Beiträge von Franke87

    Hallo Boots86,

    ich habe mich auch erst mit 18 Jahren beschneiden lassen, da ich eine Phimose hatte und mein Arzt anscheinend nichts anderes kannte. Das war vor knapp 10 Jahren. Ich kenne also den Vergleich mit und ohne Vorhaut, auch wenn ich vor der Beschneidung noch keinen Sex hatte.

    Das mit dem länger können empfinde ich tatsächlich als Qual. Beim Verkehr dauert es teilweise elendig lange, dass ich schnell die Motivation und den Spaß verliere. Das wirkt sich natürlich auf beide Seiten einer Partnerschaft aus. Das Gefühl beim Sex würde ich als stumpf oder taub beschreiben. Zum Höhepunkt kann ich nur durch Handbetrieb kommen, dass trägt natürlich nicht gerade dazu bei, dass man überhaupt noch gerne Sex hat.

    Es gibt im Leben auch wichtigeres als Sex. Wenn das mein einziges Problem nach der Beschneidung gewesen wäre, könnte ich das tatsächlich verschmerzen. Viel mehr beeinflusst es sogar mein ganz normales Leben, was seitdem eben nicht mehr wirklich normal verläuft. Jeder Klo gang, jedes duschen oder jedes mal wenn ich nackt bin werde ich daran erinnert. Ich sehe jedes mal diese hässliche Narbe und die Hautbrücke die sich gebildet hat. Je nach Tagesform ist das ganze auch ziemlich gereizt und empfindlich, mit der Folge das es den ganzen Tag bei jedem Schritt und Tritt reibt.

    Jeder Mann nimmt solch einen Eingriff natürlich anders wahr, viele haben überhaupt keine Probleme damit, auf der anderen Seite gibt es aber auch leider zu viele die eben zum Teil schwerwiegende Problem mit diesem Eingriff haben und teilweise ihr ganze Leben damit zu kämpfen haben.
    Ihr sollte euch genau Überlegen, ob dieser Eingriff wirklich das Richtige für deinen Mann ist, denn die Komplikationen die es eben gibt, können radikal in euer Sexualleben aber auch in den ganz normalen Alltag eingreifen.

    Das Argument man kann die männliche nicht mit der weiblichen Beschneidung vergleichen darf natürlich nicht fehlen.

    Mit welchem Selbstverständnis diese Frau ihren Sohn am 2. Tag nach der Geburt ohne Grund beschneiden lässt, an dem er ohne Hilfe seiner Mutter nicht mal lebensfähig wäre ist schon beängstigend.

    Und nein es gehört bei Männern genau so wenig dazu wie bei Frauen. Die Natur hat sich schon was dabei gedacht :!:

    Ihr eigenes Trauma bewältigen indem der Sohn dafür leiden muss *Brech*

    Liest sich aber auch schon wie ein Fetisch, was die da so von sich gibt.

    War doch 2012 schon bekannt...interessiert unsere Regierung nur, wenn es um Mädchen geht.


    Deshalb ist es umso wichtiger das unsere Ärzte endlich begreifen das eine Phimose keine Krankheit ist, bei der gleich das Skalpell angesetzt werden muss. Hierzu gehört natürlich auch das Eltern über die Funktion der Vorhaut richtig aufgeklärt werden.

    Von der Regierung ist da sicherlich in absehbarer Zeit keine Besserung zu erwarten.

    http://www.urbia.de/magazin/gesund…zen-bei-kindern

    Zitat

    Säuglinge, die in den ersten Lebensstunden Schmerzen erleiden, vergessen diese nicht und sind im späteren Leben meist schmerzempfindlicher als ihre Altersgenossen. Es gibt genügend Befunde dafür, dass auch die Jüngsten ein Schmerzgedächtnis besitzen. Amerikanische Untersuchungen ergaben, dass vor allem kleine Jungen, die ohne Betäubung beschnitten wurden, selbst bei Impfungen starke Stressreaktionen aufweisen. Daher sind örtliche Betäubungen auch im Säuglingsalter angezeigt.


    Wenn doch alles klar belegt ist, warum hört man damit nicht auf? Ok, die Antwort steht am Ende, man kann ja immer noch örtlich betäuben.

    Zitat

    Kinder nehmen Schmerz nicht nur anders wahr, sie verstehen ihn auch auf andere Art und Weise. So kann es geschehen, dass körperliche Schmerzen als Strafe empfunden werden.


    Strafe z.B. Beschneidung

    Zitat

    Abschließend lässt sich sagen, dass Schmerz das Erleben eines Säuglings oder eines Kleinkindes ebenso beeinträchtigt wie das eines Erwachsenen. Und hätte ein Baby die Möglichkeiten, würde es alles dafür tun, schmerzfrei diese Welt zu entdecken.


    So is es! nämlich ohne Beschneidung! Mit Vorhaut (nocut)

    http://www.t-online.de/eltern/id_4305…ihr-glueck.html

    Zitat

    Das Bedürfnis nach körperlicher Unversehrtheit und Sicherheit: Es liegt in der Verantwortung der Eltern, die körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder sicherzustellen. Das beginnt bereits während der Schwangerschaft, in der Alkohol-, Nikotin- oder Drogenkonsum tabu sein sollte. Natürlich brauchen Kinder von Geburt an eine gesunde Ernährung und Gesundheitsfürsorge. Außerdem müssen sie vor jeglicher Form von Misshandlung, körperlicher Bestrafung oder seelischer Entwürdigung beschützt werden, denn die Schäden an Körper und Seele des Kindes sind häufig dauerhaft und führen zu Entwicklungsstörungen.

    Wollte damit auch in keiner weise die Serie an sich kritisieren, die mag ich auch gerade wegen ihrer Gesellschaftskritik, sondern wie unnormal es immer noch auf Amerikaner wirkt ein Kind mit Vorhaut zu sehen.

    Gerade bei den Simpsons musste Homer in einem stehen gebliebenen Fahrstuhl als Hebamme tätig werden. Als er den Jungen dann in Händen hielt, musste er feststellen "es ist ein Junge, nicht beschnitten, sehr europäisch".

    Das zeigt immer noch wie exotisch es auf Amerikaner wirkt, selbst als neugeborener Junge intakt zu sein. Da haben Jahrzehntelange systematische Verstümmelungen ihre Spuren hinterlassen.

    Hallo MrAnonym (welcome),

    die von dir beschriebene Problematik kennen viele der Betroffenen hier. Vielleicht solltest du deine Herangehensweise ändern. Du musst dir auch im klaren sein das dir dein für das Sexualleben empfindlichste Körperteil genommen wurde und sich dadurch vieles für dich ändert.

    Die Eichel stumpft nach der Beschneidung mal mehr, mal weniger schnell ab. Je nachdem wie viel Haut bei dir entfernt wurde, wird auch das Gefühl dramatisch weniger. Dem kannst entgegenwirken indem du es mal mit eincremen probierst, oder versuchst deine Eichel mit einem SenSlip dauerhaft zu bedecken.
    Ein weiterer Schritt wäre über eine Vorhautwiederherstellung nachzudenken. Hierzu kannst du dich hier im Forum auch mal einlesen.
    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Board&boardID=43

    "Die Beschneidung macht die Eichel zwar unempfindlicher, aber hindert doch Millionen von Juden und Moslems nicht an tollen Orgasmen. Das Problem ist fast immer,dass man sich bei der SB einen zu starken Druck angewöhnt und evtl. auch noch Stimulation von außen durch Pornos. Dann ist man überfordert, hat zu wenig Druck beim Eindringen und ist leider auch nicht gewöhnt, sich durch die Berührungen und den Hautkontakt stimulieren zu lassen. Hier hilft nur: Verzicht auf Pornos, möglichst wenig SB und wenn,dann mit stets weniger Druck, intensives Vorspiel, evtl. ein paar Fantasien verwirklichen.

    LG Dr. Höllering"


    Das ist unfassbar wie ignorant und taub sich manche Ärzte gegenüber diesem Thema verhalten. Wenn Ärzte überfordert sind und nicht weiter wissen, dann kommt immer die Aussage es sei ein Kopfproblem :thumbdown:
    Für mich haben solche Ärzte ein Kopfproblem!

    Woher weiss die gute Frau denn bitte, dass Millionen von Juden und Moslems eine tollen Orgasmus haben? Hat sie schon mit allen geschlafen oder wie? Unmöglich so eine Aussage zu tätigen und überhaupt nicht ernst zu nehmen.

    Was sollte bitte ein intensives Vorspiel bringen, wenn ich trotzdem nicht viel spüre und kein Höhepunkt erreicht wird?

    Hier hilft nur: NICHT SINNLOS BESCHNEIDEN! sonst nix

    http://www.mh-hannover.de/fileadmin/klin…cher_Stress.pdf die Medizinische Hochschule Hannover befasst sich mit der Thematik seelische Reaktionen auf traumatische Ereignisse: Posttraumatischer Stress als normale Reaktion auf abnormale Erlebnisse. Darin geht es zwar nicht direkt um das Thema Beschneidung, aber ein Bezug kann schnell hergestellt werden.

    Zitat

    weit verbreitete Reaktion auf ein traumatisches Ereignis ist Ärger. Dieser Ärger bezieht sich häufig auf die Person, die verantwortlich dafür ist, dass man verletzt oder in seinem Leben beeinträchtigt ist.
    Ärgergefühle können aber auch hervorgerufen werden durch Personen (auch vertraute), die einen an das Trauma erinnern.

    Zitat

    Bei dem Trauma haben Sie vermutlich das Gefühl gehabt, nichts tun zu können und der Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Dieses Gefühl von Kontrollverlust kann auch nach dem Ereignis weiter anhalten, z.B. beim ungewollten Wiedererleben.

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    Das Gefühl der andauernden Bedrohung und das ungewollte Wiedererleben sind für den Betroffenen sehr belastend, weshalb es verständlich ist, dass viele versuchen, das Erlebte in den Griff zu bekommen, indem sie alles vermeiden, was mit dem Trauma zu tun hat (Kleidung, Personen, Orte, Fernsehen). Dies kann kurzfristig Ihre Belastung verringern, verhindert aber eine langfristige Verarbeitung des Traumas.

    http://www.psychotraumatologie.de/selbsthilfe/kinder.html Dieser Verein befasst sich mit der Psychotherapie und Prävention von psychotraumatischen Störungen.

    Zitat

    Diese Informationen sind für Eltern bestimmt, deren Kinder von belastenden Erlebnissen betroffen sind oder die einer belastenden Maßnahme entgegensehen, wie zum Beispiel einer Operation.


    Manchmal lässt sich eine solche OP auch vermeiden :||

    Zitat

    Wir wissen heute, dass Traumatisierung im Kindesalter in aller Regel schwerwiegende Kurz- und Langzeitfolgen nach sich zieht. Die wichtigsten ähneln dem psychotraumatischen Belastungssyndrom bei Erwachsenen. Vier Merkmale lassen sich unterscheiden:

    1. Wiederkehrende, sich aufdrängende Erinnerungen.
    2. Sich ständig wiederholende Verhaltensweisen. Im „traumatischen Spiel" wiederholen Kinder beständig das traumatische Ereignis. Die Kinder haben oft kein Bewusstsein von dem Zusammenhang zwischen Spiel und Ereignis.
    3. Ängste. Diese richten sich auf die traumatische Situation und tauchen immer wieder auf, wenn etwas an das Trauma erinnert.
    4. Veränderte Einstellung zu Menschen, zum Leben und zur Zukunft. Verlust des Vertrauens und negative Erwartungen an das Leben.


    Zutreffend! Dürfte vielen Betroffenen sehr bekannt vorkommen.

    Wie alt ist dieser Mann auf dem Foto? Und wie viele Jahre liegt seine Beschneidung jetzt zurück? Oftmals treten diese Probleme erst nach ein paar Jahren auf.


    Ich bin 27 und die Beschneidung liegt jetzt 9 Jahre zurück.

    Die Probleme traten bei mir schon unmittelbar nach der Beschneidung auf (natürlich erst als die Narbe verheilt war), wobei ich diese nicht sofort als gravierend Empfand. Man hofft ja das sich diese mit den Jahren legen, genau das Gegenteil ist aber bei mir der Fall gewesen. Hat ca. 1-2 Jahr gedauert bis ich mir dem ganzen Ausmaß der Beschneidung bewusst war.

    Kann hier auch nochmal nachgelesen werden https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page…d&threadID=3719

    Hat der gute Man eigentlich eine Ahnung wovon er spricht?
    Für mich hört sich das ganze eher danach an als hätte er Beschneidung bei der "allwissenden" Suchmaschine eingegeben und die erst besten Ergebnisse genommen.

    Das fühlt sich für mich als negativ Betroffener wie ein Schlag ins Gesicht an. Ich fühle mich von solchen "Experten" ziemlich verarscht. Denn die die Ahnung haben sollten, nutzen die Unwissenheit der Hilfesuchenden schamlos aus.