Beiträge von Franke87

    Der Islam ist nicht Grundsätzlich schlecht, sondern das was die Menschen daraus machen!
    Man darf wegen ein paar weniger die momentan im "Namen" dieser Reglion leid über die Welt bringen, nicht über eine ganze Religion urteilen.
    Man bedenke nur das Christen vor langer Zeit auch nicht besser waren.

    Das Thema Beschneidung ist leider mit der Kultur und deren Glauben seit Jahrhunderten verankert. Die Menschen meine es mit Sicherheit nicht böse, aber kennen es leider nicht anders. Tradition lässt sich so schnell nicht umkrempeln.
    Hier muss definitiv ein Umdenken stattfinden, was nur durch konsequente Aufklärung erfolgen kann.

    Das ist aber ein allgemeines Problem unserer Gesellschaft. Wenn man heute ein Problem (egal welcher Art) hat, wird man schnell abgestempelt und als schwach hingestellt.
    Das ist dann ein Grund dafür, dass Betroffene sich nicht öffnen und Schweigen.

    Nun ja, ich kenne einige Betroffene, deren Narbe überempfindlich reagiert, die Schmerzen bei jeder Berührung haben.
    Also: Die Herrschaften Urologen sagen die Wahrheit. Die Sensibilität ist sogar enorm gesteigert.

    Ich muss dazu sagen, dass es mir da ähnlich geht, also hat der Urologe gewissermaßen leider recht.

    Die Narbe ist es eher nur bei Wetterumschwung. Bei mir ist es so das die Eichel beim laufen häufig an der Unterhose reibt, dass ist gerade beim Sport richtig unangenehm und lenkt leider meinem Aufmerksamkeit schnell auf dieses Problem, weg vom Sport.
    Bei sexueller Aktivität hingegen ist es genau umgekehrt, da spüre ich zum Teil extrem wenig Reibung. Selbst Gleitgel wegzulassen bringt da recht wenig.

    Schmerzen hab ich keine, trotzdem ist sehr unangenehm!

    Jede OP birgt ein gewisses Risiko und der Heilungsprozess und das empfinden nach Operationen ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Man sollte bei jedem Eingriff genau abwägen welchen nutzen dieser hat, da man nie weiss was aus der Wundertüte rauskommt.

    Auch nochmal von mir ein Danke Weguer für dies offene und ehrliche Buch. Ich hoffe es erfährt die Aufmerksamkeit die es verdient.

    Hab das Buch jetzt schon seit August, bin aber bis heute nicht weiter als bis Seite 94 gekommen. Ich muss oftmals nach wenigen Seiten das lesen unterbrechen oder manchmal auch ganz abbrechen, auch wenn ich das ganze nicht als Kind durch machen
    musste, finde ich mich doch in vielem was du beschreibst wieder.

    Gerade das Gespräch mit deinem Freund Michael hat mich ziemlich getroffen, denn dies ist einer der Punkte vor denen ich am meisten Angst habe. Mein bester Freund ist auch beschnitten, ich weiss es von ihm, er aber nicht von mir. Ich kann es auch nicht thematisieren, da ich tatsächlich eben Angst habe, dass er kein Verständnis dafür hat, dass er mich nicht versteht, mich nicht für voll nimmt.
    Natürlich könnte es auch sein das er Probleme damit hat, aber das Risiko kann ich nicht eingehen. Es würde definitiv der Freundschaft schaden, wenn er es nicht versteht.

    Ich hänge gerade eben auf jener Seite 94, auf der du von Tom R. berichtest, der von seinem Vater, einem Arzt, wegen angeblicher Phimose im alter von 6 Jahren beschnitten wurde. Hier gab es ein Gespräch zwischen dem Vater und einem indischen Kollegen, der darauf hin meinte:"Das ist gut, dann geht die ganze Energie in den Kopf!"
    Nach dieser Aussage hatte ich Tränen in den Augen und musste das Buch erstmal weg legen.
    Ich muss dieser Aussage leider zustimmen, denn es ist auch bei mir so!
    Seit meiner Beschneidung, ist meine ganze Energie in meinem Kopf, aber es ist definitiv keine positive Energie die mich da seitdem jeden Tag auf Schritt und Tritt begleitet.

    Von daher habe ich gerade auch in der heutigen Zeit überhaupt kein Verständnis für egal welche angeblichen Vorteile sich die Medizin oder Menschen immer wieder einfallen lassen, einen solchen Eingriff an kleinen wehrlosen Kindern durchzuführen. Der Eingriff wird auf jedenfall Narben hinterlassen, ob "nur" in kosmetischer Form, oder seelischer Form ist dabei nie absehbar. Deshalb sollte dieser Eingriff immer das letzte Mittel sein und wenn möglich erst als Erwaschsener nach eingehender Aufklärung über Langzeitfolgen erfolgen.

    Danke für dieses Buch :thumbup:
    Hoffentlich öffnet es endlich die Augen und Herzen derer, die viel zu lange weggeschaut haben und diese Op als doch "nur kleinen Schnitt" bezeichnet haben.

    Der Gedanke dort zu kaufen und eventuell die nächste "Feier" für den kleinen Prinzen mitzufinanzieren widert mich eben an. Mag bei dir ja anders sein. Meine Ansichten sind eben etwas anders. Werden dann auch gerne mal gelöscht oder zensiert (ist euer gutes Recht als Betreiber).

    Das ist ja dein gutes Recht dann dort nicht mehr einzukaufen, nur denke ich das es nichts daran ändern wird! Die Feier wird deswegen trotzdem zelebriert.

    Genau das ist auch wichtig das wir alle nicht die gleichen Ansichten teilen, dass wird auch nie der Fall sein, aber gewisse Ansichten haben hier definitiv keinen Platz!!!

    Ich denke dabei gerade an einen Dönerimbiss oder türkischen Supermarkt. Oberflächlich sind da häufig oft die Mehrheit Türken etc.. Statistisch gesehen sind doch die meisten Türken hier für die Beschneidung oder nicht?

    Und was sollte das bringen? Die meisten derer die einen solchen Imbiss betreiben konnten sich es ja auch nicht raussuchen das sie als Kind verstümmelt wurden. Da gibt es genügend die damit mehr als unzufrieden sind oder Probleme haben.

    Ein Boykott wird ja nichts an deren Religion und Tradition ändern, dies kann nur eine permanente Aufklärung bewirken! Ein Boykott würde da sicherlich die Falschen treffen und mehr Schaden anrichten als einen Nutzen zu haben.

    Ich muss zu meiner schande gestehen das ich bis gestern wirklich so dachte.
    Ich hatte mich nie mit diesem Thema beschäftigt


    Hallo missy,
    das ist keine Schande, denn selbst die meisten Menschen denken genauso.
    Doch wenn ein angeblicher Facharzt selbst nichts besseres kennt als zu schneiden, dann sollte man an seiner Fachkompetenz stark zweifeln!

    Gerade die kleinsten stecken so einen Eingriff nicht mal so eben weg. Die Auswirkungen eines solchen Eingriffs können zum Teil auch erst Jahre später zu Tage treten. Daher solltest du genau überlegen ob es das richtige ist, gerade da er anscheinend keine wirklichen Probleme hat.

    Wünsche dir und deinem Kleinen alles gute, das du die richtige Entscheidung triffst.

    Was hat dich mehr fasziniert, die Beschneidung, oder der offensive (coole?) Umgang deines Freundes mit seiner Beschneidung?

    Ich denke mal das es eine Mischung aus beidem, Faszination und sein Umgang damit, dazu beigetragen haben, dass ich auch so sein wollte.
    Er hat es eben auch immer als etwas besonderes vermittelt.
    Das hat bei mir glaub ich schon in der 2. oder 3. Klasse angefangen, mit dem Gedanken so sein zu wollen.


    Aber ist so ein offener , ja vielleicht sogar provokanter Umgang mit dieser Sache normal? Oder auch nur eine Bewältigungssrategie des unvermeidlichen, nicht mehr umkehrbaren Zustandes? So wie andere sich damit verstecken, schämen, in sich zurückziehen?

    Ich bin mir heute sicher das es eine Schutzmaßnahme von ihm war. Ich hab paar mal mitbekommen wie er deswegen gehänselt wurde. Auch in der Pubertät war das mal der Fall, da hat er gar nicht darauf geantwortet, was bei seiner großen Klappe eigentlich nie vorkam.
    Ich denke im Nachhinein schon das es ihn beschäftigt hat.

    Aber hättest du Sexualität ohne Phimose, als etwas unbeschwertes und befriedigendes, entdecken, kennenlernen und erleben dürfen, keinerlei Vorhautprobleme gehabt, hättest du auch nur einen Gedanken an eine Beschneidung vergeudet?

    Meine Probleme hatten mir die Entscheidung leicht gemacht, mir wurde dadurch die Entscheidung gar abgenommen, es gab ja einen (angeblichen) Grund.

    Ohne Probleme aber, denke ich nicht das ich mich überhaupt dazu getraut hätte. Warum sollte man auch, etwas intaktes und funktionierendes entfernen? So weit wäre ich nicht gegangen!

    frage: Warum kommt jemand, der offensichtlich keinerlei med. Problem mit seiner Vorhaut hat überhaupt auf die Idee, sich da rumschneiden zu lassen, was treibt ihn an?

    Als Junge wollte ich auch immer beschnitten sein. Meine 2 besten Freunde in der Schulzeit waren auch beschnitten und ich empfand das irgendwie immer besonders. Einer von beiden ist damit auch immer recht offensiv Umgegangen, was bei mir das Gefühl verstärkt hat auch so sein zu wollen.
    Die Phimose hat mir dann Quasi die Entscheidung abgenommen und man hörte ja auch nie wirklich etwas negatives über die Beschneidung.
    Mein Urologe klärte mich auch nicht sonderlich über Nebenwirkungen und Konsequenzen auf (vielleicht weil er sie selbst nicht kannte?), dadurch bin ich natürlich auch recht leichtfertig an diese OP heran gegangen. Was ich natürlich heute mehr als nur bereue. Das Ende vom Lied Meine Beschneidung mit 18, der größte Fehler!!!

    Die Beschneidung sollte wirklich die allerletzte Option sein und auch nur dann wenn es medizinisch wirklich nicht mehr anders geht (was nur sehr selten der Fall ist). Ohne medizinische Indikation ist diese OP völlig sinnlos und ohne jeglichen Vorteil.