Beiträge von fsx100

    @Hansi das Bild...ist das von einem Erwachsenen...oder bekommt das Forum hiermit noch Probleme bezüglich des Alters der abgebildeten Person?

    Das habe ich mich auch gerade gefragt. Ich würde es vorsichtshalber mal löschen.


    Die leben hier alle in ihren Film, egal was du positives über die Beschneidung schreibst wir sofort zunichte gemacht. Genauso wie die Spinner von Eurocirc die in ihrem Film leben. Ich sage doch, es fehlt in Deutschland eine neutrale Plattform wo man über dieses Thema reden kann.

    Darf ich dich mal fragen, was du hier überhaupt suchst? Ich bin mal deine Kommentare durchgegangen. Von dir kam bisher nur Getrolle und Gepöbel.

    Also ich finde auch optisch einen intakten Penis reizvoller, die glatte und rosige Eichel und dazu noch die ganze "Bewegungsfreiheit" und das Auf- und Abrollen der Vorhaut über die Eichel. Das gespannte Frenulum... mir gefällt es, Frau mag das Spiel auch

    Jo. Die deutlich stärker organisch wirkende Erscheinung eines intakten Penis mit den rosigen Schleimhäuten stellt keinen Vergleich dar zu den ausgetrockneten, zweifarbigen Stumpen, wie man sie aus US-Pornos kennt. Besonders der Anblick des Frenulums und gefurchten Bands und der Gedanke daran, dass ich einen Partner durch das sanfte Berühren dieser Teile in den Wahnsinn treiben kann.... :P
    Einem intakten Penis sieht man seine Empfindsamkeit und Sinnlichkeit förmlich an, ein beschnittener Penis wirkt auf mich immer wie ein totes Stück Fleisch, ähnlich wie eine vertrocknete Bratwurst. Aber ich will hier natürlich niemandem zu nahe treten und rede nur von meinen persönlichen Präferenzen.

    In diesem für medizinische Laien etwas schwer lesbaren Artikel geht es darum, dass die Vorhaut neben ihrer sensorischen Funktion auch noch eine wichtige Rolle bei der Blutversorgung des Penis spielt. Damit wird die erektile Funktion nicht nur durch den Verlust von sensorischen Gewebe gestört, sondern auch durch den Verlust des für die Blutversorgung wichtigen vaskulären Endotheliums.


    When the foreskin, endothelium and the membrane luminal glycocalyx are maintained, the arterial penile system including its associated nerves and muscles maintain the organ system’s sensitivity, function, and capacity to repair. Amputation of the foreskin, which includes these structures, compromise this function leading to physiological and psychological breakdown by crippling energy production, storage and delivery to blunt penile sensitivity and erection resilience/durability. This eliminates the immense capacity of the endothelial glycocalyx and aquaporin-1 in both selectively and rapidly delivering NO to smooth muscle [3,5].

    Der intakte Penis ist ein hochkomplexes, integrales System, bei dem jeder einzelne Teil wie ein Zahnrädchen im Getriebe funktioniert. Beschneidung stört dieses System massiv.
    Man muss sich nur mal Bilder von intakten Penissen anschauen und auf die dicken Venen der Vorhaut-Oberseite achten. Dort wird offensichtlich viel Blut transportiert, u.a. weil sich dort die meisten Nerven befinden. Wenn man durch die Amputation der Vorhaut auch diesen Blutdurchfluss stört, muss sowas weitreichende Folgen haben. Eigentlich ist das ein absoluter No-Brainer. Trotzdem sind sogenannte "Fachärzte" schon mit solchen einfachen Gedanken total überfordert.

    Die um 450% erhöhte Inzidenz von ED bei beschnittenen Männern ist kein Zufall, sondern einfach nur eine logische Konsequenz, die aus der Störung des Gesamtsystems "Penis" folgt.

    Das hier habe ich gerade bei Reddit gefunden, vielen Dank an den User, der es dort gepostet hat und hier auch Mitglied ist!

    Man beachte die Fotos und die vielen Smileys auf den Gesichtern und Genitalien der armen Jungs, die auf dieser Seite vorgeführt werden wie auf einer Ausstellung für Nutztiere.
    Für die ganz tapferen, die die das Verstümmelungsprozedere ohne viel Widerstand übergehen lassen, gibt es sogar eine Urkunde von den netten Betreibern dieser Vorhautmetzgerei. *Kotz*
    Man beachte den verstörten Gesichtsausdruck und insbesondere das aufgesetzt wirkende Lächeln dieses Jungen, der die Urkunde hält.

    Als ich mich durch die Bilder geklickt habe, konnte ich meinen Augen nicht so recht trauen. Staatlich durch §1631d legitimierte Barbarei, die hier auch noch auf abstoßende Weise verniedlicht wird.

    Aber immerhin arbeitet man dort ja nach höchsten Qualitätsstandards und wird nur von ausgebildeten Verstümmlern massakriert:


    Die Beschneidungen werden nur von erfahrenen, geschulten, registrierten Ärzten aus den Niederlanden bzw. Deutschland durchgeführt.

    Wir bieten Ihnen eine sehr hohe Qualität, um Komplikationen während und nach den Beschneidungen zu vermeiden.

    Die Beschneidung wird unter örtlicher Betäubung nur mit sterilen Instrumenten durchgeführt.

    Bei der Beschneidung wird sowohl die klassische als auch die sogenannte Clamp-Methode bei Jungen und erwachsenen Männern angewandt.

    Diese umfassen natürlich auch eine passende Narkose, d.h. Zuckerwasser und EMLA-Quacksalbe:

    Die Beschneidungen werden nur unter der Bedingung durchgeführt, dass eine absolute Schmerzbehandlung gegeben ist. Darum erhalten Patienten bis zu zwei Injektionen für eine lokale Betäubung. Für die Injektion des Schmerzmittels bei Kindern, erhalten diese eine betäubende Salbe so, dass sie den Einstich und den Eingriff so wenig wie möglich spüren.

    Erst, wenn die Haut am Penis und an der Eichel völlig taub ist, wird mit der Operation begonnen.

    Haben Sie kleine Kinder? Für diese kann die Saccharose durch den Mund erfolgen. Saccharose ist ein sehr bewährtes, schmerzstillendes Zuckerwasser. Dadurch spüren die Kinder kein stechendes Gefühl.

    Und machen gute Preis:

    Die Kosten

    Die Kosten betragen ab 1-1-2020:
    0J-10J: € 299,00
    10J-16J: € 389,00
    16J - Erwachse: € 449,00

    Der Rest findet sich hier.

    Ich habe diesen Vergleich nicht, kann diese Beschreibung, aber insofern nachvollziehen, als ich genau Gegenteiliges erlebe: wenn ich mir nicht eine anregende Fantasie schaffe, geht bei mir gar nichts. Werde ich durch irgendwas von dieser Fantasie abgelenkt, ist meine Erektion sofort weg.

    Ich habe exakt die gleichen Erfahrungen gemacht, sowohl mit mir selbst als auch mit anderen beschnittenen Männern, mit denen ich zu Gange war. Ohne Fantasie, alleine durch physische Stimulation, geht bei mir so gut wie nichts. Ich kann mich beim Sex nicht zurück lehnen und mich treiben lassen. Stattdessen muss ich permanent mein Kopfkino antreiben und am Laufen halten, um überhaupt eine Erektion halten zu können. Beschnittene Männer sind beim Sex deutlich stärker "verkopft" und auch stärker zielorientiert, da sich das angenehme und belohnende Gefühl nur kurz vor bzw. zum Zeitpunkt des Orgasmus einsetzt. Bei intakten Männern ist eher der Weg das Ziel und sanfte Berührungen reichen oft aus, um sie in Fahrt zu halten. Spontaner Sex geh so natürlich deutlich einfacher vonstatten, da die Vorhaut durch viele unterschiedliche und sanfte Reize schon angenehme Gefühle produziert.

    Neulich habe ich mich mal auf reddit in einer Community rund um das Thema Edging umgesehen. Dort waren fast alle Teilnehmer intakt, welch Wunder. Beim Edging geht es darum, den Point of no Return durch sanfte Stimulation immer weiter hinauszuzögern. Je mehr sensorisches Feedback man hat, desto besser klappt dies natürlich. Viele beschnittene Männer wissen oft nicht, wie weit sie noch vom Orgasmus entfernt sind. Sie werden vom Orgasmus oft regelrecht überrascht. Oft erreichen sie den Point of no Return nur durch bestimmte mentale Stimuli. Die Tatsache, dass bei Beschnittenen mechanisch-sensorische Stimulation durch mentalen Input ersetzt werden muss, erklärt auch, warum sie öfters Fetische haben und in der Kink-Szene überproportional vertreten sind. Auch die Obsession mit Analverkehr besonders in amerkanischen Schwulenkreisen fällt darunter. Wer das nicht glaubt, kann sich auf reddit mal die Unterforen askgaybros und gaybros anschauen. Beide werden überwiegend von Amerikanern frequentiert. Beim Thema Sex geht es gefühlt fast nur darum, wer Top und wer Bottom ist, wie man an PreP kommt und dergleichen. In meinen Augen alles nur Kompensationsmechanismen für eine kaum noch vorhandene, penile Sensorik. Traurig, aber wahr. Und da will man uns erzählen, dass MGM als Präventivmaßnahme gegen HIV helfen soll.

    Solider Beitrag, Hut ab!

    Ich wollte auch schon länger mal einen Thread über die Machenschaften von Circumfetischisten bzw. Circspinnern schreiben, bin aber noch nicht dazu gekommen. Es ist wirklich gruselig, wenn man sich vorstellt, dass solche Leute gelegentlich auch mal Kinder in die Welt setzen. An denen können sie dann, §1631d sei Dank, ihren kranken Fantasien freien Lauf lassen. Ich kenne einige Leute aus der Kink-Szene, die allerlei Körpermodifikationen an sich betreiben. Jemand mit einem Vorhaut-Amputationsfetisch ist mir in freier Wildbahn allerdings noch nicht untergekommen. Das beruhigt mich etwas, weil ich daraus schließe, dass dieser Kink sehr selten, da enorm abseitig, ist. Es trennen sich eben nur die wenigsten ohne driftigen Grund von ihrem sexuell empfindsamsten Körperteil. Diese circumsexuellen Wichsgeschichten sind mir allesamt bekannt. Da wird dann davon geschwärmt, wie man den straff und streng beschnittenen Pullermann in der Sauna freizügig zur Schau stellt, die Eichel dabei künstlich entblößt, was angeblich die Blicke aller weiblichen Gäste auf den Intimbereich gelenkt hat. Bei solchen Geschichten weiß man immer nicht, ob sie auch der Realität entsprechen. Es könnte sich dabei genauso gut um Fiktion handeln, eventuell sogar von Männern, die sich niemals von ihrer Vorhaut trennen würden. Alles im tolerablen Bereich, so lange niemand dadurch zu Schaden kommt. Wenn solche Typen (und Typinnen) aber dann davon faseln, wie sie sich an ihren Kindern vergehen würden, hört der Spaß auf. Wenn sich Pädophilie und Hardcore-SM überschneiden, kommt nichts gutes bei raus. Es gab in den späten 2000er Jahren mal "Alexas Forum". Dort haben sich "Damen" mit Nicks wie Silke, Anja144 und Sabine darüber ausgetauscht, wie sie ihre Söhne möglichst straff und "gründlich" verstümmeln lassen würden, so dass sie nicht mehr der sündigen Masturbation frönen können. Beim Lesen von deren Ergüssen hatte ich am Ende nur noch eine Frage im Kopf: Knast oder forensische Psychiatrie. Man kann nur hoffen, dass es sich dabei um reine Fiktion gehandelt hat. Dass zumindest manche erwachsenen Leute krampfhaft davon besessen sind, Kindern die Genitalien zu verstümmeln, beweist ja u.a. mein U-Heftchen.

    Statt Reihenuntersuchungen an kindlichen Genitalien, ob man mit überflüssigen und schädlichen Operationen Geld verdienen könnte sollten kindliche Genitalien untersucht werden, ob die Kinder Opfer von Genitalverstümmelung wurden - um die Täter ggf. zu bestrafen und der abschreckenden Wirkung wegen.

    Der Schutz von Kindern muss an erster Stelle stehen.

    So schaut es aus. Stattdessen werden aber die Täter geschützt - seit 12/2012 hochoffiziell vom Staat aus, in Form vom §1631d in Stein gemeißelt. Es ist schlimm, dass fast ein halbes Jahrhundert später Jungen immer noch nicht der Schutz gewährt wird, der ihnen zusteht.

    Ich fühle mich oft so, als hätte man mich drakonisch dafür bestraft, nur weil ich es gewagt habe, überhaupt das Licht der Welt zu erblicken und dabei dummerweise das falsche Geschlecht hatte. Was sich damals in meinem Falle genau ereignet hat, wird sich wohl nicht mehr rekonstruieren lassen. Denkbar ist vieles. Im besten Fall war es nur ein geldgeiler Kinderarzt, der die Verstümmelung ohne Sinn und Verstand gepusht hat. Im schlimmsten Fall war es tatsächlich eine Strafe dafür, dass ich überhaupt geboren wurde. Ich war kein Wunschkind und meine Eltern waren von Anfang an mit mir überfordert. Es ist gut möglich, das sie sich dafür entschieden haben, mich zu quälen und zu foltern, statt mich zur Adoption freizugeben. Ich weiß mittlerweile auch, dass sich meine Eltern immer lieber eine Tochter statt mir gewünscht haben. Von Narzissten gibt es leider nun mal keine bedingungslose Liebe. Bei solchen Eltern haben Kinder nicht mal den Hauch einer Chance, sich normal und gesund zu entwickeln. Wenn ihr letztes Stündlein mal geschlagen hat, werde ich nicht für sie da sein. Dieser Gedanke verschafft mir eine gewisse Genugtuung.

    In der Folge fehlt mir "nur" das gefurchte Band und ein Teil meines Frenulum wurde gekappt und angenäht.

    Da hattest du wohl Glück im Unglück würde ich sagen. Hätte man von uns die Finger davon gelassen, wären wir beide wohl heute intakt. Es ist eben dieses grundlos übergriffige Verhalten, mit dem ich bei der ganzen Sache absolut nicht klar komme. Ich wollte in meinem Ursprungspost noch erwähnen, dass die Verstümmelung vor der Einschulung im Herbst 1987 geschehen ist. Der Kinderarzt hat mich aber im Herbst '84 zum letzten mal gesehen. Die Darstellung meiner Mutter, dass es der Kinderarzt empfohlen hat, ist daher unglaubwürdig. Alles, was sich noch an Details zu der ganzen Chose ans Tageslicht zerren lässt, widerspricht sich auch. Die Verstümmelung wurde ambulant an einem Krankenhaus durchgeführt, an das uns der Hausarzt überwiesen hat. Vor dem Ausstellen des Überweisungsscheins hat mich der Hausarzt nicht mal mehr selbst untersucht.
    Nach allem, was ich nach dieser langen Zeit noch Erfahrung bringen konnte, muss ich leider davon ausgehen, dass die Beschneidung größtenteils auf Wunsch meiner Eltern passiert ist. Es ist durchaus auch vorstellbar, dass meine Mutter bei den Untersuchungen schon recht früh den Wunsch danach geäußert hat und der Kinderarzt mit seinen Diagnosen tatkräftigt nachhelfen wollte. Jedenfalls wollen meine Eltern heute für nichts mehr verantwortlich sein und versuchen sich die Weste weiß zu waschen, indem sie die Schuld auf den Kinderarzt schieben. Meine Eltern wurden zwar nicht diagnostiziert, aber mein eigener Therapeut hat schon mehrfach den Verdacht geäußert, dass ich von Narzissten großgezogen wurde. Ich war unerwünscht und als Zufuhrquelle unbrauchbar. Nachdem meinen Eltern dies klar geworden ist, ging der narzisstische Missbrauch los. Vermutlich sollte die Genitalverstümmelung so eine Art Denkzettel sein. Nach dem Motto: Schau her, wie du mal Sexualität erlebst, bestimmen nur wir und deine eigenen Bedürfnisse zählen dabei nicht. Ich habe schon sehr lange den Verdacht, dass Eltern, die mehr oder weniger grundlos, d.h. ohne kulturelle Prägung, die Beschneidung durchdrücken fast immer an Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen leiden. Das ist einfach ein massiv abnormes Verhalten, sich so mit den Genitalien der eigenen Kinder zu beschäftigen und den Drang zu verspüren, sie verletzen zu müssen. Ich wäre viel lieber in einem Heim aufgewachsen als bei meinen biologischen Eltern. Dann hätte ich heute vermutlich einen gesunden, vollständigen Körper.

    Hallo zusammen,

    ich habe neulich mal wieder meinen Erzeugern einen Besuch abgestattet, weil ich auf der Suche nach einem wichtigen Dokument war. Hatte nichts mit dem Thema Beschneidung zu tun. Da meine Eltern nicht zuhause waren, habe ich selbst danach suchen müssen. Dabei ist mir zufällig mein gelbes Untersuchungsheftchen in die Hände gekommen, welches meine Mutter seit dem letzten Streit um das Thema Beschneidung vor mir versteckt hat. Ich habe es kurzerhand an mich gerissen und mal die Einträge von U6 - U8 für euch eingescannt. Danach gab es keinen Eintrag mehr, der Kinderarzt hat mich nach der U8 nicht mehr gesehen. Um die Einträge besser interpretieren zu können, liefere ich etwas Kontext zu meiner Person, ohne mich dabei zu doxxen: Ich bin im Spätherbst 1980 geboren. Die Geburt lief ohne Komplikationen ab, ich kam als gesunder Junge zur Welt.

    Nun, fangen wir mal mit der U6 an. Damals war ich noch nicht mal ein Jahr alt:


    Man war also in der Lage, eine Balanitis zu diagnostizieren, obwohl meine Vorhaut laut der Aussage meiner Mutter nie beweglich war, d.h. sie hat die Eichel vor der Verstümmelung immer verdeckt. Scheinbar hatte dieser Kinderarzt Röntgenaugen. Wie die Balanitis in diesem Alter überhaupt entstanden sein soll, wäre auch mal interessant zu wissen. Wohlgemerkt: Ich war damals noch nicht mal ein Jahr alt.

    Die Antwort liefert dann die U7, zu deren Zeitpunkt ich noch keine zwei Jahre alt war:


    Es wurde hier bereits im alter von 1 3/4 Jahren der Befund "Phimose" ins Kästchen gekritzelt. Neben der Phimose findet sich jetzt auch ein Pendelhoden. Dieser Kinderarzt war offenbar vollkommen auf meinen Genitalbereich fixiert.

    Der letzte Eintrag umfasst dann die U8:


    Auch hier hat scheinbar wieder nur mein Penis interessiert. Andere Krankheiten, die sich in diesem Alter bereits abgezeichnet haben, wurden offenbar nicht angekreuzt. Nur zur Info: Ich habe mittlerweile wegen orthopädischen Problemen offiziell den Behindertenstatus. Die Fehlbildungen, die dafür ausschlaggebend sind, hat der Kinderarzt nicht erkannt. Für ihn war ich ein laufender Penis. Meine Vorhaut hatte vermutlich nicht mal den Hauch einer Chance auf ihr Überleben. Warum dieser Kinderarzt davon besessen war, ausgerechnet mich zu verstümmeln, bleibt mir für immer ein Rätsel. Ich komme aus einer relativ ländlichen Region, in der es zum damaligen Zeitpunkt nur sehr wenige Kinderärzte gab. Zu Schulzeiten war ich bis auf die Mittelstufe immer der einzige beschnittene Junge in der Klasse. Die Tatsache, dass dieser Kinderschänder bereits im Alter von einem Jahr eine Phimose diagnostiziert hat, mutet wirklich wie ein schlechter Witz an. Das ist ungefähr so, als würde man bei einem Säugling Alopezie diagnostizieren, weil ab Geburt der Kopf noch nicht dicht behaart ist.

    Absolut unfassbar und unentschuldbar, dass meine Eltern auf so einen Kurpfuscher reingefallen sind. Außerdem drängt sich der schreckliche Verdacht auf, dass meine Eltern die Verstümmelung von Anfang an wollten und der Arzt sich zum Handlanger gemacht hat. Selbst in den 80ern dürfte man schon gewusst haben, dass die Vorhaut ab Geburt noch mit der Eichel verwachsen ist.

    Irgendwas ist hier wirklich ganz arg faul.

    Vielen Dank für deine Antwort!

    Ja solche Bemerkungen waren leider normal, im ersten Moment denkt man es wäre ein Scherz, im zweiten realisiert man erst, dass vor einem ein ernster Arzt sitzt.

    Was mich an meinen damaligen Ärzten im Rückblick so wütend gemacht hat, war das meine Beschneidung ca. 1 1/2 Jahre nach dem Kölner-Urteil
    vonstattenging.

    Hey, kein Thema :)

    Was den Zeitpunkt angeht: Man weiß nicht erst seit dem Kölner Urteil, dass die Vorhaut höchst wichtig für das sexuelle Erleben ist. Es gab bereits in den 90ern Arbeiten z.B. von John R. Taylor, die die Rolle der Vorhaut beim Auslösen von sexuellen Reflexen und angenehmen Empfindungen untermauert haben. Im Jahre 2007 hatte man es dann schwarz auf weiß, da hat ein gewisser Morris L. Sorrels bewiesen, dass es sich bei der Vorhaut um den empfindsamsten Teil des Penis handelt.

    Leider haben sich diese Erkenntnisse noch nicht überall in der Fachwelt rumgesprochen. Es kann auch gut sein, dass teils bewusst ignoriert werden, da Beschneidungen mehr Geld in die Kasse spülen als konservative Behandlungen. Außerdem musst du bedenken, dass es sich bei der Beschneidung um eine medizinische Anomalie handelt. Es gibt kein anderes Körperteil außer der Vorhaut, bei dem man die Amputation als Heilmethode akzeptiert. Die Beschneidung als Behandlung einer Phimose ist ungefähr so sinnvoll wie eine Enthauptung bei einer Migräneattacke. Außerdem ist es so, dass es starke kulturell geprägte Interessen daran gibt, diesen Eingriff legal und am Leben zu erhalten. Solche Leute versuchen dann, die Wissenschaft zu beeinflussen (siehe AAP) und Leute zum Schweigen zu bringen, die die Wahrheit sprechen (siehe Morton Frisch vs Morris).

    The rabbit hole is deep.

    Vielen Dank für deinen eindrucksvoll geschriebenen Bericht.

    Was du über die sexuellen Auswirkungen der Beschneidung schreibst, deckt sich zu 100% mit meinen eigenen Beobachtungen an meinem eigenen Körper sowie dem Vergleich mit intakten Partnern. Auch diese Unbeholfenheit und Ignoranz von angebliche Fachärzten ist leider typisch und noch viel zu weit verbreitet in Deutschland. Vor allem die Bemerkung mit den Kerzen und der romantischen Musik ist ja der Knaller. Als könnte man dadurch den Verlust von einem Großteil an erogenen Nervenenden ausgleichen. Daran sieht man, dass noch viel Aufklärung über das Thema Beschneidung und die Rolle der Vorhaut beim Sex nötig ist. Ich hoffe, du findest einen Weg, mit deinem Verlust klarzukommen. Die Unterschiede aus eigener Erfahrung heraus zu kennen, stelle ich mir besonders bitter vor. Einige Männer haben sich deswegen das Leben genommen, weil sie sich mit diesem Verlust nicht abfinden konnten. Darunter auch der von dir erwähnte Alex Hardy.

    Hmm
    naja wenn ich 2,5 cm innere VH noch habe, wieviel wurde mir denn dann entfernt?
    oder anderst gefragt: wie lang ist denn die Innere Vorhaut vom Eichelkranz bis zum übergang zur Äuseren Vorhaut?

    Das kann man nicht beantworten. Die Länge der Vorhaut ist individuell höchst verschieden. Wie es sich bei dir mal entwickelt hätte, lässt sich schwer sagen. Oft wächst der Penis in die Vorhaut rein und sie weitet sich in der Pubertät. Wie es sich entwickelt, kann man nicht vorhersagen.

    Es kann gut sein, dass du dich da "konditioniert" hast über die Jahre hinweg. Mit 2,5 cm an innerer VH bist du noch mal gut weggekommen. Du hast auch eine relativ gute Ausgangslage für Restoring. Da würdest du noch den Gleitmechanismus zurück gewinnen und du könntest innere VH und Eichel dekeratinisieren.

    Mein Arzt hat mir die direkt die Beschneidung empfohlen und meinte: “Das ist nur ein extren kleiner Eingriff”.

    Da hätte ich schon meine Beine in die Hand genommen und hätte die Praxis fluchtartig verlassen. Klar, es ist kein chirurgisch anspruchsvoller Eingriff. Abgeschnitten ist die Vorhaut schnell. Du kannst dir mit einer Kettensäge auch sehr schnell ein Bein absägen. Auch nur ein kleiner Eingriff. Aber leider mit ebenso schweren Folgen. Dass dieser Arzt dir nicht wenigstens die verschiedenen Beschneidungsstile vorgestellt hat, spricht auch gegen ihn. Wurden wenigstens vor der Beschneidung alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft?

    Klingt nach einem Fall für unseren Ärztepranger.

    Was die Abheilung betrifft, so würde ich der ganzen Sache noch etwas Zeit geben. Dieser "Spalt" zwischen der inneren VH und der Schafthaut schaut komisch aus.

    Mit dem heutigen wissen, würde ich wagen zu behaupten, der größte Fehler war eigentlich der als der Kinderarzt bei der U8 auf die Vorhautverengung aufmerksam machte udn zum Kinder Chirurgen überwiese... hätten wir einfach weiterhin, wie bis dahin auch, komplett die Finger davon gelassen (da schließ ich den Ärzt, den Chirugen udn auch uns als Eltern mit ein) , dann wäre die Vernarbung wahrscheinlich garnicht entstanden!!???!

    Vermutlich ist es genau so. Da der Junge keine Schmerzen und keine Probleme mit dem Wasserlassen hatte, bestand auch keinerlei Handlungsbedarf. Warum dieser Arzt ihn bei deinem Sohn trotzdem gesehen hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Eine Vorhautverengung verursacht keinerlei Leid und das Retrahieren ist wie andere schon bemerkt haben, eine sexuelle Handlung und somit erst Jahre später überhaupt relevant.
    Vermutlich war das eben noch ein Mediziner der alten Schule. Schön, dass er in seiner Antwort-Mail indirekt zugibt, dass er die neue Leitlinie einfach ignoriert hat. Die besagt nämlich, dass im Falle einer beschwerdefreien, physiologischen Phimose, welche die Ausgangssituation bei euch war, nichts gemacht werden sollte. In anderen europäischen Ländern (z.B. Skandinavien, UK) wird im Kindesalter prinzipiell nicht nach der Vorhaut geschaut, sofern kein medizinischer Handlungsdruck besteht.

    Diese Frage wird dir schlussendlich keiner richtig beantworten können. Das könntest du nur selber, wenn du den vorher/nachher-Vergleich hättest. Die Angabe von 70-80% weniger Empfindungsvermögen ist erstaunlich konsistent. Vermutlich entspricht das auch der Realität, wobei es natürlich auch immer etwas schwierig sein dürfte, so etwas subjektives in Zahlen auszudrücken. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die sexuellen Empfindungen vor allem bei einem intakten Penis multi-dimensional sind. Es ist alles auf unterschiedliche Art empfindlich. Fakt ist, dass bei einer Beschneidung die empfindsamsten Teile entfernt werden, wie man im folgenden Diagramm leicht sieht:

    [Blockierte Grafik: https://theweeklings.com/wp-content/uploads/Sorrells-Chart-copy.jpg]

    Die Vorhaut ist besonders an der Innenseite der Spitze sehr empfindlich. Die Eichel ist der am wenigsten empfindsamste Teil des Penis. Das deckt sich ziemlich gut mit deinen eigenen Beobachtungen, stimmts?
    Wenigstens hattest du Glück im Unglück mit deinem Beschneidungsstil. 2,5 cm innere Vorhaut ist für deutsche Verhältnisse nicht gerade wenig. In Deutschland ist leider die absolute Hardcore-Variante am weitesten verbreitet, bei der alles amputiert wird, was Spaß macht. Minderwertig bist du natürlich nicht, aber du wirst dich damit abfinden müssen, dass du Sex nicht so erlebst, wie die Natur es vorgesehen hat.

    Die Eichel ist permanent bedeckt und wird feucht gehalten. Dadurch wird sie wieder empfindlicher.

    Na ja, laut der Sorrels-Studie hat das Vorhandensein einer Vorhaut eigentlich kaum einen Einfluss auf die Empfindlichkeit der Eichel:

    [Blockierte Grafik: https://theweeklings.com/wp-content/uploads/Sorrells-Chart-copy.jpg]

    Wie man hier sieht, ist gerade mal der Eichelkranz bei unbeschnittenen Männern minimal empfindlicher. Vermutlich ist es eher so, dass bei beschnittenen Männern durch die andauernde Reizung durch die Unterwäsche die Reize der Eichel vom Hirn "rausgefiltert" werden. Nach dem Restoring nimmt man sie einfach wieder bewusster wahr.

    Bei den restlichen Punkten stimme ich zu 100% zu.

    Ob es einem die Sache am Ende wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mittlerweile aufgegeben, da der Zugewinn an Empfindsamkeit ab CI-4 einfach nur noch minimal war. Leider musste ich feststellen, dass gerade in amerikanischen Foren bzw. auf reddit gnadenlos übertrieben wird, was die positiven Effekte von Restoring betrifft. Dass liegt vermutlich daran, dass es sich bei dem dortigen Beschneidungsstil eher lohnt und auch daran, dass man in den USA nichts über die Vorhaut weiß. Wer in einer Cutting Culture aufwächst und keine Erfahrungen mit intakten Genitalien hat, ist oft geneigt zu glauben, dass die Vorhaut nur eine Art Schutzhülle für die Eichel ist. Genau darin liegt der psychosexuelle Missbrauch: Männer werden dort als Säugling zwangsbeschnitten, mit der Erwartung, dass sie nie etwas über die Vorhaut lernen. Bei den meisten klappt das auch, zumindest bei denen, die heterosexuell sind. Und wenn alle anderen im Umfeld auch beschnitten sind, lernt man erst recht nichts über die gravierenden Unterschiede. Mit der nächsten Generation beginnt der Kreislauf des Missbrauchs dann von vorn.

    Bei einer radikalen "Beschneidung", wie sie hier in Deutschland üblich ist, kann man mittels Restoring leider nicht mehr viel holen. Du liegst mit deiner Vermutung richtig: Die empfindsame Vorhaut mitsamt ihren vielen Nervenenden ist für immer weg. Falls du noch einen Rest an innerer Vorhaut hast, solltest du dich darauf konzentrieren, diesen zum Wachstum anzuregen. Dazu gibt es manuelle Methoden. Dazu brauchst du nur deine beiden Hände. Falls du noch genug Hautüberschuss zum Tragen eines Devices hast, kannst du auch sofort mit einem Device anfangen. Besonders empfehlenswert bei einer typisch deutschen Hardcore-Verstümmelung (low&tight) sind Air Inflation-Geräte. Von diesen Geräten ist das Foreskinned Air besonders empfehlenswert. Das kommt von einem schwedischen Hersteller namens Foreskinned. Das bekannteste Gerät aus dieser Kategorie dürfte das HyperRestore Direct Air sein. Die Verabeitung des HyperRestore ist aber etwas dürftig, außerdem verliert es immer recht schnell Luft, was am Ventil liegt. Bei den Tuggern/Stretchern ist der DTR sowas wie der Goldstandard. Mit dem TLC-X habe ich persönlich überhaupt keine guten Erfahrungen gemacht.

    Restoring wird vor allem in den USA gehyped, wo allerdings "high&tight" verstümmelt wird. Dabei wird das innere Vorhautblatt wieder auf den Schaft genäht. Bei uns hier schneiden die leider alles ab, was Spaß macht. Falls du schon über die Anschaffung von so einem Device nachdenkst, solltest du eventuell auch eine Spende an Foregen nachdenken. Die arbeiten gerade daran, die Vorhaut wieder vollständig zu regenerieren. Aktuell laufen Tierversuche, allerdings ist diese Organisation aktuell noch auf Spendengelder angewiesen. Jeder Penny zählt, da vor allem die für die kommenden Jahre angedachten klinischen Studien sehr teuer sein werden.

    Was auch immer du in Sachen Restoring machst: Bleibe auf jeden Fall konsistent und stelle dich auf sehr viel Frust ein.
    Behalte dabei im Hinterkopf, dass du nicht alleine bist mit deinem Unglücklichsein über die Verstümmelung.

    Das ist auch so ein unsinniger Argumentationsversuch. Wenn die männliche Genitalverstümmelung unter 18 ohne nachweisbare medizinische Indikation verboten wird, wäre doch so gut wie niemand verstümmelt. Demnach bestünde sogar viel weniger Gefahr wegen seines Geschlechtsteils gemobbt zu werden, weil dann schließlich jeder das Gleiche hat.

    So schaut es aus. Genau deswegen wird Beschneidung auch in der Kindheit aufgezwungen. Sie ist nämlich unter erwachsenen Männern ein absoluter Ladenhüter. Niemand will dann noch beschnitten sein, da man seine Vorhaut normalerweise zu schätzen lernt, wenn man ins sexuell aktive Alter kommt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich gerade mal einer von 10.000 Männern im Erwachsenenalter beschneiden lässt.