Beiträge von Sokrates

    Ganz ehrlich: Ich halte es für eine Sauerei, was dieser Urologe mit deinem Sohn gemacht hat! Dein Sohn hatte anscheinend keine Probleme - und jetzt hat er eine Blutung! an der Unterseite der Eichel!!

    Die Vorhaut mit Gewalt zurückzuziehen (und dann auch noch mit Zangen !?) ist natürlich keine seriöse Untersuchungsmethode sondern eigentlich Körperverletzung. Wenn ein beschwerdefreies Kind ins Untersuchungszimmer hineingeht und dann mit einem blutenden Genital wieder herauskommt, ist das ein klares Warnsignal.

    Es existiert ein sehr breites zeitliches Spektrum, ab wann die Vorhaut sich vollständig zurückschieben lässt. Die Vorhaut wird bei einigen Jungs erst während der Pubertät komplett zurückschiebbar- vermutlich unter dem Einfluss der verstärkten Hormonproduktion in der Pubertät. (Bei den Wirkstoffen, die in den Salben bei der konservativen Phimose-Behandlung in der Regel verwendet werden, handelt es sich auch um Hormone (Corticosteroide)). Generell verändert sich der Penis im Verlauf der Pubertät radikal. Es ist also nichts krankhaftes, wenn ein Junge in diesem Alter noch keine voll zurückschiebbare Vorhaut besitzt.

    Was die Vernarbungen im vorderen Bereich der Vorhaut anbelangt. Grundsätzlich sind auch narbige Phimosen kein Ausschlussgrund für eine konservative Therapie! Allerdings halte ich diese Diagnose – auch angesichts der "Untersuchungsmethoden" dieses Urologen – für fragwürdig. Das Urteil eines Arztes, der derartige schädliche Untersuchungsmethoden anwendet, darf getrost in Zweifel gezogen werden. Woher sollten die Vernarbungen denn herrühren?! Narben entstehen nicht einfach von ganz allein. Kannst du die vermeintlichen Vernarbungen denn selbst irgendwie mit deinen eigenen Augen erkennen!?

    Tatsächlich ist es so, wie Turpsius schon erwähnte, dass solche gewaltsamen, erzwungenen Zurückziehversuche, wie sie der Urologe offenbar angewandt hat, schlimmstenfalls selbst zu Vernarbungen und sekundären Verengungen führen können!

    Hallo noch mal.

    Das ist natürlich eine traurige Geschichte. Ich kann verstehen, dass Du verzweifelt bist.

    Ich muss dir ganz offen sagen, dass meine Möglichkeiten dir zu helfen, begrenzt sind. Ich bin kein Arzt und ich kann keine Ferndiagnose zu stellen.

    Ich kann dir grundsätzlich nur raten, dich noch mal einen Arzt anzuvertrauen und versuchen einen Termin zu bekommen. Anders wird es wohl nicht gehen.

    Balanitis ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl an Erkrankungen unterschiedlicher Ursachen. Und "Jucken" ist bei vielen dieser Erkrankungen ein mögliches Symptom.

    Du kannst dir mal diese sehr umfangreiche Leitlinie Balanoposthidis ( https://iusti.org/wp-content/upl…noposthitis.pdf ) durchlesen - um mal schauen, ob irgendeine der dort beschriebenen Diagnosen auf dich zutreffen könnte. So wie ich das sehe, werden bei 5 der in der Leitlinie genannten Erkrankungen einschließlich Candida-Infektionen (Hefepilzinfektionen) Juckreiz (engl "itch") unter den Symptomen genannt. (Gib einfach "itch" in die Dokumentensuchleiste an. Dann findest Du es direkt.)


    Zitat

    du brauchst nicht glauben das da jemals einer einen abstrich gemacht hat oder sowas in die richtung einfach nur verzweiflung pur.

    Das hätte man natürlich tun sollen - um Erreger herauszufinden bzw. auszuschließen.

    Also von Dehnen per Ring bei Kindern halte ich nicht viel. Das ist eine ziemliche Fummelei. Wenn ein Ring zu weit ist kann das ganze unanagenehm werden.

    Ja, das kann man nur betonen. Sowas ist definitiv nicht für Kinder geeignet. Es ist auch keine Behandlung, die von Ärzteverbänden oder Leitlinien unterstützt wird. Es gibt auch (fast) keine Studien zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen.


    Danke für die Rückmeldungen. Ich könnte jetzt sicherlich noch ein paar Ärzte abtelefonieren um evtl. einen "richtigen" zu finden.

    Bei solchen Mediziner-Bewertungsportalen ist große Vorsicht geboten. Solche Bewertungen werden in der Regel von Laien, denen oftmals das nötige Wissen fehlt, um die fachliche Kompetenz von Ärzten zu bewerten. D. h. der Arzt wird wohl vor allem nach solchen Sachen wie Freundlichkeit oder seinem zwischenmenschlicher Umgang gewertet. Das ist zwar durchaus auch wichtig. Aber auch ein freundlicher Arzt kann fachlich schlecht aufgestellt und ein schlechter Diagnostiker sein.

    Dann stellt sich auch die Frage der Manipulation. Wie leicht können solche Bewertungsportale denn manipuliert werden?! Ich nehme an, dass da einfach jeder Person mit Internet Zugang eine Bewertung abgeben kann - aufgrund des Arztgeheimnisses kann man es schlecht nachprüfen, ob es sich um echte Mediziner haltet.

    Ich würde solche Bewertungsportale von Ärzten eher mit großer Vorsicht betrachten.

    Hallo, erstmal.

    Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Fall.

    Du hast dir wegen therapieresistenten Jucken beschneiden lassen? Ich muss dich fragen? Wo juckt es denn jetzt genau? An der Eichel oder der Harnröhre?!

    Und wo juckte es denn überhaupt (vor Beschneidung)? An der Harnröhre? An der Harnröhrenöffnung? Eichel? Vorhaut? Alles?

    Also sich wegen Juckreiz - ohne dessen Ursache zu kennen - beschneiden zu lassen, war womöglich keine gute Idee. Aber das hilft dir jetzt auch nicht weiter.

    Hattest Du von irgendeinem der Ärzte, wo Du warst, denn eine brauchbare Diagnose bekommen? Haben sie dir irgendeine Krankheit genannt, die das Jucken verursacht haben könnte?

    Vielleicht hast du eine chronische Entzündung, die das Jucken verursachte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Jucken neurologischen Ursprungs war. Meine erste Vermutung ist, dass die Ursache des Juckens, was es auch immer war, nicht durch die Beschneidung beseitigt wurde, und daher das Jucken weitergeht.

    Aber ist die Beschneidungswunde denn bei dir bereits schon vollständig abgeheilt!?

    Was mir noch eine für eine Idee kam.

    Vielleicht kannst Du deinen Kinderarzt noch mal fragen, ob er einen vorhautfreundlichen Urologen oder Kinderchirurgen - oder aber einen mit dem Thema vertrauten Kinderarzt in eurer relativen Nähe kennt. Dann könnte er sich die Sache noch mal anschauen.


    Aber wie schon gesagt. Da der Junge jetzt keine Schmerzen mehr zu haben scheint, halte ich es für klug, nichts zu übersturzen und erst mal in Ruhe abzuklären, was überhaupt das Problem war oder ist, und welche Behandlungsoptionen bestehen. Vielleicht ist alles harmloser als es zunächst schien. Es ist zum Teil schwierig aus der Ferne alles einzuschätzen.

    Fahren jetzt nach Münster und hören uns da die Diagnose an.

    Dr. Haghgu in Münster? Ok. Ich habe ehrlich gesagt keine Hinweise, dass er besonders vorhautfreundlich ist.

    Die von einem anderen Forennutzer Arzt gemachte Behauptung, dass der Mann Triple Inzisionen durchführt, hat sich als falsch herausgestellt. Diese Behauptung stützte sich nur um einen Aufklärungsbogen eines Medizinverlages, in dem alternative Behandlungen aufgelistet wurden.

    Hallo noch mal,

    Ich wollte dir grundsätzlich sagen, dass ich dich nicht beunruhigen und unnötig wegen Lichen sclerosus in Panik versetzen wollte. Wir können hier keine Ferndiagnosen durchführen. So ein Narbenring, sollte er tatsächlich vorliegen, kann natürlich auch andere harmlosere Ursachen haben. Ich würde dir aber ganz grundsätzlich raten, da der Junge jetzt keine Schmerzen zu haben scheint, nichts zu übersturzen und erst mal in Ruhe abzuklären, was wirklich los ist, und welche Behandlungsoptionen bestehen.


    Nach 4 Tagen Behandlungen mit der "alten" Salbe ist der verhärtete Ring auch schon wieder verschwunden. Bei der Salbe steht schon direkt am Anfang nicht für Kinder geeignet.

    Habe ich dich jetzt richtig verstanden. Den erhärteten Ring, den der Kinderchirurg jetzt vor wenigen Tagen ein zweites Mal festgestellt hat, ist nach vier Tagen schon verschwunden? Das erstaunt mich jetzt. Aber die Vorhaut ist weiterhin nicht zurückziehbar.

    Da kann der Narbenring – vermutlich – nicht so schlimm bzw. stark ausgeprägt gewesen sein.


    Nach 4 Tagen Behandlungen mit der "alten" Salbe ist der verhärtete Ring auch schon wieder verschwunden. Bei der Salbe steht schon direkt am Anfang nicht für Kinder geeignet.

    Nach 4 Tagen Behandlungen mit der "alten" Salbe ist der verhärtete Ring auch schon wieder verschwunden. Bei der Salbe steht schon direkt am Anfang nicht für Kinder geeignet.


    In Fällen von echter Lichen sclerosus müssen es allerdings sehr stark wirksame Corticosteroide sein. Das mit dem "Nicht für Kinder geeignet" muss dich in diesem Fall wirklich nicht beruhigen. Die Salbenbehandlung selbst ist durch zahlreiche Studien aus mehreren Nationen mittlerweile sehr gut erforscht, und wird von der internationalen Fachliteratur als auch Leitlinien als eine sichere Standardbehandlung bei Phimose empfohlen.
    Die "Gefahr" bei einer Salbenbehandlung, die ich persönlich sehe, ist, dass durch unsachgemäßes oder übertriebenes Dehnen der Vorhaut, diese verletzt werden kann.

    PS: Noch zur Klarstellung: Auch wenn der Narbenring nicht von einer Lichen sclerosus herrühren sollte, wäre eine Salbenbehandlung mit einem anderen bzw. stärker wirksameren Corticosteroid selbstverständlich auch möglich. Die Narben könnten natürlich auch andere Ursachen haben. Allerdings fällt mir persönlich in deinen Berichten jetzt nichts auf, was diese verursacht haben könnte. Daher erscheint mir Lichen sclerosus zumindest nahe liegend.

    Der Kinderchirurg hat jetzt empfohlen den "vernarbten" Ring zu entfernen.


    "Vernarbter Ring"? Also hat der Kinderchirurg jetzt doch einen Lichen sclerosus diagnostiziert!? Jedenfalls wüsste ich nicht, woher die Narben sonst hätten kommen sollen.


    Um ehrlich zu sein, hatte ich hier schon einen Verdacht. Ich habe mich aber zurückgehalten, weil ich dich nicht ängstigen wollten. Du hattest ja schon berichtet, dass der Kinderchirurg vor einem Jahr einen weißen Ring festgestellt hätte. Dies ist ein Hinweis auf einen Lichen sclerosus. Ein Lichen sclerosus wäre zumindest eine plausible Erklärung dafür, warum die Vorhaut deinem Eindruck in den letzten Jahren enger wurde.


    In unklaren Fällen ist sichere Diagnose für einen Lichen sclerosus nur durch eine Biopsie möglich. Diese ist aber schmerzhaft und sollte unter Betäubung erfolgen. Sie ist daher auch nur ratsam, wenn die "Blickdiagnose" nicht eindeutig ist.


    Gibt es Fälle, dass so eine vernarbte Haut sich zurückbilden kann?


    Der Lichen sclerosus, sofern es die Ursache ist, kann zumindest konservativ behandelt werden. Die Behandlung besteht aus der Anwendung einer Salbe mit einem sehr stark wirksamen Corticosteroid (üblicherweise Clobetasolpropionat) über den Zeitraum von bis zu 3 Monaten.

    Du hast ja schon berichtet, dass der Kinderchirurg vor einem Jahr eine Salbenbehandlung verordnet hatte. Diese Salbe (Betagalen) beinhalte allerdings als Wirkstoff Betamethason. Bei diesem handelte es sich zwar auch ein Corticosteroid, aber ein im Vergleich zu Clobetasolpropionat schwächer wirksames.

    In der neuen europäischen S3-Leitlinie zur Behandlung von Lichen sclerosus wird Betamethason nirgendwo als Behandlung genannt. (Es gibt tatsächlich zahlreiche Studien über die Salbenbehandlung der Phimose, in denen Betamethason der angewandte Wirkstoff war, allerdings wurde in den Studien in der Regel nicht untersucht, ob bei den untersuchten Patienten eine Lichen-sclerosus verursachte Phimose vorlag.)

    Möglicherweise bringt ein erneuter Behandlungsversuch mit einer Clobetasolpropionat-haltigen Salbe einen größeren Behandlungserfolg!

    Vielleicht kannst Du den Kinderchirurgen fragen, ob er eventuell einen zweiten Behandlungsdurchgang mit Clobetasolpropionat unterstützen würde?!


    Aber bevor ich jetzt noch mehr zum Thema Lichen sclerosus schreibe, müssten wir wissen, ob es wirklich sicher auch Lichen sclerosus ist. Allerdings kann ich mir beim besten Willen keinen Reim darauf machen, wie dieser Narbenring entstanden sein sollte.

    Daher meine Fragen:
    Hat der Kinderchirurg mit dir über Lichen sclerosus gesprochen?!

    Kannst Du die Diagnose nachvollziehen - bzw. kannst Du den Narbenring selbst erkennen?

    nö. Er hat eigentlich nicht erklärt. von den 15 Min Behandlung hat er 13 Min nach dem OP Termin gesucht.
    Es ist wie überall, heutzutage ist es schwierig einen guten Facharzt zu finden.

    Das sagt eigentlich schon alles. Ultraschall-Untersuchung und Harnstrahlmessung, um zu prüfen, ob der Harnabfluss wirklich blockiert ist, hat er offenbar auch nicht durchgeführt.


    Das ist wirklich das Worst-Case-Szenario: Einfach in in zwei Minuten eine Beschneidung indizieren; keine echte Diagnose; keine Erklärung, nicht nach den Ursachen der Schmerzen suchen, keine konservative Behandlung anbieten - und der Junge muss dann ein Leben lang mit dem Konsequenzen leben.


    Noch Mal die Frage: Festen Kinderarzt habt ihr nicht, oder?

    Ja, das ist eine gute Frage.

    Zunächst mal möchte ich mich dem anschließen, was "brokendream" geschrieben und geraten hat.Ich denke auch, dass eine Lösung der natürlichen Vorhautverklebungen eine plausible Erklärung für die zeitweiligen Schmerzen ist.


    Noch ein paar kritische Worte zu dem Urologen:

    Sorry, aber dieser Urologe hat dich und deinen Sohn wirklich miserabel beraten und behandelt.

    Das fing schon mit dem Einsatz mit der Sonde an. Das ist keine seriöse medizinische Praxis, mit der Sonde unter der Vorhaut herumzustochern und diese dann zu weiten zu wollen. Damit weitet man gar nichts. Damit verletzt man die Vorhaut höchstens.

    Es wäre auch erwarten, dass der Urologe eine Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) und eine sonografische Untersuchung der Harnblase durchführt, um abzuklären, ob der Harnabfluss wirklich behindert oder mit der Blase alles in Ordnung ist. Zumal Du dem Urologen vermutlich auch berichtet hast, dass er beim Pinkeln den Urin aus der ballonierenden Vorhaut pressen muss!? Daher habe ich auch nach den Untersuchungsverfahren gefragt.

    Und das die Vorhaut einfach mal so "zusammengewachsen sei", ist kompletter Unsinn. Die Vorhaut wird nicht ohne zugrunde liegende Ursache "zusammenwachsen". Es gibt eine entwicklungsbedingte Verklebung, man könnte sie auch Verwachsung nennen, zwischen der Vorhaut und der Eichel. Und es ist tatsächlich möglich, wie Brokendream das in seinem Beitrag beschrieben hat, dass diese Verklebung, nachdem sie sich schon einmal gelöst hat, sich erneut verklebt. Aber das hat der Urologe, so wie ich das jetzt verstanden habe, auch nicht gemeint. Hat dir der Urologe, irgendeine plausible Erklärung geliefert, warum die Vorhaut denn angeblich "zusammengewachsen" sein soll?!

    Der Arzt, wo wir kürzlich waren. War ein Urologe und er meinte nur, dass es möglichst schnell weg operiert werden muss. Hat auch versucht möglichst bald einen OP-Termin zu bekommen.
    Er hat Urin untersucht und versucht mit einer "sonde" die Öffnung etwas zu erweitern. Der Arzt schien mir eigentlich Erfahren und nett. Aber mich hat es gestört, dass er eine "radikale" Beschneidung bevorzugt.


    Ich muss dir leider noch ein paar Fragen stellen. Es tut mir leid, wenn Ich dich mit Fragen löchern muss. Aber ich kann dir nur helfen, wenn ich genau weiß, was los ist. Ich bin immer noch nicht im Klaren darüber, was der Urologe jetzt genau festgestellt hat und was er nicht festgestellt hat. (Es stand ja auch der Verdacht einer Blasenentzündung im Raum, auch bestand der Verdacht auf einen Lichen sclerosus). Ich weiß jetzt nur, dass bei dem Arztbesuch am Ende herauskam, dass er dich zur baldigen Beschneidung drängt.


    1. Hat dieser Urologe irgendwelche anderen Untersuchungen durchgeführt - außer dass sich das Genital angeschaut hat und eine Urinprobe entnommen hat?!

    3. Was war die genaue Diagnose des Urologen?! Mit welchen vermeintlich oder tatsächlich krankhaften Zuständen hat er jetzt die Empfehlung zur Beschneidung begründet?! Einfach nur wegen den Schmerzen, die mittlerweile abgeklungen sind, und weil die Vorhaut noch eng ist?!

    Gut, dass du ihn erwähnst. Das wäre mein Vorschlag gewesen. Hab dort meine Korrektur-OP gemacht im Januar 2023, nachdem die erste Beschneidung funktional und optisch sehr schlecht war.Sehr empathischer und netter Arzt: Hier ist das Informationsblatt von der Praxis. Bekam ich damals Phimose und Frenulum breve

    Ich habe mir das Informationsblatt mal angesehen: Daraus kann man nicht ableiten, dass er Triple Inzisionen durchführt. Das ist ein Standard-Blatt eines Medizinverlages (Thieme) und da werden Alternativbehandlungen aufgeführt. Das heißt nicht, dass der Arzt das im "Programm" hat.

    Ich denke, es ist ohnehin noch zu früh, um über etwaige Operationen allzu viele Gedanken zu machen. Wir wissen noch gar nicht, was wirklich mit dem Kind los war bzw. noch ist, was diese Schmerzen verursacht hat. Ich habe auch immer noch nicht verstanden, was eigentlich die Diagnose des Urologen war. Nur die Empfehlung zur Beschneidung. Die richtige Behandlung ist von der Diagnose abhängig. Deshalb habe ich auch nach der Begründung des Urologen und nach der Durchführung weiterer Untersuchungen gefragt. Bis vor wenigen Tagen hatte er noch keine Beschwerden (Schmerzen beim Wasserlassen).

    Der Arzt, wo wir kürzlich waren. War ein Urologe und er meinte nur, dass es möglichst schnell weg operiert werden muss. Hat auch versucht möglichst bald einen OP-Termin zu bekommen.
    Er hat Urin untersucht und versucht mit einer "sonde" die Öffnung etwas zu erweitern.


    Du meinst, er hat den Urin im Labor untersuchen lassen - auf Keime? Richtig?

    Zu dem "weißen Ring", der vor einem Jahr festgestellt wurde, hat er auch nichts weiter gesagt?!

    War ein Urologe und er meinte nur, dass es möglichst schnell weg operiert werden muss.

    Nur das ich das jetzt richtig verstanden habe, er hat die Notwendigkeit einer Beschneidung allein mit den Schmerzen beim Wasserlassen begründet, richtig?
    Was war seine Begründung dafür, dass es möglichst bald gemacht werden müsse? Was ist seine Erklärung dafür, dass auf einmal also "von einem Tag auf den anderen" ab dem 23.9. Schmerzen aufgetreten sind? Ich meine, die Vorhaut war schon vorher recht eng, trotzdem hatte der Junge vorher keine Schmerzen.


    Die Salbe ist immer noch die Gleiche. Sollte ich nach einer anderen Fragen?

    Nein, die Salbe ist schon in Ordnung.

    Danke erst mal für deine Antworten. Die haben schon erst mal etwas erklärt.

    Ich muss dich leider noch mit ein paar weiteren Fragen belästigen.

    1. Dieser Arzt, bei dem Du jetzt warst, war das jetzt derselbe, bei dem Du vor einem Jahr schon aufgesucht hast? Und ist die Creme auch dieselbe, die er dir vor einem Jahr verschrieben hat.

    2. Was für Untersuchungen hat denn Arzt denn durchgeführt?! Hat der sich nur den Penis angeschaut und dann erklärt, dass die Vorhaut für die Schmerzen verantwortlich sei - oder hat er noch andere Untersuchungsverfahren durchgeführt?

    Versuchen jetzt mit der Salbe (Betagalen) und dehnen den Zustand zu verbessern.
    Wir beobachten es jetzt die nächsten Tage.


    3. Dieses Ballonieren, wenn ich dich richtig verstanden habe, war vor dem 23.09 nicht vorhanden? Das ist erst in den letzten Tagen neu aufgetreten?

    wir sind aus Hannover. Ich hab schon nach Ärzten gesucht, leider gibt es wohl in der Gegend keinen "Experten".
    Waren jetzt beim Urologen.
    Er sagte, dass die Schmerzen von der Phimose kommen und er würde dringend raten die Vorhaut möglichst bald komplett zu entfernen und hat uns schon ein OP - Termin gegeben.


    Aber das gibt doch gar keinen Sinn. Bis vor einer Woche vor diesem Erkältungsbad hatte der Junge offenbar keine Schmerzen und keine Probleme beim Wasserlassen? Jetzt soll sich die Vorhaut so stark verengt haben, dass sie die Schmerzen verursacht?!

    Was hat der Arzt eigentlich konkret alles untersucht? Ich nehme an, der Arzt hat sich nur das äußere Genital angesehen?!

    Bei mir ist ehrlich gesagt jetzt sehr noch einiges unklar. Ich habe drei Fragen, die ich dich bitte, mir zu beantworten, damit ich dir helfen kann.

    1. Wie meinst Du das, die Phimose habe "nachgelassen"?! In welchem Zeitraum?

    2. Diese "weiße Ring" von dem Du berichtet hattest, der vor einem Jahr festgestellt wurde, ist der immer noch da?

    3. Was meinst Du damit konkret mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wenn es nicht die Schmerzen sind? Ich dachte die Schmerzen wären das Problem.

    Interessanterweise fordern die beiden "Gästinnen" bzw "jüdischen Feministinnen" gar keine Gleichberechtigung bezüglich des "Begrüßungsritus" von Babys. Ansonsten bleibt schleierhaft, was dieses Video zum Thema BGM beitragen soll. Es soll wohl eher transportieren, wie modern, divers und queer das Judentum doch heute z.T. sei. Für Donskoy ist vieles an der jüdischen Religion "verstaubt". Wenn etwas "verstaubt" und unmodern ist, dann Genitalverstümmelung!

    Ich habe mir das Video jetzt nicht angesehen. Ich konnte es nicht aufrufen. Wird in dieser Diskussionsrunde das Thema Beschneidung überhaupt angesprochen?!

    Hallo Jerrylein,

    Willkommen hier im Forum,

    Gleich im Voraus: Meine Antwort ist leider etwas lang geworden. Ich habe zwar versucht mich kurz zu fassen, aber wenn es um medizinische Themen geht, ist das nicht immer leicht.

    Erstmal möchte ich mich mir dem anschließen, was "Selbstbestimmung" und "Brokendream" dir geschrieben haben.

    Hallo,ich bin kein Arzt und kann nichts Definitives dazu sagen. Es könnte vielleicht eine Blasenentzündung sein. (Was ist ein "Erkältungsbad"?).
    Wenn es eine bakterielle Blasenentzündung ist, kann ein Antibiotikum oft schnell helfen.
    Da würde ich nicht auf einen Termin warten, der Junge hat ja extreme Schmerzen. Ab In die Praxis und die Wartezeit in Kauf nehmen. Bei starken Schmerzen können sie euch nicht wegschicken.

    Zum Thema Vorhautverengung:

    Ich gehe stark davon aus, dass die Salbenbehandlung, die der Kinderchirurg, bei dem Du vor einem Jahr warst, empfohlen hatte, tatsächlich gar nicht nötig war.

    Es ist zunächst mal vollkommen normal, wenn Jungen in dem Alter deines Sohnes eine noch enge Vorhaut haben. Eine Vorhautverengung ohne Beschwerden und ohne ursächliche Narbenbildung im Kindesalter ist keine Krankheit sondern ein Entwicklungszustand. Bei der Geburt ist bei nahezu allen Jungen die Vorhaut noch eng; und ferner ist die Vorhaut mit der Eichel fest verklebt. (Diese entwicklungsbedingte Vorhautverengung und -verklebung mit manchmal auch „physiologische Phimose“ bezeichnet). Im Rahmen der körperlichen Entwicklung löst sich dieser Zustand dann von selbst. Diese Entwicklung kann aber sehr lange andauern - bei einigen Jungen bis in die Pubertätsalter.

    Daher sollte laut aktuellen medizinischen Leitlinien eine Behandlung einer Phimose/Vorhautverengung vor dem Ende der Pubertät grundsätzlich nur dann vorgenommen werden, wenn diese mit Beschwerden verbunden ist, oder in seltenen Fällen, wenn die Verengung durch Narbenbildung infolge einer Lichen-sclerosus genannten Hautkrankheit entstanden ist.

    Lass dich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn die Vorhautöffnung auch sehr eng aussieht: Solange die Vorhautöffnung weit genug ist, dass das Wasserlassen ungehindert möglich ist, ist die Vorhaut weit genug.

    Laut den Phimose-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und anderer medizinischer Fachgesellschaften haben selbst im Alter von 7 Jahren rund die Hälfte der Jungen eine Vorhaut, die "weitgehend" zurückziehbar ist

    Zitat von S2k Leitlinie „Phimose und Paraphimose bei Kindern und Jugendlichen“

    Reifungsvorgänge bedingen eine Auflösung der physiologischen Vorhautsynechie* und -enge. Im Alter von sieben Jahren kann etwa die Hälfte der Knaben das Präputium wenigstens weitgehend zurückstreifen. Mit 10 Jahren sind es etwa zwei Drittel. In diesem Alter hat also noch etwa 1/3 der Jungen entwicklungsbedingt eine mindestens partielle Enge oder Synechie. Selbst im Alter von 13 Jahren muss man bei acht Prozent der Jungen noch mit einer entwicklungsbedingten Vorhautenge rechnen.


    * "Synechie" fachsprachlich für Verklebung.


    Das heißt also, in dem Alter von 5 Jahren – als Du mit deinem Sohn bei dem Kinderchirurgen vorstellig warst – ist noch bei der Mehrheit der Jungen die Vorhaut noch nicht komplett zurückziehbar und es liegt immer noch eine, zumindest teilweise entwicklungsbedingte Verengung vor. Wenn man eine Notwendigkeit einer Salbenbehandlung dann einfach nur mit einer Enge der Vorhaut oder mangelnden Zurückziehbarkeit gleichsetzt, müsste der Kinderchirurg demnach bei mehr als der Hälfte der 5-jährigen eine Salbenbehandlung anordnen!!!


    Vorhautöffnung wird enger:

    Zitat

    Kann man vlt. einfach nur das Loch etwas größer machen, damit Urin besser abfließen kann? und gibt es vlt. etwas was beim dehnen helfen könnte?


    Ich denke nicht, dass diese Schmerzen deines Sohnes mit einer zu engen Vorhautöffnung zu tun haben.
    Du hast selbst geschrieben, dass bis vor diesem Erkältungsbad vor ein paar Tagen dein Sohn störungsfrei Wasserlassen konnte. Und dass allein durch diese Erkältungsband die Vorhautöffnung in so kurzer Zeit derart verengt, dass der Harnabfluss behindert ist, halte ich für unwahrscheinlich.

    Was mich tatsächlich ein wenig irritiert ist, sind deine Schilderungen, dass die Vorhautöffnung enger geworden sei?! Bist du dir da sicher?! Oder ist das nur dein subjektiver Eindruck?!
    Es kann auch sein, dass die Vorhautöffnung jetzt einfach subjektiv enger aussieht. Der Penis verändert sich ja auch im Rahmen der Entwicklung. Vielleicht erscheint die Öffnung jetzt einfach nur enger als noch mit 3 Jahren.

    Es ist zwar theoretisch möglich, dass eine Vorhaut sich nachträglich verengt. Dies ist allerdings erstens ein langwieriger Prozess und passiert zweitens normalerweise auch nicht einfach so "von allein", sondern ist die Folge von Vernarbungen. Diese Narbenbildung ist seltener die Folge von wiederholten Entzündungen oder gewaltsamen Zurückziehversuchen, kann aber auch auf eine sog. Lichen sclerosus genannte chronische Hauterkrankung zurückzuführen sein. Diese Vernarbungen würden dann aber auch auffallen. Der Lichen sclerosus hat klare diagnostische Zeichen, an denen man diese Erkrankung erkennen kann - etwa einen weißlichen, narbigen Ring entlang der Vorhautöffnung. Hier ist ein Bild einer Phimose verursacht durch Lichen sclerosus.

    In deinem Bericht erkenne ich jetzt aber nichts, was solche Vernarbungen und dadurch bedingte Verengungen hätte auslösen können, und dir sind auch offenbar keine sichtbaren Narbenbildungen an der Vorhaut aufgefallen. Es würde auch einige Zeit dauern.

    Dass eine Vorhautöffnung, infolge eines Erkältungsbades binnen weniger Tage sich so radikal verengt, dass das Wasserlassen behindert ist, halte ich wie schon gesagt für nicht plausibel.