Posts by rebellot_4355

    Hallo

    Mach zuerst medizinisch reinen Tisch, 30 Stiche, Fäden noch drin oder fallen raus - da schadet eine Nach-OP Kontrolle nichts; meinte sogar: wäre doch Standard.

    Psychische oder sogar kosmetische Schritte kommen erst später. Anders => daran gewöhnen geht nicht von Null auf Jetzt.

    Ich meinte zu Kosten: kostet Zeit (Hinfahren, warten), Geduld (Heilung braucht Zeit) und Verarbeitung und Gewöhnung (s.o.)

    Medizinisch begründet: Kopf hoch, Du schfffst das!

    Diabetes Typ2 seit 23 Jahren; eher untypisch (Normalgewicht, intensive Bewegung, vernünftige Ernährung, vernünftig eingestellt HBa1C um 7.0 CH-Werte) - aber eben ein langjähriger Typ2-er. innerhalb der 23 Jahre altert man und diabetesmässig durchläuft man die Spirale: Hausarzt 3 Mt, Diabetologe 2 Jahre, Ernährungsdocs 3 Jahre, Medikamentation anpassen in langsamen Schritten (Metformin, dann etwas Basisinsulin dazu, dann Jardiance mit überschaubarem Basisinsulin); die HbA1C waren und sind im Toleranzbereich, Füsse, Empfindsamkeit und Penis regelmässig gepflegt und kontrolliert. Ich, HA und Diabolo waren zufrieden, bis vor 6 Monaten Entzündungen am Penis auftraten und nicht mehr wegzubringen waren. "Schmieren und Salben hilft allenthalben"- Denkste, das ging dermassen schnell: trockene, rissige Haut, blutende Wunden, festklebende Vorhaut und weisslicher Ausfluss. Hausärztin: Cortison- aber das ist nicht mehr mein Fachgebiet; Urologe nach Medi-Check: SGLT2-Inhibitoren können dies verursachen, sie sind zwar gut zur Blutzuckerausscheidung bei > Hb 13% - aber diese Nebenwirkung..., letztlich haben Sie drei Vorgehensweisen: a. Salben und wenn es dann nicht mehr geht, als dringender Fall ins Spital b. Kurzfristig stabilisieren und dann müssen wir gemeinsam zeitnah eine radikale Zirkumzision ins Auge fassen oder c. Weiterfahren wie bisher, aber immer die Gefahr einer fetten Entzündung als Notfall im Spital evtl. bei einem Unterassistenten zu landen. d. und e. Teilbeschneidung oder Längserweiterung löst das Problem meist nur temporär.

    Nun ja, Variante b. war meine rasche Wahl, die Beschneidung erfolgte 4 Wochen später im Alter von 71 Jahren.

    Und heute 8 Wochen später: ich habe niemals mehr Entzündungen gehabt, fühle mich wohl und bin mit meiner Partnerin zusammen das ANDERE - neue Gefühlsleben am Erlernen. Und: das kurze Frenulum und die enge Vorhaut machen keine Schmerzen mehr.

    LEHRE daraus: Ich habe die Hausärtzin (meine direke Ansprechpartnerin) ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie männliche Diabetiker doch in jeder 3-Monatskontrolle über die Penis-Gesundheit befragen - oder mindestens auf die spezifischen Risiken der SGLT2-Inhibitoren (also bei mir des guten Jardiance) hinweisen soll. --> wie sie damit umgehen wird?

    Aktueller Artikel in Spalten zusammengefasst:

    SäuglingSpital KSAKantonspolizeiMohel, Gericht
    Rund 40 Tage alt; nach Beschneidung aus Bezirk Lenzburg in KSA gebracht, später musste er operiert werden.Kantonsspital Aarau (KSA); Kinderschutzgruppe schaltete sich ein und erstattete Anzeige; Säugling musste schliesslich operiert werden.Kanton Aargau: veranlasste eine 3-monatige Wegweisung/Fernhaltung wegen befürchteter konkreter Gefahr weiterer Fälle (u.a. wegen Verdacht auf erhebliche Gefährdung eines besonders schutzbedürftigen Kindes).

    Mohel aus USA führte die Beschneidung durch; am Flughafen Zürich festgenommen, Strafverfahren wegen einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand hängig.

    Das Aargauer Verwaltungsgericht hob die polizeiliche Verfügung der Wegweisung auf (unverhältnismässig; weniger einschneidende Mittel wie Tätigkeitsverbot hätten gereicht).

    Zur AZ Meldung: Sowohl Titel als auch Zusammenfassung passen nicht zum Inhalt.

    Positiv (aus meiner Sicht): Kinderschutzgruppe erstattet Anzeige, Strafverfahren wegen "einfacher Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand" ist hängig.

    Dazu gehört auch der AZ-Artikel vom 22.5.2026, dort sind noch Details zur Person (Zusammenfassung):

    Der Beschneider ist ein US-amerikanischer Mann (US-Staatsbürger), der die Beschneidung – sowohl in den USA als auch in mehreren Ländern (genannt: Schweiz, Deutschland und Russland) – als Tätigkeiten durchführt. Er wurde bei der Ausreise am Flughafen Zürich vorläufig festgenommen, in den Kanton Aargau überführt und befragt; anschliessend kam er wieder auf freien Fuss. Ihm wird der Verdacht auf Körperverletzung im Zusammenhang mit einer Beschneidung an einem eritreischen Säugling vorgeworfen; er bestreitet die Vorwürfe und sagt, es hätten keine Komplikationen gegeben. Laut Artikel war er zwar als Beschneider tätig, gehörte aber nicht zu den enger an eine Schweizer jüdische Gemeinde angegliederten Mohalim.

    Display Spoiler
    • Was kann gegen solche herumreisenden Typen unternommen werden?
    • Wer bestellt und bezahlt diese Typen?

    @Konfiq, ich verstehe Dich (auch als Neuling in diesem Forum) als alter Typ 2er. Gut eingestellt, über Jahrzehte, auch mit tieferen Normwerten und neuen Medikamenten - "man hat es im Griff" und trotzdem klemmt etwas.

    Es gibt typische und untypische Typ-2 er - untypische bemerken das Darum-Herum! Jahrelang im Lot, das Primäre Problem gut gemanaged; -- aber da ist doch noch etwas anderes --

    Ich will hier nicht über Glukoseausscheidung sprechen, das (Dein) Gesamt-Wohlbefinden ist entscheidend, manchmal (oder wenn Du willst: in seltenen Fällen..) kann das ursprüngliche Hauptproblem in akuten Fällen sehr rasch zum Nebenproblem werden (soviel zum "im Griff").

    Meinerseits vertrete ich die Devise: was letztlich, wenn es denn nicht mehr anders geht -MUSS das mache ich im Notfall (Lehre nach 25 Jahren Typ 2-er und kurzem, vernarbten Bändchen und ewigen Phimose-Schmerzen...). Und wir zwei (Partnerin und ich) orientieren uns wieder mal neu; das ist auch spannend und herausfordernd...

    Warum das Ganze?

    Du hast am 3. Juni gefragt und auch eine rasche Antwort erhalten. Dann war Ruhe im Forum.

    Ich kann Dich verstehen, Adressen habe ich nicht.

    Aber einfach ein Zeichen...