus überwiegende Teil der sexuell aktiven Männer Beschnitten ist, weit häufiger auf als in Europa.

    Kronau, 26.09.2012
    Telefon: 06233-2390043
    Fax: 032222471008
    E-Mail: [email protected]
    Internet: http://www.manndat.de

    Dr. Bruno Köhler
    Erster Vorsitzender


    Unser Zeichen:
    manndat-bk/2012


    (Bei Antwortschreiben bitte angeben)

    MANNdat e.V.
    Postfach 60 14 05 22214 Hamburg


    Bundesministerium
    der Justiz Mohrenstraße 37 10117 Berlin


    Stellungnahme zum Gesetz zur Beschneidung bei männlichen Kindern


    Sehr geehrte Damen und Herren,

     wir möchten hiermit als Interessenvertretung von Jungen fristgemäß zum beabsichtigten Gesetz zur Legalisierung der Beschneidung von Jungen Stellung nehmen.

    Das beabsichtigte Gesetz ist aus mehreren Gründen äußerst bedenklich und nicht verfassungskonform:

    1. Durch die Beschneidung wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit aus Artikel 2 des Grundgesetzes zumindest bei nicht einwilligungsfähigen Kindern beschränkt. Das ist ein Verstoß gegen Artikel 140 GG i.V.m. Artikel 136 Abs. 1 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919, denn danach dürfen die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt werden.

    2. Nach Artikel 140 GG i.V.m. Artikel 136 Abs. 4 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 darf niemand zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden. Durch die Beschneidung nicht einwilligungsfähiger Kinder wird gegen dieses Grundrecht verstoßen.

    3. Die operative Entfernung eines gesunden Organs – also ohne medizinische Indikation - kann niemals kindeswohldienlich sein, da jeder operative Eingriff – selbst wenn er nach den anerkannten Regeln der Medizin durchgeführt wird - die Gefahr von Komplikationen beinhaltet. Hier wird also aus rein rituellen Gründen, ohne medizinische Indikation, das Risiko von gesundheitlichen Komplikationen billigend in Kauf genommen.

    4. Die WHO teilt die Beschneidungsformen bei Mädchen je nach Schweregrad in verschiedene Kategorien ein. Während selbst rein rituelle Beschneidungsformen ohne wirklichen Eingriff bzw. Schnitt bei Mädchen auch aus religiösen Gründen verboten sind, wird bei Jungen ein irreversibler Eingriff in die körperliche Unversehrtheit legalisiert. Das ist eine Teilung des Grundrechtes auf körperliche Unversehrtheit nach Artikel 2 des GG und ein Verstoß gegen die Gleichberechtigung nach Artikel 3 des GG. Zudem widerspricht es dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

    Wir sind überrascht, dass die politisch Verantwortlichen diesen verfassungsrechtlichen Aspekten keine ausreichende Bedeutung beigemessen haben und fordern, Beschneidungen bei Jungen, und vor allem bei nicht einwilligungsfähigen Jungen, ebenso konsequent zu verbieten, wie bei Mädchen. Alles andere sehen wir, als Interessenvertretung von Jungen, als jungenfeindlich.

    Wir sind sehr bestürzt über die Tatsache, dass die Politiker und Politikerinnen entgegen ihren Lippenbekenntnissen von wegen „neuen Wegen für Jungs“ und „neuen Rollenbildern“ Jungen immer noch mehr Gewalt zumuten als Mädchen. Hier zeigt sich deutlich, dass es nicht die Jungs, sondern die Politikerinnen und Politiker sind, die Jungen immer wieder in die alten archaischen Formen pressen. Das ist nicht nur rückständig und nicht mehr zeitgemäß, sondern auch Jungen benachteiligend.

    Es gibt sowohl im Judentum als auch im Islam männliche Angehörige dieser Religionsgemeinschaften, die nicht beschnitten und trotzdem vollwertige Mitglieder ihrer Religionsgemeinschaft sind. Wir sind deshalb überzeugt, dass eine Lösung gefunden werden kann, die Jungen das uneingeschränkte Recht auf körperliche Unversehrtheit zugesteht und den Interessen der Religionsgemeinschaften Rechnung trägt. Es ist Aufgabe der politisch Verantwortlichen diese Lösung zu finden.

    Für eine kurze Rückantwort auf unsere Stellungnahme wären wir dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Bruno Köhler

    Viele Ärzte wissen zwar wie man die Vorhaut entfernt, aber kennen keine Folgen, außer die längst widerlegten medizinischen Vorteile. Ungläubig staunen Sie oft, wenn sich dann einer über mangelnde Sensibilität des Penis beklagt, und wollen den Patienten dann zum Psychiater schicken, anstatt einmal ihr Wissen auffrischen. Jenes endet nämlich mit der Lehre von Gaidner von 1949, der behauptete, dass die Vorhaut bis zum Schuleintritt zurückziehbar sein müsste. Dabei hat die Vorhaut mit dem Schuleintritt doch gar nichts zu tun. Tatsächlich können nur 50% der Zwölfjährigen die Vorhaut komplett zurückziehen, es ist ja auch überhaupt nicht nötig. Aber bis Ende der Pubertät haben ohne jedes ärztliche Einschreiten nur mehr 1% damit ein Problem. Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt schon über 10% der Jungen wegen Phimose beschnitten…

    Aus Deutschland werden solche Bilder natürlich nicht veröffentlicht, aber bei jeder 50. Beschneidung tritt ein Problem auf, und bei jeder 50,000 Babybeschneidung stirbt ein Baby.


    Dass die älteste und gleichzeitig unsinnigste Operation auch die weltweit am meisten durchgeführte ist, ist noch lange kein Grund deren Durchführung in Deutschland zuzulassen. Auch das Prügeln der Kinder ist eine weltweit salonfähige seit ewigen Zeiten durchgeführte, in der Bibel gewürdigte Handlung die trotzdem im Jahr 2000 verboten wurde, obwohl das im Vergleich zur Beschneidung keine lebenslangen Auswirkungen hat.


    Warum jetzt Muslime und Juden ihre Religion ohne eine Genitalverstümmelung von Jungen nicht ausüben können, blieb bei Ihrer Rede unerwähnt. Man wird nicht durch Genitalverstümmelung Jude sondern durch die Geburt durch eine jüdische Mutter. Im Koran ist die Beschneidung nicht einmal erwähnt, sondern es ist nur eine alte Tradition, vor der die Kinderschutzkonvention Art 24c,37 schützen sollte. Muss man jetzt nicht auch die Scharia einführen, wo doch die Freiheit der Religionsausübung ihrer Meinung nach wichtiger ist als einer der bedeutendsten Punkte im Grundgesetz: In einem unversehrten Körper erwachsen werden zu dürfen!!!.


    Und wenn es doch die jüdischen und muslimischen Mitbürger machen dürfen kann man es auch sexualfeindlichen katholischen Müttern nicht verwehren, gegen ausufernde Sexualität ihrer Söhne mit Hilfe einer Beschneidung einzuschreiten:

    Daher gibt es sehr viele Internetpostings wie dieses:

    ###

    Hallo Margritta,

    Also ich habe meinen Sohn mit 13 high&tight beschneiden lassen. Auch das Frenulum wurde vollständig beschnitten. Er ist sehr stramm beschnitten und hatte vorher die gleichen Probleme wie dein Sohn. Soweit ich das beurteilen kann, dämmt diese Art der Beschneidung die Selbstbefriedigung um etwa 90% ein.
    Zumindest war das bei meinem Sohn so. Bevor er beschnitten wurde onanierte er mehrmals täglich, heute vielleicht einmal die Woche oder auch weniger.(bin ja nicht dabei und kann nur Indizien beurteilen) Erlaubt? Alle Juden und Moslems lassen in Deutschland ihre Jungen beschneiden. Die zahlen keine Strafe oder sitzen im Knast. Must es ja nicht an die große Glocke hängen. Suche einen diskreten Arzt oder Ärztin der das gut per Freihandbeschneidung wie gewünscht durchführt und Phimose auf den Schein schreibt. Dann zahlt auch die Kasse. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, innere und äußere Vorhaut sowie das Frenulum in einer hohen, engen Beschneidung komplett entfernen lassen. Viel Erfolg und liebe Grüsse

    Ines

    ###

    Dies nenne ich Genitalverstümmelung, Sie eben Beschneidung. So kann man es schaffen die Sensibilität des Penis um weit mehr als 75 % einzuschränken..

    Man kann jetzt natürlich ein anonymes Posting als Fantasie abtun. Aber heutige Politiker verlangen immer von der Kriegsgeneration, dass sie alles gewusst haben muss, obwohl es damals keine anonymen Internetpostings sondern nur Gerüchte gab.


    Mit freundlichen Grüßen


    xxx.xxxxx

    http://www.beschneidung-von-jungen.de


    ABSENDER:
    NAME:
    STRASSE:
    PLZ:
    ORT:
    Land:
    TELEFON:


    EMAIL: [email protected]


    FORMULAR: Deutsch


    DIESE NACHRICHT WURDE IM INTERNET

    DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES ERFASST

    Fr Aug 10 19:50:11 2012

    ______________________________________________

    Externe IP-Adresse: 194.254.54.91


    Sehr geehrter Herr xxxx,
    (Manfred)


    für Ihre E-Mail vom 10. August 2012 zur Debatte über die rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen und die ausführlichen Informationen danke ich Ihnen.


    Zunächst möchte ich Ihnen versichern, dass ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht habe, denn die Beschneidung von Jungen ist als Eingriff in die körperliche Integrität irreversibel und natürlich keine Bagatelle. Wir
    müssen das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und die Grundrechte der Eltern auf Kindeserziehung und Religionsfreiheit miteinander in Einklang bringen. Hierbei bedarf ein staatlicher Eingriff in die individuellen Rechte der sorgfältigen Rechtfertigung. Bei einer rechtlichen Regelung werden wir dies berücksichtigen.


    Um die von Ihnen beschriebenen furchtbaren Folgen einer Beschneidung von Jungen auszuschließen, plädiere ich beispielsweise für eine fachgerechten Durchführung des Eingriffs sowie für eine Betäubung des Kindes.


    Mit freundlichen Grüßen


    Dr. Günter Krings


    --

    Dr. Guenter Krings MdB
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin

    Tel 030 227 73060
    Fax 030 227 76058
    Mail [email protected]


    An [email protected]


    Sehr geehrter Herr Dr. Krings!


    Herzlichen Dank für Ihre Antwort auf mein Schreiben vom 12. August. Sie sind bis jetzt der einzige Befürworter der „Rechtlichen Regelung der Bescheidung von Jungen“, der auf mein Schreiben geantwortet hat.
    Und wenn Sie mein Schreiben gelesen haben, dann wissen Sie, dass die Streichung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit ausschließlich für Jungen für viele Betroffene physische und psychische Probleme bringt.


    Wenn die religiöse Erziehung auch das Recht auf eine operative irreversible Veränderung der Genitalien von Schutzbefohlenen einschließt, dann werden Religionen über das Grundgesetz gestellt. Erziehung sollte etwas Geistiges sein, und nicht mit körperlicher Gewalt zusammenhängen.
    In der Verfassung Artikel 140 Artikel 137 WRV (3) heißt es doch: Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Damit ist doch meiner Meinung nach die Rangordnung zwischen Grundgesetz und Religionsausübung eindeutig festgelegt.


    Denn auch wenn die Beschneidung „fachgerecht“ durchgeführt wird, bleibt sie doch eine Genitalverstümmelung mit meist gravierenden Einschränkungen sexuellen Empfindens.


    Eine möglichst schmerzlose Operation mit Betäubung sollte in Deutschland wohl allgemeiner Standard sein, und daher nicht extra gefordert werden müssen. Oder müssen barbarische Riten auch barbarisch ausgeführt werden?


    Erst letzte Woche hatte ich einen Anruf eines Mannes aus Dortmund, der mir seine Leidensgeschichte erzählte. Auf die Bitte mir einen schriftlichen Bericht zukommen zu lassen, den wir anonym veröffentlichen wollten, meinte er, das möchte er eigentlich nicht, da dann vielleicht jemand auf Grund der geschilderten Tatsachen auf seine Person schließen könnte. Er möchte nämlich sein Leiden nicht öffentlich machen, denn wenn eine Frau das schon vorher wüsste, sei die Beziehung schon aus, bevor sie angefangen habe.


    Ich möchte damit sagen, dass Betroffene ihr sexuelles Unvermögen geheim halten wollen, denn für die meisten Männer sind ihre sexuellen Fähigkeiten sehr wichtig. Aus diesem Grund posaunen ja Beschneidungsfetischisten oder mit ihrer Beschneidung zufriedene Männer laut hinaus, wie ausdauernd sie nun könnten, wie hygienisch ihr Genital nun sei etc. So entsteht in der Öffentlichkeit der falsche Eindruck, Beschneidung bei Männern sei im Gegensatz zu der von Frauen etwas Gutes.


    Wenn ich aus den Zugriffen unserer Internetseite und den erhaltenen Postings durch Beschneidung negativ Betroffener auf die Zahl der möglichen Opfer hochrechne, müssen es wohl zigtausende sein, die in Deutschland unter ihrer Genitalverstümmelung (natürlich auch infolge unnötiger Phimosebeschneidung) leiden. Wenn Beschneidung mit Ohrläppchenstechen oder gar mit Haarschneiden verglichen wird, zeigt das nur wie versucht wird, etwas klein zu reden, das für Betroffene oft ein lebenslanges Problem ist.


    Mir ist schon klar, dass Angesichts des Leides, das Juden von Deutschen angetan wurde, das Verbieten der Beschneidung problematisch ist.
    Leider stehen hier die Positionen unversöhnlich gegenüber.


    Jeder der Einwilligungsfähig ist, sollte in seine Beschneidung einwilligen können. Aber das geht eben nur, wenn man sich der möglichen Folgen bewusst ist.


    In diesem Sinne, bitte ich Sie verantwortungsbewusst zu handeln. Müssen unsere Kinder (lebenslang?) leiden, weil die Generation unserer Großväter den Massenmord zuließ?


    In diesem Sinne noch einmal Danke für Ihre Antwort


    Mit freundlichen Grüßen


    xxx.xxxxx
    http://www.beschneidung-von-jungen.de

    Ich habe mir die Bundestagsreden, die anlässlich des Versprechens gehalten wurden ein Bundesgesetz zu schaffen, das die religiöse Beschneidung von Jungen erlaubt, angesehen und jedem Redner entsprechend seiner Aussagen ein Email mit meiner Gegenposition geschickt. Bisher hat nur der Abgeordnete Dr. Krings auf mein Mail geantwortet.


    An: Dr. Günter Krings

    Betreff: Beschneidung von Jungen


    Betrifft: Debatte über den gemeinsamen Antrag von CDU, CSU, SPD und FDP:

    Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen!


    Sehr geehrter Herr Abgeordneter Dr. Günter Krings!


    In den Diskussionen dieser Tage ist immer wieder zu hören, die Beschneidung bei Jungen sei nicht schlimm, sie hätte letztlich auch keine dauerhaften Folgen. Genitalverstümmelung gebe es nur bei Mädchen. Doch das ist nicht so, wie ich aus meiner Arbeit mit Betroffenen weiß. Beim männlichen Genital besteht das sexuell empfindsame Gewebe aus der Vorhaut mit 20.000 Nervenenden, der Eichel mit 8.000 Nervenenden und dem Frenulum, dem am dichtesten mit Nerven besetzte Teil des männlichen Körpers. Abhängig davon, welcher Beschneidungsstil durchgeführt wird, bringt das für den Betroffenen unterschiedlich hohe Einbußen an sexuell empfindsamem Gewebe. Bei einer radikalen Zirkumzision (Normalfall!!) muss davon ausgegangen werden, dass bis zu 75 Prozent der Empfindung verloren gehen. Durch den Wegfall der Vorhaut als Schutzhülle wird auch die Austrocknung der Eichelhaut bewirkt. Dies hat eine Hornhautbildung zur Folge. Ein als Kind Beschnittener kann diese Einbußen an Sinneseindrücken schwerlich qualifizieren, weil er nichts anderes kennt und die verbleibende, restliche Empfindungsstärke zum Erlangen eines Orgasmus in jungen Jahren fast immer noch reicht.
    Problematisch wird es, wenn mit den Jahren die Verhornung der Eichelhaut fortschreitet.


    Oder ist vielleicht Empfindungsverlust durch Beschneidung nur bei Menschen erster Klasse, gemeint sind Mädchen, ein Problem? Bei Ihrer Argumentation geht es offensichtlich um das Geschlecht der Kinder; und nicht um die Schwere des Eingriffes. Entgegen Ihrer getätigten Aussage Mädchenbeschneidung sei etwas nicht vergleichbares, müssen wir sie darauf hinweisen, dass eine religiöse Mädchenbeschneidung nichts mit einer pharaonischen Beschneidung zu tun hat.
    Die»mildeste« Form der Mädchenbeschneidung nach der Sunna beinhaltet das Einschneiden der Klitorisvorhaut ohne Entfernung sensitiven Gewebes. Auch wenn dieser Eingriff weit weniger invasiv und heikel ist als eine Entfernung der Penis-Vorhaut – keine Klinik in der westlichen Welt würde diesen Eingriff (zurecht!!) anbieten.


    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Verfassungsgerichtshof die Entfernung einer Klitorisvorhaut als Genitalverstümmelung wertet, während die Entfernung der Penisvorhaut nur eine unbedeutende Beschneidung ist, wenn man weiß dass die GESAMTE KLITORIS nur 8.000 Nervenenden hat, die Penisvorhaut aber alleine 20.000!!!!


    Eine der Funktionen der Vorhaut ist es auch, mittels ihrer Rollbewegung entlang des Schaftes .und über die Eichel beim Geschlechtsverkehr reibungslos gleitende und sanfte Bewegungen zwischen den Schleimhautoberflächen der beiden Partner zu erleichtern. Auch diese natürliche Funktion, genau so wie die Fähigkeit zur Masturbation, wird durch die Genitalverstümmelung die sie verharmlosend Beschneidung nennen, wesentlich beeinträchtigt.


    Warum jetzt eine Mädchenbeschneidung wie sie meinten erniedrigender sein sollte, blieb in Ihrer Rede auch unbegründet. Es muss sich offensichtlich um sexuell geschützte Wesen handeln, während Jungen als Freiwild angesehen werden.


    Als Betreiber der Seite http://www.Beschneidung-von-Jungen.de werden wir täglich mit dem in der Kindheit zugefügten Leid durch Genitalverstümmelung konfrontiert. Davon scheinen aber unsere Politiker keine Ahnung zu haben.


    Wenn die sexuelle Empfindungsfähigkeit durch eine Operation großteils verloren geht, kann man das doch nur als Genitalverstümmelung bezeichnen. Oder glauben sie sexuelle Betätigung ist für Männer verzichtbar, und es sei nur bei Frauen ein Problem wenn deren Empfindungsfähigkeit eingeschränkt wird?


    In den puritanischen USA wurde die Zirkumzision für Jungen und Mädchen um 1870 eingeführt, um Selbstbefriedigung als Verursacher aller tödlichen Krankheiten zu bekämpfen – eben weil die Beschneidung sexuelle Empfindungen reduziert. Die Feministinnen sorgten dafür, dass die Beschneidung von Mädchen in den 1970er Jahren eingestellt wurde. Jungen haben aber keine Lobby, dafür aber Männer wie sie, die glauben was Jungen nicht umbringt, (aber auch das geschieht durch Beschneidungen) macht sie nur härter.


    Bekanntlich gibt es Männer, die erklären, ihr Beschnittensein störe sie nicht, ganz im Gegenteil. Dies können Sie aber auch bei grausam beschnittenen äthiopischen Frauen feststellen. Selbstverständlich kann man beschnittenen Jungen einreden, dass sie nun richtige Männer seien, viel hygienischer, länger könnten (so wird ja geringere Sensibilität vornehm umschrieben), Frauen nicht mit gefährlichen HPV-Viren ansteckten gegen Aids geschützt seien usw. usf. So können Sie auf die unbeschnittenen Weicheier herabblicken, das ist aber ganz sicher keine Hilfe zur Integration.


    Aus Zuschriften weiß ich aber, dass sich viele andere Jungen oft weniger männlich fühlen und sich in Schule und Verein in Umkleide und Dusche schämen. Für manche ist es eine große psychische Belastung, öffentliche Pissoirs benutzen zu müssen, manche leiden dort unter schmerzhaftem Harnverhalt. Bei 30 Prozent der als Kleinkind Beschnittenen tritt darüber hinaus eine unangenehme Harnröhrenverengung auf. Einige Betroffene berichten mir, dass es durch die Desensibilisierung des Penis' nicht mehr möglich sei, mit der Partnerin beim Geschlechtsverkehr zum Höhepunkt zu gelangen. Längst gibt es auch Muslime, die Knabenbeschneidungen ablehnen, und eine jüdische Reformbewegung gegen Beschneidung existiert seit Generationen.


    Stellen wir uns auf die Seite dieser Aufgeklärten! Schließlich ist jede medizinisch nicht nötige Operation eine Körperverletzung und vollständige Genitalien und vollständige sexuelle Gefühle stehen doch auch jedem Jungen zu – ganz gleich, welcher Religion seine Eltern angehören.


    Die Religionsfreiheit gilt für ein Individuum – und nicht für eine Gruppe, die Einfluss auf das Sexualleben ihrer Mitglieder ausüben möchte.


    Manche Jungen haben schon ein lebenslanges Problem wenn einmal ein Pfarrer ohne wirkliches Einverständnis am Penis manipuliert hat. Glauben sie nicht auch, dass es viel problematischer ist, wenn gegen den Willen des Betroffenen der sensibelste Teil des Penis amputiert wird? Laut einer Studie von Ramos/Boyle 2002 haben 50% der mit Betäubung beschnittenen Buben davon eine posttraumatische Belastungsstörung. Und wie sich so etwas 20 Jahre später anfühlt, sei in der folgenden Zuschrift an uns erklärt:

    ####

    From: [email protected]

    To: [email protected]

    Subject:

    Date: Sun, 30 Jan 2011 17:56:14 +0100

    Ich danke euch so sehr für eure Seite...wieso ist dieser gesunde Menschenverstand nicht bei allen vorhanden?

    ich wurde als 10jähriger verstümmelt. Das Ergebnis ist schrecklich...ich bin mein ganzes Leben lang stark depressiv und die Selbstmordgedanken sind wieder so stark wie bei meinem ersten Versuch....Ich weiß nicht ob ich es irgendwann durchführen werde um die Gefühle des Missbrauchs und der Verstümmlung nicht mehr zu fühlen...

    Mein Penis ist stark vernarbt und es gibt Verwachsungen. Er ist hässlich und verstümmelt. Der Anblick eines intakten und meines eigenen Penis löst Panikattacken aus… ich bin so hilflos...

    ####

    Unsere Internetseite besteht schon seit 3 Jahren und sammelt Informationen über das Thema. Die medizinischen Beiträge wurden dabei aus dem Englischen übersetzt, wo die Debatte über Sinn und Unsinn der Zwangsbeschneidung von männlichen Kindern schon länger läuft.


    Es ist schon erstaunlich, wenn eine kleine Gruppe der Bevölkerung die Aufhebung des Grundgesetzes Artikel 2 Satz 2 ausschließlich für Jungen bewirken kann


    Ich kann Ihnen als Befürworter der Beschneidung (sexistischerweise ausschließlich von Jungen) nur empfehlen die Folter der Babys bei diesem Eingriff in Youtube-Videos anzusehen. Man muss dazu wissen, dass noch immer über hundert Babys in den USA an den folgen der Beschneidung jährlich sterben.
    Eine Narkose ist bei Babys tödlich, Schmerzmittel wirkungslos oder zu gefährlich, daher werden ¾ der Babys ohne Betäubungsmittel operiert. Trotz der Schmerzensschreie der Babys behaupten Beschneidung befürwortende Mediziner Babys spürten noch keine Schmerzen. Manche fallen nämlich ins Schmerzkoma und sind dann ganz still …

    Neuere medizinische Forschung hat gezeigt, dass das sehr wohl negative Auswirkungen auf das spätere Schmerzempfinden derartig gefolterter Kinder hat: Sie sind ihr Leben lang viel schmerzempfindlicher. Leider sind sie Mittäter, indem sie die Tatsachen leugnen um ihren Lobbys zu gefallen.


    Und auch für ältere Kinder ist die Genitalverstümmelung oft ein lebenslanges Trauma.


    Auch eine Operation in Narkose ändert nichts an den durchschnittlich zwei Wochen anhaltenden Schmerzen und schon gar nichts an dem als Verstümmelung empfundenen Operationsergebnis. Mir wurde aus Deutschland kein Fall bekannt, wo hne Betäubung operiert wurde. Aber nach der Erlaubnis der Genitalverstümmelung in Deutschland kann diese nachher ohne Probleme auch im Ausland durchgeführt werden, wo neben sadistischen Ärzten die ohne Betäubung beschneiden auch andere Sadisten ihre Lust am Penis von Kindern auslassen können. Nur bei einem Verbot wäre die Möglichkeit ins Ausland zu gehen, mit Strafe bedroht.


    Schwere Komplikationen die ein viel längeres Leiden bewirken sind unvermeidbar. Sie dürfen sich gerne die Bilder ansehen, die bei der den Afrikanern empfohlenen Beschneidungen gegen Aids entstehen.

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/komplikat…-aus-kenya.html

    Strafrechtlich ist sicher nichts zu machen, aber zivilrechtlich
    ist eine Klage bis 30 Jahre nachher möglich. Der Strafrechtschef im
    Justizministerium Dr. Manquet meinte mir gegenüber, falls überhaupt, sei eine
    Beschneidung nur eine leichte Körperverletzung. Ich würde an Ihrer Stelle,
    falls Sie unter 30 Jahre alt sind, einmal einen mit Medizinrecht vertrauten
    Anwalt befragen.

    Wenn man mit 12 beschnitten wurde, kann man kaum beurteilen, wie der Sex ohne Beschneidung gewesen wäre. Es ist so wie wenn ein Blinder über Farben spricht. Das verbliebene Viertel an Sensibilität reicht locker aus, um einen Orgasmus zu erreichen. Ob das aber auch in 20 Jahren auch noch so ist, muss sich erst erweisen, denn im Normalfall bildet sich auf der Eichel nach der Beschneidung im Laufe der Jahre eine unsensible Hornhaut.

    Die Weisung an die Staatsanwaltschaft, Beschneidungen nicht zu verfolgen, hat wohl schon immer existiert, jedoch war das geheim.
    Schließlich wurden ja auch Petitionen gegen Bescheidungen von Jungen geheim gehalten. Auf die Frage aus welchem Grund, wurde vom Justizministerium geantwortet, das Nichtveröffentlichen von Petitionen sei gesetzeskonform.
    Deutsch ist offensichtlich eine schwierige Sprache, denn die Antwort passte nicht ganz auf die Frage...

    Weimarer Verfassung:

    Der Artikel 136 sagt:

    Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.


    Der Artikel 137 der Weimarer Verfassung sagt:

    Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes.


    Art. 136, 137, 138,
    139 und 141 der Weimarer Verfassung sind 1949 durch Artikel 140 Bestandteil des Grundgesetzes geworden.


    Falls ich richtig deutsch verstehe, ist es daher keine Frage welches Recht Vorrang hat: Die Religionsausübung ist nur innerhalb des Grundgesetzes möglich.

    Habe mir das angehört. Auch wenn vorangekündigt wurde es kommen auch Beschneidungsgegner zu Wort: Es wurde nur kurz erwähnt, dass 94% der Juden in Israel für die Beschneidung sind, um die Gegner gleich von vorneweg für ein unbedeutendes Häuflein zu erklären. Die Klage gegen die Beschneidung in Israel wurde selbstverständlich abgewiesen. Ansonsten gab es nur den üblichen Unsinn: Ist hygienischer, bei Frauen sei das ganz was anderes, (obwohl dort zusätzlich Ausfluss und Menstruationsblut bei mehr Falten vorhanden sind) und von Nachteilen der Beschneidung wurde wie immer nicht geredet. Und ein Religionsphilosoph faselt zwar von körperlicher Unversehrtheit, die aber im Kindesalter von den Eltern!!! (durch Verstümmelung der Genitalien??) wahrgenommen werden muss…

    Der christliche, der jüdische, der muslimische, Buddha oder
    sonst irgendeiner? Sind alle Götter so blutrünstig?

    Da sollten wir uns besser an den Staat halten. Es gibt da auch Staaten die sich
    als Gottesstaaten wähnen, da wird gesteinigt, Hände abgehackt, geköpft, wie
    angeblich ein offensichtlich bösartiger Gott das will, und da ist auch die
    Beschneidung als noch kleineres Übel zuhause. Jeder der gerne seine
    Kinder damit foltern möchte, kann dort hin auswandern. Wer das angeblich göttliche
    Gebot, das im Koran nicht einmal erwähnt wird, bei sich selber machen möchte,
    kann auch hier bleiben. Kein Wunder, dass Muslime glauben, das bessere Leben
    käme erst im Jenseits.