Nein das war eigentlich nicht das Thema. Ich hatte mal eine Entzündung das war aber nicht so schlimm und ist wider verheitl. Es war halt nur so dass ich die Vorhaut auch im schlafen zustand nicht über die Eichel schieben konnte. Des war der Grund zum die Beschneidung machen. Dass es nicht normal ist hab ich schon vorher gewusst weil schon früher der Arzt mal gesagt hatt dass ich möglichst oft beim Duschen und Baden versuchen soll zu dehnen im warmen Wasser.
Das hat aber eig nicht wirklich was gebracht und irgendwie bin ich auch selber dran schuld weil ich ned so fleissig mich an den Rat gehalten habe
Auf Grundlage dessen, was Du mir berichtet hast, erachte diese Beschneidung für absolut fehlindiziert, d. h. unnötig. Dein behandelnder Arzt, der dich beschnitten hat, hat dich entweder aus Unwissenheit falsch informiert oder gar getäuscht.
Ich halte es ehrlich gesagt für zweifelhaft, ob bei dir überhaupt irgendeine Behandlung (egal ob konservativ oder chirurgisch) notwendig war, oder ob Du nur etwas mehr Zeit und Geduld benötigt hättest.
Jeder Junge hat eine bestimmte Zeit seines Lebens eine Vorhaut, die sich nicht (komplett) hinter die Eichel zurückziehen lässt. Bei der Geburt ist bei allen Jungen die Vorhaut noch verengt und mit der Eichel fest verklebt, und folglich nicht-zurückziehbar. Das ist normal. Es ist keine Krankheit. Dieser Zustand wird manchmal auch "physiologische Phimose" genannt und löst sich mit zunehmenden Alter ganz von allein.
Wie viele wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, besteht eine sehr, sehr große Bandbreite, ab welchem Zeitpunkt diese Lösung abgeschlossen und sich die Vorhaut vollständig zurückschieben lässt.
Bei einigen Jungen wird die Vorhaut tatsächlich im Verlauf der Pubertät wohl unter Einwirkung der Pubertätshormone voll zurückziehbar. Schau dir z. B. diese Graphik hier an, die einige wissenschaftliche Untersuchungen über die Vorhautentwicklung graphisch darstellt. (Anklicken zum Vergrößern).
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Mit 14 Jahren warst Du sozusagen körperlich noch nicht komplett "fertig entwickelt". Es wäre also durchaus möglich gewesen, dass die Vorhautverengung noch von allein gelöst hätte.
Gemäß aktuellen Leitlinien sollte eine Behandlung einer Phimose bei Jungen vor Abschluss der Pubertät auch nur aufgrund von Beschwerden (einschließlich narbiger Veränderungen) stattfinden und nicht einfach nur, weil die Vorhaut noch eng ist bzw. nicht zurückziehbar ist.
Natürlich ist es so, dass wenn z. B. der erste GV bevorsteht, und wenn Du Angst hast, die mangelnde Beweglichkeit der Vorhaut dir Probleme bereiten könnte, eine Behandlung mit dem Ziel, die Vorhaut zurückziehbar zu machen, durchaus angemessen sein könnte. Das muss man im Einzelfall entscheiden. Aber diese Behandlung wäre in diesem speziellen Fall dann eine konservative (nicht-chirurgische), medikamentöse Behandlung mittels kortisonhaltiger Salben und Dehnung.
Also zusammengefasst: Bei dir war, wenn überhaupt!, eine nicht-chirurgische Salbenhandlung nötig; möglicherweise war auch gar keine Behandlung notwendig.
Ich sage dir das nicht, um dich fertig zu machen, oder um dir ein schlechtes Gewissen einzureden. Ich sage dir das, weil Ich der Meinung bin, dass Du das Recht hast, zu erfahren, wenn Du falsch behandelt wurdest und jetzt mit den Folgen einer irreversiblen Operation leben musst.