Beiträge von fsx100

    In diesem knapp über 20 Minuten langen Beitrag über die Ursachen erfährt man alles Mögliche über die Ursachen der erektilen Dysfunktion. Es wird auf einige der endokrinologischen und organischen Ursachen eingegangen:

    https://www.youtube.com/watch?v=Gh6n9ehHXFM

    Auf die Hauptursache für ED allerdings nicht: Männliche Genitalverstümmelung wird mit keinem Wort erwähnt. „Beschnittene“ Männer leiden bekanntermaßen 4,5 mal häufiger unter ED als intakte Männer. Die Studienergebnisse von Frisch aus dem Jahre 2011 decken sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen. Ich bin von ED schon seit meiner Pubertät betroffen. PDE-5-Hemmer haben bei mir keinerlei Effekt.

    Uniklinik Freiburg: Setzen, sechs!

    Es ist schon verrückt, dass man dort nun etwas einführen/pushen will, was man im eigenen Land gerade am entsorgen ist. Die US-amerikanische Vergangenheit soll in Afrika jetzt zur Zukunft werden. Das ist wirklich absolut irre. Den Afrikanern kann man es ja noch zumuten. Gottseidank ist die Masche auch in Afrika immer mehr am Auffliegen. Junge, bereits sexuell aktive Männer trennen sich nunmal nicht gerne von ihrer Vorhaut, weil sie ihnen wertvoll ist.

    Wir sind doch schließlich bei Wikipedia!

    Und natürlich tauchen in der Versionsgeschichte die einschlägig bekannten User auf: BusterBaxter, Fiona B, TrueBlue....

    Ist euch mal aufgefallen, wie viele Bilder in diesem Wikipedia-Artikel stecken? Man könnte glatt meinen, diese Unterseite ist primär zum Lustgewinn für ein paar schief gewickelte Zeitgenossen da.
    Von letzteren treiben sich auf Wiki ja bekanntermaßen recht viele rum. Man sehe sich nur mal den englischen Artikel vor Vorhaut an, welcher vor Fehlinformationen nur so strotzt. Der Artikel zum gefurchten Band wurde neulich mal wieder gelöscht, mit der Begründung, dass es keine Beweise für dessen Existenz gäbe. Man beruft sich dabei auf die Aussagen eines gewissen Brian J. Morris.

    Sowas geht dort ohne Gegenrede durch. Wikipedia zieht Verstümmelungsfetischisten an wie Scheiße die Fliegen.

    Und nicht vergessen, ich habe noch nichts zur Beschneidung gesagt. Immer im Hinterkopf behalten. Werde auch hier nichts dazu sagen, weil ich schon eure Antworten bezüglich dieses Themas kenne.

    Ach komm, jetzt spanne uns doch nicht so auf die Folter. Nur raus mit der Sprache! Was denkst du denn so über die Beschneidung? Was genau soll daran positiv sein? Weißt du, wie Evolution funktioniert? Kannst du mit dem Begriffen Selektion, Optimierung, Mutation und Rekombination etwas anfangen? Falls ja: Warum werden männliche Babies ohne Ausnahme alle mit einer Vorhaut geboren, wenn es vorteilhaft sein soll, keine mehr zu haben? Evolutionäre/genetische Optimierungsstrategien sind sogar so gut, dass wir sie uns in der Informatik von der Natur abschauen.

    Übrigens: Wie andere ihre Freizeit gestalten, ist Jacke wie Hose. Du kannst nicht wissen, inwiefern einzelne User von diesem Thema betroffen sind und warum es sie bewegt. Spekulationen deinerseits könnte man auch als freche Unterstellungen interpretieren.

    @furlaub

    Es bringt hier nichts zu schreiben, die wollen das alles hier nicht hören!

    Und zu allen anderen hier:
    Der Grund warum es immer wieder Leute gibt die hier schreiben ist folgender: Es gibt im Deutschen Internet kein neutrales Beschneidungsforum, wo man seine Meinung frei äußern kann.

    Entweder sind die einen Circumfetischisten oder aber Circumleidene.

    Wo in aller Welt kann eine neutrale Person seine Meinung frei äußern können? Ohne dabei dumme Sprüche reingedrückt zu bekommen?

    Warum hast du denn überhaupt das Bedürfnis, deine offenbar positive Meinung zur Beschneidung im Internet zu äußern? Wenn man diese Seite hier aufruft, bekommt man eine Charta zu Gesicht. Dort steht ganz klar geschrieben, dass sich dieses Forum nicht an Männer richtet, die mit ihrer Beschneidung zufrieden sind. Trotzdem melden sich hier immer wieder Leute an, die angeblich nur positive Erfahrungen gemacht haben. Zudem weißen solche Beiträge fast immer ein sehr eindeutiges Vokabular auf. Code-Wörter wie "straff beschnitten", "high&tight", "low&tight", "Rüsselvorhaut" usw. sind allesamt Telltales für Beschneidungsfetischisten.

    Da in den letzten Tagen solche Beiträge gehäuft hier aufgetaucht sind, liegt der Verdacht nahe, dass da aktuell irgendeine Art Schmutzkampagne gegen das Beschneidungsforum läuft.


    "Neutral" geht bei subjektivem Empfindungen nicht.

    Wenn Männer von den angeblichen Verbesserungen schwärmen, die sie durch eine Zirkumzision erfahren haben wollen, gehe ich mittlerweile davon aus, dass alles erstunken und erlogen ist. Es mag bestimmte anatomische/pathologische Umstände geben, bei denen eine Vorhaut ihrem Besitzer mehr Schmerz und Ärger als Freude bereitet. Lichen Sclerosus, Diabetes und Vernarbungen/Einrisse fallen darunter. Prozentual gesehen sind solche Fälle aber recht selten, genauso wie die glaubhaften Berichte über angebliche Verbesserungen. Ich habe viel mehr den Eindruck, dass sich im Erwachsenenalter beschnittene Männer oft post hoc ihre Entscheidung rechtfertigen wollen und deshalb schön gefärbte Berichte im Internet von sich geben. Kognitive Dissonanz lässt grüßen. Kann es vielleicht sein, dass du dir jetzt bewusst ins eigene Hemd lügst, nur um mit deiner eigenen Entscheidung besser leben zu können?

    Mein Online-Aktivismus beschränkt sich nicht nur auf das Beschneidungsforum. Ich bin z.B. auch auf reddit sehr aktiv. Dort stehe ich mit mehreren Männern in Kontakt, die quasi unisono davon berichten, einen Großteil ihrer sexuellen Empfindsamkeit und Erregbarkeit mit dem Verlust ihrer Vorhaut eingebüßt zu haben. Erst neulich habe ich dort mit jemandem geschrieben, der im Erwachsenenalter wegen einer stark ausgeprägten Phimose beschnitten wurde. Laut seinen Angaben spürt er nun beim Oralsex so gut wie nichts mehr, wohingegen er vorher mit Phimose fast in Ohnmacht gefallen ist, wenn sich seine Freundin an ihm zu schaffen gemacht hat. Das sollte einem doch zu denken geben, oder? Er hatte übrigens genau dort die meisten Empfindungen, wo laut der Sorrels-Studie auch die größte Berührungsempfindlichkeit gemessen wurde. Mir hat bisher jeder intakte Mann die Ergebnisse jener Studie bestätigt.
    Damit sollte alles gesagt sein zur Glaubwürdigkeit von Beschneidungsbefürwortern.

    aber irgendwie hab ich mit deinem Beitrag ein Dejavu

    Das habe ich auch gerade. Schon der zweite Beitrag innerhalb von wenigen Tagen, der ein auffällig verdächtiges Vokabular aufweist.

    Frenulum durchtrennt, "straight beschnitten", angeblich bessere Orgasmen nach dem Eingriff. Nachtigall, ik hör dir trapsen.

    Besonders interessant finde ich folgendes Statement:

    Es ist auch nicht so, als wenn man garnichts mehr merkt, jedoch reicht bei mir Oralverkehr nicht mehr zum kommen aus.

    Das bestätigt leider genau das, was ich hier im Forum immer wieder schreibe. Die Vorhaut ist äußerst wichtig für das Zustandekommen der sexuellen Reflexe. Durch ihre Amputation wird der Penis in seiner sensorischen Kapazität massiv eingeschränkt. Nervenenden für die Wahrnehmung von subtilen Berührungen sind danach kaum mehr vorhanden, was zur Folge hat, dass auch kein lustvoller Oralverkehr mehr möglich ist. Wie du so trotzdem bessere Orgasmen erleben kannst, erschließt sich mir nicht so ganz. Die Qualität des Orgasmus hängt ganz wesentlich mit der physischen Erregbarkeit zusammen, die bei dir jetzt nicht mal mehr dazu ausreicht, um beim Oralverkehr zu kommen. Was daran gut sein soll, wenn man sein Kopfkino bemühen muss, um zum Abschluss zu kommen, erschließt sich mir auch nicht so ganz.

    Was Foregen angeblich versucht halte ich mit der aktuellen Medizintechnik noch für längere Zeit für unmöglich.

    Um herauszufinden, ob das Vorhaben prinzipiell umsetzbar ist, macht man aktuell Tierversuche. Aktuell testet Foregen die Bioverträglichkeit der EC-Matrix im Tierversuch. Da geht es erstmal darum herauszufinden, ob das Gewebe überhaupt biokompatibel ist und wie stark die Entzündungsreaktion ausfällt.

    In der Wissenschaft zählt nicht, was irgendwelche Laien im Internet glauben. Ich würde mir wünschen, dass bezüglich Foregen etwas weniger Shit Talking betrieben wird, sofern noch nichts bewiesen ist. Unfreiwillig beschnittene Männer sind Opfer einer Gewalttat und haben ein Recht auf Entschädigung.

    Aber wie ich so gerade lese seht ihr das ja wieder als totalen Unsinn an und verleugnet die ganzen Beiträge und das sind mehr wie hier das es auch gut gehen kann ..

    Wir kennen Eurocirc vermutlich schon etwas länger als du und schätzen den Wahrheitsgehalt der dortigen Beitrage als sehr gering ein. Außerdem ist es inhaltlich sehr einseitig dort wegen der angesprochenen Zensur.
    Ich habe weiter oben ein paar Fragen an dich gerichtet. Gehst du noch auf die ein?
    Außerdem finde ich es interessant, dass du angeblich nichts gegen uns hast, aber andauernd kackfrech mit irgendwelchen Unterstellungen daher kommst. Ziemlich widersprüchlich und unglaubwürdig, genauso wie der ganze Rest, den du von dir gibst.

    Zitat von Mikewolf

    Ja ich glaub dir sofort das du wenig Erfahrung hast , man liest es ja sofort raus , aber glaub mir es gibt sehr viele Menschen die leben Freizügiger , Willkommen im neuen Jahrhundert.

    Das finde ich auch bemerkenswert. Ich als Mitglied der schwulen Welt bewege mich auch in Kreisen, in denen sehr freizügig über sexuelle Dinge gesprochen wird. Gerade Männer, die in ihrer Kindheit beschnitten wurden und durch sexuelle Aktivitäten den Vergleich zu intakten Männern haben, sind oft massiv unzufrieden mit ihrem Zustand. Ich habe noch nie gehört, dass jemand froh darüber ist, dass er in der Kindheit beschnitten wurde. Mich hat letztes Jahr sogar mal ein Mann auf einem Dating-Portal angeschrieben und mir sein Leid geklagt. Er hat sich mit 26 beschneiden lassen, weil es sein amerikanischer Partner so wollte. Er hat in Bezug auf die sexuellen Einschränkungen exakt das bestätigt, was ich schon seit Jahren immer wieder sage und schreibe. Nur noch ein Bruchteil der vorherigen Empfindungen, Sex ist in Arbeit ausgeartet, Depressionen und im Endeffekt eine niedrigere Libido waren allesamt Folgen des Eingriffs. Die Beziehung zum Ami hat dann auch recht schnell geendet.

    Mir drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass du hier nur das Forum ein wenig aufmischen willst mit irgendwelchen ausgedachten Geschichten von deinen "Freunden". Bei Leuten, mit denen ich in der realen Welt zu tun habe, weiß ich von keinem den Genitalstatus. Ich gehe davon aus, dass sie alle intakt sind. Dass du gleich mehrere beschnittene Männer in deinem Freundeskreis hast, halte ich für sehr unglaubwürdig. Es sei denn, du kommst wie gesagt aus einem anderen Kulturkreis.

    Mal ein paar Fragen an dich, Mikewolf:

    Für wie glaubwürdig hältst du denn z.B. Eurocirc, der Gegenpol im Netz zum Beschneidungsforum?

    Dort wird nämlich alles zensiert, was nicht pro Beschneidung ist. Die Administratoren dort würden kritische Beiträge erst gar nicht freischalten.

    Männer mit schlechten Erfahrungen sind nunmal ein (nicht kleiner) Teil der Realität. Dieser Teil der Realität kann sich hier im Forum Gehör verschaffen. Ich habe mich aus diesem Thread weitestgehend raus gehalten, da du in deinem Eingangsposting ein äußerst verdächtiges Vokabular verwendet hast. "Straff und streng" beschnitten, die berühmte Rüsselvorhaut, Bändchen komplett weg usw. gehören zum typischen Dirty Talk von Circumfetischisten. In solchen Kreisen benutzt man ein bestimmtes Vokabular zwecks Lustgewinn und Identifizierbarkeit in freier Wildbahn.

    Davon abgesehen würde mich mal interessieren, was überhaupt deine Motivation ist, hier zu schreiben? Was ist denn nun dein eigener Beschneidungsstatus? Erst hast du von einer Teilbeschneidung, dann von einer langen Vorhaut gefaselt.
    Falls du beschnitten und damit zufrieden bist: Warum beschäftigt dich dieses Thema trotzdem? Kommst du aus einem Kulturkreis, durch den du bezüglich dieses Themas eventuell etwas voreingenommen bist? Würde eventuell auch die miese Rechtschreibung und Grammatik in deinen Beiträgen erklären.

    Der einzige, der hier Stimmung machen will, scheinst du zu sein.

    Diese Dame kommt uns wohl aus einem Paralleluniversum besuchen. Immerhin gibt sie zu, dass Beschneidung ein "marker of identity" ist. Fragt sich nur, als was genau. Irgendwo meine ich auch mal gelesen zu haben, dass viele/die meisten Juden in Europa sogar intakt sind. Scheinbar entspricht ihre Definition von Religionszugehörigkeit durch einen reduzierten Schniedel hier in Europa wohl nicht der Realität.

    Hier wird keine "Stimmung gemacht". Außerdem dürfte das meiste, was hier geschrieben steht, auch der Wahrheit entsprechen. Ich habe hier noch nie Sachen geschrieben, die nicht der Wahrheit entsprechen. Wenn ich von meinen Erlebnissen/Erfahrungen hier schreibe, kannst du davon ausgehen, dass sie sich so zugetragen haben.
    Dass deine beschnittenen Freunde alle damit zufrieden sind, dürfte einfach daran liegen, dass sie keinen Vergleich haben. Sie wissen nicht, was man ihnen genommen hat. Ähnlich wie es mit Menschen ist, die farbenblind geboren werden. Genau das ist ja das tragische an dieser ganzen Chose. Diesen Männern/Jungen wurde ohne Grund ein sensorisches Defizit zugefügt, ohne dass ihnen die wahren Auswirkungen auf die Sexualität direkt bewusst werden.

    Hallo Restorer,


    ich kann dir nur zur Geduld raten. Bleib auf jeden Fall am Ball. Die Hersteller von Restoring-Geräten sind allesamt Männer, die mit ihrer eigenen Beschneidung genauso unzufrieden waren, wie du. Falls du etwas Anschauungsmaterial zur Motivation brauchst, kann ich dir auf Reddit das sub r/restoringdick empfehlen. Erst neulich hat dort jemand Bilder gepostet, der sogar bei einer Erektion eine vollständige Bedeckung erreicht hatte. Ich kann aus eigener Erfahrung mittlerweile sagen, dass Inflationsmethoden sowas wie der Gold-Standard sind. Damit kommt man deutlich schneller zu Ergebnissen als beispielsweise durch Dual-Tension-Tugger oder manuelle Methoden.

    Ich will dir mal anhand einer Beispielrechnung zeigen, wie langsam der Wachstumsprozess in den ersten Jahren ist. Wir gehen dabei der Einfachheit halber von einem stetigen Wachstum von 2% pro Monat aus. Der Wachstumsprozess ist also exponentiell, wie du leicht erkennen kannst.


    Mal angenommen, du startest mit einem Low-Cut und ca 1cm innerer Vorhaut. Im ersten Jahr passiert da noch nicht sehr viel:


    10mm * 1,02^12 = 12,68mm.

    Im zweiten Jahr:

    10mm * 1,02^24 = 16,08mm

    Im dritten Jahr:

    10mm * 1,02^36 = 20,39mm

    Im vierten Jahr:

    10mm * 1,02^48 = 25,87mm

    Im fünften Jahr

    10mm * 1,02^60= 32,81mm

    Im sechsten Jahr

    10mm * 1,02^72 = 41,61mm

    usw.


    Wie du leicht siehst, geht der Zugewinn erst nach vier bis fünf Jahren so richtig durch die Decke. Gerade in den ersten beiden Jahren kann so leicht der Eindruck entstehen, dass das ganze überhaupt nicht funktioniert. Mein Tipp deshalb: bleib eisern und lege dir ggf. ein Inflation-Device zu. Ich habe mittlerweile das Air von foreskinned. Top Gerät, deutlich besser als der HyperRestore DA. Laut dem Hersteller bin ich sogar Kunde Nr. 1. Vor mir hat niemand das Gerät in die Hände bekommen

    Viel Glück.

    Hey, danke für den ausführlichen Beitrag. Ich werde jetzt nicht auf die einzelnen Punkte eingehen.
    Ich kann dir aber versichern, dass ich dieses gebrochene Vertrauen in die Medizin und Ärzte generell zu 100% mit dir teile. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren und bin mir sehr wohl darüber bewusst, dass es genug Ärzte gibt, die ihren Beruf ernst nehmen und tatsächlich daran interessiert sind, zusammen mit dem Patienten an einer Verbesserung seiner Lebensqualität zu arbeiten. Zum Thema Vorhautamputation gibt es genug Ärzte, die auf unserer Seite sind und beispielsweise die Anpassung der von dir angesprochenen Phimoseleitlinie bewirkt haben.

    Leider ist es aber so, dass sich nicht gerade wenige aus monetären Gründen für ein Medizinstudium entscheiden. Solche Ärzte haben eher Interesse daran, sich maximal zu bereichern, um sich ein Ferienhaus und einen Jaguar leisten zu können. Das merkt man sehr leicht daran, dass sie sich für möglichst einfache Behandlungsmethoden entscheiden, die nicht immer im Sinne des Patientenwohles sind. Auch sind solche Ärzte schnell überfordert, wenn es um seltene Erkrankungen geht, deren Behandlung von ihrer täglichen Routine abweicht und viel Arbeit macht. Ich war mal wegen eines orthopädischen Problems an der Uniklinik Frankfurt. Da mich dieses Problem ziemlich belastet, habe ich mich bereits im Internet über Behandlungs- und OP-Methoden informiert und wäre bereit gewesen, mich auf die extrem schmerzhafte Operation einzulassen. Anstatt einer ausführlichen Beratung wurde ich aber nach geschätzten fünf Minuten wieder nach Hause geschickt. Der Arzt hat zugegeben, dass mein Zustand extrem selten ist und er nicht wirklich wüsste, wie man so etwas behandelt. Mittlerweile leide ich unter Folgeerkrankungen, die mich schon in meiner Mobilität einschränken. All das hätte man vermeiden können, wenn man damals beherzt und mit Verstand eingegriffen hätte. Leider sind nicht wenige Ärzte einfach nur inkompetente, geldgeile W*chser. Wer glaubt, dass ein Arzt primär das Patientenwohl im Sinne hat, glaubt wohl auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

    Mein Tipp: Besorge dir eine Rechtsschutzversicherung, bevor du dich auf irgendwas einlässt. Lasse dir alles schriftlich geben und mache dir Kopien.

    Die Antwort von Frau Fux...gar nicht schlecht?

    Ja, das stimmt schon. Sie nimmt die Zuschrift von "L." immerhin ernst und beschönigt nichts. Das ist nicht gerade selbstverständlich. Ich habe mittlerweile auch den Eindruck, dass die Öffentlichkeit schon deutlich stärker für das Thema sensibilisiert ist als noch vor 10-15 Jahren. Ich kann mich noch an eine ähnliche Zuschrift an eine Online-Jugendberatungsseite aus den 2000ern erinnern. Die Antwort, die er bekommen hat, empfand ich ziemlich entwürdigend. Er solle sich nicht so anstellen, beschnitten sein wäre doch "cool". Sowas ist natürlich wenig hilfreich.

    Routine, so so. Wenn man davon ausgehen kann, dass diese Zuschrift aus der Schweiz erfolgt ist, entspricht das wohl nicht der Wahrheit. Vermutlich ist es eher so, dass der Ratsuchende die echten Gründe nicht erfahren soll. Etwa, dass Mami einen Fetisch für beschnittene Dödel hat oder Masturbation für etwas moralisch verwerfliches hält. Natürlich kann man nicht nur den Eltern die Schuld in die Schuhe schieben. Der Arzt hat sich ja zum Handlanger gemacht und ist der Forderung nach der Beschneidung nachgegangen, anstatt die Eltern aufzuklären und nach Hause zu schicken. Ich behaupte mal, ohne es belegen zu können, dass 50% aller Beschneidungen im Kindesalter einfach nur deshalb passieren, weil es die Eltern aus irgendwelchen Gründen wollen. Damit die Alten dann nicht auf den Kosten sitzen bleiben, wird schnell noch "Phimose" ins gelbe Heftchen geschrieben und wieder ist ein Sexleben futsch.

    Dass dieser Fragesteller dem medizinischen Establishment noch vertrauen kann, finde ich bemerkenswert. Ebenso bemerkenswert ist, dass diese Sexologin nicht so wirklich zu helfen vermag und nur ein paar diffuse Ratschläge erteilt. Aber was soll sie auch machen?

    Hallo sun347,
    willkommen hier im Forum.
    Ich werde mich aus Zeitmangel etwas kürzer als sonst fassen. Aber ja, du liegst absolut richtig mit deiner Vermutung. Ob dieser Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wurde, ist oft nebensächlich. Für die meisten Männer kommt das Trauma ja vor allem durch das "Erwachen" zustande. Viele beschnittene Männer lernen erst durch das Internet, was man ihnen mit der Beschneidung unter einem medizinischen Vorwand in der Kindheit grundlos geraubt hat. Dank dem Internet kann man sich heute viel medizinisches Fachwissen aneignen. Zudem ist entsprechendes "Filmmaterial" (du weißt, was ich meine) nur wenige Mausklicks entfernt. Dort kann man sehr leicht erkennen, das gewisse Dinge bei intakten Männern deutlich besser funktionieren und auch intensiver erlebt werden. Wie schädlich eine Beschneidung für die sexuelle Funktionstüchtigkeit ist, lässt sich heutzutage einfach nicht mehr so leicht leugnen wie noch vor 30 Jahren. Es gibt in der englischen Sprache ja den Ausspruch "ignorance is bliss". Gottseidank wachen aber auch gerade in den USA immer mehr junge Männer auf. Die jüngere Generation (Gen Z) lehnt den Eingriff dort mittlerweile mehrheitlich ab. Die Gen Y ist größtenteils indifferent und alles älter als Gen X befürwortet es noch.

    Ich kann mich in meinem Fall noch gut daran erinnern, dass es äußerst schmerzhaft die Tage nach der OP war. Das Trauma bzw. der Schock hat bei mir aber erst Jahre später nach meinen ersten sexuellen Erfahrungen mit intakten Männern eingeschlagen wie eine Bombe. Ich wusste allerdings vorher schon, dass da irgendwas äußerst komisches passiert war. Ich habe mir neulich mal wieder Bilder aus meiner Kindheit angeschaut. Man sieht wirklich am Gesichtsausdruck, welches Bild davor und welches danach aufgenommen wurde.

    Der psychische Zustand, den du beschreibst, kommt mir übrigens auch bekannt vor. Ich habe zeitlebens schwere Minderwertigkeitskomplexe und Depressionen in Verbindung mit einer schweren sozialen Angststörung. Welchen Anteil dabei die im Kindesalter grundlos durchgeführte Genitalverstümmelung hat, darüber kann ich nur spekulieren. Um das zu beurteilen, müsste ich mich selbst in einem Paralleluniversum beobachten, in dem ich noch intakt bin.

    Ich habe mal eine Zeit lang in diversen Elternforen mitgelesen. Das müsste etwa Ende der 2000er gewesen sein, also noch lange vor der Anpassung der Behandlungs/Diagnoseleitlinie für Phimose. Teilweise hatte man wirklich den Eindruck, Jungen bestünden nur aus diesem einen Körperteil. Ich will Kinderärzten nichts pauschal unterstellen, aber dieses ausgeprägte Interesse für die Genitalien von Jungen erschien mir damals mehr als suspekt. Bei mir selbst war es ähnlich. Ich leide (!!) heute wirklich unter ernsthaften gesundheitlichen Problemen, die sich bei mir schon in der Kindheit manifestiert haben. Sie wurden allesamt ignoriert. Der Kinderarzt hielt nur meine nicht bewegliche Vorhaut für behandlungsbedürftig. Ziemlich abartig, das ganze. Nicht mal gegen irgendwas geimpft wurde ich damals.