Die Untergrabung der Regulierungssysteme wie der Presse/Justiz welche die Demokratie stützen, hat in den Reihen der CDU/CSU (Strauß) ja auch so etwas wie "Tradition" wenn sie sich dahingehend bemüht.
Und diese Tradition gilt es natürlich zu wahren, sie ist für den Fortbestand der CDU/CSU natürlich ungemein wichtig! Die Demokratie interessiert dabei nicht - im Gegenteil. Ein Klotz am Bein wie es scheint.
Beiträge von Cleopatra
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Sehr geehrte/r Frau/Herr XY
die Bundesregierung versucht in diesen Tagen in Rekordzeit ein Gesetz vom Zaun zu brechen, welches eindrucksvoll das Recht von Jungen auf ihre körperliche Unversehrtheit einschränkt, nämlich Drucksache 17/11295 betreffend die Legalisierung der Beschneidung von nicht-einwilligungsfähigen Jungen.
Durch diesen Entwurf soll es Eltern gestattet werden in eine operative Entfernung der Vorhaut ihrer Söhne ohne bestimmte Indikation einwilligen zu können und so maßgeblichen Einfluss auf das gesamte Sexualleben ihres Sohnes zu nehmen.Ohne näher auf die Ihnen hoffentlich bekannten Nebenwirkungen (Entfernung von ca. 70% des sensorisch hochentwickelten Penisgewebes, der Keratinisierung der Eichel) sowie möglichen Komplikationen der Operation selbst (von Blutungen bis zum vollständigen Verlust des Penis oder Tod) eingehen zu wollen habe ich einige Fragen an Sie als Mitentscheider über den Entwurf, den Gegenentwurf und die eingebrachten Änderungsvorschläge.
1. Warum darf ich meinen Söhnen zwar ohne Angabe von Gründen die Vorhaut abschneiden lassen, sie aber weder piercen, tätowieren oder körperlich züchtigen obwohl diese Eingriffe in der Regel gegenüber der radikalen Zirkumzision geradezu minimal-invasiv sind?
2. Wie wollen Sie sicherstellen, daß die Operateure (insbesondere diejenigen, die selbst religiös motiviert sind) tatsächlich den Widerstand des Kindes respektieren?
3. Wie wollen Sie sicherstellen, daß das Kind wirklich im Rahmen seiner Reife in den Entscheidungsprozess eingebunden wird? Und wieso ist ein artikulationsfähiges Kind eher schützenswert als ein Neugeborenes?
4, Welche Möglichkeiten räumen Sie einem Opfer ein sich zu wehren, nachdem ihm die Vollnarkose verabreicht wird und das danach ohne Vorhaut wieder aufwacht?
5. Sollen Eltern tatsächlich berechtigt sein die Sexualität ihrer Kinder derart endgültig an die Kandare zu nehmen? Und wieso nur die Sexualität ihrer Söhne? Ist die Lust unserer Töchter wichtiger bzw. schützenswerter?
6. Ein Säugling/Kind hat noch keinen eigenen Glauben. Es hat keine Religion, die es ausüben könnte. Vertreten Eltern das noch nicht vorhandene Gewissen des Kindes? Können Eltern für ihr Kind ein religiöses Bekenntnis abgeben? Ein Bekenntnis, von dem das Kind noch nicht einmal weiß, das es existiert?
Die von der Bundesregierung und bestimmten Wortführern zugelassenen Experten machten einen sehr - nun ja - auserwählten Eindruck. Allein unter den Rednern vor dem Ethikrat ware im Endeffekt drei Vertreter des Zentralrats der Juden, aber kein einziger Opfervertreter. Fühlen Sie sich von der Regierung ausreichend und umfassend Informiert, um eine gewissenhafte Entscheidung treffen zu können?
Insgesamt habe ich bei der Debatte den Eindruck gewonnen, als wenn der unbedingte Wunsch der Kanzlerin und der Bundesregierung sich bei den jüdischen und muslimischen Gemeinden im Inland sowie bei Israel und den muslimischen Staaten anzubiedern ohne Rücksicht darauf, was ihr Auftrag die Schwächsten der Gesellschaft im Fall des Falles auch vor den eigenen Eltern und anderen Dritten gebietet und unsere Verfassung sowie die bisherigen Gesetze zum Jugendschutz verlangen und erwarten lassen.
Für Ihre Antworten auf meine obigen Fragen danke ich im Voraus und hoffe, daß sie nicht nur meine Bedenken zerstreuen können sondern auch für sich einen Weg finden in der anstehenden Abstimmung eine wahrhaft gewissenhafte Entscheidung zu fällen.
Mit freundlichen Grüßen
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Die Email hat die Crew erhalten. Vermutlich sehr viel zu tun im Moment.
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Circumcision: People have a right to choose
ZitatWe say yes to circumcision but no to mandatory circumcision.
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Gegenklage: IKG zeigt Beschneidungsgegner an « DiePresse.com
Körperverletzung "Religionsausübung" gegen Menschenrecht. Auf die Klage bin ich gespannt, welche das Letztere dem Ersteren unterodnet.
Die Religion hinterlässt hier mal wieder verbrannte Erde. -
Hier spricht wohl Anima und Animus zur selben Zeit.
Wer machte denn der Mitwelt Spaß?
Den will sie doch und soll ihn haben. -
Auf der Titanic Geige spielen.
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Wieder ein kläglicher Versuch Druck auszuüben in Form von Phrasen. Wenn die Religion nicht in der Lage ist sich selbst zu reformieren da sie anderen Menschen (Kindern) Schaden zufügt, muss es eben von außen geschehen. Und von Religion kann hier auch nicht mehr die Rede sein, wenn ein Körperteil eines Kindes abgetrennt wird und das Kind aufgrund der elterlichen Weltanschauung leiden muss. Es ist Körperverletzung, egal in welche Worte man es verpackt. Wo kommen wir denn hin, wenn wir anfangen Körperteile abzutrennen und es dann auch noch mit "Glaube" vor dem Gesetz rechtfertigen können. Und dass kein jüdisches und muslimisches Leben mehr möglich ist, ist auch eine Phrase. Natürlich ist es möglich, davon lebt ja unsere Demokratie und der säkulare Staat.
Doch dazu gehören nicht nur Forderungen sondern auch Pflichten und vor allem - keine Erpressungsversuche in Form von Vorwürfen - Antisemititmus, Islamophobie und wenn ihr nicht das macht was wir wollen...dann gehen wir! Was ist denn das für ein Verhalten? Noch dazu in einem Rechtsstaat. Sollen wir als Kritiker nun auch hingehen und sagen: wenn der Staat es nicht verbietet, dann gehen wir, da der Rechtsstaat unser Fundament ist und dieses Gefüge mit der Legalisierung zerstört wird?
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Das ist wohl wahr B.O Bachter. Allerdings halte ich eine Übergewichtung egal welcher Weltanschauung für gefährlich.
Auch Religionen, wie die Geschichte gezeigt hat, können mit Macht nicht umgehen.
Und sich hinzustellen und sich als Heilsbringer auszugeben (gar als Opfer) ist eine Verleumdung der Geschichte.
Das rechte Maß fehlt bei Wolfgang Thierse, was mich so ärgert in dieser Sache. -
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Das müssen wir nicht vertiefen bin ich der Meinung. Wir sollten beim Thema bleiben.
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Es geht um die Aufgabe des Rechtsstaates Hickhack, welcher hier in Sachen Beschneidung seiner Pflicht nicht nachkommt. Justitias Augenbinde abzunehmen ist schon ein invasiver Prozess.
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Zitat von Wolfgang Thierse in der Zeit "Ich bin zugleich Politiker und Christ. Das lässt sich nicht trennen. Was ich glaube, ist meine persönliche Sache, aber das kann ich doch nicht von dem fernhalten, was ich als Politiker tue, sage, entscheide."
Da haben wir es doch. Die religiöse Prägung wird zum Leitbild der Ausübung des politischen Amtes.
Wer Glaube und Politik nicht trennen kann, sollte in einem säkularen Staat erst garnicht in die Politik, denn er gefährdet das politische Gefüge. In meinen Augen, ist Herr Thierse ein Demagoge. -
Interessanter Aspekt.
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Rechtsvorschriften als Würdeverletzung? hm.
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Die Würde der Eltern kann ja nicht verletzt werden, da diese ja einwilligen müssen. Sie entscheiden ja selbst, in wie weit diese dann verletzt wird mit der Beschneidung ihres Sohnes. Meinst du das damit? Oder generell, aller Eltern, auch derer die ihre Kinder nicht beschneiden lassen?