Für Dehnübungen etc. fehlt mir die Motivation, da ich derzeit nicht weiß, ob das tatsächlich etwas bringt, dazu benötige ich konkrete Anweisungen von einem Arzt, der das auch so sieht und mir genau sagt, was ich tun muss. Am Ende ist das Internet häufig sehr hilfreich, behandeln lassen möchte ich mich aber von einem Arzt.
Zumindest die konservative Phimose-Therapie mithilfe Dehnung- und Steroid-Salben wurde in den letzten 35 Jahren von mindestens! (Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen) 40 Studien aus der ganzen Welt untersucht, die alle eine sehr hohe Wirksamkeit dieser Behandlungsform feststellten. Allerdings muss man fairerweise auch anmerken, dass diese Studien an Kindern bzw. Jugendlichen durchgeführt wurden.
Ich wüsste jetzt aber auch keinen zwingenden Grund, weshalb eine Behandlung nicht auch bei erwachsenden Männern funktionieren sollte.
Ich war bei drei Urologen, alle drei haben gesagt, da hilft nichts, richtig beschneiden lassen, ohne halbe Sachen. Diese Urologen haben Top Bewertungen und sind menschlich top.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob diese Urologen wirklich "so menschlich" top waren, wie es für dich den Anschein hat.
Diese Urologen waren vielleicht "menschlich top" in dem Sinne, dass sie freundlich und umgänglich waren.
Aber natürlich lassen sich Freundlichkeit und kommunikative Fähigkeiten auch ausnützen, um Patienten eine Behandlung aufzuschwatzen, die sie gar nicht brauchen, oder sie dazu überreden, eine weniger invasive Behandlung einfach mal auszulassen.
Ich würde gerne mal wissen, auf welcher Grundlage diese Ärzte eine konservative Behandlung einfach mal ausgeschlagen haben? Mit welcher medizinwissenschaftlichen Grundlage?!
Und über vorhauterhaltende chirurgische Verfahren (wie etwa die hier schon erwähnte Triple Incision-Technik) haben sie dich auch nicht informiert?! Beherrschen sie diese Techniken, sofern sie selbst operieren, überhaupt?!
Sind diese Ärzte nebenberuflich auch noch Hellseher?!
Eigentlich sollte man von seriösen Ärzten doch erwarten, dass sie Patienten über alle verfügbaren konservativen und nicht-konservativen Behandlungsmodalitäten, sowie deren Risiken, behandlungsbedingten Schmerzen/Einschränkungen und Erfolgsaussichten (auf medizinwissenschaftlicher Basis und nicht auf Mutmaßungen) aufklären. Und dass sie dann zunächst eine Empfehlung für die am wenigsten invasivste, risikoärmste Behandlungsform ihre Empfehlung aussprechen.
Ein seriöser Zahnarzt wird bei einem kariösen Zahn mit Zahnschmerzen auch nicht als primäre Therapie den Zahn ziehen. Er wird zunächst den Zahndefekte "füllen", wenn das keinen Erfolg bringt, wird er eine Wurzelkanalbehandlungbehandlung durchführen, und erst wenn das nicht hilft, wird er einen Zahn dann entfernen.
Ein seriöser Zahnarzt würde, wahrscheinlich auch erst eine zahnerhaltende Behandlung mit relativ geringen Erfolgssaussichten probieren, bevor er den Zahn entfernt.
Aber wenn es um Beschwerden der Vorhaut geht, scheint bei einigen Ärzten "Entfernung" das sofortige Mittel der Wahl zu sein.