Beiträge von Tante Jay
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Zum Vergleich FGM und MGM... *seufz*
FGM Ia und Ib sind die häufigsten Formen - soweit mir bekannt ist sind etwa 90% der Frauen in Ägypten nach dieser Form beschnitten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche…Cmmelung#Afrika
Die Infibulation (also die FGM Typ III, die "pharaonische Beschneidung) wird nur in recht wenigen Staaten überhaupt durchgeführt, da aber exzessiv. Interessant ist, dass diese Staaten oft auch dicht an dem Status "failed State" sind bzw. diesen erreicht haben, wie z.b. Somalia.
Die Infibulation (Typ III) ist insbesondere in Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, Somalia und Nordsudan verbreitet, in Dschibuti und Nordsudan ist mehr als die Hälfte der Frauen, in Somalia sind etwa 80 % der Frauen von diesem Eingriff betroffen.[70]Das sind Staaten, die massive Probleme haben, wo es für die Frauen überlebenswichtig sein kann, "attraktiv" zu wirken. Und wenn ein Mädchen nur mit Infibulation attraktiv wird - dann riskieren wirs halt - nur so kriegen wir sie verheiratet und versorgt. Meine Theorie: Stellt die Staaten da auf vernünftige Füße und verschafft den Leuten Bildung, dann erledigt sich auch das Problem.
Auch wenn wir das alle gerne hätten: Es gibt keine Abkürzung. Es gibt keinen kurzen Weg. Leider. Den gab es bei der FGM damals nicht und den gibt es bei der MGM genausowenig. Die Verteidiger sind zu laut, zu stark. Und das Problem ist keins, was die Leute gerne auf der Agenda haben - und damit wegschieben.
Ich setze derzeit große Hoffnungen in Lena Nyhus und Intact Denmark. Die Frau hat genau die Power, die wir weltweit brauchen.
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So wie du das jetzt beschreibst, sehe ich da überhaupt keine Veranlassung, chirurgisch zu intervenieren. Nicht mal ansatzweise.
Das ist alles im grünen Bereich, das ist nicht "furchtbar eng" - er kann problemlos pinkeln und es "ziept" - mehr nicht.
Da muss nix operiert werden. Und vor allem sollten weder du noch der Kleine in die OP reingemobbt werden. Das ist Scary-Taktiken, die da gefahren werden. Und wenn die ausgepackt werden, kannst du sehen, dass der Doc nix gut ist.
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Ich werd so misstrauisch, dass der Doc sofort komplett beschneiden will.
Die Vorhautamputation *kann* nur das allerletzte Mittel sein und das sehe ich hier noch nicht mal ansatzweise erreicht.
Und bitte, ein Grundsatz, falls die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist: Solange der Junge keine Probleme beim Pinkeln hat, gibt es mit der Vorhaut keine Probleme. Da liegt keine pathologische Phimose vor sondern eine physiologische. Und das Durchschnittsalter, wann diese physiologische Phimose sich auflöst, liegt meines Wissens nach bei 10,4 Jahren.
Bei manchen Kinderärzten hält sich aber hartnäckig das "mit 3 Jahren muss das frei sein"-Gerücht und wenn das nicht der Fall ist, dann helfen die nach "um zu gucken, ob die Harnröhre frei liegt" - das kann man übrigens ganz leicht feststellen OHNE die Vorhaut zurückzuziehen: Man fragt die Eltern.
Die Konsequenz sieht man leider bei ihrem Kleinen. Es tut erst höllisch weh (die Vorhaut ist ja noch mit der Eichel verklebt - das soll ja noch so) und dann: Vernarbungen.
Aber eine Totalbeschneidung sehe ich da noch nicht.
Eine richtig angewendete Salbentherapie, wo zunächst sie und dann ihr Sohn sehr genau informiert werden, was sie da wie und wann tun müssen, dürfte Erfolge zeigen. Und die Triple Inzision ist auch durchaus eine Lösung.
Aber dass die überhaupt nötig wurde - da bedanken sie sich bitte bei denen, die da mit Gewalt "versucht" haben, die "Phimose" zu lösen

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Und dabei bin ich wirklich auf einige Bilder gestoßen, die es wirklich in sich haben. Was ist den eigentlich nur mit diesen Penis nach der Beschneidung passiert?
http://www.circumcisionharm.org/images-circhar…gneyro1_500.jpg
Oder handelt es sich dabei nur um eine Fotomontage? (also nicht echt sondern Fake)
Und warum wird die Eichel bei diesen 3. Bildern so extrem blaß?
Das passiert, wenn der Schlachter beim Beschneiden des Säuglings auch Schafthaut mit "entfernt" - das sogenannte Degloving. Da wächst zwar wieder Haut nach, aber schön ist dann echt anders.
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Erkundige dich bitte mal nach sekundärer Wundheilung - darum ging auch kein "Nachnähen".
Wenn sich etwas entzündet, muss die Wunde von unten ausgranulieren - aber schön ist definitiv anders. Und das ist bei dir wohl passiert. Die Narben, die es dann gibt sind relativ großflächig und alles andere als "schön" also gleichmäßig.
Du solltest von Anfang an intensive Narbenpflege betreiben. Und das meine ich ernst. Und informiere dich bitte über Dinge wie Vorhautwiederherstellung oder Senslip/manhood, damit du die Eichel bedeckt bekommst sobald alles abgeheilt (!) ist.
Konsultiere bitte einen Anwalt deines Vertrauens (Schwerpunkt Medizinrecht) und verklag den Schlachter von hier bis Timbuktu. SO sollte keine Wundheilung oder Narbe JE aussehen, wenn man was richtig macht.
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Nur für den Fall, dass jemand das nicht mitbekommen hat.
Intact America hat einen Demonstrationszug in Washington gestartet. Man kann ganz gut sehen, wie die teilweise von den Zuschauern angegangen werden.
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ich hab das Bild gesehen - wie man nach dem Bild noch als normal ansehen kann und nicht als Reduktionsoperation ist mir schleierhaft.
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...blöd, das man es nicht in einen Umschlag stecken und aufbewahren kann...
Okay das war OT

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Guy, danke - aber ich kann ohne Witz damit wenig anfangen, ich brauch praktische Vergleiche. Den mit der Kreditkarte hab ich aus dem englischen falsch übersetzt

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Ich und meine Mathekenntnisse...ich hab falsch umgerechnet *g*
Danke

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Mal sehen, ob er meinen Kommentar freischaltet:
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nein, es werden nicht “Millimeter der Vorhaut” abgetrennt, sondern “die Vorhaut wird abgetrennt” – es verbleibt kein Rest.
Die Millimeter sind übrigens bei einem Erwachsenen so groß wie eine Kreditkarte.Von der Tatsache mal ganz abgesehen, dass bei einem neugeborenen Baby die Vorhaut mit der Eichel verklebt ist, diese Verklebung wird gewaltsam gelöst, was eine Häutungswunde verursacht, die höllisch wehtut. Der Rest der Vorhaut wird dann mit verschiedenen Instrumenten abgetrennt. Und das ohne Betäubung, weil man gerade Säuglinge nicht betäuben *kann* – die sind zu klein und vertragen keine Anästhetika.
Übrigens, mal ein paar Details zur Beschneidung: Es gibt nicht nur die pharaonische Beschneidung. Es gibt auch die FGM Ia und Ib – Wikipedia hat Infos dazu.
Diese Form der Beschneidung wird z.b. in Ägypten praktiziert. Dort sind Schätzungen zufolge mehr als 80% der Frauen nach dieser Beschneidungsform beschnitten – und sie verteidigen die Beschneidung vehement, selbst wenn sie unterrichtet werden. Warum?
Weil es sauberer ist. Weil es religiöse Pflicht ist, weil es vor Krankheiten schützt. Weil auch die Mutter/Tante/Schwester/whoever beschnitten wurde. Weil man das bei einem kleinen Kind tut, das sich nicht an die Schmerzen erinnern kann.
Ja, die FGM ist eine unglaubliche Sauerei. Es *muss* aufhören. Aber das hört nicht auf, wenn man da Unterschiede zwischen den Geschlechtern macht.
Es gibt bereits einen (ägyptischen) Gynäkologen, der sehr offiziell die FGM Ia und Ib unter explizitem Hinweis auf das deutsche Gesetz zur Jungenbeschneidung, das er für sexistisch hält, weil den Mädchen die Vorteile der Beschneidung vorenthalten werden, propagiert.
Und erst 2011 hat die AAP wieder versucht, die FGM Ia und Ib als Beschneidungsform für Mädchen in den USA zu etablieren.
Entweder alle oder gar keinen – aber das Leid der beschnittenen Männer marginalisieren, indem man es lächerlich macht, kommt mir so bekannt vor. Diese Argumentation “durften” sich die Feministinnen, die die FGM bannen wollten, damals auch anhören.
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@ Tante Jay: sie hat sich mal über mangelnde Hygiene bei Männern ausgelassen, darauf müssten die Betreffenden selbst reagieren. Was du ja in deinem Blog schon getan hast, aber ich habe halt noch nie entsprechende Statements von männlichen Vertretern der jüdischen Gemeinde gehört.
Wenn du Antje Deusel kritisierst, bist du Antisemit. Das ist bei ihr ein kategorischer Imperativ, da kommst du auch echt nicht durch. Die ist stolz, einer der wenigen weiblichen Mohelim zu sein - die will sich das nicht kaputtmachen lassen.
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meine strategischen Fragen habe ich mit Bezug auf die letzen Berichte aus Dänemark geschrieben, von der ich hoffe, dass sie auf jüdische Eltern in Deutschland ausstrahlt. Kann es sein, dass die Debatte über Beschneidung in jüdischen Gemeinden außerhalb Deutschlands offensiver ausgetragen wird als hier? Warum DARF sich eine Antje Deusel so auslassen, warum stoppt die keiner von denen, die es anginge?
Kleiner Tipp: Versuchs doch mal.
Aber leg dir vorher ein dickes Fell zu *g*
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Von einer Gewerkschaft kann man auch nicht erwarten, dass sie sich für Arbeitgeberfreiheiten einsetzt. Es gibt im Feminismus auch eine erhebliche männerhassende Komponente, der Mann (zumindest der "männliche Mann") als Feindbild.
Vergiss an der Stelle bitte nicht, dass die meisten Frauen auch veritable Gründe dann dafür haben. Hast du eigentlich ne Ahnung, wo die ersten Radikalfeministinnen herkamen? Das waren vergewaltigte Frauen, die weitere Vergewaltigungen verhindern wollten.
Wenn du mal Sätze siehst wie: "Männer sollten alle beschnitten werden, dann können sie mit dem Schniepel keinen Unfug mehr machen" - dann guck mal nach, ob du Details zur Lebensgeschichte findest. Die sind erschreckend.
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Welchen Länder und welche Stimmen meinst Du? Glaubst Du im Ernst, dass in der westlichen Welt FGM wieder eingeführt werden könnte, um MGM nicht verbieten zu müssen?Jein.
Derzeit und in den nächsten 10, 15, 20 Jahren? Aussichtslos.
Aber danach? Würde ich meine Hand nicht für ins Feuer legen. Ehrlich nicht. Wenn wir nicht langsam alle Kinder geschützt kriegen, wird "steter Tropfen höhlt den Stein" auch hier wieder wirken. Dann wirds Studien geben, dass die weibliche Beschneidung doch so viele Vorteile hat. In Ägypten gibts ja genug Frauen, ebenso wie auf den Philippinen, die für die Studien hergenommen werden können. Im Zuge der Gleichberechtigung kann man gut argumentieren, dass die Frauen doch benachteiligt werden, weil sie nicht beschnitten werden. Und...und...und...
Die Kuh ist nicht dauerhaft vom Eis, solange wir nicht in die Köpfe gehämmert haben, dass Messer und Skalpelle NICHT an Kindergenitalien gehören.
Kinder. Nicht Mädchen, nicht Jungen: Kinder.
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Danke für den Hinweis auf Sibylle Berg. Daran kann/könnte man wenigstens konkret diskutieren.
Nein, ich verwechsle nicht Frauen und Feministinnen. Allerdings ist auch bei Letzteren das Bild sehr bunt, schwer in Untergruppen aufzuteilen und diese gegeneinander abzugrenzen. Schwer ist es auch zu beurteilen, wen die in der Öffentlichkeit auftauchenden Feministinnen eigentlich repräsentieren. Das gilt auch für Sibylle Berg...
Sibylle (okay, nicht Silke *g*) Berg repräsentiert in erster Linie sich selbst und sonst keinen.
Und es gibt halt bei Feministinnen auch recht viele Untergruppen. Ich persönlich stehe auf einem etwas ambivalenten Standpunkt, gebe ich ja offen zu. Einerseits weiß ich genau, dass eine Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist. Und gegenseitiger Respekt nach wie vor eine Utopie ist.
Aber: Das gilt für beide (!) Seiten.
Mal als Vater vor Gericht versucht, dass alleinige Sorgerecht zu bekommen? Mal als Mutter versucht, einen anständig bezahlten Job zu bekommen, wenn man das Sorgerecht hat?
Wenn ein Mann eine Frau anpackt, ist das zu Recht sexuelle Belästigung. Aber jeder lacht sich nen Ast, wenn die Frauen hemmungslos "hingreifen" und wenn Mann sich wehrt, wird gesagt: "Stell dich nicht so an". Mehrfach im Büro erlebt, ein Kollege, der nach Meinung der Damen dort echt "süß" aussah wurde permanent von denen angegrabscht und fragt nicht nach Sonnenschein. Und als er sich das verbeten hatte, wurde der unglaublich mies gemobbt. Sowas geht nicht - im umgekehrten Fall wäre es zur Entlassung des Mannes gekommen, so wurde ER noch als der Spielverderber dargestellt.
Zumindest so lange bis das durch einigermaßen neutrale Kollegen klargestellt werden konnte. Aber es MUSSTE klargestellt werden. Einer Frau hätte man sofort geglaubt.
Wir brauchen diesen Gießkannenfeminismus nicht mehr, der einseitig nur auf ein Geschlecht ausgerichtet ist. Wir müssen bei bestimmten Situation hingucken, die analysieren und gegensteuern, wenn notwendig.
Und *threadbiegezange ansetz* genau darum MUSS die MGM ein Anliegen der Feministinnen sein. Weil sie eben eine Ungleichberechtigung ist.
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Alice Schwarzer zu dem Thema:
http://www.emma.de/artikel/soll-d…n-werden-154869
Silke Berg:
http://www.spiegel.de/kultur/gesells…n-a-845060.htmlAlice Schwarzer hat ihr Blog umgekrempelt - und wie es sich für das Flaggschiff des deutschen Feminismus gehört hat sie auf die Lesbarkeit alter Beiträge keinen Wert gelegt, wenn jemand den kompletten Text findet, wärs nice. Tenor war übrigens: "Beschneidung schützt Frauen vor Krankheiten, also setzt gefälligst das Messer an". Gott hat die in den Kommentaren Feuer gekriegt *g*
Werner, verwechsel bitte nicht "Frauen" und "Feminismus" - die Gruppen haben Schnittmengen, sind aber nicht Deckungsgleich

Was meinst du denn, woher das "man kann männliche und weibliche Beschneidung nicht vergleichen"-Argument herkommt? Das ist die Angst, dass die Mädchen auch wieder im Regen stehen, wenn man es wagt, sich gegen die MGM auszusprechen. Darum ist dieser Kampf schwieriger, weil wir mehr Fronten haben als damals die Feministinnen (auch wenn ich nach wie vor glaube, dass wir aus deren Buch ein paar Seiten abschreiben sollten).
Deutschland hat die MGM explizit erlaubt. Und es gibt inzwischen Stimmen, die *noch* vereinzelt sind, die sich fragen: Wenn man die Beschneidung von Jungen so explizit erlaubt, warum nicht auch die von Mädchen.
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Vielleicht sollte man es ganz unterlassen, einzelne Praxen oder Krankenhäuser anzugehen?
Sie alle tragen jeweils nur zu einem winzigen Bruchteil zur gesamten Beschneidungsrate von minderjährigen gesunden Jungen hierzulande bei.Jepp.

Das Thema muss komplett vom Tisch und nicht nur anhand eines einzelnen Krankenhauses oder Arztes.