Beiträge von Tante Jay

    Ich weiß von einer US-Mutter, die ihrem Sohn, als er sich über seine Beschneidung bei ihr beklagt hatte und meinte, dass er "da unten" nichts mehr fühlen könnte, gesagt hat, dass es gut ist, dass sein Gefühl so runtergezogen ist, weil Männer ja so einen unendlichen sexuellen Appetit haben, dass sie Frauen sonst keine Zeit zum Luftholen lassen.

    Nachdem sie dann selbst recherchiert hat und ihr *endlich* ein Kronleuchter aufgegangen ist, was sie ihrem Sohn da eigentlich angetan hat, hat sie diese Worte bitterlich bereut. Aber ich habe diese Aussage so oder in einem anderen Kontext schon öfter gehört.

    Nein, ich halte das nicht für einen Scherz.

    So. Und bevor wieder jemand mit Quellen kommt: Meine Facebook-Timeline. Die such ich jetzt nicht ab.

    Dann lies das, was du nochmal geschrieben hast, mal bitte LAUT. Und zwar mit dem entsprechenden Tonfall - vielleicht erschließt sich dein Kommandoton dir dann etwas eher? Das war von dir die Anordnung eines Befehlshabers an einen Untergebenen - und wo wir bei Allergien sind: Das ist bei mir ne multiple Allergie.

    Und nein, ich diskutiere nach wie vor nicht auf dieser Ebene. Und das mit dem "kreischende Psychopathin" ist eine persönliche Beleidigung für die ich an dieser Stelle eine Entschuldigung erwarte.

    Da es aber auf dieser Welt wichtigeres gibt als Radikalfeministische Ansätze, die in jeder Kritik an Frauen sofort verkappten Sexismus vermuten und entsprechend mit Mistgabeln und Fackeln vor der IP-Adresse des von ihnen als "schuldig" ausgemachten Menschen stehen, gehe ich jetzt bei einem Umzug helfen.

    Bitte *erst* etwas runterkommen, dann meinen Post nochmal lesen und dann bitte *nochmal* drüber nachdenken. Dann klappts auch mit dem Frühstück.

    Das, was du mir unterstellst, habe ich nicht behauptet und würde es auch nicht. Ich habe *lediglich* meinen eigenen Erfahrungsschatz (der inzwischen sehr viel größer ist, als ich es je für möglich gehalten habe) gezeigt und gesagt, dass ich nicht verstehe, *warum* das so ist.

    Frauen sind tatsächlich *oft* viel vehementer darin, die Beschneidung zu verteidigen, als es die Männer sind. Denen ist das *oft* recht egal (Ausnahmen bestätigen hier die Regel) bzw. sie wollen nicht weiter drüber nachdenken, weil das dann dazu führt, dass sie zugeben müssten, selbst verstümmelt worden zu sein. Wollen sie nicht.

    Es war bei der FGM eine Binsenweisheit: Wenn du die FGM beenden willst, musst du die Frauen überzeugen. Aber nicht, weil sie die Opfer sind, sondern weil sie es waren, die das Ritual verteidigt haben. Das Verbot setzte erst ein, als die Frauenverbände sich dagegen ausgesprochen haben (in den USA ist es zum Beispiel erst seit Ende der 90er verboten, bis dahin konnten Frauen völlig legal beschnitten werden, soviel dazu).

    Dasselbe ist bei der MGM der Fall: Überzeuge die Mütter, dann hast du ein gesichertes Baby. Nur wenige Männer stellen sich einer Mutter direkt nach der Geburt entgegen.

    Und nochmal: Ich verstehe nicht, wie man das noch verteidigen kann, wenn man die Videos gesehen und die Schreie der Babies gehört hat. Unabhängig davon, dass du das nicht als "seriöse" Quelle ansehen wirst: Es gibt bei Facebook Profil über Profil, wo genau die Zitate zu finden sind, die ich genannt habe. Und die sind ernst gemeint.
    Geht nicht. Die Kommentarmöglichkeiten bei Zeitungen unterliegen einer völlig anderen Software. Hier ist Wordpress am Werk und das macht nun mal
    Mann beschwert sich darüber, dass er beschnitten wurde? Schlappschwanz. Und das kommt definitiv nicht von Männern.

    Das Argument, dass man "Jungs nicht beibringen kann sich *da* zu waschen" und eine Beschneidung daher aus hygienischen Gründen notwendig ist, habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen, das ist mir *mehr* als einmal entgegengeschlagen.

    Ich hasse übrigens keine Frauen, im Gegenteil. :P

    Aber was ich hasse, ist der unreflektierte Müll, der dahergeplappert wird und irgendwelche hohlköpfigen Barbieverschnitte, die die Beschneidung auch dann noch verteidigen, wenn der Sohn vor einem steht und sagt, dass er doch gerne seine Vorhaut zurückhätte.

    Antwort einer "Mutter"?

    "Klar, kriegst du sofort, aber dann krieg ich auch von dir 9 Monate Miete für die Zeit, die du in der Gebärmutter verbracht hast."

    Um die gehts mir - wie du daraus eine Generalisierung machst, ist mir völlig schleierhaft.

    Wäre ich der Sohn, hätt ich den Cent sofort bezahlt und auf Lieferung bestanden.

    Und ich verstehe das nicht.

    Die schlimmsten Äußerungen zur Beschneidung höre ich *immer* von Frauen.

    "Du weißt doch" *Gelächter* "dass man einem Mann nicht beibringen kann, sich *da* zu waschen" *schenkelklopf*

    Die direkte Ansprache von Frauen die sich an beschnittene Männer richtet, die unter ihrer Beschneidung Höllenqualen leiden, ist immer: "Schlappschwanz" und andere Beschimpfungen.

    Wohlgemerkt, dass sind alles Äußerungen von Frauen - teilweise gehts echt noch herzloser, manche werden so aggressiv, dass man sich fragt, ob man es mit Psychopathen zu tun hat.

    Eine Äußerung im Bekanntenkreis war:

    "Diese scheiß Antisemitische Beschneidungsdiskussion. Wenn ich einen Sohn hab, wird er beschnitten, damit die Leute sehen, dass das harmlos ist" (insert Bratpfanne meinerseits an dieser Stelle).

    Wie gesagt, die schlimmsten, abwertendsten und widerlichsten Äußerungen kommen da echt von Frauen, die hier Zickenterror betreiben, der nicht mehr feierlich ist.

    Und, wie gesagt, ich verstehe es nicht.

    Wie taub muss man sein, wenn man sich über die Schreie eines frisch beschnittenen Säuglings lustig macht, der massiv an Gewicht verloren hat und sich weigert zu trinken, weil er so "ein niedliches Gesicht macht... oh boy, is he mad..." nein, du dumme Trutsche, dein Sohn hat massive Schmerzen weil DU zugelassen hast, dass die Hälfte seines Penisses gehäutet wurde und er keinerlei Schmerzmittel bekommt - und er gerade mit der offenen Wunde offenbar in der vollen Windel liegt *thumbs up*

    Es ist so zum kotzen und es regt mich tierisch auf. Ich würde gerne jede einzelne dieser Furien übers Knie legen bis die endlich kapieren, was die da eigentlich machen und wie abstoßend ihr Verhalten ist.

    *schnauf*

    Ich glaub ich geh ins Bett... ich werd grad ein bisschen ärgerlich.

    Ich senfe auch mal ;)

    Bei vielen Gesprächen hat sich für mich herauskristallisiert, dass viele Männer einfach Probleme mit ZU straffer Haut haben - was für viele ein zusätzliches Problem ist, zusätzlich zur Keratinisierung.

    Soll heißen: Der Babypenis ist halt so klein und unübersichtlich, dass man schon mal viel zuviel wegschneidet und den Penis fast zur Hälfte häutet. Das kommt in den USA offenbar häufiger vor ("degloving").

    Wenn dann endlich alles verheilt wird, ist nicht mehr genug Haut für eine Erektion da - und das tut schweineweh und geht hin bis zu Rupturen, die auch noch ziemlich bluten.

    Gerade für diese Männer sind die Vorhautrestauration über Dehnungen offenbar eine der besseren Methoden, das Problem in den Griff zu bekommen.

    Nein, die Nervenenden bekommt man so nicht zurück, die sind weg. Aber man bekommt ein natürlicheres Aussehen zurück, einen ziemlichen seelischen Boost und die Eichel wird wieder empfindlicher.

    Ich finde, das ist durchaus ein Grund, das zu versuchen.

    Das ist wieder eine direkte Argumentationslinie die bei Mädchen und Jungen völlig unterschiedlich beantwortet wird.

    Es gab viele Argumente beim Verbot der FGM - eins davon war, dass die Eltern, das halt im Hinterzimmer...mit den Nachteilen....unhygienisch... genau.

    Die Antwort bei der FGM lautete: Ein Rechtsbruch ist ein Rechtsbruch ist ein Rechtsbruch und es kann nicht sein, dass man einen Rechtsbruch durch eine Gesetzesänderung quasi hinnimmt, weil die Eltern unbelehrbar sind.

    Statt dessen setzte man auf Aufklärung und eben auf strikte Verbote.

    Wie man bei Jungen reagiert...ach was red ich...

    Merkt ihr die Argumentationsschiene?

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ein Argument "pro" Beschneidung lautete, dass man das nicht verbieten kann, da sonst die Beschneidung im Hinterzimmer/beim Friseur/in unhygienischen Verhältnissen durchgeführt werden.

    also müsse man das den Ärzten erlauben, weil sonst die Kinder geschädigt werden.

    Dieser Arzt haut mit seinen Zahlen haargenau in diese Kerbe rein, indem er quasi "bestätigt" dass die Kinder durch die Hinterzimmerbeschneidungen stark geschädigt sind.

    Ziel: Die GKV soll Beschneidungen wieder übernehmen.

    Wieso "suchen" - die Gründe dagegen sind so vielfältig, dass man schon blind und taub sein muss, um sie nicht zu sehen oder zu hören.

    Dagegen haben es die Befürworter doch etwas schwerer.

    "'cause I wanna"
    und
    "Isso"

    sind nu mal keine guten Argumente in einer Diskussion.

    "der in Bagdad geborene Deutsche jüdischen Glaubens" - ist kein Moslem.

    Und als ob der ne Phimose hätte. Ich bleibe dabei:

    Kann er ohne Probleme urinieren?

    Ja: PFOTEN WEG
    Nein: Salbentherapie und notfalls einen kleinen Schnitt um diese Fähigkeit herzustellen. Alles andere kann warten bis Junior alt genug ist.

    "Ich liebe meinen Sohn" - ja ne. Und im Scheidungskrieg wird er dann butz beschnitten. Weil Mama das nicht wollte.

    Ich gehöre keiner Konfession an, bin aber beschnitten und das ist auch OK so. Weiterhin habe ich heufig sehr guten
    Sex mit meiner Freundin und bin psyschisch gesund.
    Was soll das eigentlich ?! Das ist doch Sache der Juden. Ich akzeptiere die Juden, also auch ihre Rituale.
    Ein Judentum ohne seine speziellen Rituale ist nun mal kein Judentum. Wir sollten Gastfreundlicher werden !
    Irgendwann kommt der Tag andem Steine über andere Menschen richten.

    Die üblichen Argumente.

    Weil DU keine Probleme damit hast, heißt das noch lange nicht dass andere sie auch nicht haben. DIR gehts gut - Gratulation und ich meine das völlig ernst so.

    Viele andere haben Probleme, zuviel kann schiefgehen und zuviele überleben die Beschneidung nicht.

    Es geht auch, wenn du hier ordentlich geguckt hast, nicht allein um die jüdische Beschneidung. Es wird aus vielen Gründen beschnitten:

    - es ist hygienischer (was ist eigentlich so schlimm an Wasser und Seife?)
    - es ist schöner (sorry, aber bei einem SÄUGLING hat diese Überlegung nichts verloren, das ist bereits sexueller Missbrauch)
    - er soll aussehen wie Papa (na, da kann der KLeine aber froh sein, wenn Daddy noch alle Gliedmaßen vollständig hat und keine Narben irgendwo)
    - es schützt vor Harnwegsinfektionen (hm, bei Mädchen gibts Antibiotika, ist mir neu, dass Jungen davon sterben oder Schäden davontragen)
    - es schützt die Partnerin später vor Gebärmutterhalskrebs (doof, wenn Junior schwul ist)
    - es schützt vor Peniskrebs (yay, eine 1:1 Mio Chance, Peniskrebs zu kriegen, wenn man 80 ist, dafür kann man dann Säuglinge beschneiden)
    - es schützt vor HIV (ich warte immer noch auf eine einigermaßen nachvollziehbare Erklärung, warum dann die USA, viele afrikanische Länder und Israel so ein massives HIV-Problem haben und wir hier, unbeschnitten wie wir sind, nicht)
    - es schützt vor Geschlechtskrankheiten (erklärt mir an der Stelle mal, warum man sexuell inaktive SÄUGLINGE und KLEINKINDER vor Geschlechtskrankheiten schützen muss?)

    hab ich was vergessen?

    Achso. Nur weil DU übrigens keine Probleme hast, heißt das nicht, dass dein Junior später auch keine hat. Es ist eine Operation, durchgeführt an einem nicht einwilligungsfähigen Säugling bzw. Kleinkind. Und zwar ohne Betäubung (wer mir hier mit EMLA-Creme kommt, der macht Bekanntschaft mit meiner Bratpfanne), weil die gefährlich ist für Kinder in dem Alter.

    Die Kinder haben ein hyperentwickeltes (kein unterentwickeltes) Nervensystem, sie spüren die Schmerzen verstärkt. Die brüllen ganz gottserbärmlich, verschlucken sich, kotzen, nässen sich ein bis hin zu spontanem Stuhlgang, weil die Schmerzen so intensiv sind. Nicht wenige gehen in einen "neurogenic shock", werden komatös (das sind dann die, die laut Mohel oder Schlachter (aka "Arzt") "die ganze Prozedur verschlafen haben".

    Die Folgen für die Kleinkinder können sein (Aufzählung nicht vollständig): Störungen der Mutter-Kind-Bindung, Gedeihstörungen, PTBS bereits bei sehr kleinen Kindern.

    Die medizinischen Folgen können sein (Aufzählung nicht vollständig): Wundinfektionen (offene Wunde in der Windel yay, Bakterien ole) bis hin zu einer lebensbedrohlichen Sepsis, verbluten durch anritzen der Penisarterie (passiert recht häufig in den USA wo selbst ein dressierter Molch diese Operation durchführen kann und du siehst das Blut in der Windel erst zu spät, die Dinger sind verdammt saugfähig), Abtrennung der Eichel, Teil- oder vollständiger Verlust des Penisses, Wundheilungsstörungen, Bildung von Hautbrücken, die später chirurgisch korrigiert werden müssen.

    Spätfolgen können sein: Desensibilisierung des gesamten Fortpflanzungsapparats bis hin zur Erektionsunfähigkeit (frag mal einige Männer hier), weil die Eichelhaut keratinisiert, Schamhaare bei Erektionen bis rauf den halben Schaft, weil nur noch so wenig Penishaut übrig ist und die sich so dehnt, Hautrisse in Folge von zu wenig Penishaut bis hin zu wirklich fiesen Schmerzen bei jeder Erektion...

    Die Aufzählungen sind nicht vollständig.

    Die Funktion der Vorhaut ist: Feuchthalten der Eichel (die von einer Schleimhaut bedeckt ist, die auch vor dem Eindringen von Viren und Bakterien schützt), sowie ein Gleitmechanismus, der den Sex angenehmer und vor allem sanfter macht.

    Und jetzt sag DU mir nochmal, dass man die Leute einfach mal machen lassen soll.

    Es gibt, gerade im jüdischen Glauben bereits Alternativrituale. Zum Beispiel die Brit Shalom, die der christlichen Taufe entspricht. In England gibt es Gemeinden, wo die Vorhaut nicht mehr abgetrennt wird, sondern nur noch angeritzt - suboptimal, aber besser als nix.

    Gerade im Judentum hat sich die Beschneidungspraxis in den letzten Jahrhunderten immer weiter verschärft. Ursprünglich war die abrahamitische Beschneidung das Abtrennen der Vorhautspitze. Wie das so ist, im Laufe der Zeit wurde es mehr und mehr und jetzt wird die gesamte Vorhaut abgetrennt.

    Das Problem ist in Israel übrigens so übel, dass es da einen Rabbinerrat gibt, der *jeden* Todesfall nach einer Brit untersucht, ob der Mohel einen Fehler gemacht hat. Hat er nie - aber glaubst du allen ernstes, dass dieser Rat eingerichtet wäre, wenn es keine toten Babies nach einer Beschneidung gäbe? Oder die Richtlinie, dass eine Familie, die 3 Söhne durch die Beschneidung verloren hat, den vierten intakt lassen kann?

    GRRRR.

    Jeder kann gerne glauben, an was er will. Aber Pfoten weg von den Kindern. Und die Messer auch.

    Mit dieser Äußerung wäre ich hier in der Komikernation Deutschland vorsichtig. Schließlich katapultiert uns der § 1631d BGB gerade in diese Zeit zurück.

    Nein, wir sind trotz aller Rückschritte von DER Art Menschenbild noch sehr weit entfernt.

    Was nicht heißen soll, dass wir diesen Spielraum nach unten ausloten sollten. Mir wärs lieber wenn wir den nach oben endlich mal ausloten würden.

    Was mir auffällt ist, dass die sehr alte Männer heranziehen als Beispiel.

    Junge Männer sind wohl nicht so wirklich begeistert davon, ein Stück vom Fortpflanzungsinstrument zu opfern, damit sie den Bund mit G-d eingehen.

    Wundert mich an der Stelle nicht wirklich.

    Disclaimer, weils aktuell leider mal wieder nötig ist:

    Mir isses hupe, woran jemand glaubt. Das kann er gerne tun. Die Grenze ist aber klar da gezogen, wo Kinder involviert sind. Ich habe Mütter, die in meinem Beisein ihre Kinder übers Knie gelegt haben, bereits dezent drauf hingewiesen, dass sie gerade eine Straftat begehen und ich im Wiederholungsfall keine Probleme habe, sie anzuzeigen.

    Ich werde jeden verteidigen, der angegriffen wird - mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln. Und mir ist egal *warum* er angegriffen wird. Gewalt ist zu verurteilen. Jede Gewalt. Zu jeder Zeit. Gegen jeden.

    Aber ich werde auch weiterhin für das Recht der körperlichen Unversehrtheit *jedes* Menschen, egal ob Junge oder Mädchen, Mann oder Frau, Schwarz oder Weiß, Christ, Jude, Moslem oder von mir aus auch Pastafari eintreten. Das ist ein Menschenrecht. Und das Recht auf freie Ausübung der Religion der Eltern, die mit den teils drastischen Nebenwirkungen nicht leben müssen, sondern das Kind, dass den Eltern die Ausübung der Religion erst ermöglicht hat, hat dagegen hintenanzustehen.

    Und zwar dauerhaft.

    Ja , da hätte ich drauf kommen können. Früher gab es ja mal sowas, das nannte sich "strip tease", aber das ist schon so lange her... ^^ ;)

    Eigentlich kenne ich schon den Unterschied zwischen strip und strap, aber da war ich wohl einfach übereifrig - danke für die Korrektur!

    Ja, das mit Ashley, das ist auch total abstoßend, gutes Beispiel. In den USA wurden übrigens auch bis in die 60er Jahre hinein "aufsässige" Jungen in Heimen kastriert, um "sie ruhig zu stellen". Bis 2005 konnten in den USA Jugendliche hingerichtet werden.

    Da kriegt das Wort vom "Strap tease" doch eine völlig neue Bedeutung... *hust* und ich weiß, was du mit "lange her" meinst :D

    Und gern geschehen. ich will hier nicht klugscheißen (naja, ok, ich wills doch, so bin ich nu mal), aber mir springt sowas ziemlich heftig in die Pupille, zumal ich momentan mehr englisch als deutsch schreibe und spreche. ;)

    Es gibt da das Heim in Florida, wo die Jungs wahrscheinlich froh gewesen wären, wenn sie "nur" kastriert worden wären:

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/ch…s-horrors.story

    Die USA haben, was Menschenrechte angeht, fürchterlichen Nachholbedarf. Die sind irgendwie im 19. Jahrhundert stehengeblieben.

    Kleiner Übersetzungsfehler. "To strip" ist nicht "to strap". "stripped him" => nackt ausziehen. "strapped him" => Festbinden.

    Der Räuber hat das Opfer im Gleichnis ausgezogen, nicht festgebunden.

    Ansonsten hast du völlig Recht, das Experiment da ist abstoßend.

    Aber das steht durchaus im Einklang mit der amerikanischen Medizin. Und selbst die Intaktivisten haben zum Beispiel bei dem Fall "Ashley" hier durchaus Partei für die Eltern ergriffen.
    Zur Erklärung: "Ashley" war der Fall eines sechsjährigen körperlich und geistig behinderten Mädchens, dass bereits früh anfing zu pubertieren. Ihr wurden dann mit Einverständnis und *auf Wunsch der Eltern" sämtliche Fortpflanzungsorgane inkl. Brust amputiert und sie wurde mit Hormonen auf dem körperlichen Stand einer sechsjährigen gehalten, damit die Eltern sie weiter zu Hause pflegen konnten, auch wenn sie älter wurden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ashley-Behandlung

    Die Amerikaner sind echt fix bei der Sache, wenn es darum geht, körperliche "Unvollkommenheiten" bzw. "unnormales Aussehen" zu "korrigieren" - das bezieht zum Beispiel auch schon transgender-OPs in frühestem Kindesalter mit ein. Der Penis zu klein? Yay, ein Mädchen, operieren wir um. Ups, das Mädchen will ein Junge sein? Tja...ab ist ab, get over it.

    Vulva und Klitoris zu groß? Yay, transgender, operieren wir um. Ups? Doch Mädchen? Hajo, machen wirs Loch halt wieder auf, aber die Gebärmutter ist leider weg.

    Die sind da echt viel zu schnell mit dem Messer, egal wo du hinguckst. Transgender, Beschneidung, irgendwelche Schönheitsoperationen an Halbwüchsigen und Kindern, damit die in die Barbie-Norm passen und Behinderte werden dann halt so zurechtgestutzt wie das Pflegepersonal das braucht. Ist doch eh nur menschliches Gemüse (ein Begriff, den die Ärzte bei Rick Hoyt gebraucht haben um seinem Vater zu beschreiben, was für ein Leben er zu erwarten hat, Rick Hoyt hat im Team Hoyt Ironmen gelaufen (bzw. sein Vater hat ihn geschoben) und er hat nen Collegeabschluß und arbeitet als Lehrer) und die merken ja eh nix.

    Die sind von unserem Menschlichkeitsbegriff gerade in der Medizin Äonen entfernt. Das sollte man nie vergessen.